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letzter Beitrag von Beorn am

Zusammenfassung von 2 kurzen Touren

  • Liebe Pilz-Freunde,
    hier eine kleine Zusammenfassung von 2 kurzen Touren.... Viel Spaß!

    06.08.2017: Kurz-Tour mit 3 Arten

    Liebe Pilz-Freunde,
    heute hatte ich wieder mal wenig Zeit und machte nur eine kurze Tour. 3 Arten fotografierte ich. Gerne Zeige ich Euch diese.

    Fundnummer: 2017-08-06-1658

    Ein Rasling der gar nicht so einfach zu bestimmen ist...

    Morphologische Daten:
    Fundort:
    ca. 550 müNN. ca. N50, O12, am Wegrand bei Fichte, Kiefer und einer kleinen Eiche auf sandigen Boden
    Fundzeit: 06.08.2017
    Wuchsform: gesellig
    Hutform:
    konvex, wellig verbogen
    Huthaut: samtig, aber etwas speckig glänzend, nicht klebrig, ungleichmäßig sepia-braun, auch hellere Flecken in ocker bis graulich, jung sehr hellbraun, fast komplett abziehbar - darunter recht dunkelgrau
    Hygrophanität: nicht hygrophan
    Hutrand: fein eingerollt
    Lamellen:
    weiß, wellig verbogen, sehr eng stehend, Lamellen gilben nur minimal - dann nach längerer Wartezeit wieder keine gelben Stellen mehr zu sehen
    Lamellenschneiden: ohne Besonderheiten
    Lamellen-Stielübergang:
    fein ausgebuchtet angewachsen
    Stiel:
    hellgrau, Spitze weiß bereift, zylindrisch, fest
    Stielbasis:
    etwas zugespitzt
    Fleisch: weiß, fest, nicht brüchig, im Stiel gummiartig biegsam, Fleisch gilbt nur minimal - dann nach längerer Wartezeit wieder keine gelben Stellen mehr zu sehen
    Größe: Hutdurchmesser ca. 5,5 cm, Stiellänge ca. 3,5 cm, Stieldurchmesser ca. 12 mm
    Sporenpulverfarbe:
    nicht getestet
    Geruch: vor Ort: stark mehlig, zu hause: im Schnitt nicht mehlig sondern fruchtig
    Geschmack: mild


    Bestimmt man nach Ludwig, ist es am ehesten Lyophyllum decastes var. decastes. Hier weicht jedoch der stark mehlige Geruch vor Ort ab (welcher aber ja zuhause verschwunden war).
    In jedem Fall bewegen wir uns in dem noch nicht sauber geklärtem Artenkomplex vom
    Büscheligen Rasling (Lyophyllum decastes):
    mush-15240.jpg

    mush-15241.jpg

    mush-15242.jpg

    Der Lamellen-Stielübergang ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal:
    mush-15243.jpg

    Fundnummer: 2017-08-06-1743
    Dieser Pilz ist recht sicher morphologisch zu bestimmen
    Milder Wachs-Täubling (Russula puellaris)
    :
    mush-15244.jpg

    Fundnummer: 2017-08-06-1830
    Ein riesiger Rötlicher Holzritterling (Tricholomopsis rutilans) von 17 cm Durchmesser:
    mush-15245.jpg

    mush-15246.jpg

    mush-15247.jpg

    mush-15248.jpg


    13.08.2017: Speisepilz-Runde und
    4 fotogene Arten

    Liebe Pilz-Freunde,
    heute hatte ich Lust auf frische Pilze für die Pfanne also machte ich mich auf zu einem Speisepilzgebiet.
    Natürlich fand ich viel Leckereien, aber auch 4 interessante Arten für das Objektiv.
    Schaut es Euch an...

    Fundnummer: 2017-08-13-1057

    Lorcheln sind bei uns (bis auf einige Ausnahmen) Seltenheiten. Deshalb freute ich mich bei diesem Fund.

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, am grasigen Wegrad im Wald bei Fichte und Kiefer, Laubbäume eingestreut
    Fundzeit: 13.08.2017

    Wuchsform: gesellig
    Hutform:
    sattelförmig, 2-lappig, ein Hut war verwunden - konvex
    Huthaut - außen (Fruchtschicht): hellgrau bis leicht graubraun, matt
    Hutrand: kantig, nicht eingerollt, nicht zottig
    Hutmitte: mit Loch, dieses in den Stiel übergehend
    Huthaut - innen:
    weiß, matt, wie mir Puderzucker bestreut, Hut ist nicht mit Stiel verwachsen
    Stiel: weiß, matt, hohl, rund aber grubige Eindellungen, gummiartig elastisch, beim Trocknen deutlich bräunend
    Stielbasis:
    grau-braun, ganz unten blass gelblich, unter der Lupe minimal behaart und zwar weiße Haare auf gelblichen Grund
    Fleisch:
    weiß
    Größe: Hutbreite ca. 2,2 cm, Stiellänge ca. 4-7 cm, Stieldurchmesser ca. 3-4 mm
    Sporenpulverfarbe: weiß
    Geruch: neutral
    Geschmack:
    nicht probiert

    Die
    Elastische Lorchel (Helvella elastica):
    mush-15249.jpg

    mush-15250.jpg

    mush-15251.jpg

    Fundnummer: 2017-08-13-1116
    Den Anis-Zähling (Lentinellus cochleatus)
    mag ich gerne für die Pfanne - dieser fund war optisch so schön dass ich ihn fotografieren musste:
    mush-15252.jpg

    mush-15253.jpg

    mush-15254.jpg

    Fundnummer: 2017-08-13-1246
    Der Düstere Röhrling (Porphyrellus porphyrosporus) ist ebenso bei uns nicht sehr häufig:
    mush-15255.jpg

    mush-15256.jpg

    Fundnummer: 2017-08-13-1256
    Und nun kommt eine absolute Seltenheit:
    Purpuroranger Afterleistling (Aphroditeola olida)
    :
    mush-15257.jpg

    mush-15258.jpg

    mush-15259.jpg

    Die Speisepilz-Ausbeute der 2-stündigen Tour war reichhaltig und lecker:
    mush-15260.jpg

    Das war's für heute....
    Ich freue mich auf Eure Kommentare.
    Beste Grüße

    Dieter

  • Hallo, ihr Beiden!


    Die Aphroditeola ist natürlich schon ein besonderer Leckerbissen - nicht kulinarisch natürlich, sondern optisch und wegen dem seltenen Fundglück.

    Ich hatte die Art selbst wohl noch nie in der Hand. Jedenfalls nicht bewusst. Vor etlichen Jahren erinnere ich mich vage an eine Kollektion von vermeintlichen Lepista flaccida (also f. gilva), die auch irgeindwie komisch flaumig und blass waren. Hilft aber nix, weil damals nicht aufgehoben.



    LG; Pablo.

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