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letzter Beitrag von Beorn am

Im Kalk-Steinbruch

  • Zur pilzärmeren Jahreszeit möchte ich euch eines meiner Lieblings-Biotope in meiner Umgebung vorstellen. Es ist ein aufgelassener Steinbruch (unterer Hauptmuschelkalk). Ich werde hier im Laufe der Zeit Bilder meiner Funde einstellen.


    Zuerst mal das Gelände:

    im Steinbruch selbst stehen hauptsächlich Weiden, Erlen, Birken, Kiefern.


    eine Pilzart, die ich hier jedes Jahr finde, ist ein Körnchenschirmling, aber nicht der azidophile C. amianthinum, der bei mir nicht vorkommt, sondern der Weinrote. Es ist ein wunderschöner Pilz. Standorttreu seit vielen Jahren auf feinem Kalk-Geröll unter den Weiden im Moos.

    pilzforum.eu/attachment/302636/


  • Hallo Peter, was für ein wunderschöner Pilz. Toll, dass Du uns den zeigst.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Der ist ja toll! Nie gesehen oder davon gehört - wieder was Neues gelernt! Danke fürs Zeigen.

    Liebe Grüße,


    Grüni/Kagi ==11


    112 Pilzchips
    (113 Stand vor APR 2018 - 15 Einsatz APR 2018 + 3 Wurmrätsel + 4 Prämie APR-Präsenz + 5 Platz 15 APR 2018 + 3 Danke, Pilzmichi -1 für Kommazahlenausgleich "Nexe"-Wette -1 +1 für Mausis Zockerrätzel -1 beim Ingosixecho - 15 für APR 2019 + 2 von "Unkis Plan" +5 für Präsenz u.+5 für Gnolmisch-Fortschritte im APR 2019 +10 für Platz 6 im APR 2019 +3 für Emils NachAPR-Rätzel -9 Anerkennung APR-No/Tu/En)


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    Meine Zeichnungen und Fotos sind außerhalb dieses Forums
    nicht ohne meine vorherige Genehmigung zu verwenden!


    Grünis/Kagis verrückte Pilzwerkstatt

    Pilze an ungewöhnlichen Orten finden!

  • der nächste aus diesem Biotop ist der Fleischrote Gallerttrichter, Tremiscus helvelloides, der hier ökologisch ausgezeichnet reinpasst. Er ist ein typischer Kalkzeiger, der gerne auf sickerfeuchten Böden in der Nähe von Stümpfen oder auf mit Erde bedeckten Flachwurzeln wächst.

    In BW ist er in den submontanen bis eumontanen Kalkgebieten verbreitet. Im Flachland ist er eher seltener zu finden (Quelle: Pilze BW).


    nebenan, auf den Trockenrasen blüht etwas früher Orchis militaris, das Helm-Knabenkraut.

  • Hallo, Peter!


    Hm, schön. :)

    Die Cystoderma kenne ich noch gar nicht, den Tremiscus mehr aus dem Schwarzwald, also wo's noch hügeliger ist, dort gerne an geschotterten Wegrändern.


    Mit den ersten zwei Bildern im Startbeitrag stimmt was nicht. Die werden mir nicht angezeigt und sind irgendwie auch nicht gespeichert.
    Du wirst sie selbst vermutlich sehen können, weil bei dir im Cache noch vorhanden, aber andere Nutzer sehen nichts.
    Das ist auch noch so ein hartnäckiger und leidiger Bug, daß manchmal Dateien beim Veröffentlichen eines Beitrages verschütt gehen. :(

    Wenn du im Startbeitrag auf "bearbeiten" gehst, dann auf "Dateianhänge" wird dir vermutlich auch nur ein Bild angezeigt - wenn doch drei, dann hast du auch da eine Anzeige aus dem Cache. Wenn du dir die Mühe machen möchstest (mich würd's freuen, weil mich gerade die Gebietsansicht interessieren würde), kannst du da die beiden ersten Bilder nochmal hochladen, dann sollte es klappen und für alle sichtbar sein.



    LG, Pablo.

  • Stimmt, ich sehe die anderen Bilder auch nicht. Ist mir nur zuerst nicht aufgefallen, da ich von dem tollen Weinroten Körnchenschirmling so überwältigt war! ==Gnolm11

    Liebe Grüße,


    Grüni/Kagi ==11


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  • Hallo, Peter!


    Danke. :thumbup:

    Ah, das ist ein anderer Steinbruch, als ich erst dachte. Sieht toll aus - und da war ich noch nie.
    Einen Samtschneckling hatte ich überhaupt erst einmal in der Hand (Camarophyllopsis schulzeri, bei Wiesbaden vor zwei Jahren).

    Bemerkenswerte Pilzchen, vor allem weil ja eigentlich eher Keulchen - also Clavariaceae, oder ist das mittlerweile auch schon wieder obsolet?



    LG; Pablo.

  • Im Steinbruch findet man zahlreiche Tümpel, Heimstätte zahlreicher Gelbbauch-Unken. Bis vor einigen Jahren habe ich dort noch regelmäßig Epipactis palustris gefunden. die letzten zwei Jahre waren viele der Tümpel vertrocknet. Eine tolle Pflanze, die hier noch vorkommt ist die wunderschöne Iris sibirica!

    Im Weidengebüsch findet man Tricholoma cingulatum.

  • Hallo, Peter!


    Diese weißlichen Clavarien sind wirklich scheuslich zu bearbeiten: Es gibt keine zusammenhängende, aktuelle Bearbeitung dazu, zudem ist inzwischen bekannt, daß es zumindest genetisch einen ganzen Haufen Arten zu geben scheint. Nur leider weiß anscheinend niemand, ob das mit den paar untersuchten Loci wirklich passt und wenn ja, dann bleibt noch komplett rätselhaft, wie die nun zu trennen sind.
    Ein schlüssiges morphologisches Konzept dazu suche ich bislang vergebens. Da sind haufenweise Details, bei denen es kaum Ansätze gibt, wie die sich von Art zu Art verhalten. Angefangen von der Fruchtkörperform, über die Basidienform bis hin zu den Sporenornamenten... Alles irgendwie diffus und teils innerhalb einzelner Kollektionen oder sogar einzelner Fruchtkörper kunterbunt durcheinander.

    So vor etwa einem Jahr habe ich mich entschlossen, diese Keulchen mal zurückzustellen und mich damit wieder zu beschäftigen, wenn entweder eine vernünftige monografische Bearbeitung auftaucht oder jemand, der an sowas arbeitet und morphologisch dokumentierte Kollektionen haben will.



    LG; Pablo.

  • Pablo, das ist gut zu wissen. Ich hab so viele andere Baustellen, die mich Energie kosten. Da werde ich mich mit den Keulchen die nächste Zeit auch nicht beschäftigen.


    Ich war vor Jahren schon mal mit Ditte in diesem Biotop. Sie hat hier zwei Inocyben gefunden, die erst kürzlich neu beschrieben wurden. Beide Arten haben wohl eine Vorliebe für feuchtere Standorte. Ditte hatte mich gestern erst darauf hingewiesen und mir dankenswerterweise die folgenden Bilder zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um Inocybe bombina, den "Unken-Risspilz"


    und um Inocybe villosa, die 2018 neu publiziert wurde!

    ich hänge da noch ein Bildchen von einer Inocybe spec. (dulcamara?)an.

    und noch eines, weil die Bilder so schön sind. Sie sind alle von Ditte!:

  • eberhardS : Da wird sich Unki aber freuen, daß er einen eigenen Rißpilz hat! Kannst du ihm erzählen, wenn er wieder aufwacht...==Gnolm16

    Liebe Grüße,


    Grüni/Kagi ==11


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    nicht ohne meine vorherige Genehmigung zu verwenden!


    Grünis/Kagis verrückte Pilzwerkstatt

    Pilze an ungewöhnlichen Orten finden!

  • Unken-Risspilz?? Also dieser Name gefällt mir wirklich sehr gut.:gfreuen:

    Die anderen Bilder natürlich auch!


    Schöne Grüße,

    Eberhard

    Chiprechnerei:
    202 (Leben vor d. APR 2018) - 20 (für selbiges) + 16 (für den 2. dann); +7 (Segmentwette) +9(Treppchenwette) +11 +2 für '0'm\ - und pvalschpvahl, +10(+1Pilzwette) -2 (Top6wette#2), -2 und +10(Top6wette#3)... Sind 243 und davon 20 in den Rachen des APR-'19-Finanzgnolms macht 224 (Unki meint: wohl eher 223) - 10 (Unkis Plan) =213

  • Salve!


    Die fragliche Inocybe dulcamara: Ist das überhaupt eine Mallocybe? Die wirkt so komisch in der Form, und auf meinem Monitor hat es fast den Anschein, als wäre da ein violetter Farbhauch auf den Hüten (was Mallocyben nicht können, glaube ich). Eventuell ja auch was ganz vage aus der Ecke um Inocybe concinnata?



    LG; Pablo.

  • Hallo, Peter!


    Die Vergleichskollektion von Ditte passt jedenfalls optisch schon sehr gut zu deinen Pilzen. Wenn sie das alles als cincinnata einschätzt, wird es wohl so sein. :thumbup:


    Suillus collinitus findet man auch immer wieder zahlreich in den Kiefernwäldern der Viernheimer Heide (bevorzugt an etwass offenen Stellen). Dort allerdings auch auf nicht deutlich kalkhaltigen Böden, wobei das dort schwierig zu beurteilen ist, wo mineralisch - basische Sande und oberflächensaure Ablagerungen von Meter zu Meter wechseln können.



    LG; Pablo.

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