Beiträge von Wutzi

    Nieren sollten besser auch parat liegen.
    Aber im Ernst:

    Roh sind sehr viele Pilze giftig.
    Ansonsten gibt es natürlich zahlreiche essbare Arten, aber eben auch tödlich giftige und dann auch noch ungefährliche Arten, die leicht mit tödlichen Arten verwechselt werden können. Die jeweiligen Pilzgifte wirken sehr unterschiedlich. Die harmloseren verursachen Brechdurchfälle, bei denen du nur wegen Elektrolytmangel an den Tropf musst. Bei anderen Pilzgiften zersetzen sich Blutkörperchen, oder es werden lebenswichtige Organe irreversibel zerstört.
    Es gibt übrigens gefährlichere als den Grünen Knolli. Wenn du im Wald überleben willst, iss keine Pilze!

    Hallo Karl, da biegt sich ja der Tisch von den Unmengen Täublingen. Bei dem Gedanken, dass die bestimmt werden mussten, bekomme ich Beklemmungen.
    Am allerbesten finde ich den Schlaupilz🤣.

    Hallo Ureinwohnerin, blanchieren musst du die Flockenhexen und die vielen anderen roh giftigen Pilze nicht. Wichtig ist, dass die Pilze gründlich erhitzt werden. Das kann auch in der Pfanne geschehen. 20 Minuten gut durchbraten. Gegebenenfalls einen Deckel drauf tun.

    Hallo Lukas, danke für den Tipp. So ganz abgeneigt bin ich deiner Idee nicht. Mir war gar nicht klar, dass Helmlinge auch so spindelig-rübige Wurzeln haben können. Das werde ich mir beim nächsten Fund einmal genau ansehen. Auf alle Fälle hab ich wieder was gelernt.

    lamproderma, kannst du bitte mal einen Blick auf den Erdstern werfen? Vielleicht bekommt er doch noch einen Namen.

    Hallo zusammen,

    hier sind ein paar Bilder von den letzten Tagen. Die Rötlinge erspare ich euch - und nein, ihr müsst euch nicht dafür bedanken==Gnolm7.

    Da sind wieder jede Menge namenlose Pilze dabei. Da ich angesichts der dürren Informationen keine Namensvorschläge erwarte, habe ich den Thread nicht als Bestimmungsanfrage gestellt. Falls euch dennoch ein Name in den Sinn kommen sollte, wäre das natürlich ganz hilfreich. Dann würde es sich lohnen, die Arten genauer zu betrachten. Aber im Moment sprießen einfach zu viele Arten, die ich nicht kenne. Da reicht mir maximal ein Pilz pro Tag zur genaueren Untersuchung.


    Ich beginne mal mit etwas Schönem - einem Lieblingsort von mir. Nur wenige hundert Meter von zu Hause.

    Hier ist noch heile Welt:

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    Und weil manchmal häuslicher Fleiß belohnt wird, fand ich meinen allerersten Erdstern hier in der Region beim Rückschnitt der Wildnis am Weg. Wenn da vielleicht jemand von euch einen Namen hätte, wäre das fein. Für mich ist das Pilzlein wirklich etwas ganz Besonderes.

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    Hier ein typisches Pilzloch. Hier sollte eigentlich ein Steinpilz stehen. Offenbar sind die bei den Schleimern noch beliebter als die Täublinge. Zu 80% waren die schneller als ich. Aber für eine Mahlzeit hat es trotzdem gereicht.

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    Tja, da waren auch die Schnecken dran, aber an welcher Gattung haben die wohl schnabuliert?

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    Hier einmal die wahren Schleimer - Natternstielige Schnecklinge. Am Tag danach waren auch sie den Schnecklingen zum Opfer gefallen.

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    Unbestimmte Ohren im Fichtenwald. Vielleicht vom Hasen.

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    Schön ist, dass die Schleierlingszeit begonnen hat. Blöd, dass es so viele Arten gleichzeitig sind, dass mir die allermeisten wohl schleierhaft bleiben werden. Hier ein ganz winziger.

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    Auch hübsch.

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    Der ist dem Geschmückten Gürtelfuß recht ähnlich, aber leider eben nur ähnlich.

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    Lichtblicke im Cortinariendschungel gab es immerhin. Hier ein Hautkopf.

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    Noch ein Hübscher.

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    Hier habe ich immerhin eine vage Idee - vielleicht sind das Ältere aus der Anomales-Gruppe. Aber wahrscheinlich eher nicht.

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    Und noch einmal etwas Bekanntes. Der Blutblättrige Hautkopf - Cortinarius semisanguineus

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    Noch ein Gürtelfuß mit Reif. Sehr apart.

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    Und dann doch noch mal etwas überstrahlt - aber immerhin als Spitzgebuckelte Rauköpfe - Cortinarius rubellus Erkennbares.

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    Das ist wahrscheinlich ein Weißsporer. Weitergehende Ideen hab ich hier nicht. Allerdings wenn ich mir die rübige Stielverlängerung so ansehe, hätte ich vielleicht doch eine Idee. Aber es bleibt ein Ratepilz.

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    Amanita crocea kenne ich eigentlich sonst mit lebhafteren Farben, also sag ich mal nichts zur Art. Aber ganz sicher ist es ein besonders schöner Scheidenstreiffling.

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    Hier habe ich einmal Pfifferlinge und einen Falschen nebeneinander fotografiert. Die bräunen alle, aber interessant finde ich den Grünstich bei dem Pilz rechts unten.

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    Und es ist mir gelungen meinen Erstfund in Thüringen, das winzige Weißfüßige Pustelkeulchen einigermaßen gut abzulichten. Das will ich euch nicht vorenthalten.

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    Da geht er hin mein Wald - nach China und in die USA. Stück für Stück. Jeden Tag wird es lichter.

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    Schön, dass ihr bis hierher durchgehalten habt.

    Hallo Pjotr, die Bücher sind allesamt gut. Allerdings hast du die Namen durch die Leerzeile jeweils dem falschen Titel zugeordnet.
    Die Bücher haben jeweils einen anderen Fokus. Rita Lüder ermöglicht den Blick auf die Systematik, Kosmos enthält viele Arten. Gminder ist auch gut.

    Hallo Oehrling,

    mir hat jemand im letzten Herbst Glimmerschüpplinge zur Beratung gebracht. Blitzsauber. Ich hab sie nicht freigegeben und mich wegen der Blausäure auch nicht getraut, sie zu essen. Dabei - Grüne Bohnen enthalten auch Blausäure, und wir essen sie regelmäßig. Aber da der Ratsuchende mir den Standort verraten hat, und nach deinem gelungenen Experiment werde ich sie irgendwann doch mal probieren. Ich muss die Nase ja nicht über den Topf hängen.

    Hallo Schupfi, Sachdienliches kann ich nicht beitragen. Aber hier ist es im Moment ganz ähnlich. Montag waren nur wenige Pilze unterwegs, aber heute steckten viele Ihre Hütchen heraus.

    Besonders beeindruckend finde ich den Schönkopf zusammen mit dem uni-violetten Kollegen. Der Violette Schönkopf hat sich mir noch nicht gezeigt.