nochmal ich,
ich möchte noch ein paar positive Aspekte beleuchten und aber auch warnen: Es gibt seit Jahrzehnten tatsächlich eine nachhaltige Waldwirtschaft, die z.B. mit dem "Trittstein-Prinzip" arbeitet; Hier sind Pflanzenstandorte und Habitat-Baum-Gruppen die kleinste Einheit, alte Bäume, die man einfach wachsen und absterben lässt, dann kommen ausgewiesene größere Areale wie Waldrefugien (meist an Habitatbaum-Gruppen gebunden) und schließlich Schutzkategorien wie Schonwald, Waldbiotope, bis hin zum Bannwald.
Leider leider ... können solche Kategorien rechtlich ganz leicht ausgehebelt werden: Beispiel aus meiner Heimat: Ein bewaldeter Berg (Juragestein) der sich Fischersberg nennt (im Mochental), der sei ca 50 Jahren nachhaltig bewirtschaftet wird, verliert im Laufe dieses Jahres noch seinen Status, weil eine Kalk-Abbaufirma sich hier einen alternativen Abbau gesichert hat. Die Firma baut lediglich Kalk für Schotter ab (der in unseren Regionen für den Waldwegebau verwendet wird). Dafür wird in den nächsten 40-50 Jahren dieser bewaldete Berg quasi abrasiert;-) ... und Bäume natürlich geerntet, ungeachtet einer Nachhaltigkeit.
Naturschutz muss sich ein Land auch leisten können. In unsicheren Zeiten, wo z.B. ein friedliches Land sich plötzlich in einer militärischen Aufrüstungsspirale wiederfindet, wird Naturzschutz und nachhaltige Bewirtschaftung prioritär nachrangig (um es mal vorsichtig auszudrücken). Ganz zu schweigen von Kriegen! Sie sind die schlimmsten Umweltzerstörer, die es gibt.
