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letzter Beitrag von Beorn am

Gelber Pilz

  • Hallo,

    Ich möchte morgen mit einer Klasse Pilze behandeln und konnte heute im Wald viel Material finden, aber ein Pilz kriege ich nicht bestimmt...

    Es ist jetzt breits das dritte Mal dass ich auf ihn stosse und keinen Namen drauf setzen kann dabei hat er etwas ganz charakteristisches:


    er ist ganz gelb und riecht nach Flieder!



    Tippe auf den Gelbblättrigen Hauptkopf aber mit einer gewissen Unsicherheit...


    Hat jemand eine Idee?


    Danke

  • Hallo.


    Flieder? Echt jetzt?
    Dann ist das aber eine ganz bemerkenswerte Geruchsanomalie. In meienr Nase riechen Schwefelritterlinge (Tricholoma sulphureum) extrös gasartig.



    LG, Pablo.

  • Ja, es ist bereits das 3x dass mir sofort Flieder in den Sinn kommt. Meine Frau meinte "blumig". Schwefelritterling hatte ich wieder verworfen da ich diese (anscheinend typischen) Querlamellen nicht/kaum beobachten konnte.

  • Hallo zusammen,


    puhh, das ist ja schön zu lesen! Endlich jemand, der das auch riecht! :ghurra:

    er ist ganz gelb und riecht nach Flieder!


    Flieder? Echt jetzt?
    Dann ist das aber eine ganz bemerkenswerte Geruchsanomalie. In meienr Nase riechen Schwefelritterlinge (Tricholoma sulphureum) extrös gasartig.


    Im Ernst jetzt, das geht mir bei dem Pilz genauso. Mein Mann meint, meine Nase sei gestört, wenn für mich der Schwefelritterling gut rieche. Für ihn stinkt er. Das kann ich gar nicht nachvollziehen. Er riecht extrem intensiv, aber nicht gasartig, sondern total blumig für mich.Es liegt bestimmt nicht am Pilz, denn dafür riecht er für zu viele gasartig. Ich glaube, es liegt einfach an der Nase. Immerhin fühle ich mich nicht mehr allein damit. :gklimper:


    Grüßle

    Heide

    Liebe Grüßle

    Heide



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    Hier entlang gehts’ zu meinen Themen.

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  • Hallo.


    Querlamellen sagt mir jetzt irgendwie nichts. Das wären ja Poren, wenn man "Längslamellen" mit "Querlamellen" kombiniert.
    Wie ein paar tausend andere Lamellennpilzarten auch, kann es selten mal am Grund zwischen den Lamellen solche aderigen Verbindungen geben, bei Ritterlingen ist das aber ein ziemlich ungewöhnliches Verhalten und auf keinen Fall charakteristisch für eine Art.



    LG; Pablo.

  • Hi,


    extrem untypisch für einen Ritterling.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo.

    Auf dem Bild ist eine Wuchsanomalie zu sehen.

    Das hat nichts mit dem normalen Verhalten von Tricholoma sulphureum zu tun.



    LG; Pablo.

  • Blöderweise ist dieses Foto, das Muckenpiffer zeigt, und das ich auch neulich bei einer Recherche über den Schwefelritterling fand, ausgerechnet aus dem Wikipedia-Eintrag über den Schwefelritterling. Und es steht dort nicht, daß es sich um eine Anomalie handelt. So entsteht dort der Eindruck, das sei typisch für diesen Pilz.

    Jetzt fand ich aber ein Bild auf 123Pilze (siehe unten), das ebenfalls einen Schwefelr. mit deutlichen Anastomosen zeigt. Kommt vllt. doch öfter vor?

    Allerdings ist die Ausbildung der Verbindungen auf dem Wikipedia-Foto schon extrem.


    Liebe Grüße,

    Grüni/Kagi ==11


    112-15= 97-1= 96+5= 101+5= 106+5= 111Pilzchips


    (Stand vor APR 2019: 111 - 15 für APR 2019 + 2 von "Unkis Plan" +5 für Präsenz u.+5 für Gnolmisch-Fortschritte im APR 2019 +10 für Platz 6 im APR 2019 +3 für Emils NachAPR-Rätzel -9 Anerkennung APR-No/Tu/En -15 Einsatz APR 2020 -1 für Belis Pilzgral-Rätzel +5 Präsenz-Bonus APR 2020 +5 Platz 14 APR 2020 +5 Gnolmisch-Bonus APR 2020)


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    Grünis/Kagis verrückte Pilzwerkstatt

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    Einmal editiert, zuletzt von Grüni/Kagi ()

  • Hallo,


    das sind spannende Beiträge über die Geruchswahrnehmung des Schwefelritterlings! Für meine Nase riechen diese sehr stechend und an verbrannten Schwefel erinnernd. Aber es schwingt auch eine dezente schwere süßliche Note mit. Bei den weißen Ritterlingen (bspw. T. lascivum) sind beide Geruchskomponenten ebenso vorhanden, nur in umgekehrter Intensität: im Vordergrund steht eine schwere Süße (die schnell als unangenehm empfunden wird) zusammen mit einem dezenten stechenden Geruch.


    Das man den stechenden schwefelartigen Geruch nicht wahrnehmen kann, war mir allerdings neu. Aber ich kenne nicht wenige Pilzler, die bestimmte Pilzgerüche nicht oder nur schlecht wahrnehmen können. Bei mir ist es bspw. der Fischgeruch bei den Heringstäublingen.

  • Ahoi!


    Gesehen habe ich sowas auch schon bei Schwefelritterlingen.
    Man sollte sich aber klar machen, daß das eine extrem häufige, überall verbreitete Art ist. Bodenvag, Mykorrhiza mit diversen Laubbäumen (wenn auch am liebsten mit Fagus) bildend und ohne besondere Ansprüche an Bodenbeschaffenheit, Klima oder Bodendurchfeuchtung.

    Je häufiger eine Art, desto häufiger stößt man auch auf ungewöhnliche Wuchsformen und Ausprägungen.
    Wo Kiefern stehen ist Tricholoma terreum ebenso häufig und genauso verbreitet - auch da begegne ich oft ganz lustigen und markanten Mißbildungen. Vor allem in Zeiten, wenn man die Fruchtkörper auf einer Fläche von ca. 100 Metern so im vierstelligen Bereich grob abschätzt. :gzwinkern:


    Und mit Tricholoma sulphureum ist es halt ebenso: Wenn von 1000 Fruchtkörpern einer oder zwei abweichende lamellenbildungen haben, findet man so einen quasi bei jeder Runde im herbst durch einen Buchenwald.

    Normale Schwefelritter sehen so aus wie oben. Oder so:


    ...wenn man blöderweise mit Blitz fotografiert.



    LG; Pablo.

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