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letzter Beitrag von Beorn am

Hexenröhrling und Alkohol?

  • Hallo liebes Forum,


    hab diese Hexenröhrlinge gefunden und frage mich, ob ich dazu nen Rotwein trinken kann oder ob das keine so gute Idee ist. Irgenwie finde ich verschiedene Meinungne hierzu im Netz.







    Und auf dem Rückweg kam mir dann noch dieser komische Zeitgenosse unter. Ist das eine Stinkmorchel? :-)



    Vielen lieben Dank und euch nen schönen Abend


    :)

  • Hallo.


    Das war wohl mal für den Netzstieligen Hexenröhrling und evtl. S. mendax im Gespräch, konnte aber nicht erhärtet werden und gilt mittlerweile als überholt.

    Bei Flockies wie du sie zeigst ist mir nicht bekannt, dass da Probleme aufgetreten sein sollen.


    Das letzte Bild zeigt eine Hundsrute.


    LG.

    Bin lediglich fortgeschrittener Anfänger.
    Posts sind nicht als Essensfreigabe zu verstehen. :-]

  • Salve!


    Das komische Ding ist ein Verwandter der Stinkmorchel, und zwar eine Hundsrute. Ich denke, das dürfte die gemeine (Mutinus caninus) sein.


    Flockenstielige Hexenröhrlinge (Neoboletus erythropus) sind in Kombination mit Alkohol völlig unbedenklich.
    Netzstielige (Suillellus luridus) standen mal im verdacht, da problematisch zu sein, und es hatten wohl auch schon Leute massive Probleme (bei Netzhexen + Alkohol), aber das scheint ein individuelles Problem zu sein, von dem man auch noch nicht weiß, woher es kommt. Ich zB vertrage es - Netzhexen in Kombination mit Alkohol.
    Bekannt giftig mit Alkohol ist der Ochsenröhrling (Imperator torosus).



    LG, Pablo.

  • Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht, Pablo!:thumbup:

    Ich meine das Hexenproblem, welches immer noch durch diverse Bestimmungbücher geistert.

    Das komische Ding ist ein Verwandter der Stinkmorchel, und zwar eine Hundsrute. Ich denke, das dürfte die gemeine (Mutinus caninus) sein.

    "Kann man die essen?" :D

    Gern denke ich an unsere gemeinsame Wanderung mit der Dresdener FG zurück. Die Frage wurde damals tatsächlich gestellt und es war nicht einfach, bei der Antwort ernst zu bleiben. ;)


    Ich hoffe, man sieht sich mal wieder!


    Liebe Grüße

    Nobi

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  • hi


    Ich hatte bei keinem der hexenröhrlinge Probleme auch wenn das in manchen Büchern noch steht. Ich glaube nur bei der kurznetzigen Hexe kann es Bauchschmerzen geben, aber auch nicht in Verbindung mit Alkohol. Es wurde kein coprin nachgewiesen.


    Gruß Tomas

  • Ähh nur mal so am Rande: Alkohol ist ein Nervengift und Alkohol ist Krebs erzeugend.

    Der Konsum von Alkohol, auch ganz ohne Pilze, ist auf alle Fälle der Gesundheit nicht zuträglich.

    Hi,


    das ist sehr richtig, aber im Endeffekt muss das jeder mit sich selber ausmachen. Ich trinke trotzdem hin und wieder gerne mal was. ;)


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Mein damaliger russischer Arbeitskollege erzählte mir mal, dass die Netzhexe bei russischen Hausfrauen sehr beliebt ist. Wenn es die Männer mit dem Vodka übertreiben gibt es eine leckere Pilzpfanne und dann ist erst mal ne Woche Ruhe mit dem Suff.

    Klingt hart, sind die Russen aber auch.


    Grüsse

  • Mein damaliger russischer Arbeitskollege erzählte mir mal, dass die Netzhexe bei russischen Hausfrauen sehr beliebt ist. Wenn es die Männer mit dem Vodka übertreiben gibt es eine leckere Pilzpfanne und dann ist erst mal ne Woche Ruhe mit dem Suff.

    Klingt hart, sind die Russen aber auch.


    Grüsse

    Da würde ich sicherheitshalber aber lieber Spechtstintlinge verwenden==Gnolm7.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • Servus beinand,


    Netzhexen enthalten einen Wirkstoff, der die Acetaldehydhydrogenase blockiert, aber kein Coprin. Der Wirkstoff, dessen hemmende Eigenschaft im Labor gezeigt wurde, ist noch nicht endgültig chemisch aufgelöst, nur die Wirkung ist bekannt. Leider hatte die Wissenschaftlerin nur mit Rohextrakt gearbeitet, nicht mit 20 Mintuen erhitztem Extrakt. Es kann sein, dass der Wirkstoff im Gegensatz zum Coprin hitzeinstabil ist. Es steckt aber zumindest physiologisch etwas hinter den Gerüchten.


    Nichtsdestotrotz hatte ich selber bei der Kombi Netzhexe und Weißbier nie Probleme - und auch nicht andere vom Münchner Verein (auch Netzhexe mit Wein wurde dort "getestet").


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Hallo, Christoph!


    Aha, hat man da mittlerweile tatsächlich eine mögliche Ursache finden können.

    Berichte über sehrunanngenehmes Unwohlsein in Kombination von Netzhexen + Alkohol erreichten mich auch schon von Leuten, wo ich recht sicher davon ausgehen, daß die keine Ochsen dabei hatten.

    Wäre die verantwortliche Stoffkombination dann noch hitzelabil, wäre das eine vernünftige Erklärung, daß die meisten Leute eben keine Probleme haben - eine andere Erklärung wren starke Schwankungen von Fruchtkörper zu Fruchtkörper in der Konzentration der Stoffe.



    LG, Pablo.

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