Hallo, Besucher der Thread wurde 957 aufgerufen und enthält 14 Antworten

letzter Beitrag von Beorn am

Agrocybe??

  • Hallöle,


    seit gestern rätsele ich an diesem Pilzchen hier aus dem Leonorenwald (Mischwald in MV) herum. Hut beim "großen" 3,5 cm, glatt (ohne Velumreste o.ä.), fast ein wenig "fettig" aussehend (aber trocken), hygrophan.

    Den Ring finde ich markant, darauf dürfte braunes Sporenpulver sein. Wuchs im Moos auf liegendem Holz. Leider habe ich keine Idee, welche

    Gattung oder Art ich da vor mir habe, ich denke vielleicht an Agrocybe, aber jetzt Anfang Oktober und an einem solchen Wuchsort?

    Wenn ich eine Gattung hätte käme ich vielleicht weiter, aber vielleicht kennt ja hier jemand diesen Pilz auf Anhieb?


    danke sagt der Chris




  • Hallo beli,


    bei dem ausgeprägten Ring habe ich Zweifel an einer Hebeloma. In Richtung Agrocybe würde ich auch erst einmal suchen, da gibt es ja eine größere Auswahl. Für eine Stropharia gefällt mir zwar die Form, aber nicht so die Farbe der Sporen.


    Beste Grüße

    Stefan F.

  • Passen würde makro- und mikroskopisch Agrocybe praecox. Es gibt vereinelt Funddaten aus dem Herbst, bei Ludwig ist als Erscheinungszeit IV-VII (IX) angegeben.

    Mikroskopisch passt die Form der Sporen (mit KP!) und die Sporengröße (gemessen 8-9,5 x 5-5,7 µ),

    ebenso die Cheilozystiden (mäßig häufig, vielgestaltig, meist utriform, Größe gemessen mit 36-59 µ (mach Ludwig 35-65 µ).

    Etwas ungewöhnlich der Wuchsort und die Jahreszeit, aber was besseres fällt mir derzeit nicht ein.

    Oder könnte Galerina marginata so ausehen?

    Danke und Gruß Chris

    Bilder

    • 1000x (03) Cheilos_tn.jpg
    • 1000x (04)stack Cheilos_tn.jpg

    Einmal editiert, zuletzt von naturgucker ()

  • Sorry Chris, aber die Zystiden von A. praecox sehen völlig anders aus.





    Haben die Sporen Öltropfen oder gar ein Ornament?

    Ergänzung: Mikroskopisch wäre ich dann eher bei Galerina. Die HDS von Agrocybe ist zellig, die von Galerina hyphig also leicht zu checken.

    LG Karl

  • Hallo,


    also ich dachte tatsächlich intuitiv an ungewöhnlich stabile Galerina marginatas.


    LG, Jan-Arne

                                                                               
    Im Forum gibt es keine Verzehrfreigaben, nur Hilfestellungen zu eigenständigen Vergleichen!


    Hier findet ihr eine Übersicht über bestimmungsrelevante Informationen!

  • Hallo.


    Oh ja, solche fetten Brocken von Galerina marginata s.l. hatten Anna, Stefan und ich auch schon mal:





    Insbesondere wegen der abziehbaren, gelifizierten Huthaut hatte ich die damals nach einem Schlüssel von Marcel Bon als "Galerina autumnalis" bestimmt.
    Wäre interessant, ob das hier auch in die Richtung geht.



    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,


    Danke vielmals!


    G. autumnalis wäre auch eine interessante Option, bei der viele Merkmale passen - allerdings sollen dort die Sporen (nach LUDWIG) in KOH strohgelb färben.

    Bei mir wurden sie in KOH dunkelbraun..... das paßt dann doch zu marginata.....


    Dank und Gruß, Chris


    PS

    Eigentlich vollte ich von Galerina die Finger lassen, ist jetzt schon die zweite diesen Herbst die ich angucke....

  • Hallo, Chris!


    Wenn du die Sporen in Öl anguckst, dreh mal den Blaufilter raus und mach die Blende ganz auf (mehr Schärfe, weniger Kontrast). Es könnte gut sein, daß dann die Farbe auch anders aussieht. :gzwinkern:



    LG, Pablo.

  • Servus Chris,


    Smith & Singer (1965) beschreiben die Sporen von Galerina autumnalis genauso wie von Galerina marginata: "tawny or darker rusty browm revived in KOH". Stellt sich die Frage, woher Ludwig die Angabe hat - bezieht er sich auf eigene Funde oder nimmt er das aus der Litaratur?


    Der Artenkomplex um Galerina marginata ist spannend, wobei Galerina autumnalis mit der deutlich gelifizierten Huthaut und den kräftigen Fruchtkörpern gut kenntlich ist (finde ich).


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • MoinMoin!


    Weiß zufällig jemand, ob es eigentlich neuere Bearbeitungen zu den Arten um G.m. gibt, auch mit genetischen Untersuchungen?
    Denn da geistern ja noch weitere Arten umher (außer autmnalis), bei denen ich mir gut vorstellen könnte, daß die eigenständig sind.
    Die andere, spannende Farge wäre, ob die dann auch ebenso giftig sind wie G.m. s.str.


    LG, Pablo.

    • Gäste Informationen
    Hallo, gefällt Dir das Thema und willst auch Du etwas dazu schreiben, dann melde dich bitte an.
    Hast Du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst Du das Forum uneingeschränkt nutzen.