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letzter Beitrag von Antimon am

Pilzstrategie oder wie klappt's mit den ersten Funden?

  • Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen und der erfolgreiche Pilzsammler braucht neben viel Erfahrung auch die nötige Intuition mit dem gewissen Etwas an Glück.

    Hallo Antimon, genauso isses.


    Wie Tuppie schon schrieb: DIE eine Methode gibt es nicht. Es kommt ja auch auf die örtlichen Begebenheiten an und welche Pilzarten man kennt und welche man sammeln möchte. Ich denke, man sollte einfach so oft wie möglich in den Wald gehen. Erfahrung und Intuition kommen dann mit der Zeit von selbst.
    Um dennoch Deine Fragen zu beantworten:
    Ich gehe meist die Wege entlang und wenn ich von dort aus Pilze sehe, gehe ich erst in den Wald. Es kommt es aber auch schon mal vor, dass ich mich von bestimmten Stellen wie magisch angezogen fühle und dann dort rein gehe. Mit der Zeit entwickelt man so einen gewissen Blick dafür, wo es sich lohnt zu suchen. Ich selbst bevorzuge kürzere Touren und dafür öfters und mit erhöhter Aufmerksamkeit. Meist braucht man dann oft auch gar nicht so weit zu gehen. Ein befreundeter PSV hat mir mal gesagt, die meisten Pilze finde man beim Pinkeln. Gemeint war damit natürlich, dass man, statt eiligen Schrittes kilometerweit zu laufen, auch mal stehen bleiben und sich in Ruhe umsehen sollte. Pilze, die sich unter Laub, im Gras oder im Moos verstecken, wird man sonst kaum finden..

    Es wurde hier ja schon einiges geschrieben. Vielleicht solltest Du einfach mal verschiedene Methoden ausprobieren und herausfinden, was Dir am besten liegt. Soll ja schließlich auch ein bißchen Spaß machen :).

    Die Teilnahme an Pilzwanderungen wäre übrigens auch eine gute Methode, Biotope kennenzulernen, in denen man Pilze findet. Dies hatte mir am Anfang viel geholfen. Natürlich sollte man dann so fair sein und diese Stellen nicht später restlos abräumen, sondern sich anhand der dort erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen eigene Gebiete erschließen.


    LG, Josef

  • Vielen Dank Josef-08, damit scheinen alle übereinzustimmen: Erstmal auf dem Weg bleiben, bis sich ein starker Verdacht aufdrängt und dann erst in den Wald!


    Die "Pinkelmethode" - finde ich übrigens gut und man sagt, dass es mit der auch schon Mal geklappt hat ==Prust


    Hier wurde wirklich einiges geschrieben und an Tipps verraten - der perfekte Anfängerthreat und Hut ab vor der großen Hilfsbereitschaft hier im Forum - ich habe einiges gelernt! ==Pilz24

    Hoffentlich klappt es mit einer PSV Führung im Herbst - die Sommerpilze muss man sich wohl alleine (mit eurer Hilfe) erarbeiten...

  • Also was die Wege betrifft, mache ich es gerne direkt umgekehrt. Ich biege immer möglichst schnell vom Weg direkt in den Wald hinein ab, wobei das natürlich auch von der Bodenbeschaffenheit abhängt. Ich schlage mich nicht auf gut Glück kilometerweise durchs Unterholz 😉


    Am liebsten sind mir Schneisen im Wald, wo also normalerweise weder Fußgänger noch Fahrradfahrer unterwegs sind, sondern die nur durch den Einsatz von Waldfahrzeugen entstehen. Da kann man meistens recht gut gehen, hat aber Lebensraum genau wie "mitten im Wald".


    Was ich einen sehr wichtigen Hinweis finde, ist das langsame Gehen, Schlendern, auch mal Stehenbleiben und dann ganz genau schauen. Wenn man nicht gerade auf der Jagd nach Parasolen ist, kann man an Pilzen auch ganz schnell einfach vorbeilaufen 😊

    Alle meine Bestimmungshilfen sind nur als Anregung zu verstehen. Für eine sichere Bestimmung sollten Pilze einem PSV vorgelegt werden. Eine Essensfreigabe gibt es im Forum grundsätzlich nicht.

  • Hallo Antimon,


    ich schreibe Dir jetzt mal als "Odenwald-Kollege" :-)


    Ich war dieses Jahr tatsächlich noch überhaupt nicht in den Pilzen (familiär & beruflich zu eingespannt gewesen),

    will diesen Umstand aber die nächsten Tage/Wochen beheben.


    Beim Pilzesammeln ist es in meiner Erfahrung wie beim Angeln: das Pilzesammeln wurde mir über Generationen

    in die Wiege gelegt, ich bewege mich da einfach intuitiv und mir geht es ähnlich wie Josef - allermeist komme ich mit Pilzen

    nach Hause. Beim Angeln am Neckar habe ich mit dem frischen Schein in der Tasche (2014) die ersten Dutzend Versuche

    einfach nix gefangen, egal, was ich auch probiert habe - da zweifelt man schon grundsätzlich an den eigenen Fähigkeiten.

    Es nützt auch nix, dass es anderen ebenfalls so geht. Wenn man dann aber irgendwann den ersten Fisch an der Angel hat,

    dann wächst das Vertrauen und vieles wird von selbst einfacher und natürlicher. Wo man vorher versucht hat, diese Technik

    oder jenes auszuprobieren, geht einem das Fischen in Fleisch und Blut über. Ich bin mir sicher, diese Erfahrung wirst Du auch

    beim Pilzesammeln machen.


    Zu Deiner Ortsfrage:


    Rund um den Katzenbuckel (Waldbrunn, Mudau, auch Richtung Eberbach/Amorbach) kannst Du fast in jeden Wald

    laufen und wirst Röhrlinge finden (manchmal in Unmengen) - geeignete Witterung & Zeitfenster natürlich vorausgesetzt.

    Hier zahlt sich gerade in der Hauptsaison das richtige Sammeltiming aus - am besten unter der Woche morgens donnerstags

    oder freitags (Stichwort: Sammeldruck).


    So habe ich hier nach unserem Herzug vor knapp 8 Jahren auch angefangen. Immer schön rein in den Wald, der Dir

    attraktiv erscheint. Dabei kam es mitunter auch vor, dass ich erstaunten Einheimischen Pilze aus Waldstücken gebracht

    habe, bei denen sie von "Pilzleerheit" ausgingen. Und das lag nicht daran, dass ich so ein "Supersammler" war.


    Wenn Du willst, können wir uns gerne im Sommer/Spätsommer/Herbst mal in dieser Ecke verabreden, ich versuche da

    mindestens 1x die Woche unterwegs zu sein.


    LG und viele Pilze,

    der Jupp

  • Sammeldruck! ==21 Den Sammelzeitpunkt hab ich als Parameter noch gar nicht berücksichtigt... Super, danke für die Einladung, ich schreibe dir bald eine PN und dann verhandeln wir wie früh wir den Odenwald unsicher machen ==12


    Azalee ich glaube ich gehe auch gerne schnell vom Weg runter und die Intuition wird langsam besser.

  • Liebe Pilzfreunde,


    da ich nun fast jeden Tag im Wald unterwegs war, hatte ich keine Zeit ins Forum zu schreiben. Jetzt will ich aber doch eine kurze Statusmeldung geben, da wir ja fleißig eure Tipps umgesetzt haben!


    Ich denke der wichtigste Tipp war es, so viel Zeit wie möglich im Wald zu verbringen. Und das unabhängig von Ort und Wetter. Ich habe viele neue Orte erkundet, bin aber auch an vielversprechende Plätze zurückgekehrt. Ich habe immer mehr Pilze gesehen, meist aber nur Einzelfunde oder überständige Exemplare - also noch nichts für den Magen!


    Neben vielen Pantherpilzen (oder Perlpilzen?) haben wir verschiedene gelbe und alte Röhrlinge, einen superalten Steinpilz (olivbrauene Röhren), mehrere schwarzabgegammelte Röhrlinge, einen wunderschönen jungen Flocki und sogar zwei Pfifferlinge gefunden.


    Die meisten Pilze haben wir tatsächlich vom Wegesrand gefunden, obwohl wir auch immer hartnäckig ins Holz reingegangen sind! Den Steinpilz haben wir sogar vom Rad aus entdeckt, er durfte ganz in Nähe einer Sitzbank alt werden. Sehr verwunderlich die Sache mit den Pilzen ==13


    Viele Pilze konnten wir auch noch nicht bestimmen - das wird der nächste Fokusbereich. Beim Sammeln halten wir uns strikt an die einfachen Pilze, ergo wir üben uns in Geduld.


    Beste Grüße

    Antimon


    Zum Abschluss, vielleicht doch ein zwei Photos:

  • Hallo Antimon, na siehst du, du machst alles richtig. Und richtig schicke Sachen hast du entdeckt.


    Der kleine Graue: Google mal den Strubbelkopfröhrling. Der ist nicht so häufig.


    Der stark Blauende Pilz sieht für mich nach dem Starkblauenden Röhrling aus. Den hatte ich aber noch nie in der Hand, insofern ist mein Vorschlag mit Vorsicht zu genießen.


    Der auf dem vorletzten Foto ist ein Scheidenstreifling. Ich denke, dass es der Rotbraune Scheidenstreifling ist. Der recht ähnliche Orangestreifling A. crocea hätte einen genatterten Stiel


    Der Wulstling rötet etwas und damit sollte es schon ein Perlpilz - Amanita rubescens sein.


    Allerdings braucht es einige Erfahrung, bevor man sich Wulstlinge bzw. Amaniten für die Pfanne sucht. Wenn du mehr lernen willst, stelle Bestimmungsanfragen. Dazu schreib die Merkmale auf und lade Bilder in einer Bestimmungsanfrage hoch. Was dafür wichtig ist, findest du hier. Du musst nicht alles aufschreiben, aber es gilt der Grundsatz, je mehr Informationen du lieferst, desto genauer ist das Ergebnis. Und das beste: Du lernst die Pilze kennen, wenn du die Merkmale aufschreibst, denn du musst dir erst einmal klar darüber werden, was genau du siehst. Darauf kommt es am Ende an, die kleinen Details unterscheiden zu können. Wenn du z.B. die Bilder bei Google von Amanita crocea und Amanita fulva ( die du vermutlich gefunden hast) miteinander vergleichst, wirst du erkennen, worauf es bei der Unterscheidung dieser Arten ankommt.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • Lieber Wutzi,


    vielen Dank für die on the fly Bestimmungen - Pfifferling und Flocki waren wohl offensichtlich, leider beides nur Einzelfunde (und bei der Hexe blieb ein Restzweifel...)


    Auf den Rotfußröhrling oder starkbläuender Röhrling wie du ihn genannt hast bin ich auch gekommen, aber hier ist die Unsicherheit sehr groß, da ich vor einer Woche einen ziemlich identischen gefunden hatte, der kaum gebläut hat ==zucken


    Die Anleitung zur Bestimmungsanfrage werde ich mir aber zu Herzen nehmen. Schön, dass da Forum auch einen Anfänger wie mich an die Hand nimmt!


    Fröhlich verregneten Pilzsommer wünscht

    Antimon

  • Hi alle, also, da ich ja auch nicht nur nach Risspilzen (ja-ja!:)), sondern natürlich auch nach Steinpilzen und Pfifferlingen, Eichhasen und Krausen Glucken etc. schaue, und sowohl täglich mit dem Rad als auch zu Fuß mit Hündchen unterwegs bin, kann ich klar sagen, dass ich alle meine Sammelstellen zu Fuß "erarbeitet", also auf langen Fußwanderungen gefunden habe. Und die mehr oder weniger nach Intuition und eben durch Wandermeilen und ins-Blaue-gehen, niemals nach GPS oder so.

    Und gleiches übrigens gilt für meine Risspilz-Hotspots. Und zwar in absoluter Diskrepanz zum Verfahren, das ich von anderen kenne, die strikt nach Karte und Regenmengen und nach schriftlichen Daten verfahren, also nach den messbaren abrufbaren von irgendwem erarbeiteten Kriterien auf die Suche gehen. Ich dagegen mache das rein nach dem Bauch. Wenn ich also auf Risspilz-Suche eine Woche unterwegs bin, dann halte ich rein intuitiv da oder dort und geh dann zu Fuß auf Suche. Und wie die vergleichende Erfahrung seit langem gezeigt hat, ist das weit ertragreicher als die langwierige vorherige Recherche.

    Dass ich inzwischen dann meine Hotspot-Stellen - Risspilz wie Steinpilz oder Pfifferling - bei mir in der Gegend mit dem Rad anfahre, um zu sehen, wie es da aussieht, das ist was anderes....

    Das war mein bescheidenes Scherflein zur Sache. Und was Odenwald angeht, in dem ich ja nun auch wohne: Es gibt derzeit Pfifferlinge, und Hexenröhrlinge. Die Woche der Sommersteinpilze ist bei mir rum.

    Herzlich Ditte

  • Der stark Blauende Pilz sieht für mich nach dem Starkblauenden Röhrling aus. Den hatte ich aber noch nie in der Hand, insofern ist mein Vorschlag mit Vorsicht zu genießen.

    Hier meinst du vermutlich den Schwarzblauenden Röhrling? Einen solchen hatte ich (mutmaßlich) auch, der hat aber schon beim Herausziehen am Stiel dort sofort gebläut und etwa eine halbe Stunde später war der mittlere Teil des Stiels fast tiefschwarz, das Schnittbild wechselte in der zeit von ganzflächig blau über schwärzlich zu grau.

    Auf den Rotfußröhrling oder starkbläuender Röhrling wie du ihn genannt hast bin ich auch gekommen, aber hier ist die Unsicherheit sehr groß, da ich vor einer Woche einen ziemlich identischen gefunden hatte, der kaum gebläut hat

    Von der Statur her ist ja so ein Schwarzblauender nicht unbedingt unähnlich dem einen oder anderen Filz- bzw. auch Rotfußröhrling. Allerdings dürfte ein auffälliges Schwärzen dann doch sicher zeigen, dass es kein Rotfußröhrling ist.

  • Moin,

    ich glaub jeder geht da anders dran. Zu verkrampft ist eh Mist. Ich bevorzuge die Wandermethode. Der kleine Flocki sieht ja toll aus, super, na bitte.

    Hatte bisher auch kaum Zeit gesundheitsbedingt, das Kreuz machte einige Probleme, aber wird wieder. Bisher eher ganz mau. War heute mal wieder ein wenig unterwegs an meiner einen Steinpilzstelle, nix, rein gar nix. Eine Gruppe rehbraune Dachpilze, die kannte ich nur namentlich, aber ein anderer Sammler war gerade dabei die einzusammeln, so etwa 5 Stück.

    Ansonsten ein flockenstieliger Hexenröhrling und zwei Rotfußröhrlinge in 2,5 Stunden. Allesamt eher Studienobjekte für Insektenforscher:).

    Und ein paar grünliche Täublinge, auch ziemlich hinüber, welche Art, ich weiß es nicht, aber Täublinge waren es defintiv.

    Und kurz vorm Heimweg einen riesigen Habichtspilz und mehrere kleinere daneben, der wuchs auf einem sehr alten modrigen Baumstumpf, vermutlich ehemals eine Buche. Locker 25cm breit.

    Alles im reinen Laubwald, Hainbuchen, Buchen, weniger Eichen, an manchen Stellen vereinzelte Lärchen.

    Das Einzige was es reichlich gibt zur Zeit sind netzstielige Hexenröhrlinge, nichts für mich, die sammle ich nicht.

    Ansonsten absolut nichts. Tja nun, mal so mal so.


    LG

    Daniel

  • Hallo Josef,

    das mit den Naturschutzgebieten wußte ich so auch noch nicht. Ist wahrscheinlich eine jeweils lokale Regelung. Die übliche mir bekannte Version steht ja auch immer wieder mit an den jeweiligen Schildern dran, also nichts sammeln, bzw. betreten. Habe ich bisher hier noch nicht so gesehen, werd mich mal erkundigen. Persönlich bin ich aber der Ansicht, daß man NSG´s lieber in Ruhe lassen sollte. In manchen darf ja auch ernsthaft abgeholzt werden, habe ich erst kürzlich gesehen. Dann mit schwerem Gerät in nem NSG, scheußlich! Hab der entsprechenden Gemeinde kurz darauf ne bitterböse Mail geschrieben und mich darüber beschwert, was so ein Mist soll. Die Antwort war auch typisch Behörde, was ich mich denn aufregen würde, das wär ja dort erlaubt von offizieller Seite, ja sie mich auch, vielen Dung:):):):). Am Wegrand oder auf ausgewiesenen Wegen würd ichs evenuell machen, wenn klar ist, daß ichs darf, aber im Wald, nein, also ich nicht.


    LG

    Daniel

  • Hallo Daniel,


    ich fürchte, da könnte die Gemeinde vielleicht Recht haben.
    Naturschutzgebiet bedeutet nämlich nicht, dass dort gar nichts mehr gemacht werden darf. Das gilt insbes. auch für Forstarbeiten.
    Die Bezeichnung Naturschutzgebiet allein besagt lediglich, dass es sich um ein geschütztes Gebiet handelt, sonst nichts.

    Der Schutzzweck und was man dort darf oder nicht, ist in einer Schutzverordnung geregelt, die eigens für jedes Schutzgebiet erstellt wird.
    Google doch einfach mal nach "Schutzgebietsverordnung" + Name Deines Bundeslandes und vergleiche einige Verordnungen miteinander.
    Es könnte natürlich sein, dass in Deiner Umgebung in allen Gebieten ein Betretungs- oder Sammelverbot besteht; in unserer Gegend ist das je nach Schutzzweck durchaus unterschiedlich. In der von mir zitierten Schutzgebietsverordnung geht es z.B. hauptsächlich um die Erhaltung und Bewirtschaftung von Streuobstwiesen; da würde ein Betretungs- oder Sammelverbot im Wald wohl auch wenig Sinn machen.


    LG, Josef

  • Moin Josef,

    ja da hast du wohl Recht, daß es je nach Bundesland, bzw. je nach Region und Schutzgebiet unterschiedliche Regelungen gibt. Die Meinungen, was da gemacht werden sollte und was nicht gehen da sicher weit auseinander. Ich bin da eher für so viel Schutz, wie möglich. Der verantwortungsvolle Pilzsammler dürfte dabei wohl am wenigsten Schaden anrichten, aber auch diesbezüglich gibts natürlich genug Menschen, denen das wurscht ist. Wenn ich den ganzen Müll im Wald sehe, da krieg ich so´n Hals. Ich halt mich aus NSG´s raus, grundsätzlich, auch wenn ich dürfte. Wie ichs schon sagte, allenfalls auf dem Weg oder am Rand, alles andere nicht. Ist wie mit den Corona Regeln, einiges ist wieder erlaubt, mitmachen muß man es ja deswegen auch nicht unbedingt. Das mit den NSG´s sollte jeder für sich entscheiden, wenns zulässig ist. Wenn, dann aber mit größter Sorgfalt und Aufmerksamkeit. Dann ist das denk ich ok.


    LG

    Daniel

  • Hallo Antimon,

    bei uns in der Nürnberger Gegend gibt es die 'Naturhistorische Gesellschaft - Sektion Pilz- und Kräuterkunde'. Hier werden so gut wie jeden Monat kostenlose Pilzlehrwanderungen angeboten. Natürlich sollte man hier nicht zwingend mit der Erwartungshaltung "voller Speisepilzkorb" teilnehmen. Aber die Expertisen der PSVler ist immer sehr interessant, man lernt neue Pilze kennen und verbessert durch die Vorgehensweise der Experten bei der Pilzbestimmung auch die eigene. Und zuletzt lernt man natürlich noch Gleichgesinnte kennen - auch nicht verkehrt :).


    Etwas ähnliches habe ich auf die Schnelle auch für den Odenwald gefunden. Mit etwas Glück ergatterst du noch einen Platz bei der Exkursion diesen Samstag (15.08): Pilzpirsch | Pilzfreunde Odenwald


    Und selbst wenn der Ort durch regelmäßige Exkursionen bereits vielen bekannt ist - wir waren gestern an so einem Ort alleine im Wald und haben eine Krause Glucke und ein paar Kuhmäuler für ein ergiebiges Abendessen gefunden. Ich kann hier nur die Empfehlung meiner Tante wiederholen: Spätestems Donnerstags gehen. Da waren die Horden vom Wochenende noch nicht da.


    Letztes Jahr waren wir mal (zu zweit) am Kammersteiner Pilzpfad. Speisepilze - Fehlanzeige (dafür ist so ein offizieller Pfad dann doch etwas zu exponiert). Dafür gab es Unmengen an Giftpilzen zu sehen und zu bestimmen, was uns auch sehr viel Spaß gemacht hat - Übung macht den Meister. Gift-Riesenschirmpilze, viele Hexeneier/Tintenfischpilze, Milchlinge, Knollis, Grünblättrige Schwefelköpfe, allerlei Täublinge, usw.

  • Hallo Flexitor,

    auf den Termin am 15.08.2020 bin ich auch schon reingefallen - der Odenwaldclub hat da leider nichts aktuelles drinn stehen. Tatsächlich hatte ich aber Gelegenheit mit dem Pilzbeauftragten der Stadt Frankfurt zwei Führungen zu machen. Hat sich sehr gelohnt und letzte Berührungsängste weggeweht.

    Donnerwetter - in Nürnberg gibt es das sogar kostenlos? Super!

    Beste Grüße

    Antimon

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