Beiträge von naturgucker

    Vielen Dank, Ulla und Erwin.

    Ist ja ein Glück, daß da noch so ein paar von denen hier bei mir nachgereift sind.

    Und ja, inzwischen kann man die Capillitium-"Puschel" mit der Pinzette leicht rausnehmen, sodaß der Stielbecher zurückbleibt.

    Ganz vielen Dank nochmal und ein schönes Wochenende!

    Chris

    Vielen Dank erstmal für die Rückmeldung und für's Mit-Denken.

    Also bei den Trichiales sollten wir wohl richtig sein.

    Tatsächlich hat sich einer der Schleimis in den letzten Tagen noch etwas entwickelt. Ich hänge hier nochmal ein paar Fotos an. Die Capillitiumfäden laufen am Ende nicht dünner aus und swind 4-5 µ dick; auffallend die häufigen blasigen Verdickungen bis 11 µ. Die Sporen messen 9-10 µ.

    Könnten wir es hier mit Arcyria ferruginea zu tun haben?

    Danke fürs Angucken und einen schönen Nachmittag / Abend

    Chris

    Hallo.

    Bei diesem Myxo auf vermorschendem Kiefernholz in einem kleinen Wäldchen in Nordwestmecklenburg dachte ich vielleicht an Trichia decipiens var olivacea. Aber die Mikromerkmale stimmen nicht so recht, zB müßte das Capillitium lang auslaufende Enden haben. Dieses hier ist dornig, 4-5 µ dick, hat mittendrin immer mal wieder Verdickungen und kurze Enden. Die Sporen messen um 11µ.

    Was habe ich da gefunden?

    Im Voraus dankt

    der Chris


    Gestern auf Fichtenzapfenschuppen kleine schwarze Knubbel gefunden. Alles klar, Phragmotrichum chailletii, dachte ich. Guck durch's Mikroskop: nee, ganz andere Sporen. Die hier sind elliptisch, einfarbig braun mit dunkler Körnelung, und messen 30-40 x 13-16 µ.
    Was habe ich hier gefunden?

    danke schonmal & schönen Sonntag

    Chris


    EDIT: Es könnte sich um Sphaeropsis sapinea handeln. Hatte den nur bei Kiefer verortet (wo er bei Ellis&Ellis auch steht - dort fehlt er bei Picea!), jetzt aber im Netz gefunden, daß der Pilz ein sehr breites Wirtsspektrum hat, zu dem auch die Fichte gehört.

    Bilder

    • Pyreno auf Fichtenzapfenschuppen 201212 Lager Nesow (01).jpg
    • 400x Sporen (2) 30-40 x 13-16 µ.jpg

    Also nein, was es nicht alles gibt!

    Allerdings: Konidien sind insgesamt ja nicht besonders aussagekräftig!?

    Laetisaria fuciformis hat keine Schnallen und die Hyphen werden bis 9µ dick, was hier zutrifft.

    Limonomyces roseipellis kann es nicht sein, der hätte Schnallen an fast allen Septen der Hyphen, die auch nur bis 6µ dick werden.

    Zu Microdochium nivale habe ich nicht viel gefunden, die Art hat jedenfalls längliche gebogene Sporen, falls es da asexuelle Sporen gibt, würde ich keine allzu aussagekräftige Form erwarten.

    Ich finde den Einwand berechtigt, sehe aber so jetzt nichts, was gegen Laetisaria fuciformis spricht.

    Für heute erstmal Gute Nacht!

    Hallo Norbert und Nobi,


    ganz vielen Dank für eure fachkundige Auskunft. Da bin ich aber froh, daß ich nicht der einzige bin, der hier schonmal gefragt hat, ob es sich überhaupt um einen Pilz handelt ;-) Nach dem Blick durchs Mikroskop war eigentlich klar, daß es was Pilziges sein mußte, aber ich habe das noch nie gesehen und hatte echt keine Ahnung... also danke vielmals für die Aufklärung!


    Echt klasse Pilzwetter zur Zeit, zumindest hier im Norden!



    Und Gruss von Chris

    Guten Abend.

    Seltsamer Fund auf einer Magerwiese in NWM heute mittag. Unter dem Mikroskop sieht es bei 400x so aus, als ob diese wattigen rosa Knubbel am Gras Hyphen und Konidien hätten... ich habe keine Ahnung, was ich da gefunden habe.

    Hat hier jemand eine Idee?

    danke & Gruss Chris

    Vielen Dank für eure Rückmeldungen, Raphael, Oehrling und Christoph.

    Sehr wichtig finde ich die Anmerkungen zur Eigenfarbe vom Melzers, das hat mich schon so manches mal konfus gemacht.

    Inzwischen habe ich übrigens auch noch schönes rose Sporenpulverpulver bekommen...

    Also danke nochmal, beste Grüße und einen schönen Advent!

    Hallo Oehrling und Wolfgang,


    ganz vielen Dank für euren Hinweis auf eine mögliche Clitopilus-Art. Die hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Da mir außer Hohenbuehelia nichts eingefallen war, hatte ich dem Nichtauffinden von Zystiden keine entscheidende Bedeutung beigemessen.


    Ich hab also nochmal ein paar Sporen mikroskopiert und auch Melzer draufgetan - man könnte die jetzt tatsächlich als dextrinoid und undeutlich gestreift ansehen. Nicht alle, bei einigen meine ich das schon zu sehen.


    Wobei dann mit dem fehlenden Stiel und bei der Sporengröße Clitopilus hobsonii wohl als einziger Kandidat im Rennen bliebe... oder übersehe wieder etwas?


    Gruß Chris

    Danke Nobi, für dieses ermutigende Geständnis.

    Ich bin manchmal ziemlich frustriert, weil ich so vieles vergesse; das war früher definitiv anders.

    Ein Gutes hat es immerhin: ich lerne ständig neue Pilze kennen. :-)

    Herzlichst,

    Chris

    Hallo, Fund von gestern an einem Laubholzstubben.

    Fruchtkörper stiellos am Holz sitzend, bis 45 mm breit. Hut bereift/filzig, im Querschnitt mit dicker gelatinöser Schicht darunter (siehe Foto).

    Lamellen weiß, LS von gleicher Farbe. Engstehend, zum Hutrand hin mit Lameletten untermischt (s.Foto).

    Geruch eher unauffällig, vielleicht mehlig (ich bin schlecht bei Gerüchen).

    Basidien 4sporig (einige mglw 2sporig), Sporen 6,5-8,5 x 4,5-5 µ. Sporenpulver weiß.

    Es könnte hier Hohenbuehelia mastrucata passen. Da ich den Pilz (bisher) aber nicht kenne, stelle ich ihn hier mal ein. Vielleicht liege ich ja auch daneben.

    Kommentare und Hinweise sehr willkommen!

    Danke!

    Chris

    Wow, das ging ja fix, danke Jan-Arne.

    Jetzt finde ich ihn auch im Ellis & Ellis.... bin wahrscheinlich im Schlüssel falsch abgebogen und hab ihn nach Skizze nicht erkannt.

    Also danke & viele Grüße

    Chris

    Hallo Dungpilzfreunde,


    was habe ich denn da gefunden? Diese kleinen Pilzchen wachsen auf einem Mäusekötel, den ich zwischen Flechten fand. Meine Vermutung ist ein Zygomyzet mit Stiel und Sporangium drauf, aber so eine rechte Idee habe ich nicht. Die gelbe Kappe ist gallertig, nicht fest; wenn ich das ganze Ding quetsche kommen da massenhaft diese Sporen raus. Die Sporen sind klein, so um 4-5(-7) x 3 µ.


    Hat jemand eine Idee? Danke und Gruss Chris


    Hallo,

    schöner Fund gestern am Buchenberg bei Turloff / MV in einem sandigen, heideartigen Gebiet mit Kiefern. Diese Keulen wuchsen meist einzeln, auch büschelig, bis ca 10 cm hoch. Basal meist sich verjüngend, aber seeehr zerbrechlich!! Keine äußere Reaktion mit KOH.

    Sporen glatt, mit Kp, 8-11 x 4-6 µ, inamyloid. Basidien 4sporig, schlank mit langen Sterigmen, um 45-50 x 5 µ.

    Tja, und nun...??

    Sachdienliche Hinweise sehr willkommen - danke!

    Chris


    Hallo.

    Hier habe ich mal zwei Schleimer aus dem Breesener Moor / MV von Anfang der Woche, die mich etwas ratlos hinterlassen.

    Bei dem roten hätte ich evtl Richtung Arcyria denudata gedacht, aber so ganz paßt der nicht zu dem, was ich von der Art kenne.

    Tja und der weiße? Ich dachte vielleicht an ein Didymium, aber die Stiele??

    Wahrscheinlich bin ich auf dem Holzweg und jemand hier weiß es besser. Ich habe übrigens keine Proben mitgenommen so daß es für diesmal bei den Bildern bleiben muß.

    Herzliche Grüße aus dem Norden - Chris


    Bilder

    • Myxo2 201102 Breesener Moor (04).jpg

    Vielen Dank, Uwe, Öhrling und alle anderen,


    Cortinarius xanthoochraceus - so habe ich ihn letztlich auch aufgeschrieben. Dennoch bleiben mir Cortinarien immer wieder rätselhaft...


    Aber ein toller Pilz, und schön daß er jetzt einen Namen hat!

    Chris

    Vielen Dank für deine Hinweise, Stefan.

    Ich stelle hier jetzt folgende Bilder ein:

    junger Fruchtkörper im Querschnitt (Lemellenfarbe hell milchkaffeefarben), KOH an Stielknolle und -basis, KOH außen am Hut, Sporen. Die sind etwas anders und kleiner als bei LUDWIG für humolens angegeben, nämlich 8-9,5 x 4,5-6 µ.

    Tja, was sagt uns das nun... ?

    danke & Gruss Chris


    Hallo. Gestern in der Nossentiner-Schwinzer Heide an einem Straßenrand / Kalkbuchenwald zu Dutzenden diese Pilze gefunden, in größeren Gruppen teilweise gedrängt wachsend.

    Recht massiv, Hüte bis deutlich über 10 cm Durchmesser, Stielknolle abgesetzt.

    Mit Geruch und Geschmack kann ich nicht dienen, war zumindest nicht aufdringlich.

    Zu Hause Stiel- und Hutfleisch mit KOH getestet. In der Stielknolle fast nix bis schwach rosalich, im Hutfleisch keine Verfärbung.

    Arbeitstitel vor Ort: Cortinarious humolens.

    Nach der Beschreibung im LUDWIG könnte das gut passen. Da ich den Pilz aber noch nie gesehen habe, stelle ich ihn hier mal ein.

    Kommentare, Zustimmung oder Korrektur willkommen!

    Danke!

    Chris

    Bilder

    • Cortinarius humolens (Strohgelber Rettich-Klumpfuß) 201028 Wald östlich Alt Schwinz (04).jpg
    • Cortinarius humolens (Strohgelber Rettich-Klumpfuß) 201028 Wald östlich Alt Schwinz (08).jpg
    • Cortinarius humolens (Strohgelber Rettich-Klumpfuß) 201028 Wald östlich Alt Schwinz (11).jpg
    • Cortinarius humolens (Strohgelber Rettich-Klumpfuß) 201028 Wald östlich Alt Schwinz (14).jpg
    • Cortinarius humolens (Strohgelber Rettich-Klumpfuß) 201028 Wald östlich Alt Schwinz (15) KOH Knolle.jpg
    • Cortinarius humolens (Strohgelber Rettich-Klumpfuß) 201028 Wald östlich Alt Schwinz (16) KOH Hutfleisch.jpg

    Danke, Nobi und Karl.

    Ehrlich gesagt war bei den oberen Pilzen M. inclinata mein allererster Gedanke, weil der gerade sehr häufig ist - bis ich die Stiele sah und dachte: nein, das kann kein Buntstieliger Helmling sein... und der andere dann entsprechend auch nicht.

    Aber wenn der auch ohne bunt kann, dann ist die Sache klar.... DANKE !!!

    Ja, irrsinnig schade, daß wir uns dieses Jahr nicht mehr begegnen. Und außer euch wären ja auch noch einige weitere extrem nette und kompetente Leute dabei gewesen... hoffen wir auf bessere Zeiten!

    Liebe Grüße, bleibt gesund und optimistisch

    Chris

    Liebe Mycena-Freunde,


    was habe ich denn hier im Lübecker Laubmischwald an der Stirnseite eines liegenden Laubholzstammes gefunden? Sporen 7-9 x 5-6(-9)µ, mit Keimporus; Zystiden mit fingerartigen Auswüchsen; Basidien 7-8µ breit, 4-sporig. Mit Gerüchen kann ich leider nicht diesen. Wer hat eine Idee?


    Die vom zweiten Foto wuchsen direkt daneben, etwas dunkler, aber vielleicht die gleiche Art, da Mikromerkmale praktisch identisch. Ich hätte evtl an M. maculata gedacht, aber da sollte man irgendwas "makuliertes" sehen.... Ideen sehr willkommen, danke!


    Und Gruss aus dem Norden von Chris