Hallo zusammen,
Ich kann auch mitteilen, dass sogar mit dem alten JavaScript das Bearbeiten wieder funktioniert...
Beste Grüße
Dieter
Hallo zusammen,
Ich kann auch mitteilen, dass sogar mit dem alten JavaScript das Bearbeiten wieder funktioniert...
Beste Grüße
Dieter
Hallo Grüni,
also ich kenn mich da auch nicht so genau aus. Wenn etwas nicht funktioniert, schaue ich mir einfach das Script an, welches der Button aufrufen soll. Bei mir war es dieser Toggle - der eben nicht mehr bei meinem uralt-Rechner funktionierte. Wann das umgestellt wurde weiß ich nicht. Ist aber schon ein paar Tage her.
Ipad: also ich kenne mich mit Ipad leider gar nicht aus. Habe schnell mal das Tablet von meiner Frau genommen ---> lustig: da funktioniert es auch nicht :-))) weiß aber nicht woran es liegt und jetzt fahr ich zu Matthias und dan geh'n wir schwammern.
Beste Grüße
Dieter
Hallo Grüni,
Das liegt wohl an eine Javascript class - der "dropdownToggle" --> war bei mir auch --> musst mal schauen ob du eine aktuelle Java-Version installiert hast.
Schade dass das von WoltLab umgestellt wurde. Seit dieser Umstellung sind nun mehrere Fehler im Forum vorhanden, z.B. wird das (veraltete) font-attribut nicht mehr erkannt.
Ja, es ist veraltet - das ist schon klar, aber das problem ist dass wenn man einen alten Beitrag bearbeitet, der eben noch ein font-Attribut beinhaltet, wird er durch die Bearbeitung total zerschossen... können übrigens die Forenbetreiber nichts dafür - das kommt automatisch als update.
Beste grüße
Dieter
Hallo Frank,
hab Dir ne E-Mail geschickt.
Beste Grüße
Dieter
Hallo Pilzfreunde,
wie versprochen hier nun das Ergebnis zu der Entoloma:
Fundnummer: 2016-08-13-1153
Bei dieser äußerst interessanten Entoloma entstand das Problem, dass
die Nomenklatur der in Frage kommenden Arten schwer nachvollziehbar ist. Die
entscheidenden Hinweise fand ich dann jedoch in der Österreichischen Zeitung für
Pilzkunde 17 (2008) im Artikel "Entoloma in North America 2: the species
described by C. H. PECK - type studies and comments" von Machiel Noorderloos.
Dor ab Seite 97 - Kapitel "cyaneus". Die genaue Geschichte kann dort nachgelesen
werden - was ich hier abkürze und von Folgendem ausgehen muss:
Entoloma tjallingiorum - Noorderl. ist die gleiche Art wie:
Agaricus cyaneus - Peck (non Agaricus cyaneus Bull)
Entoloma cyaneum - [Peck—>] Sacc
Agaricus dichrous (var. dichrous!) - Pers.
Rhodophyllus dichrous
Entoloma dichroum
--> das ist bereits gut bekannt. Der entscheidende Hinweis aber ist, dass
Murrill den Namen "Entoloma violaceum" einführte um das cyaneum/cyaneus-Probelm
"zu lösen".
Das bedeutet also dass Entoloma violaceum = Entoloma tjallingiorum.
Somit war die zunächst mit in die nähere Auswahl kommende Art "Entoloma
violaceum" vom Tisch, denn deren Cheilozystiden haben eine andere Form als unser
Fund.
Die Annahme von Kuo, dass Entoloma jubatum eventuell gleich Entoloma
violaceum sei, ist falsch, zum einen aus der obigen Erkenntnis, zum anderen
deshalb weil das entscheidente Trennungs-Merkmal von Entoloma jubatum die (grau)braunen
Lamellen sind. Entoloma jubatum scheidet genau deshalb auch für unseren Fund
aus.
Entoloma velatum unterscheidet sich von Entoloma tjallingiorum
hauptsächlich in der Pigmentierung der Huthaut-Hyphen, weshalb auch diese Art
für unseren Fund ausscheidet.
Bleibt noch Entoloma porphyrophaeum übrig.
Und hier stimmt alles, der Standort, Fruchtkörpergröße, Huthaut, auch die
Rotbraune Farbe mit Purpur-Ton und vor allem die Mikromerkmale. Zu beachten ist
der Hinweis z.B. von Ludwig, dass die Sporenmaße stark schwanken können (siehe
Pilzkompendium Band II Seite 468).
Mikroskopische Daten:
Basidien:
4-sporig, selten 2-sporig
Sporen:
heterodiametrisch, 6- bis vieleckig
Präparat: aus Lamellenstück (Exsikkat) ausgewaschen; Untersuchungsmedium: GSM;
Messwertanzahl: n = 60
Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: nicht normalverteilt;
Breite: normalverteilt; Q: nicht normalverteilt
Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,6 × 0,4 µm; von Q: 0,1
Median: von L × B: 8,9 × 6,1 µm; von Q: 1,5
Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B:
9,1 × 6,2 µm; von Q: 1,5
Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für
L × B: (8) 8,5 - 10,1 (10,5) × (5,4) 5,7
- 6,7 (7,6) µm; für Q: (1,3) 1,4 - 1,6 (1,8)
Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 90%-Standardbereich: für L × B: (8) 8,4 -
10,3 (10,5) × (5,4) 5,7 - 6,8 (7,6) µm; für Q: (1,3) 1,4 - 1,7 (1,8)
Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: nicht anwendbar, da nicht
normalverteilt
☻
Cheilozystiden:
vielgestaltig, Spindelförmig oder auch mit
Hals, Bauchteil stets verdickt, Hals oft mehrfach eingeschnürt, oft mit kopfigem
Ende, auch basal 1-2 fach septiert, ca. 30 - 55 x 10 - 20 µm
Die Cheilozystiden waren schwer zu finden und schwer zu fotografieren - hier das
Ergebnis:
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HDS:
Bestehend aus flach liegenden,
zylindrischen Hyphen, manchmal mit leicht verdickten Enden, Pigment
intrazellulär, Breite ca. (4,4) 5,2 - 10,1 (11,3) µm
☻
Mit diesen Daten ist der Pilz quasi eindeutig der
Porphyrbraune Rötling (Entoloma
porphyrophaeum):
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☻
☻
☻
Beste Grüße
Dieter
Hallo Claudia,
hast Du schon mal tiefer gegraben um zu sehen ob die "Becher" einen Stiel haben?
Wachsen vielleicht Windröschen in der Nähe?
Vielleicht ist es Dumontinia tuberosa?
Beste grüße
Dieter
19.07.2017: Kleine Pilze, große Pilze, Becherlinge und Speisepilze - Teil 3
Liebe Pilz-Freunde,
dies ist Teil 3 des Berichtes vom 19.07.2017.
Teil 1 findet Ihr hier
Teil 2 findet Ihr hier
Fundnummer: 2017-08-19-1214
Ästchen-Zwergschwindling (Marasmiellus ramealis):
☻
Fundnummer: 2017-08-19-1218
Ein Erst-Fotofund - große Freude bei mir:
Ledergelber Öhrling (Otidea alutacea):
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Fundnummer: 2017-08-19-1241
Ein Champignon...
Morphologische Daten:
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, im
Nadelwald
Fundzeit: 19.08.2017
Wuchsform:
einzeln
Hutform: noch geschlossen: eiförmig
Huthaut:
cremeweiß, deutlich gilbend,
beim Ankratzen sofort zitronengelb werdend, auch braune Fasen und braune Flecken
Hutfleisch:
Dicke an dickster Stelle (Zentral) 7 mm zum Rand hin auf null auslaufend
Hygrophanität: nicht untersucht
Hutrand:
nicht untersucht
Lamellen:
jung: hellgrau, sehr eng stehend
Lamellenschneiden: nicht untersucht
Lamellen-Stielübergang: nicht untersucht
Stiel:
cremeweiß mit rosa schimmer, oben feinst runzelig, nach unten schuppig werdend, gilbend, hohl
Ring:
nach oben abziehbar
Stielbasis:
deutlich gilbend, Mörserstößel-förmig, keine Rhizoiden an der Basis,
beim Ankratzen zitronengelb werdend
Fleisch:
weiß, im Schnitt langsam sehr leicht gilbend, nicht rötend
Größe: Hutdurchmesser ca. 5 cm; Stiellänge ca. 13 cm, Stieldurchmesser ca. 12 mm
Sporenpulverfarbe:
nicht untersucht
Geruch: nach Anis, im Schnitt stark nach Anis
Geschmack:
nicht untersucht
Makrochemische Reaktionen:
KOM im Fleisch: nach 30 Sek. gelb
Mikroskopische Daten:
Sporen:
ellipsoid bis ovoid
Präparat: aus Lamellenstück (Exsikkat) ausgewaschen; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 34
Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: nicht normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,5 × 0,3 µm; von Q: 0,11
Median: von L × B: 7,3 × 5 µm; von Q: 1,47
Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 7,4 × 5 µm; von Q: 1,49
Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für
L × B: (6,7) 6,9 - 8,2 (8,3) × (4,5) 4,6 - 5,3 (5,5) µm; für Q: (1,26) 1,37 - 1,65 (1,72)
Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 90%-Standardbereich: für L × B: (6,7) 6,8 - 8,2 (8,3) × (4,5) 4,5 - 5,4 (5,5) µm; für Q: (1,26) 1,36 - 1,67 (1,72)
Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: nicht anwendbar, da nicht normalverteilt
☻
Die Sporen passen zu Agaricus arvensis aber auch zu Agaricus essettei
Wegen der doch recht markanten Knolle dürfe es sich jedoch um den
Schiefknolligen Anis-Champignon (Agaricus essettei) handeln:
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Fundnummer: 2017-08-19-1248
Flattrige Koralle (Phaeoclavulina flaccida):
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Fundnummer: 2017-08-19-1306
Auch Ritterlinge gab es...
Morphologische Daten:
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, im
Mischwald bei Buche und Fichte
Fundzeit: 19.08.2017
Wuchsform:
büschelig
Hutform: konvex
Huthaut:
rotbraun, Zentrum dunkler,
sehr schleimig
Hygrophanität: nicht hygrophan
Hutrand:
fein eingerollt
Lamellen:
cremefarben, etwas braunfleckig, viele Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: ohne Besonderheiten
Lamellen-Stielübergang:
frei
Stiel:
rotbraun striemig auf ocker Grund, zylindrisch, hohl
Stielbasis:
weiß bereift, spitz zulaufend
Fleisch: gelblich-beige, rotbräunend im Schnitt
Größe: Hutdurchmesser ca. 4 cm; Stiellänge ca. 7,5 cm, Stieldurchmesser ca. 11 mm
Sporenpulverfarbe: es kam nichts heraus
Geruch:
Am Fundort: neutral, zu Hause im Schnitt fruchtig
Geschmack:
bitter
Das ist der
Brandige Ritterling (Tricholoma ustale):
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Fundnummer: 2017-08-19-1327
Natürlich dürfen die Cortinarien nicht fehlen... und hier gleich 2 schwer bestimmbare...
Morphologische Daten:
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, im Mischwald bei Buche und
Fichte
Fundzeit: 19.08.2017
Wuchsform:
gesellig
Hutform: konvex mit Buckel
Huthaut:
braun,
radialfaserig, glänzend
Hygrophanität:
ja, radialstreifig
Hutrand:
mit creme-weißer Cortina
Haarschleier: weiß
Lamellen:
braun, mit Zwischenlamellen, entfernt stehend
Lamellenschneiden: weiß
Lamellen-Stielübergang:
gerade bis ausgebuchtet angewachsen
Fleisch:
braun mit weißlichen Fasern durchzogen
Stiel:
braun, weiß-striemig, keulig, voll, etwas weicher aufgefüllt
Stielbasis:
spitz zulaufend
Größe: Hutdurchmesser ca. 4 cm; Stiellänge ca. 5-7 cm, Stieldurchmesser oben ca. 10 mm unten ca. 2 cm
Sporenpulverfarbe:
dunkelbraun
Geruch:
Am Fundort:
erdig, zuhause: erdig und etwas nach Rettich
Geschmack:
erdig und leicht nach Rettich
Exsikkat-Farben: komplett dunkelbraun bis schwarzbraun
Makrochemische Reaktionen:
KOH auf Huthaut, Stielrinde, im Fleisch:
sofort schwarz
Mikroskopische Daten:
Sporen:
ellipsoid, schwach warzig, honigbraun, eher dünnwandig
Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 83
Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,3 × 0,2 µm; von Q: 0,06
Median: von L × B: 8 × 5,7 µm; von Q: 1,39
Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 8 × 5,8 µm; von Q: 1,39
Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 80%-Konfidenzintervall: für
L × B: (7,4) 7,6 - 8,4 (9,1) × (5,3) 5,5 - 6 (6,3) µm; für Q: (1,27) 1,32 - 1,47 (1,54)
Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 90%-Konfidenzintervall: für L × B: (7,4) 7,4 - 8,6 (9,1) × (5,3) 5,4 - 6,1 (6,3) µm; für Q: (1,27) 1,29 - 1,49 (1,54)
☻
Schlüsselweg nach FN:
blau: unsichere Schlüsselpunkte
S.763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > Subgen.
Telamonia p. 826 > 1 > 21 > 46 > 56 > 57 > 58 >
67 > 68 > 69 > 70 > 71 > 72 > Key E, sect.
Brunnei etc. p. 841 > 1 > 2 > 10 > 11 > 12 > 13 > 15 >
Cortinarius brunneus (und Umfeld)
S.763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > Subgen.
Telamonia p. 826 > 1 > 21 > 46 > 56 > 57 > 58 >
67 > 68 > 69 > 70 > 71 > 72 > Key E, sect. Brunnei etc. p. 841 > 1 > 2 > 10 > 11 > 12 > 13 > 14 >
Cortinarius caesiobrunneus (und Umfeld)
S.763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > Subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 21 >
46 > 56 > 57 > 58 > 67 > 68 > 69 > 70 > 71 >
73 > 74 > 75 > Key J, sect. Bicolores p. 862 > 1 > 3 > 5 > Sackgasse
S.763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > Subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 21 >
46 > 56 > 57 > 58 > 59 > Key F, sect.
Bovini etc. p. 847 > 1 > 5 > 6 > 7 > 9 > 10 > Sackgasse
S.763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > Subgen.
Telamonia p. 826 > 1 > 21 > 46 > 56 > 57 > 58 >
59 > Key F, sect.
Bovini etc. p. 847 > 1 > 5 > 18 > 21 > 22 > Sackgasse
S.763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > Subgen.
Telamonia p. 826 > 1 > 21 > 22 > Cortinarius camphoratus Key G2 --> passt nicht
Wir befinden uns also in der schwierigen Section Brunnei, die vermutlich am Besten in folgender Publikation am besten untersucht wurde:
„Cortinarius sect. Brunnei (Basidiomycota, Agaricales) in North Europe“ (Mycol Res.
2009 Feb;113(Pt 2):182-206. doi: 10.1016/j.mycres.2008.10.006.
Epub 2008 Nov 5.)
Es sind folgende Alternativen zu prüfen:
Cortinarius caesiobrunneus (FN S. 844)
Stiel 4-8 mm breit passt nicht
Sporenmaß nicht gut passend
Stiel 6-10 cm lang passt nicht
Stiel grauweiß/hellbraun passt nicht
Geruch neutral passt nicht
Cortinarius clarobrunneus (FN S. 844):
Pinus passt nicht
Hut hell-graubraun passt nicht
Lamellen mittel-entfernt passt nicht
Stiel 6-13 cm passt nicht
Stiel grauweiß passt nicht
Geruch neutral passt nicht
Cortinarius glandicolor (FN S. 845)
Pinus passt nicht, kann aber auch mit Picea – also OK
Sporenmaß nicht gut passend
Lamellen mittel-entfernt passt nicht
Stiel 4-11 mm breit passt nicht
Stiel 6-14 cm lang passt nicht
Cortinarius carabus (FN S. 846)
Größe passt nicht
Cortinarius grosmorneënsis
Sporenmaße (vor allem Q) nicht passend
Cortinarius brunneus (FN S. 845)
Lamellen mittel-entfernt passt nicht --> andere Quellen aber entfernt, somit OK
Sporenmaß nicht besonders gut passend, aber Q OK
Stiel 6-13 cm lang passt nicht --> andere Quellen zeigen aber auch kürzere Stiele, somit OK
Geruch neutral passt nicht (andere Quellen sagen aber „erdig“ --> passt)
Es dürfte sich somit um den
Dunkelbraunen Gürtelfuß (Cortinarius brunneus) handeln:
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Fundnummer:
2017-08-19-1350
Morphologische Daten:
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Fichte (ausschließlich)
Fundzeit: 19.08.2017
Wuchsform:
gesellig
Hutform: konvex
Huthaut:
jung: weißlich befasert mit violett-Ton, alt: braun, silbrig überfasert, auch wenn feucht nicht klebrig
Hygrophanität: nicht untersucht
Hutrand:
eingerollt
Haarschleier: gelblich-weiß
Lamellen:
jung: mit violett-stich, alt: hellbraun, mit Zwischenlamellen, mittel weit entfernt stehend
Lamellenschneiden: weißlich
Lamellen-Stielübergang:
tief ausgebuchtet angewachsen
Fleisch:
weißlich, oben violett, nach unten bräunlich werdend
Stiel:
jung: orange-braun genattert, alt: silbrig (mit braunen Flecken) überfasert, oben violett, nach unten weiß werdend, hohl
Stielbasis:
verdickt und spitz zulaufend
Größe: Hutdurchmesser ca. 3,5 cm; Stiellänge ca. 7 cm, Stieldurchmesser oben ca. 8 mm unten (Verdickung) ca. 1,3 cm
Sporenpulverfarbe: es kam nichts heraus
Geruch:
Am Fundort: stark undefinierbar "stechend" evtl. Bittermandel, zuhause: altes Exemplar: muffig (überall), junges Exemplar: fruchtig in den Lamellen
Geschmack:
muffig
Makrochemische Reaktionen:
KOH 40% auf Huthaut: bräunend
KOH 40% auf Stielrinde, im Fleisch, auf Basalfilz:
keine Reaktion
Mikroskopische Daten:
Sporen:
breit-ellipsoid, mittelmäßig warzig, orangbraun, eher dünnwandig
Sporenmaße: 7-9 x 6-7µm,
Q = (1,2) 1,23 -
1,3 - 1,4 (1,5)
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☻
Basidien:
4-sporig
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Hier gibt es 4 Alternativen:
Schlüsselung nach FN (ab Key C):
rot: unsichere Schlüsselpunkte und Ergebnisse
Key C > 1 > 3 > 4 (75% sicher) > 5 > 6 > 7 > 8 >
Cortinarius anomalus
"hauptsächlich mit Laubbäumen" passt nicht so gut aber kein Ausschlussgrund da auch in Nadelwäldern laut FN
Lamellen gedrängt passt nicht so gut
Sonst einwandfrei passend
Key C > 1 > 3 > 4 (75% sicher) > 5 > 6 > 7 > 8 >
Cortinarius lepidopus
"Kleiner Fruchtkörper" - Stiel nur 4-8 mm breit passt nicht
"Normalerweise mit Birke und evtl. mit anderen Laubbäumen" passt nicht
Lamellen gedrängt passt nicht so gut
Sporen stark warzig passt nicht
--> ausgeschlossen
Key C > 1 > 3 > Cortinarius violaceocinereus
Mittleres Q von 1,3 - 1,6 ist an der unteren Grenze --> unser Fund: Q = (1.2) 1.23 - 1,3 - 1.4 (1.5)
Sporen 1 µm größer
Hierzu muss auch Cortinarius franchii (nicht in FN) geprüft werden:
Mittleres Q vom 1,53 abweichend --> unser fund: Q = (1.2) 1.23 - 1,3 - 1.4 (1.5)
Sporen 1 µm zu kurz und 1,5 µm zu breit
„Schleier grau-violett bis weiß“ passt nicht
Kalkboden passt nicht (haben wir kaum)
--> ausgeschlossen
Es dürfte sich hier um den
Braunvioletten Dickfuß (Cortinarius anomalus) handeln:
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Fundnummer: 2017-08-19-1404
Ebenso für mich sehr erfreulich, zum Abschluss ein Zweitfund in super Zustand:
Moor-Nabelrötling (Entoloma rhodocylix):
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Natürlich zeigen wir Euch wieder die
Speisepilz-Ausbeute:
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Lecker war's!
Das war's für heute....
Wie immer freuen wir uns auf Eure Kommentare.
Beste Grüße
Dieter & Matthias
19.07.2017: Kleine Pilze, große Pilze, Becherlinge und Speisepilze - Teil 2
Liebe Pilz-Freunde,
dies ist Teil 2 des Berichtes vom 19.07.2017.
Teil 1 findet Ihr hier
Teil 3 findet Ihr hier
Und weiter geht's...
Fundnummer: 2017-08-19-1005
Immer wieder toll - der
Filzige Nabeling (Arrhenia griseopallida):
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Fundnummer: 2017-08-19-1018
Hiervon habe ich mir schon einmal ein Butterbrot mit nur diesen Pilz (schön angebraten) gemacht - unvergesslich lecker!
Echter Knoblauchschwindling (Mycetinis scorodonius):
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Fundnummer: 2017-08-19-1023
Ebenso ein alter Bekannter:
Graubrauner Samtschneckling (Camarophyllopsis schulzeri):
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Fundnummer: 2017-08-19-1027
Extrem selten ist der
Schwärzende Wiesenritterling (Porpoloma metapodium):
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Fundnummer: 2017-08-19-1038
Saftlinge gab es auch:
Safrangelber Saftling (Hygrocybe acutoconica):
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Fundnummer: 2017-08-19-1047
Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica):
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Fundnummer: 2017-08-19-1052
Dunkelbraune Wiesenkeule (Clavaria atroumbrina):
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Fundnummer: 2017-08-19-1056
Hätte auch mal was Besonderes sein können, aber dann kam doch nur die bei uns häufigste Art der Gattung raus.
Nadel-Scheinhelmling (Hemimycena gracilis):
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Fundnummer: 2017-08-19-1107
Eine der makroskopisch nicht sicher erkennbaren Arten grauer Mycenas auf Wiesen. Ein Hinweis können die recht entfernten Lamellen und die oft sehr stark filzige Stielbasis sein, aber sicher erkennbar ist sie nur mikroskopisch anhand der in der Mitte warzigen Cheilozystiden.
Breitblättriger Helmling (Mycena latifolia):
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Fundnummer: 2017-08-19-1136
Mausgrauer Scheidling (Volvariella murinella):
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Fundnummer: 2017-08-19-1152
Für mich ein ganz toller Erstfund - schaut Euch mal diese grünlich-gelbe Farbe der Fruchtkörper oben rechts an...
Gelbfleischiger Becherling (Peziza michelii):
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Fundnummer: 2017-08-19-1211
Weitere Becherlinge:
Gemeiner Orangebecherling (Aleuria aurantia):
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Weiter zum Teil 3
19.07.2017: Kleine Pilze, große Pilze, Becherlinge und Speisepilze - Teil 1
Liebe Pilz-Freunde,
ich und Matthias machten Heute ein tour mit Magerrasen, Nadelwald, Laubwald und Wegränder.
Eine richtig gemischte Tour und gemischte Pilz-Funde. Auch Speispilze konnten wir kräftig sammeln und die ein oder andere Rarität war auch wieder dabei.
Viel Spaß beim zuschauen.
Um alle Bilder zu sehen, ohne sie einzeln anklicken zu müssen könnt Ihr wie folgt vorgehen: Hier im Forum einloggen, ein Bild anklicken und den Haken in der Checkbox "Diese Einstellung merken" und "Speichern" klicken.
Wegen der Menge müssen wir diesen Bericht diesmal auf 3 Teile aufteilen.
Teil 2 findet Ihr hier
Teil 3 findet Ihr hier
Wir schreiben den Bericht wieder zusammen.
Wie immer: Meine Texte sind schwarz,
Matthias' Texte sind grün. ![]()
Meine Bilder sind mit einem schwarzen
☻,
Matthias' Bilder sind mit einem grünen☻gekennzeichnet.
Fundnummer: 2017-08-19-0900
Diesen habe ich Euch ja schon einmal ausführlicher vorgestellt:
Lilagrauer Nabelrötling (Entoloma incarnatofuscescens):
☻
Fundnummer: 2017-08-19-0929
Tja, wieder einmal das clypeatum/saepium-Problem...
Morphologische Daten:
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, auf Magerrasen bei (ausschließlich) Kastanie
Fundzeit: 19.08.2017
Wuchsform:
einzeln
Hutform: ausgeflacht mit Buckel, wellig verbogen
Huthaut:
elfenbeinfarben, Zentrum etwas gelblich, radialfaserig, klebrig, speckig glänzend, komplett abziehbar
Hygrophanität: nicht untersucht
Hutrand:
schartig
Lamellen:
rosalich, mit Zwischenlamellen, bauchig bis 10 mm breit, am Grund nicht queradrig
Lamellenschneiden: stark wellg-schartig
Lamellen-Stielübergang:
angeheftet
Stiel:
weiß, glatt, zylindrisch, Konsistenz nicht prüfbar da madig
Stielbasis:
rund
Fleisch: weiß
Größe: Hutdurchmesser ca. 6 cm; Stiellänge ca. 4 cm, Stieldurchmesser ca. 13 mm
Sporenpulverfarbe:
rosa
Geruch:
Am Fundort: im Schnitt leicht mehlig, sonst fast neutral
Geschmack:
stark mehlig
Makrochemische Reaktionen:
Guajak an Stielbasis: nach 10 Sek. deutlich blau
Guajak an Stielspitze: langsam und kaum grünlich-blau
Guajak im Fleisch: keine Reaktion
Anilin: keine Reaktion
Wir sehen: Die Guajak-Reaktion ist bei diesem Pilz an den unterschiedlichen Stellen total verschieden(!).
Die Anilin-negativ-Reaktion lässt aber nur Entoloma clypeatum zu.
Somit der Schild-Rötling (Entoloma clypeatum):
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Fundnummer: 2017-08-19-0933
Wieder einmal - der Knoblauchsaftling (Hygrocybe helobia):
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Fundnummer: 2017-08-19-0940
Die Wurmförmige Keule (Clavaria fragilis):
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Fundnummer: 2017-08-19-0943
Auch schon mehrfach von uns gezeigt:
Grauer Saftling (Gliophorus irrigatus):
☻
Fundnummer: 2017-08-19-0950
Obwohl diese winzige und interessant aussehende Keule reif aussah war sie leider unreif und unbestimmar:
Keule (Clavaria spec.):
☻
☻
Fundnummer: 2017-08-19-0955
Auch von uns schon vorgestellt, hier aber nochmals mit Mikro-Bildern:
Feld-Fleischfruchtflechte (Sarcosagium campestre):
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Übersicht mit Algen + Hymenium, etc.:
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Asci:
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Asci + Paraphysen:
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Paraphysen:
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Paraphysen + Sporen:
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Sporen:
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Weiter zum Teil 2
Liebe
Pilz-Freunde,
hier eine kleine Zusammenfassung von 2 kurzen Touren.... Viel Spaß!
06.08.2017:
Kurz-Tour mit 3 Arten
Liebe Pilz-Freunde,
heute hatte ich wieder mal wenig Zeit und machte nur eine kurze Tour. 3 Arten
fotografierte ich. Gerne Zeige ich Euch diese.
Fundnummer: 2017-08-06-1658
Ein Rasling der gar nicht so einfach zu bestimmen ist...
Morphologische Daten:
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, am
Wegrand bei
Fichte, Kiefer
und einer
kleinen Eiche
auf sandigen Boden
Fundzeit: 06.08.2017
Wuchsform:
gesellig
Hutform: konvex, wellig verbogen
Huthaut:
samtig, aber etwas speckig glänzend, nicht klebrig, ungleichmäßig sepia-braun, auch
hellere Flecken in ocker bis graulich, jung sehr hellbraun, fast komplett
abziehbar - darunter recht dunkelgrau
Hygrophanität:
nicht hygrophan
Hutrand:
fein eingerollt
Lamellen:
weiß,
wellig verbogen, sehr eng stehend, Lamellen gilben nur minimal - dann nach
längerer Wartezeit wieder keine gelben Stellen mehr zu sehen
Lamellenschneiden: ohne Besonderheiten
Lamellen-Stielübergang: fein ausgebuchtet
angewachsen
Stiel: hellgrau,
Spitze weiß bereift, zylindrisch, fest
Stielbasis: etwas zugespitzt
Fleisch:
weiß, fest, nicht brüchig, im Stiel
gummiartig biegsam, Fleisch gilbt nur minimal - dann nach längerer Wartezeit
wieder keine gelben Stellen mehr zu sehen
Größe: Hutdurchmesser ca. 5,5 cm,
Stiellänge ca. 3,5 cm, Stieldurchmesser ca. 12 mm
Sporenpulverfarbe:
nicht getestet
Geruch: vor
Ort: stark mehlig,
zu
hause: im Schnitt nicht mehlig sondern fruchtig
Geschmack:
mild
Bestimmt man nach Ludwig, ist es am ehesten Lyophyllum decastes var. decastes.
Hier weicht jedoch der stark mehlige Geruch vor Ort ab (welcher aber ja zuhause
verschwunden war).
In jedem Fall bewegen wir uns in dem noch nicht sauber geklärtem Artenkomplex
vom
Büscheligen Rasling (Lyophyllum decastes):
Der Lamellen-Stielübergang ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal:
Fundnummer:
2017-08-06-1743
Dieser Pilz ist recht sicher morphologisch zu bestimmen
Milder Wachs-Täubling (Russula puellaris):
Fundnummer:
2017-08-06-1830
Ein riesiger Rötlicher Holzritterling
(Tricholomopsis rutilans) von 17 cm Durchmesser:
13.08.2017: Speisepilz-Runde und 4
fotogene Arten
Liebe Pilz-Freunde,
heute hatte ich Lust auf frische Pilze für die Pfanne also machte ich mich auf
zu einem Speisepilzgebiet.
Natürlich fand ich viel Leckereien, aber auch 4 interessante Arten für das
Objektiv.
Schaut es Euch an...
Fundnummer: 2017-08-13-1057
Lorcheln sind bei uns (bis auf einige Ausnahmen) Seltenheiten. Deshalb freute
ich mich bei diesem Fund.
Morphologische Daten:
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, am
grasigen Wegrad im Wald bei
Fichte und
Kiefer, Laubbäume eingestreut
Fundzeit: 13.08.2017
Wuchsform: gesellig
Hutform: sattelförmig, 2-lappig, ein
Hut war verwunden - konvex
Huthaut - außen (Fruchtschicht):
hellgrau bis leicht graubraun, matt
Hutrand:
kantig, nicht eingerollt, nicht zottig
Hutmitte:
mit Loch, dieses in den Stiel übergehend
Huthaut - innen: weiß,
matt, wie mir Puderzucker bestreut, Hut ist nicht mit Stiel verwachsen
Stiel:
weiß, matt, hohl, rund aber grubige
Eindellungen, gummiartig elastisch, beim Trocknen deutlich bräunend
Stielbasis: grau-braun, ganz unten blass
gelblich, unter der Lupe minimal behaart und zwar weiße Haare auf gelblichen
Grund
Fleisch: weiß
Größe: Hutbreite ca. 2,2 cm,
Stiellänge ca. 4-7 cm, Stieldurchmesser ca. 3-4 mm
Sporenpulverfarbe:
weiß
Geruch:
neutral
Geschmack:
nicht probiert
Die
Elastische Lorchel (Helvella elastica):
Fundnummer:
2017-08-13-1116
Den
Anis-Zähling (Lentinellus cochleatus)
mag ich gerne für die
Pfanne - dieser fund war optisch so schön dass ich ihn fotografieren musste:
Fundnummer: 2017-08-13-1246
Der Düstere Röhrling (Porphyrellus
porphyrosporus) ist ebenso bei uns nicht sehr häufig:
Fundnummer: 2017-08-13-1256
Und nun kommt eine absolute Seltenheit:
Purpuroranger Afterleistling (Aphroditeola olida):
Die
Speisepilz-Ausbeute
der 2-stündigen Tour war reichhaltig und lecker:
Das war's für heute....
Ich freue mich auf Eure Kommentare.
Beste Grüße
Dieter
Dieter's Pilz-Bericht-Zeitmaschine
Hier findet Ihr einen großen Teil meiner Berichte im Pilzforum chronologisch
rückwärts sortiert:
Jahr 2020, 2021 und 2022:
Alles in Arbeit
Jahr 2019:
Teil
in Arbeit
02.09.2019: An der Ostsee unterwegs
29.08.2019:
Rasen, Park und Schilf mit vielen Erstfunden
17.08.2019: "Nur" ein Waldweg - aber der hatte es in sich!
15.08.2019:
Um die Teiche rund herum
18.05.2019:
Aus "Steine suchen" wurde nix - aber dafür...
06.04.2019:
Die Fladen-, Totholz-, Granitstein- und Wasserholz- Pilznerd-Megatour
17.03.2019:
Den Becherchen auf der Spur
Jahr 2018:
27.12.2018:
Nach Weihnachten sprießen die Pilze in Massen
07.10.2018:
Wieder ein paar Erstfunde
29.09.2018:
Kurze Runde mit Nobi und Matthias --> und siehe auch Bericht dazu von Nobi
hier:
Mit Matthias (Mreul) unterwegs IV.
09.09.2018:
Auf Kohle, im Wald und auf der Wiese
07.09.2018:
3 Arten auf'm Spielplatz
01.09.2018:
Pilzfeuerwerk nach dem Regen
16.06.2018:
Ein paar wunderbare Erstfunde trotz Trockenheit
19.05.2018:
Mai-Runde im Mischwald
12.05.2018:
Kleine Pilze machen Spaß
29.04.2018:
Lamellen-Pilze im Frühjahr
14.04.2018:
In der Trockenzeit...
29.03.2018:
Kleine Pilze und große Becher im Frühjahr
17.03.2018:
Eine kurze Runde im Schnee
Jahr 2017:
17.09.2017:
Speisepilze und ein paar Fotomodels...
09.09.2017:
Viele Erstfunde, schwer Bestimmbares und Leckereien
03.09.2017-04.09.2017:
In Österreich - rauf bis auf 1800 m
27.08.2017:
Im Mischwald gab es einiges...
06.08.2017-13.08.2017:
Zusammenfassung von 2 kurzen Touren
30.07.2017:
Heute mal Speisepilze - und andere
19.07.2017:
Kleine Pilze, große Pilze, Becherlinge und Speisepilze
08.07.2017:
Drei gemischte Ziele
02.07.2017:
Hüte und Becher im feuchten Wald
17.06.2017:
Sumpfig, feucht und pilzreich
10.06.2017:
Erstklassige Erstfunde (aber auch Standards)
20.05.2017:
Einige Erstfunde im Mischwald
13.05.2017:
Kleine Frühjahrs-Tour (Wiese und Wald)
30.04.2017:
Frühjahrs-Tour mit starken Erstfunden
21.04.2017-04.08.2017:
Zusammenfassung einiger Kurz-Foto-Sessions
15.04.2017:
Im Muschelkalk
Jahr 2016:
30.10.2016:
Auf Magerrasen ist's nie langweilig...
22.10.2016:
Im Wald und auf Wiesen bei Regen
15.10.2016:
November-Speisepilztour, Schönheiten und 4 Erstfunde
08.10.2016:
Im Helmlings-Eldorado gab's was auf die Mütze!
30.09.2016:
Rund um den Sumpf herum
23.09.2016-03.10.2016:
Zusammenfassung von 3 kurzen Foto-Sessions
11.09.2016:
Wieder ein paar Erstfunde
28.08.2016:
Bekanntes und neues auf'm Berg
13.08.2016:
Alle Farben auf Magerrasen
04.08.2016-30.08.2016:
Kleine Zusammenfassung einiger Kurz-Foto-Sessions
03.08.2016:
6 tolle Funde im Garten unter'm Birnbaum
30.07.2016:
Farbenfrohes Pilzfestival XXXL
26.07.2016:
Schnell mal auf'm Spielplatz
22.07.2016:
Schnell mal nach der Arbeit
17.06.2016-27.07.2016:
4 Kurzberichte aus Juni/Juli 2016
16.07.2016:
Pilz-Mix im Nadelwald
Ab hier im Forum leider nicht mehr vorhanden (Forumsumstellung erzeugte einige
Fehler in den Texten) - deshalb über Mirror hier erreichbar:
09.07.2016:
Pilze ohne Ende
06.07.2016:
Ganz schnell: 2 Arten
01.07.2016:
Mal was zum Essen
19.06.2016:
Magerrasen-Ultra-Tour
17.06.2016:
Auch vor der Haustüre gibt's Pilze
12.06.2016:
Kleine Pilze und viele rote Schneiden
05.06.2016:
Erdritterlinge und auch andere
04.06.2016:
2 Arten im Garten
03.06.2016:
Wiesen-Pilze
31.05.2016:
Kurzer Abstecher nach der Arbeit
29.05.2016:
Pilz-Potpourri im Mischwald
25.05.2016:
Nur die schönsten fotografiert...
23.05.2016:
Drei Funde auf Kurztour
21.05.2016:
Der Sumpf "blüht"
05.05.2016:
Lorchel, Morchel, Verpel
23.04.2016:
Der bunte Auenwald
08.04.2016:
Ein paar Winzlinge
02.04.2016:
Vorhang auf für kleine Pilze
31.03.2016:
Im Urwald
12.03.2016:
Im März geht es schon richtig los
10.03.2016:
Spielplatzrunde und Übungen zur Auflicht-Mikroskopie
Jahr 2015:
26.12.2015:
Kurze Spielplatzrunde
25.12.2015:
Tag der verlorenen Probendose ;-)
05.12.2015:
Der Winterwald ist voller Pilze
04.12.2015:
Winterrunde im Park mit Überraschungen
29.11.2015:
Auch im Garten gibt's noch Pilze
21.11.2015:
Ein paar Pilze aus'm Fichtenwald
14.11.2015:
Eine Spätherbst-Tour erster Klasse
10.11.2015:
Auf'm Spielplatz gab's Interessantes zu sehen
06.11.2015:
Kleine Runde im Mischwald
01.11.2015:
Kurze Tour am Waldrand
31.10.2015:
Saftlinge und andere Magerrasenpilze
23.10.2015:
Im Park - Pilze ohne Ende
18.10.2015:
Leider ohne Kamera....
10.10.2015:
3 Zufalls-Funde
27.09.2015:
Tolle Arten zwischen Kiefern
21.09.2015:
Eine Spielplatz-Tour vom feinsten
20.09.2015:
Zwei Arten im Garten
18.09.2015:
3 Saftige Magerrasen
17.09.2015:
Cortinarien und Tintlinge auf'm Spielplatz
16.09.2015:
Risspilze und mehr
14.09.2015:
Tolle Funde im Vorbei-Fahren
13.09.2015:
Auf Magerrasen unterwegs
11.09.2015:
Mal ein paar Speisepilze - und mehr...
06.09.2015:
September-Tour mit Matthias
04.09.2015:
Im Wald und in der Stadt
03.09.2015:
Kurze Pilztour um die Ecke
27.08.2015:
2 Wiesen-Pilze
23.08.2015:
Mit Matthias unterwegs: Nach dem Regen...
14.08.2015-22.08.2015:
Urlaub in Italien
09.08.2015:
Die jüngste Pilzfotografin der Welt
08.08.2015:
Mit Matthias im Sumpf unterwegs - nasse Füße nicht so schlimm ;-)
07.08.2015:
Dürre hält an - also wieder Sumpf...
02.08.2015:
Ein genialer Tag mit über 1000 Bildern
31.07.2015:
Kurze Tour bei starker Trockenheit
28.07.2015:
Magerrasen mit tollen Pilzen
25.07.2015:
beim spazieren gehen...
24.07.2015:
Die Steinpilze sprießen.... leider noch nicht
22.07.2015:
Kurz im Wald nach der Arbeit...
19.07.2015:
Mit Matthias unterwegs in neuem Gebiet
14.07.2015:
wieder ein unbekannter Wald...
05.07.2015:
Trockener Juli...
30.06.2015:
In den Buchen, Birken, Sumpf und Co.
27.06.2015:
Wahnsinns-Funde auf Magerrasen - mit Matthias
25.06.2015:
Austernseitlinge in Juni?
21.06.2015:
Kleine Pilze, große Pilze - mit Matthias unterwegs
20.06.2015:
Im Sumpf ist Pilze-Party
19.06.2015:
Erster Täubling, Nelkenschwindlinge & Co.
14.06.2015:
Schwammer am Bachlauf
13.06.2015:
Karre läuft wieder - ab in den Wald!
06.06.2015:
Mit Matthias: Tolle Funde trotz Dürre
02.06.2015:
Kurze Tour und der erste Flocki
31.05.2015:
In Mittelfranken unterwegs
30.05.2015:
Die Röhrlinge sind da!
29.05.2015:
Im Sumpf unterwegs mit Matthias
26.05.2015:
Der Wurzelschwamm
17.05.2015:
Bei Trockenheit doch mal schnell gucken ;-)
15.05.2015:
Mit Matthias unterwegs - ein spannendes Abenteuer
Danke Jörg - hast Recht...
30.07.2017:
Heute mal Speisepilze (und andere)
Liebe Pilz-Freunde,
heute waren ich und Matthias mal in einem Speisepilz-Gebiet unterwegs -
natürlich nicht nur um Speisepilze zu suchen. Ein paar wenige andere
interessante Arten fanden wir auch.
Hier ein paar Eindrücke von dieser Tour...
Um alle Bilder zu sehen, ohne sie einzeln anklicken
zu müssen könnt Ihr wie folgt vorgehen: Hier im Forum einloggen, ein Bild
anklicken und den Haken in der Checkbox "Diese Einstellung merken" und
"Speichern" klicken.
Wir schreiben den Bericht wieder zusammen.
Wie immer: Meine Texte sind schwarz,
Matthias' Texte sind grün. ![]()
Meine Bilder sind mit einem schwarzen
☻,
Matthias' Bilder sind mit einem grünen☻gekennzeichnet.
Fundnummer:
2017-07-30-1039
Absolut lecker ist der
Orangerote Graustieltäubling
(Russula decolorans):
☻
☻
Fundnummer: 2017-07-30-1054
Weißblättriger Reif-Täubling (Russula azurea):
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Fundnummer: 2017-07-30-1059
Ein nicht näher bestimmter
Waldegerling (Agaricus spec.) wanderte in die Pfanne:
☻
Fundnummer: 2017-07-30-1107
Rötliche Wurzeltrüffel (Rhizopogon roseolus):
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Fundnummer: 2017-07-30-1114
Ein Schwärz-Täubling...
Morphologische Daten:
Fundort:
ca. 550
müNN. ca. N50, O12, bei
Fichte
und
Kiefer
Fundzeit:
30.07.2017
Wuchsform:
3 Exemplare am Standort
Hutform:
alt: ausgeflacht, verbogen, Mitte
vertieft
Huthaut-Konsistenz: glatt, etwas
glänzend, etwas klebrig
Huthaut-Farbe: braun, mit hellen
Flecken
Huthaut-Abziehbarkeit: 1/8 abziehbar
Fleischfarbe unter Huthaut: etwas bräunlich
Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung:
keine
Hutrand: nicht
gerieft, jung: eingerollt, alt: stumpf
Lamellen: cremeweiß, einige
Zwischenlamellen, bauchig, jung: dicht stehend - alt: einseitig entfernt stehend
mit 4 Lamellen/cm
Lamellenschneiden:
glatt, alt: schwärzend
Lamellensprödigkeit: nicht getestet
Lamellen-Stielübergang:
gerade angewachsen (auch
alt nicht herablaufend)
Stiel:
graubraun,
matt, mehlig bereift, sehr fest, junge Exemplare: auf Druck rötend - altes
Exemplar: auf Druck keine Reaktion
Stielbasis: zugespitzt
Fleisch: cremeweiß, im
Schnitt langsam (3 Minuten) rötend, dann grauend
Größe:
Hutdurchmesser ca. 9 cm, Stiellänge ca. 3 cm, Stieldurchmesser ca. 25 mm
Sporenpulverfarbe:nicht
getestet, da nicht relevant
Geruch:
unzerrieben: muffig (Weinfass?), zerrieben: fruchtig
Geschmack:
mild, auch nach langem Kauen, etwas muffig
Makrochemische Reaktionen:
Guajak:
sofort blaugrün
Anilin: keine Reaktion
Eisensulfat FeSo4: nach 80 Sek. graugrün
Phenol: nach 70 Sekunden weinrot
KOH 40%: keine Reaktion
Sulfovanillin: keine Reaktion
Auch wenn das Schlüsseln schwierig ist wegen der unterschiedlichen Meinungen der
Autoren ist das am ehesten der
Rauchbraune Schwärz-Täubling (Russula adusta):
☻
Fundnummer: 2017-07-30-1128
Zum Apfel-Täubling machte ich diesmal eine Geschmacksbewertung -->
siehe ganz unten.
Apfel-Täubling (Russula paludosa):
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☻
Fundnummer: 2017-07-30-1154
Bei uns keine seltene Art. Ein
makroskopisch Hinweis kann die intensiv dunkelorange Farbe sein.
Kalyptratsporiger Moos-Häubling (Galerina
calyptrata):
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Sporen:
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Cheilozystiden:
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Cheilozystiden:
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HDS-Hyphen:
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HDS-Hyphen:
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HDS-Hyphen:
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Fundnummer: 2017-07-30-1201
Selten bei uns - nur 2 mal gefunden:
Runzeliger Faserling (Psathyrella pertinax):
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☻
☻
☻
Sporen:
☻
Sporen:
☻
Lamellentrama:
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Cheilozystiden:
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Cheilozystiden:
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Pleurozystiden:
☻
Pleurozystide:
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Fundnummer: 2017-07-30-1218
Zwerg-Lacktrichterling (Laccaria tortilis):
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☻
Fundnummer: 2017-07-30-1238
Ebenso nicht häufig bei uns zu finden:
Gelbberingter Perlpilz (Amanita rubescens var. annulosulphurea):
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☻
☻
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Fundnummer: 2017-07-30-1244
Einer meiner absoluten Speisepilz-Favoriten:
Wiesel-Täubling (Russula mustelina):
☻
☻
Fundnummer: 2017-07-30-1256
Fichtensteinpilz (Boletus edulis):
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Fundnummer: 2017-07-30-1322
Den Abschluss machte ein
Stahlblauer Rötling (Entoloma nitidum):
☻
Hier die Ausbeute:
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Zugabe:
Da ich nach dieser Tour einen weiteren Einzel-Pilz Geschmackstest machte, gibt
es heute mal wieder einen aktuelle Geschmackstest-Übersicht als Zugabe.
An diesem Tag machte ich den
Geschmackstest mit dem
Apfel-Täubling (Russula paludosa). Dieser
schnitt jedoch nicht besonders gut ab - nämlich mit nur
Note 6.
Und heute wieder einmal eine Übersicht aller Geschmacksbewertungen (1 =
mies, 10 = das Beste was es gibt)
Alle Pilze sind einzeln in Margarine gebraten, wenn nicht anders angegeben:
Das war's für heute....
Kommentare wie immer willkommen
Beste Grüße
Dieter & Matthias
Hallo Christoph,
Oh, ja - da fehlt im blauen Text ein "teilweise" -> einige Sporen sind tatsächlich stark gewarzt - einige nur schwach.
Bei späteren Funden von vernum hatten alle sporen richtig fette Warzen.
Aber ich sehe mir die Sporen erneut an (mit besserer Technik als 2017) wenn die Cortis wieder da sind...
Danke für die Info mit Liguster - das wusste ich natürlich nicht. Naja, zumindest bei meinen Recherchen zu vernus habe ich gelesen (weiß jetzt nicht mehr wo) dass vernus auch selten im Nadelwald vorkommt... ob das jedoch suberythrinus auch kann...
Beste Grüße
Dieter
Hallo Christoph,
mail ist da und mail an Dich ist raus - ist ne große Mail, sag bescheid falls nicht durchgeht.
> Tanne bei Ligusterhecke klingt als Habitat gar nicht passend, eigentlich zu keiner der Wasserköpfe aus der Gruppe?! Keine Pappel irgendwo in greifbarer Nähe?
Nein, da ist nichts anderes - ist direkt in unserem Garten bei Oma. Ich vermute vom Wachstum aber eher die Ligusterhecke als die Tanne... Die Cortis wachsen da jedes jahr vielzählig an der Hecke entlang... das knall-rosa Velum hat mich schon immer begeistert.
Übrignens: Auch die schwache Warzigkeit der Sporen passt nicht wirklich zu vernum. Wir haben ja inzwischen viele vernums mikroskopiert und die habe alle richtig fette Warzen.
Beste Grüße
Dieter
Hallo Christoph,
ich komme hier nicht weiter. Ich habe in meinem Archiv die Originalbeschreibung von Cortinarius suberythrinus in "Bulletin Trimestriel de la Fédération Mycologique Dauphiné-Savoie 28 (111): 24 (1988)" gefunden. --> Falls Du die nicht hast schick mir mal deine e-mail adresse dann schick ich Dir diese. Meine ist: info@nocrotec.com
Die Beschreibung ist jedoch sehr ungenau - nicht einmal die Sporengröße ist dort angegeben. Auch nicht die Erscheinungszeit.
Die lateinische Beschreibung weicht ein Bisschen von der französischen ab.
Somit ist ein Vergleich mit meinem Fund vorerst nicht sinnvoll.
Das andere Problem ist dass mein Fund bei Tanne und Liguster-Hecke war. Definitiv kein anderer Baum in der Nähe.
Auch eine Sequenzierung wäre nicht hilfreich, was Cortinarius suberythrinus betrifft, da dafür keine Sequenz vom Holotyp vorhanden ist.
Was ich auch nicht verstehe ist folgendes: Hias schrieb "...vernus ss. CFP, der keine Rottöne am Hut und weißliche Stiele hat...".
Woher stammen diese Daten? Passt nicht ganz zu der Beschreibung FN.
Kannst Du mir mal ein Scan oder Bild von Atlas des Cortinaires der betreffenden Seite(n) schicken?
Beste Grüße
Dieter
Danke Christoph,
das schau ich mir nächste Woche genauer an. Werde hier recherchieren und berichten.
Muss sehen ob ich hierzu Details in der Literatur finde - evtl. schreibe ich Dir noch mal direkt.
Beste Grüße
Dieter
Hallo Pilzfreunde,
heute gibt's wieder mal eine kurze Zusammenfassung von Zufallsfunden und kurzen
Speisepilz-Touren.
Viel Spaß dabei...
Um alle Bilder zu sehen, ohne sie einzeln anklicken zu
müssen könnt Ihr wie folgt vorgehen: Hier im Forum einloggen, ein Bild anklicken
und den Haken in der Checkbox "Diese Einstellung merken" und "Speichern"
klicken.
21.04.2017:
Der erste Corti 2017
Heute gab es den ersten Corti im Jahr zu sehen- zufällig im Garten von Oma
Else...
Den zeig ich Euch natürlich....
Fundnummer: 2017-04-21-1358
Morphologische Daten:
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12,
auf Rasen bei Tanne
und Liguster-Hecke
Fundzeit: 21.04.2017
Wuchsform: einzeln
Hutform: konvex mit leichten Buckel
Huthaut:
braun, silberig glänzend,
radialfaserig, feucht nicht klebrig oder
schmierig
Hygrophanität: nicht festgestellt
Hutrand: wellig
verbogen, mit rotbräunlicher Cortina
Lamellen:
orangebraun, mit
Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: ohne Besonderheiten
Lamellen-Stielübergang:
ausgebuchtet angewachsen,
etwas herablaufend
Fleisch:
braun, Stielzentrum beige,
Stielbasis rosa
Stiel:
rosa, bräunlich
befasert (fast wollig), bei Berührung
violett, beim Antrocknen silbrig schillernd
mit Violettönen, mit rosa
Ringzone, innen voll
Stielbasis:
leicht knollig
Größe: Hutdurchmesser ca. 2 cm; Stiellänge ca. 4,5 cm, Stieldurchmesser
ca. 5 mm
Sporenpulverfarbe:
braun
Geruch: vor Ort Lamellen fruchtig,
Basis pilzig, zerrieben nur pilzig,
im Schnitt pilzig, Basis nicht nach Jodoform wenn
angetrocknet
Geschmack:
pilzig
Exsikkat-Farben: Hut: dunkelgrau, Stiel: mittelgrau, Lamellen: rotbraun,
Fleisch: hellgrau
Makrochemische Reaktionen: mit KOH40%: Huthaut:
sofort schwarz, Basalmyzel: sofort dunkel,
Stielrinde: nach einigen Minuten bräunend
Mikroskopische Daten:
Sporen:
dünnwandig, stark gewarzt, dacryoid (tränenförmig)
(6.3) 7 - 8.5 (8.9) x (4.7) 5 - 5.8 (6.3) µm
Q = (1.3) 1.34 - 1.56 (1.6) ; N = 71
V = (80) 90 - 143 (183) µm³
Me = 7.8 x 5.4 µm ; Qe = 1.4 ; Ve = 119 µm³
Das ist der Rosastielige Wasserkopf (Cortinarius vernus):
28.05.2017: Nur mal eine Art
Liebe Pilz-Freunde,
Es war sehr heiß und trocken die letzte Zeit. Ich und Matthias versuchten unser
Glück in einem Sumpf.
Leider gab es außer Standards nichts Besonderes zu entdecken. Nur eine einzige
Art hielten wir fotografisch fest - auch ein Standard bei uns, aber heute eben
mal etwas ausführlicher...
Wir schreiben den Bericht wieder zusammen.
Wie immer: Meine Texte sind schwarz, Matthias' Texte sind
grün. ![]()
Meine Bilder sind mit einem schwarzen
☻,
Matthias' Bilder sind mit einem grünen☻gekennzeichnet.
Fundnummer: 2017-05-28-1146
Weißflockiger Sumpf-Häubling (Galerina paludosa):
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HDS:
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Cheilozystiden:
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Spoern:
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Sporen in
KOH:
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Stielflocken:
☻
☻
15.07.2017:
Der Christbaum im Juli
Liebe Pilz-Freunde,
heute machte ich mich mit meiner Tochter auf den Weg - nur für einen kurzen
Waldspaziergang. Natürlich fand sich auch ein interessanter Pilz den ich Euch
gerne zeit und noch etwas... :-))))
Fundnummer: 2017-07-15-1150
Ein Täubling sprang uns vor die Füße, den ich zunächst nicht deuten
konnte...
Morphologische Daten:
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei
Fichte, Birke und einer
Pappel
Fundzeit: 15.07.2017
Wuchsform:
einige Exemplare am Standort
Hutform: jung: konvex, alt ausgeflacht und
etwas niedergedrückt
Huthaut-Konsistenz:
stark schleimig, schmierig, klebrig
Huthaut-Farbe:
braunviolett, Zentrum jung: dunkelviolett -
alt: olivocker, alt: Zentrum ausgeblasst, nach außen hin olivegrün werdend
Huthaut-Abziehbarkeit:
1/3 abziehbar
Fleischfarbe unter Huthaut:
cremeweiß, violett überhaucht
Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung:
keine
Hutrand:
1/4
gerieft
bis kaum gerieft, stumpf
Lamellen:
IIId
im direkten
Vergleich mit der Marxmüller-Tafel,
nicht fleckend,
sehr wenige Y-Gabeln, gedrängt bis mittel entfernt stehend, keine
Zwischenlamellen, bauchig, Queradern am Grund
Lamellenschneiden:
glatt
Lamellensprödigkeit: sehr flexibel
aber nicht verklebend
Lamellen-Stielübergang: gerade
angewachsen
Stiel: weiß, fein-runzelig,
zylindrisch bis leicht keulig, oben gerade oder erweitert, weich,
zusammendrückbar, innen weiß, innen wattig ausgestopft, nicht verfärbend bei
Berührung
Stielbasis: rund, braunfleckig
Fleisch:
weiß, im Schnitt etwas gilbend
Größe: Hutdurchmesser ca. 7-8 cm,
Stiellänge 7-11 cm, Stieldurchmesser ca. 15-25 mm
Sporenpulverfarbe:
IVe im direkten
Vergleich mit der Marxmüller-Tafel,
IVe im direkten Vergleich mit der
Romagnesi-Tafel
Geruch:
vor Ort: absolut
neutral,
zu
hause: unzerrieben: neutral, zerrieben und im Schnitt neutral, Stielbasis nicht
nach Jodoform riechend
Geschmack:
mild und so bleibend auch
nach längerem Kauen
Huthaut-Bittertest:
nicht getestet
Makrochemische Reaktionen:
KOH 40% auf
Stielrinde und im Hutfleisch: keine Reaktion
Guajak auf Stielrinde und im Hutfleisch: in
Sekunden dunkel-blaugrün
Anilin pur auf Stielrinde und im Hutfleisch: keine Reaktion
Eisensulfat FeSo4 im Hutfleisch: nach 1,5
Minuten rosa, auf Stielrinde:
langsamer aber auch hellrosa
Phenol auf Stielrinde und im Hutfleisch:
nach 1,5 Minuten deutlich weinbraun
Sulfovanillin auf Stielrinde und im Hutfleisch: keine Reaktion
Mikroskopische Daten:
Sporen:
Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n
= 62
Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite:
nicht normalverteilt; Q: normalverteilt
Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,7 × 0,4 µm; von Q: 0,06
Median: von L × B: 8,7 × 7,6 µm; von Q: 1,15
Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B:
8,7 × 7,6 µm; von Q: 1,15
Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich:
für L × B: (7,5) 7,9 - 9,7 (10,6) ×
(6,7) 7,1 - 8,2 (8,8) µm; für Q: (1,02) 1,09 - 1,22 (1,35)
Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 90%-Standardbereich: für L × B: (7,5) 7,7
- 9,8 (10,6) × (6,7) 6,9 - 8,4 (8,8) µm; für Q: (1,02) 1,08 - 1,22 (1,35)
Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: nicht anwendbar, da nicht
normalverteilt
Warzen:
Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n
= 69
Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
Arithmetischer Mittelwert Me: 0,8 µm;
Standardabweichung S. D.: 0,2 µm; Median: 0,8 µm
Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall:
(0,3) 0,5 - 1 (1,2) µm; mit
90%-Konfidenzintervall: (0,3) 0,5 - 1,1 (1,2) µm
Ornament:
isoliert, Das ist Typ
A3 nach Romagnesi/Woo.
Damit war klar - es ist der
Braunrote Leder-Täubling (Russula integra):
Wir gingen des Weges, und glaubten unseren Augen nicht zu trauen - mitten im
Wald - im Juli(!) fanden wir einen geschmückten Christbaum.
Hier hat wohl das Christkind geübt :-)))
Fundnummer: 2017-07-13-1619
Als kleine Zugabe noch eine Ergänzung von 2 Tage früher - an diesem
Tag sammelte ich ordentlich Leckereien ein:
Nämlich Frauentäublinge (Russula
cyanoxantha):
22.07.2017: Der verzwickte Egerlingsschirmling
Liebe Pilz-Freunde,
heute machte ich einen Fund, der (für mich) gar nicht so einfach war. Ein
Egerlingsschirmling. Und hier kommt er:
Fundnummer: 2017-07-22-1007
Morphologische Daten:
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, an einem Randstreifen auf
unbestimmten, mit Blättern bedeckten Boden unter Hecke und Bäumen:
Zierquitte (Chaenomeles),
Thunberg-Berberitze (Berberis thunbergii), Eiche und
Ahorn
Fundzeit: 22.07.2017
Wuchsform:
ein Exemplar am Standort
Hutform: flach
Huthaut:
creme, Zentrum dunkler, mehlig-samtig,
weich, gummiartig, zentrifugal-rissig, geschuppt, Schuppen mit Safran-Stich
Hutrand:
scharfkantig
Lamellen:
creme-weiß,
bauchig, Breite = ca. 4 mm an breitester
Stelle, eng stehend, spröde und brüchig, viele Zwischenlamellen,
mit Ammoniak-Dampf absolut keine Reaktion
Lamellenschneiden:
glatt, unter Lupe gesägt/beflockt, safran-braun verfärbend
Lamellen-Stielübergang: frei, mit
kleinem Kollar
Stiel: weiß, matt, mit Ring, hohl,
absolut nicht verfärbend bei Berührung (jedoch die Knolle)
Ring: nach unten abziehbar,
also aufsteigend, lappig, mit Ammoniak-Dampf keine Reaktion
Stielbasis:
knollig verdickt,
bei Berührung stark safran-farben (orange) bräunend (FK verfärbt bei Berührung
nur an der Knolle, sonst nirgends), Knolle weiche, zusammendrückbar
Fleisch:
weiß, im Schnitt langsam safran-farben
(orange) bräunend
Größe: Hutdurchmesser ca. 5,5 cm,
Stiellänge 4,5 cm, Stieldurchmesser ca. 6 mm, Knolle Durchmesser ca. 1 cm
Sporenpulverfarbe:
weiß
Geruch:
stark und gut pilzig
Geschmack: nicht getestet
Verfärbung beim Trocknen:
Stiel graut, aber Basis wird dunkelbraun, Lamellen bekommen einen Rosa-Stich,
Huthaut bleibt fast unverändert
Mikroskopische Daten:
Sporen:
glatt,
Keimporus klein (aber sichtbar), ovoid
Präparat:
Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 59
Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite:
normalverteilt; Q: nicht normalverteilt
Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,6 × 0,3 µm; von Q: 0,1
Median: von L × B: 7,8 × 5,4 µm; von Q: 1,45
Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B:
7,8 × 5,3 µm; von Q: 1,47
Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für
L × B: (6,4) 7,1 - 8,5 (9,6) × (4,7) 5 -
5,7 (5,9) µm; für Q: (1,29) 1,38 - 1,57 (1,83)
Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 90%-Standardbereich: für L × B: (6,4) 6,9
- 8,7 (9,6) × (4,7) 4,9 - 5,8 (5,9) µm; für Q: (1,29) 1,34 - 1,59 (1,83)
Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: nicht anwendbar, da nicht
normalverteilt
Cheilozystiden:
Form: irregulär (siehe Bilder), an
breitester stelle ca. (5) 6.6 - 8.9 (11) µm breit
HDS-Endhyphen
(ohne Bild):
Entsprechen der Variante "a" in Flora Agaricina Neerlandica - 5 - Seite 89 -
also lang-gestreckt.
Bestimmt man nach dem Prinzip von Vellinga handelt es sich also um Leucoagaricus
leucothites var. leucothites.
Rosablättriger Egerlingsschirmling (Leucoagaricus
leucothites var. leucothites):
Der oft als Bestimmungsmerkmal verwendete Ring (aufsteigend oder hängend) ist
eben NICHT relevant:
04.08.2017: Kurze
Speisepilztour
Liebe Pilz-Freunde,
heute wollte ich mir nur schnell was für die Pfanne holen, nahm aber meinen
Fotoapparat mit...
Ein paar schöne Aufnehmen von Standards konnte ich machen die ich Euch gerne
Zeige...
Fundnummer: 2017-07-02-1445
Den Weinroten Graustiel-Täubling
(Russula vinosa) esse ich gern:
Fundnummer: 2017-07-02-1459
Schön stand er da: Zitronenblättriger
Täubling (Russula sardonia):
Fundnummer: 2017-07-02-1513
Ein weiterer meinem Geschmack nach hervorragender Speisepilz:
Kampfer-Milchling (Lactarius camphoratus):
Fundnummer: 2017-07-02-1523
Hier freute ich mich über die optisch schöne Kollektion.
Rotschuppiger Raukopf (Cortinarius bolaris):
Aber ich war ja wegen Speisepilzen unterwegs. In ca. einer Stunde habe
konnte ich doch einiges finden...
Hier die Ausbeute - heute mal ohne
Beschriftung:
Geschmacklich war dieser Mix ganz vorzüglich.
Das war's für heute....
Ich hoffe dieser kleine Mix hat Euch gefallen unf freu mich über Eure
Kommentare.
Beste Grüße
Dieter
Hallo zusammen,
hier nun wie versprochen die Bestimmung zu Fundnummer:
2016-09-30-1520
Morphologische Daten:
Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, unter Salix, Rhamnus und Picea
Fundzeit: 30.09.2016
Wuchsform:
vereinzelt
Hutform: konvex bis ausgeflacht, alt eher kein Buckel sondern etwas niedergedrückt
Huthaut:
braun, Zentrum schwarzbraun, Rand stark beige befasert
Hygrophanität: nicht untersucht
Hutrand:
stark filzig beige befasert
Lamellen:
ockerbraun, mit
Zwischenlamellen
Lamellenschneiden: gleichfarbig
Lamellen-Stielübergang:
gerade angewachsen, etwas herablaufend
Fleisch:
nicht untersucht
Stiel:
braun, stark fetzig weißlich befasert, ohne Ringzone aber trotzdem abgesetzt oberhalb der Befaserung kahl
Stielbasis: ohne Besonderheiten
Größe: Hutdurchmesser ca. 1-2 cm; Stiellänge ca. 3-4 cm, Stieldurchmesser ca. 3 mm
Sporenpulverfarbe:nicht untersucht
Geruch: nicht untersucht
Geschmack:
nicht untersucht
Exsikkat-Farben: komplett schwarzbraun
Mikroskopische Daten:
Sporen:
ellipsoid bis manchmal etwas dacryoid, nur schwach warzig, hyalin-braun, dickwandig
Präparat: aus Lamellenstück (Exsikkat) ausgewaschen; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 50
Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,4 × 0,3 µm; von Q: 0,1
Median: von L × B: 6,7 × 4 µm; von Q: 1,7
Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 6,7 × 4 µm; von Q: 1,7
Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 80%-Konfidenzintervall: für
L × B: (5,7) 6,2 - 7,2 (7,4) × (3,5) 3,6 - 4,4 (4,7) µm; für Q: (1,4) 1,5 - 1,8 (1,9)
Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 90%-Konfidenzintervall: für L × B: (5,7) 6 - 7,3 (7,4) × (3,5) 3,5 - 4,5 (4,7) µm; für Q: (1,4) 1,5 - 1,9 (1,9)
☻
Der Schlüsselweg nach FN:
blau: unsichere Schlüsselpunkte
FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 >
3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > 5 >
Key P. sect. Hydrocybe p. 878 > 1 > 8 > 9 > 10 > 14 >
16 > 17 >
18 (75% sicher) > S. 882 Cortinarius decipiens var. atrocoeruleus --> Schreibfehler! Cortinarius decipiens var. atrocaeruleus (Sporenmaße etwas abweichend)
Ausgeschlossene Alternativen:
FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 >
3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > 5 >
Key P. sect. Hydrocybe p. 878 > 1 > 8 > 9 > 10 > 14 >
16 > 17 >
18 (75% sicher) > S. 882
Cortinarius decipiens var. decipiens (Sporenmaße abweichend)
FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 >
3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > 5 >
Key P. sect. Hydrocybe p. 878 > 1 > 8 > 9 > 10 > 14 >
16 > 17 >
Cortinarius albonigrellus (Sporenmaße abweichend, Q abweichend, Habitat abweichend, Stiel zu lang)
FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 >
3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > 5 >
Key P. sect. Hydrocybe p. 878 > 1 > 8 > 9 > 10 > 14 >
16 > C depressus Key O 21 > passt nicht
FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 >
3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > 5 >
Key P. sect. Hydrocybe p. 878 > 1 > 8 > 9 > 10 > 14 >
15 > Sackgasse
FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 >
3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > 5 >
Key O. sect. Incrustati etc. p. 873 > 1 > 4 > 8 (75% sicher) > 9 > Sackgasse
FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 >
3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > 5 >
Key O. sect. Incrustati etc. p. 873 > 1 > 4 > 5 > 6 > 7 > Sackgasse
FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 >
3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > Key E, Sect. Brunnei p. 842 > 2 > 10 > 11 > 16 > 17 > 18 > 19 > Sackgasse
FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 >
3 (90% sicher) > Key K, sect. Obtusi p. 864 > 1 > 4 > 5 > 6 > Cortinarius albovariegatus (Sporenmaße abweichend) passt auch morphologisch nicht (Hut)
FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 >
6 > 9 > 12 > 13 > 15 > Key O, sect. Incrustati stc. p. 873 --> waren wir schon
Damit dürfte dieser Corti geknackt sein:
Blauschwarzer Wasserkopf (Cortinarius decipiens var. atrocaeruleus):
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Beste Grüße
Dieter
Hallo Nobi,
das sind wundervolle Eindrücke! Eine Tolle Gegend.
Chaga --> habe ich immer noch nicht finden können... ![]()
Die Fichte --> der Hammer!
Deine Bilder sind diesmal wieder ganz große Klasse. ![]()
![]()
Beste Grüße
Dieter
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Danke an alle... tja... Grüni genau so ist das...
Aber wenn wir erst so richtig versumpfen - 8 Stunden unterwegs sind - durchgeschwitz, voller Zecken und Dreck... das müsstest mal sehen! Dafür dann 2500 Bilder im Kasten... das sind wunderbare Touren.
Gruß
Dieter
Danke Claudia,
Ja, manchmal muss man beim Schwammern ganz schön Schlangenmensch sein ![]()
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Gruß
Dieter
17.03.2019: Den Becherchen auf der Spur - Teil 5
Liebe Pilz-Freunde,
dies ist Teil 5 des Berichtes vom 17.03.2019.
Teil 1 findet Ihr hier
Teil 2 findet Ihr hier
Teil 3 findet Ihr hier
Teil 4 findet Ihr hier
Und weiter geht's...
Fundnummer:
2019-03-17-1131
Fadensporiges Knopfbecherchen (Orbilia filiformis) und NFF Tridentaria:
(Hinweis: Deutscher Name ist frei erfunden)
Die Bestimmung erfolgte hier durch Zotto. Offiziell ist die Art übrigens noch gar nicht beschrieben.
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Schnitt durch Apothezium, oben Randzellen bis zum Excipulum unten:
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Randzellen:
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Asci + Paraphysen:
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Asci + Paraphysen:
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Paraphysen mit Exsudathaube:
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Reife Asci mit Sporen:
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Sporen, wichtig für die Bestimmung ist hier die Länge und Form der SBs: oft lang und etwas gekrümmt und natürlich die Größe der Sporen selbst:
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Sporen (links eine Paraphyse):
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Die Nebenfruchtform dazu -
Tridentaria-Anamorphe:
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Fundnummer:
2019-03-17-1156
Und noch einmal zeigte sich das
Dunkelbleigraue Weichbecherchen (Mollisia lividofusca) - aber diesmal in ganz andere Optik als vorher gezeigt:
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Der wunderschöne Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus) verabschiedete uns mit seinen tollen Farben im tristen Laub:
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Das war's für heute....
Wir hoffen Ihr hattet viel Spaß mit unseren Becherchen und freuen uns auf Eure Kommentare.
Beste Grüße
Dieter & Matthias
17.03.2019: Den Becherchen auf der Spur - Teil 4
Liebe Pilz-Freunde,
dies ist Teil 4 des Berichtes vom 17.03.2019.
Teil 1 findet Ihr hier
Teil 2 findet Ihr hier
Teil 3 findet Ihr hier
Teil 5 findet Ihr hier
Und weiter geht's...
Fundnummer:
2019-03-17-1041
Anhand glasiger Haarspitzen unterm Mikro sofort klar, wenn man die Dinger denn mal sieht. Hab mir vor Ort noch gedacht, es könnt ne Olla sein.
Bärtiges Glashaarbecherchen (Olla transiens):
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Randhaare (man achte auf die kleineren mit "Glaskappe"):
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Randhaare zur Basis hin:
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Asci und Paraphysen:
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Asci:
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Ascus:
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Sporen:
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Ectal-Excipulum:
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Asci in IKI:
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Porusreaktion in IKI:
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Haare in IKI:
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Weiter ging es bei strahlendem Sonnenschein. Dieter untersuchte eine harzende Fichte:
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Man muss mit der Lupe schon genau hinschauen wenn man etwas finden will...
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Dieter wurde fündig - eine weiterer Erstfund für uns beide...
Fundnummer:
2019-03-17-1108
Schwarzes Harzbecherchen (Sarea difformis):
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Asci + Paraphysen:
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unreife Asci + Paraphysen:
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Paraphysen:
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reifer Ascus mit Sporen:
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Ectal-Excipulum:
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Die Sonneneinstrahlung und die Winzigkeit der Harzbecherchen machte die Arbeit manchmal nicht leicht...
Dieter bei der Arbeit:
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Weiter zum Teil 5
17.03.2019: Den Becherchen auf der Spur - Teil 3
Liebe Pilz-Freunde,
dies ist Teil 3 des Berichtes vom 17.03.2019.
Teil 1 findet Ihr hier
Teil 2 findet Ihr hier
Teil 4 findet Ihr hier
Teil 5 findet Ihr hier
Und weiter geht's...
Fundnummer:
2019-03-17-1026
Eine sehr interessante Orbilia-Kollektion, die aus zwei direkt nebeneinander wachsenden Arten besteht, aber seht selbst.
Ebenso wieder an an Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus).
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Die roten Pfeile zeigen das Blassorangefarbene Knopfbecherchen (Orbilia vinosa), die blauen Pfleile zeigen das 32-sporige Knopfbecherchen (Orbilia euonymi):
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Matthias führte auch hier eine Substratanalyse durch. Es handelt sich wieder um Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus).
Tangentialschnitt mit mehrreihigen Markstrahlen:
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Poren im Querschnitt:
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Die folgenden Bilder zeigen nur das
Blassorangefarbene Knopfbecherchen (Orbilia vinosa):
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Randzellen mit Exsudatschicht am Apothezienrand:
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Randzellen:
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Asci und Paraphysen:
Generelle Erklärung dazu: Paraphysen apikal mit Exsudat und innen mit verdrehten SCBs (soluble cytoplasmic body), das ist das, was man als leichte Bänderung wahrnimmt:
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Paraphysen und meist unreife Asci:
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Asci und Paraphysen:
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Paraphysen und Ascus:
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reife und unreife Asci:
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reife Asci:
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Sporen mit SBs (Spore bodies, die dunkleren Striche an der Spitze der Sporen):
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Ectal-Excipulum:
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Die folgenden Bilder zeigen nur das
32-sporige Knopfbecherchen (Orbilia euonymi):
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Auf diesem Bild sind die großen Fruchtkörper links zum Vergleich nochmals Orbilia vinosa:
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Außenschicht am Randbereich:
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Randbereich mit Exsudatschicht:
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Randzellen:
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Flanke, wieder mit Exsudat:
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Paraphysen mit Exsudatschicht:
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Paraphysen:
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Asci und Paraphysen:
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Asci:
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Konidien (Vermispora-artig):
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Weiter zum Teil 4
