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letzter Beitrag von chris77 am

Immer diese Pilztouristinnen ...

  • ... die zum Morcheln nach Hessen reisen, weil sie zuhause nichts finden.


    Startschuss: Drei Frühlings-Ascos gemeinsam unter einem einzigen Apfelbaum :ghurra:


    Spitzmorchel


    Käffchenmorchel


    Böhmische Fingerhut-Verpel


    In der Nähe gab es weitere Funde aller drei Morchelarten, darunter dieses niedliche Verpel-Pärchel.


    Im selben Weißdorndickicht außerdem ein weiteres Exemplar einer Schleimtrüffel (Melanogaster). Das erste hatte Chris77 am Tag zuvor gefunden. Da in Hessen nur sehr wenige Funde kartiert sind, wollen wir die Bestimmung der Art zumindest versuchen.


    Das Gemörch wurde noch am selben Abend andächtig verspeist. Es hat dem Spargel glatt die Show gestohlen.


    Am nächsten Tag ging es zu einem der Sumpfhauben-Vorkommen. So viele, und so prächtig leuchtend, und so schwierig zu fotografieren ohne nass zu werden.


    Viele und prächtig leuchtend waren auch die Kelchbecherlinge in der Rheinebene, die wir mit Chris und Hund sowie einem Pilzfreund von Chris gemeinsam aufsuchten. 252 Exemplare hat die Zählung ergeben, glaube ich.


    Vielen Dank an die kundige Exkursionsleitung!


    Da muss sich Berlin und Umgebung jetzt aber ranhalten, um hinterherzukommen.

  • Hi,


    na dann herzlichen Glückwunsch. :)


    Zu den Verpeln, das ist nicht Verpa bohemica, sondern conica. ;)


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Ahoj,


    stimmige Eröffnung!

    ==Pilz22


    Die Kelchbecherlings-Volkszählung hat i.Ü. 261 ergeben.


    LG

    Peter

  • Hi,

    Ich zähle auch immer Kelchbecherlinge........

    .....aber bis jetzt bin ich noch bei null !

    Neid==Gnolm21

    Grüße

    Norbert

    ------------------------------------------------------
    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105
    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

    ------------------------------------------------------

  • Hallo Cratie!

    Es spricht doch nichts gegen gepflegten Pilztourismus... wenn dann nich so ein schöner Bericht rauskommt?!

    Danke fürs Mitnehmen!


    P.S.: Post ist raus, an die 2. Adresse...

  • Hallo,


    das Sumpfhaubenpilz Foto ist dir super gelungen, da kann man auch mal nasse Füße für kriegen!

    Hat spaß mit euch gemacht, auf ein baldiges wiedersehen.


    Den gabs gleich am Parkplatz, vmtl. Peziza varia, mikroskopiert habe ich, der mehrschichtige Fruchtfleisch Aufbau, sowie die perlkettenförmigen Paraphysen wie in PdS abgebildet konnte ich sehen. PdS war allerdings mein einziger vergleich.



    Zwei Dachpilze sind noch in arbeit, die kommen später noch.


    LG, Chris

    ...........................:snail:


    Der Verzehr von Pilzen, nur weil jemand im Internet sagt das seien die oder die ist zutiefst leichtsinnig!!


    Meine Bilder stehen unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-SA was euch alles erlaubt (kopieren/veröffentlichen/bearbeiten & veröffentlichen etc.) sofern ihr sie unter der gleichen Lizenz, mit Namensnennung und nicht kommerziell nutzt.

  • Servus!


    Tolle Sache. :thumbup:

    PdS kannst du für Becherlinge vergessen, Chris. Deine Bestimmung sollte trotzdem passen, aber.

    "Peziza varia" ist ein schlecht durchleuchtetes Artenaggregat, an der Aufschlüsselung scheitern auch hervorragende ältere Schlüssel wie die von Hohmeyer in der ZfM. Sowie neuere Arbeiten, die sich auch auf genetische Daten untersuchen. Den aktuellsten stand habe ich nicht im Kopf, hatte aber mal eine Studie aus knapp nach 2000 in der hand, wo aber glaube ich kaum mehr draus zu lesen war, als daß die ITS - Sequenz für die Gruppe irgendwie nicht funktioniert.


    Bei den verpeln ist es jung manchmal schwer, zwischen conica und bohemica zu unterscheiden. Zum Glück ist es beim raschen Blick durchs Mikro soffort offensichtlich (sofern schon ein paar Sporen in den Asci angelegt sind): die Böhmische ist die allereinzigste Art aus der Umgebung mit tatsächlich nur 2-sporigen Asci. Bei der Fingerhutverpel sind es 8. Entsprechend riesenhaft sind übrigens nachher auch die Böhmischen Sporen.



    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,


    danke, der Schlüssel von Hohmeyer hat einen lauschigen Platz auf meiner Festplatte gefunden und wird bestimmt des öffteren mal benutzt!


    Nun zu den Dachpilzen (Pluteus)


    Geschlüsselt habe ich wie folgt:


    Gröger: Gruppenschlüssel: A* > B* > C* > D* = TS d

    TS d: 1b > 2b > 3b > 4b > 7b > 8a = Pluteus cinereofuscus


    FN:

    TS C: 1* > 2* > 3* > 4* > 5* > 6* > 8* > 9* > 10 = Pluteus cinereofuscus


    Sporen:

    N: 20

    AM : (6,2) 7,2 (8,4) x (5,4) 5,9 (6,7)

    Q: (1,07) 1,21 (1,35)


    Von dunklen Lamellenschneiden ist nirgens die Rede, aber die Mikromerkmale passen perfekt, die Pleuro's haben sich zwar recht rar gemacht, aber ich bin vom Gesamtbild eigentlich immer noch bei P. cinereofuscus!



    Sollte so passen, wenn ihr trotzdem noch Fehler entdeckt, bin ich für ein Feedback immer dankbar!

    ...........................:snail:


    Der Verzehr von Pilzen, nur weil jemand im Internet sagt das seien die oder die ist zutiefst leichtsinnig!!


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