Beiträge von naturgucker

    Danke, Martin.

    Unterwegs auf Reisen, ohne Mikroskop, ohne Fachliteratur und ohne Chemie, reicht mir erstmal die Identifizierung als Toninia. Mehr wäre höchstens möglich, wenn hier jemand sagen würde: Ja, die kenn ich genau, kommt als einzige hier überall häufig auf Küstenfelsen vor. Da dem nicht so ist, freue ich mich über eine Toninia sp.

    Gruss Chris

    Hallo,


    von dieser "knubbeligen" Flechte habe ich leider nur die beiden Fotos.

    Am ehesten würde ich hier Toninia vermuten, makroskopisch könnte T. sedifolia passen. Die soll auch auf Küstenfelsen vorkommen, liebt allerdings Kalk, den ich hier nicht sehe.

    Fundort: direkt an der Ostsee bei Sangis, Nordschweden, direkt an einem flechtenreichen Felsen.

    Wer hat eine Idee? DANKE!

    Chris


    Hallo.

    Im hohen Norden, in Finnland nahe der schwedischen Grenze, fand ich gestern auf dem Friedhof der Kirche von Alatornio in großer Zahl diese stattlichen, recht robusten Pilze.

    Auffallend fand ich den blass lila getönten Stiel. Man hätte da fast an Lepista saeva denken können, aber da paßt der Hut überhaupt nicht, finde ich. Einen spezifischen Geruch habe ich nicht festgestellt, aber das hat bei mir nichts zu sagen.

    Mitnehmen konnte ich keinen, da ich noch länger auf Reisen bin.

    Vielleicht fällt ja jemandem hier zu den angehängten Fotos etwas ein - das würde mich freuen.

    DANKE und viele Grüße, derzeit vom nördlichsten Zipfel der Ostsee

    Chris

    Danke, Mausmann.

    Da sich hier kein Protest erhoben hat, schreibe ich sie nun als conica auf.

    Im Bon habe ich 4 schwärzende Arten gefunden, die aber alle zur selben Sektion gehören. Die Unterschiede sind mir nicht klar, aber vielleicht gibt es die zum Teil ja auch gar nicht..!?

    Also danke und liebe Grüße aus dem echten Norden

    Chris

    Hübsch sind sie ja, aber auch gar nicht so einfach, finde ich!

    Hej hej derzeit aus Nordschweden.

    Nahe Haparanda fand ich heute morgen auf einer Wiese diese Saftlinge, bei feuchtem Wetter mit eventuell ganz leicht klebrigem, ausgebreitet bis 35 mm breitem Hut.

    Wegen der grünlichen Farben dachte ich erst an einen Papageiensaftling, aber der Hut sieht schon sehr spitz aus, und beide schwärzen bei Berührung, sodaß ich hier doch eher conica vermute. Oder mit den grünlichen Farben H. tristis?

    Was seht ihr hier? DANKE und viele Grüße in den Süden

    von Chris




    Danke, liebe Leute.

    Orts- und Habitatangabe stehen oben.

    Mitgenommen habe ich keine - die würden sich keine 4 Wochen halten, und vorher komme ich kaum an ein Mikroskop.

    Aber die Gattung scheint mir gut zu passen - also danke und Gruss aus Lappland

    Chris

    Hallo Mausmann, wir sind jetzt seit fast 4 Wochen in Schweden unterwegs, jetzt schon seit einiger Zeit in Lappland. Abgesehen von drei Tagen Dauerregen und einem Regensturm letzte Nacht hatten wir zumeist allerbestes Wetter, angenehme 5-11 Grad am Tag und 3-5 Grad in der Nacht. In der zweiten Wochenhälfte ist ein Temperatursturz angekündigt, wir werden uns wohl so in 2-3 Tagen etwas Richtung Süden bewegen.


    Anbei noch ein Highlight unserer Reise, letzte Woche in der Nähe von Kiruna.


    Herzliche Grüße!


    Hallo und guten Abend.

    Heute fand ich tief im Polytrichum-Moos diese kleinen, am Hut vielleicht 2-3 cm großen Pilzchen. Nur der Hut ragte aus dem Moospolster, der lange, relativ feste bzw fast elastische Stiel (na irgendwann brach er dann doch) reichte tief ins Moos, an der Basis solche eigenartigen "Knöllchen".

    Fundort: Moorbirken-Waldkiefern-Wald nach Kiruna- Schwedisch-Lappland.

    Wer hat eine Idee dazu?

    DANKE und Gruss Chris

    Ophioparma ventosa, die Blutaugenflechte. Die wollte ich schon immer mal finden. Normaler Weise wächst die im Hochgebirge an windexponierten Silikatfelsen. Und auch in hohen nordlichen Breiten. Nun habe ich sie auf meiner diesjährigen Lappland-Tour gefunden, vorgestern auf dem 820m hohen Dundret, oberhalb der Baumgrenze.

    Ich hoffe, die Flechte gefällt !

    Hallo beli 1, hallo Norbert,

    ihr seid klasse - jetzt sehe ich im Bon, daß da neben C. cinnabarina im Text auch noch ein C. granulosum erwähnt wird, der äußerlich dem erstgenannten wohl sehr ähnlich ist, aber einen mehr rotbraunen, feinpunktierten Hut hat.

    Das sollte er sein, vielen Dank!

    Und beli 1, für dich hier noch ein Schnittbild, aber das sagt vielleicht wenig aus.


    Also danke nochmal, einen schönen Tag!

    Hallo und guten Morgen,


    wer kann mir verraten, was ich hier Ende letzter Woche im Nadelwald beim Serri Naturreservat (Hästkullen)

    in Schweden gefunden habe?

    Unter Fichte, auch Kiefer dabei, einzeln oder zu 3-4 zusammenwachsend, Stiel tief im Boden bzw der Nadelstreu, sodaß der bis zu 5 cm große Hut nur wenig über den Erdboden ragt (wie auf dem ersten Foto links zu sehen).

    Keinen spezifischen Geruch festgestellt, Sporen wollte er mir nicht abwerfen, den Rest verraten die Fotos.


    Ganz vielen Dank für's Angucken

    sagt der Chris




    A. confluens hat eine ganz andere, sehr konstante, eben semmelfarbige Hutfarbe. In der Tat ist der in der Hand makroskopisch sicher von den Schafporlingen zu trennen. Zudem sind oft mehrere Fk zu großen komischen Gebilden verwachsen.

    Hallo Werner, genau diesen unregelmäßige Verwachsen-Sein trifft ja auch die von mir gezeigten Pilze zu. Im vorletzten Bild habe ich mal Unter- und Oberseite nebeneinander gelegt. An der Unterseite sieht man, daß das drei Stiele miteinander fast verwachsen sind, zwei nahe parallel zueinander und der andere etwas abstehend. Im Text hatte ich das auch beschrieben, "teilweise zu mehreren zusammengewachsen, mit unregelmäßig ausgebeulten Hüten". Das wäre dann doch confluens - oder kriege ich hier was durcheinander?

    Vielen Dank, beli 1.

    Von deinen Fotos her bin ich spontan bei confluens.

    Kann es sein, daß zB durch Alter oder Witterung die Poren größer werden? Ich hatte an demselben Pilz (!) auch kleine Poren, was mich sehr verwundert hatte. Ich habe die großen genommen weil sie - was von mir wohl eher dumm war - besser zu fotografieren waren.

    Also danke nochmal, Grüße an alle

    Chris

    Servus!


    Also beim ersten hätte ich Albatrellus confluens jetzt nicht ausgeschlossen.....


    Uiuiui, vielleicht war ich doch etwas vorschnell.

    Tatsächlich bin ich mittlerweile auch eher bei confluens. Uns zwar erstens, weil ovinus doch wohl heller sein müßte (lt. Bon "kalkweiß"). Und zweitens bin ich heute über die Beschreibung im Gerhardt "gestolpert"; der schreibt zu confluens: "Stiel oft aus mehreren zusammengesetzt, strunkartig", und dieses Zusammengewachsene (was ich eingangs auch beschrieben habe) paßt gut, auf meinem 4.Bild oben ist so ein "Strunk" zu sehen. Die Hutgröße habe ich oben mit 30 cm angegeben - lt. Gerhard hat confluens Hüte bis 30 cm, ovinus nur bis 10 cm.

    Daß es sich um verschiedene Arten handelt, glaube ich nicht. Die Pilze standen zwar ein paar Meter auseinander, aber das wirkte auf mich wie zu einem einzigen Myzel gehörend.

    Also danke Pablo, daß du nochmal draufgeguckt hast.

    Ganz vielen Dank, liebe Leute.

    Nach weiterer Recherche handelt es sich tatsächlich um Albatrellus ovinus.

    Die Gattung Albatrellus war irgendwann klar. Aufgrund des Habitats (subrubescens = Kiefer, citrinus und ovinus = Fichte) ging es dann nur noch um die Unterscheidung von A. citrinus und A. ovinus (amyloid vs. schwach amyloid, mit KOH olivbraun vs. braun). Die Unterschiede sind demnach so marginal, daß ich sie vielleicht gar nicht immer so ganz eindeutig feststellen könnte. Im schwedischen Artportalen (wo es übrigens keinen Bondarzewia montana gibt) liegen alle Funde von citrinus im südlichen Schweden (kaum nördlicher als Stockholm), während ovinus im ganzen Land bis hinauf nach Lappland vorkommt. Daher werde ich den Pilz jetzt für mich als ovinus (Schafporling) notieren.

    Vielen Dank an beli, Schupfnudel und Oehrling sowie alle, die sich meinen Pilz angeschaut haben!

    Hallo und guten Abend.

    In einem Fichten-Birkenwald auf dem Antarsberget (Vaesternorrland, Schweden) fand ich heute etliche Porlinge, teilweise zu mehreren zusammengewachsen, mit unregelmäßig ausgebeulten Hüten bis 30 cm Durchmesser.

    Konsistenz eher weich, Poren teilweise sehr klein, weiß.

    Fruchtkörper mit dicken weißem Stiel, auf dem Boden zwischen Blaubeeren und anderer niedrigen Vegetation.

    Wer hat dazu eine Idee?

    danke sagt der Chris

    L. pyriforme... warum eigentlich nicht? Wenn es meine Wiese wäre, könnte ich ja mal graben, ob ich darunter irgendwo Holz finde...

    Aber im Ernst: auf der Seite

    Stump puffball (Apioperdon pyriforme) - mushrooms of Eastern Texas

    habe ich mehrere Fotos gefunden (z.B. das 7. und 8. Foto von oben), die genau diese Wuchsform zeigen.

    Und das mit dem Netzmuster? Naja, so eindeutig ist das nicht.

    Lycoperdon pyriforme - find ich bis jetzt die beste Idee. Danke Beli.

    hmmm... auf einer Wiese und in dieser Wuchsform?

    Natürlich hatte ich auch an einen der braunen Stäublinge gedacht - danke Stefan. Dort, wo keine Stacheln sind, ist ein (wenn auch schwaches) Netzmuster erkennbar. Dann wäre die Gleichung: ohne Netzmuster = umbrinum; mit Netzmuster = foetidum.

    L. foetidum wäre im Alter wohl durchaus braun; dann müßte aber auch das Fleisch braun geworden sein. Bei diesen Pilzen ist alles weiß. Also sind sie noch jung, was für umbrinum spräche - wäre da nicht das Netzmuster...

    Na vielleicht hat noch jemand eine Idee... danke!

    Hallo in die Runde. Kann mir jemand sagen, was das für Stäublinge oder Boviste sind?

    Sie wachsen zu Dutzenden, insgesamt zu Hunderten polsterartig gedrängt auf einer Wiese in Sidensjö/ Schweden. Sie stehen so dicht, daß sie sich gegenseitig kantig zusammendrücken und flache Polster von manchmal 20-30 cm Kantenlänger bilden.

    Einzelfruchtkörper haben um 25 mm Durchmesser. Innen (noch?) weiß.

    Sowas hab ich noch nie gesehen, wer hat eine Idee?

    Danke schonmal - und Gruss von Chris

    Bilder

    • SE0440 210916 Sidensjö.jpg
    • SE0442 210916 Sidensjö.jpg

    Bei den Stemontien gibt es noch andere Arten die gelbes Plasmodium haben, die also unreif gelb aussehen.

    Danke für den Hinweis, Ulla. Bei welchen Arten wäre das denn? Leider habe ich keine ausreichende Literatur dazu, und im Netz habe ich auch keine Fotos dazu gefunden?

    Grüße von der Ostseeküste Chris

    Hallo ,


    am 15.7. entdeckten Reinhold Krakow und ich auf einem Baumstubben in der Großen Heide bei Goldenitz (MV) einen leuchtend gelben Knubbel - das Gelb stimmte irgendwie nicht für die Gelbe Lohblüte, und tatsächlich war es bei näherem Hinsehen ein Fadenkeulchen. Reinhold hat dann dieses Foto geschossen.


    Kommt bei dieser Färbung etwas anderes in Frage als Stemonitis flavogenita ?


    Das wüßten gerne

    Reinhold und Chris - und danke fürs Angucken!


    ....Jedenfalls macht mir der Gang in die Pilze seit geraumer Zeit wenig Freude. Wie sollte er das auch wenn die Knie zu sehr schmerzen um sich hinzuknien?! .............

    Dieses Jahr feiert der große Nordtreff nunmehr seinen zehnten Geburtstag. Ich hatte eigentlich große Pläne für dieses Treffen. Meine Idee war ein Treffen, respektive ein kleiner Urlaub, im nördlichen Europa. Schweden, Litauen, irgendwas in der Art. Gedankenspiele gibt es schon seit 2 Jahren. Aber Corona vermiest mir diesen Plan. Oder vielmehr das Verhalten der Politik und jeder Menge "Mitmenschen". Ich lasse mich besser nicht darüber aus.

    Hallo Mausmann,


    herzlichen Dank für dein ausführliches Statement. Deine gesundheitlichen Probleme kann ich nachvollziehen, mir geht es in mancher Hinsicht ähnlich, daran merkt man daß man älter wird. Dir wünsche ich jedenfalls best mögliche Gesundheit, und daß du dir die Freude an der Natur dadurch nicht nehmen läßt. Hier ist für mich ein Ort um Kraft zu tanken, auch wenn der Körper schwächelt.


    Und völlig recht hast du, mit der Virusgefahr ließe sich viel leichter leben, wenn sich die deutsche Politik und die zahlreichen von dir angesprochenen "Mitmenschen" anders verhalten würden. Wir waren gerade ein paar Wochen sehr entspannt im (ebenfalls von Corona stark betroffenen) Ausland, und hatten fast Angst, in das deutsche "Klima" zurückzukehren (ich rede hier nicht vom Wetter).


    Und ja, Nordeuropa wäre eine super Sache. Mit den Kieler Pilzfreunden war ich noch im Herbst in Schweden, es war großartig. Und was wir 2018 in Litauen gesehen haben, da dachten wir damals schon: hier müßte man mal zur besseren Pilzzeit hin!! Nur so etwas zu organisieren traue ich mir nicht zu. Würde es von jemand anderem aus dem Forum geplant, ich wäre sicher gerne dabei.


    Nun kann ich nur hoffen, daß die deutsche Coronoia bis zur Impfung nicht unser feines Nordtreffen erledigt haben wird. Und daß sich hier jemand findet, der uns was organisiert. Und Mausmann: falls du dich nicht mehr zu den Pilzen bücken kannst, könntest du sogar aus dem Rollstuhl heraus (was Gott verhindern möge) immer noch die Funde anderer mit begutachten, mit uns trinken, feiern und klönen. Da wär ich auch dabei!


    Herzlichst

    dein/euer Chris