Beiträge von naturgucker

    ...zu gucken, wie die Konidien abgeschnürt werden und wie die Konidien aussehen, aber auch die Größe der Konidien spielen eine Rolle.

    Hallo Thorben,

    das würde mir leider gar nichts sagen, weil ich für Hirsutella keinen Schlüssel und keine Mikrozeichnungen vorliegen habe. Kannst du mir einen Link zu deinem Schlüssel schicken oder mitteilen, auf was genau ich achten muß, ob es sich um entomophila oder um welche andere Art es sich handelt...!?

    Danke & Gruss Chris

    Hallo Thorben,


    bei Hirsutella entomophila sind wir inzwischen auch angekommen. Ja, den Käfer haben wir noch, wir wollen ihn (zumindest erstmal) behalten und schauen, wie sich der Pilz entwickelt. Sollten mir noch bessere Fotos gelingen, stelle ich die hier ein.


    Danke für deine Hilfe und viele Grüße

    Chris

    Guten Morgen, Romana. Von dieser Pilzgruppe habe ich leider keine Ahnung, habe nur im Schlüssel von Kobayashi gelesen, daß es an die 400 Arten insektenbewohnender Cordyceps und Verwandte gibt. Wichtige Unterscheidungsmerkmale sind dabei, ob der Pilz auf Schmetterling, Käfer, Ameise oder einem anderen Insekt, ob auf einer Larve, Puppe oder einem Imago parasitiert. Das alles kann auf ganz verschiedene Pilze hinauslaufen. Ich bin sehr gespannt, was andere hier dazu sagen, die schon öfter mit Insektenparasiten zu tun hatten.

    Gruß Chris

    Hallo und guten Abend.


    Auf der Suche nach Kleinpilzen fand ich heute in einem Wäldchen in Nordwest-Mecklenburg unter der losen Rinde einer toten Hasel (?) diesen toten Laufkäfer Limodromus assimilis. Aus dem wachsen kleine Keulen heraus.

    Erste Idee dazu: Ophiocordyceps entomorrhiza. Die wird in der Lit. allerdings beschrieben (und auf Fotos gezeigt) als lange schwarze Keule mit hellem Kopf, was nicht so richtig paßt.

    Weiß jemand Näheres dazu?

    Danke vorab & schonmal ein schönes WE !




    Bilder

    • indet Käferfeule 200214 Löwitzer Holz (03)_tn.jpg

    Hallo Chris,

    sieht schon sehr nach Trichia decipiens aus. Müßte Capillitium mit mehreren Spiralleisten und langen Enden haben.

    Moin Ulla,

    ich schreib ihn dann mal so auf, auch wenn ich jetzt keine mikroskopische Untersuchung mehr machen kann. Mein Mikroskop ist zur Wartung - ganz neues Gefühl, die Pilze mal nur so makroskopisch angucken zu können!

    Vielen Dank und ebensolche Grüße

    Chris

    Vielen Dank, Pablo.


    Wie ich ja schon schrieb: "Gloeoporus pannocintus scheint mir ganz gut zu passen, von den Poren und Sporen her aber vielleicht doch eher G. dichrous." Meine Referenz ist hier das Poroid Fungi of Europe, und da war ich eben an mehreren Punkten mit Gloeoporus pannocintus nicht ganz zufrieden, vor allem weil die offenbar bestimmungsentscheidende Trennschicht nicht dunkel ist, sondern wie du ganz richtig gesehen hast eher farblos bis hell (was am Foto leicht dunkel wirken kann). Ganz glücklich bin ich mit C. dichrous allerdings auch nicht, mir fehlt hier ein wenig die Zweifarbigkeit, aber so viel Erfahrung habe ich damit eben nicht.


    Klar kannst du das Thema verschieben - hier in diesem Forumsteil ist es vermutlich erstmal ausgeschöpft. Ich werde den Pilz wohl als G. dichrous cf ablegen.


    Danke nochmal und Gruß von Chris

    monomitisch, allantoide kleine Sporen, Schnallen, filzig-striegelige Hutoberfläche: Da passt eigentlich nur die Gattung Gloeoporus. Was dann auf Gloeporus pannocinctus hinauslaufen würde, der aber eigentlich einen deutlichen gelblichen bis grünlichen Ton in der Porenschicht haben müsste. Vor allem aber müsste er eine gelige Zwischenschicht zwischen Poren und Huttrama haben. Könntest Du mal ein Stück mit ner scharfen Rasierklinge längs durchschneiden und das Schnittbild posten?

    Hallo Andreas und alle anderen,


    mit dem "gelblichen bis grünlichen Ton in der Porenschicht" tue ich mich etwas schwer; man könnte sich einbilden so einen "Ton" zu sehen, wenn man will. Was deutlicher geht, ist die von dir erwähnte "gelige Schicht", die man m.E. hier gut erkennen kann:



    Bei Gloeoporus / Ceriporiopsis pannocincta wären auch die Poren feiner (wobei das jetzt nur eine vage Schätzung nach Augenmaß ist), vor allem: Die Sporen sind hier viel zu breit. 1,5µm sprengt da jeden Rahmen, die Sporen von pannocincta werden im Maximum kaum mal 1µm breit.


    Hab auch jetzt einen Sporenabwurf genauer vermessen und würde sagen, 4,5-5 x 1 µ breit würde passen, mit 1,5 µ Breite habe ich vielleicht zu grob gemessen. Ist aber natürlich bei solchen Maßen nicht ganz einfach zu beurteilen. Hier mal ein Bild in Lugol, da sieht man ganz gut die beiden dunklen "Tröpfchen" an den Würstchen-Enden:



    Die Poren habe ich mit etwa 5 pro mm vermessen.


    Soviel für den Moment. Ich bin noch etwas unschlüssig, aber Gloeoporus pannocintus scheint mir ganz gut zu passen, von den Poren und Sporen her aber vielleicht doch eher G. dichrous (wobei ich letzteren noch nie so gesehen habe).


    Einschätzungen sind also weiterhin sehr willkommen!


    Danke nochmal und Gruss von Chris

    Hallo Mausmann, Andreas und lubeca (Lubeca = Lübeck, bist du Lübecker?),


    so wie ich unsere Diskussionsverlauf verstehe, sollte es also möglich sein, sich im Laufe des Jahres ein- oder mehrmals in kleinerem Kreis zur Pilzpirsch zu treffen, und zwar irgendwo zwischen Lübeck und dem Süden oder Südosten von Hamburg.


    Vorschlag: Wer einen konkreten Idee oder einen Wunsch für Termin und Gebiet hat, läßt es die anderen wissen (vielleicht per PN?), und dann finden wir uns zusammen.


    Im Anschluß an die Exkursion stelle ich mir eine kleine Einkehr vor mit ggf. Diskussion und Nachbestimmung von Funden.


    Ich freue mich, von dir / euch zu hören.


    Herzlichen Gruß aus Lübeck - Chris

    Einmal im Jahr machen wir auch ein größeres Treffen das ich nur empfehlen kann.

    Ich hoffe, du bist dabei! :gwinken:

    Na, ich hoffe doch..... allerdings ist der Kalender 2020, vor allem im Herbst, schon gut gefüllt... im Sept / Okt habe ich an Wochenenden tatsächlich nur noch den 11./13.9. und den 23./25.10. frei. Ein Termin für das Nordtreffen ist ja wohl noch nicht raus, oder habe ich was übersehen?


    Aber vom Jahrestreffen mal abgesehen könnte man sich ja durchaus auch zwischendurch, auch in kleinerem Rahmen, im Norden verabreden. Meine nächstgelegenen Pilzfreunde wohnen 30, 44, 50 und 60 km entfernt, also größere Strecken fahren gehört irgendwie dazu bei uns im schönen Norden... So könnte man sich also durchaus auch außerhalb des Jahrestreffens mit zwei, drei oder vier Leuten zB aus dem Raum Schleswig-Holstein Süd / Hamburg / Nordniedersachsen mal für ein Wochenende zusammentun.


    Ich bin gespannt, was sich in diesem Jahr ergeben wird, und wünsche allen Nordlichtern eine spannende Pilzsaison!


    Grüße von der Küste - Chris

    Hallo Andreas, hallo Stefan,


    vielen Dank für die Rückmeldung.

    Am meisten erstaunt hatte mich an diesem Fund, daß diese Pilzchen nicht - wie ich das von anderen Mollisien kenne - in kleinen Herden irgendwo geschützt, zB. auf der Unterseite liegender Stämme, wuchsen, sondern daß das eine unzählbare Schar dicht beeinander großflächig die horizontale Oberseite eines Baumstubbens bedeckten. So etwas hatte ich zuvor noch nie bewußt wahrgenommen.Ich hatte noch ein paar - inzwischen eingetrocknete - Fruchtkörper hier. Bei Zugabe von KOH war nicht allzu viel zu sehen, evtl könnte man das als leichte Gelbreaktion deuten, da bin ich aber nicht sicher. Zwei Sporenfotos hänge ich auch nochmal an und hoffe, daß es zur Erhellung beiträgt!


    Es grüßt der Chris


    pilzforum.eu/attachment/304876/

    Vielen Dank für die angeregte Diskussion, liebe Leute.

    Die Teile sehen echt merkwürdig aus, sehen kaum wie Becher sondern fast eher wie dicke Scheiben aus, völlig ungestielt auf dem Holz.

    Hier kommen jetzt noch zwei Mikrofotos. Vielleicht hat ja noch jemand eine Erleuchtung, in welche Richtung das gehen könnte.

    Danke!

    Die Poren rundporiger Porlinge können übrigens gerne mal aufgeschlitzt und ungleichmäßig sein, wenn die Fruchtkörper a) recht jung sind oder sie b) nicht ganz horizontal wachsen. Auch Schmetterlings-Trameten können das.

    Hallo,

    wo steht denn das? Oder ist das ein "Erfahrungswert"?

    Denn wie ich eingangs schon schrieb, steht in allen Büchern, die mir zur Referenz zur Verfügung stehen, daß T. versicolor sehr kleine, runde (bis ggf. eckige) Poren hat. Sonst nix.

    Im übrigen wuchsen die Pilze horizontal, und als recht jung würde ich sie auch nicht bezeichnen.

    In diesem Sinne wäre ich für eine weitere kurze Aufklärung dankbar!

    Vielen Dank und besten Gruss

    Chris


    Was man so von den Hyphen sieht, passt das eher zu Oligoporus s.l. als zu Skeletocutis.
    Wie sicher ist denn die Substratbestimmung? Und von den Sporen hast du nicht vielleicht noch ein paar auf Bild?

    Hallo Pablo,

    danke erstmal für den Tipp mit Oligoporus, da werde ich in der Gattung nochmal umsehen.

    Eigentlich waren fast alles Laubbäume, nur ganz vereinzelt Kiefern, das Totholz habe ich aber nicht bestimmt, daher ist das Substrat nicht 100% sicher.

    Sporen habe ich nur die zwei unscharfen oben auf dem ersten "roten" Foto neben den Basidien, aber falls neben Form und Größe noch Weiteres wichtig wäre, kann ich nochmal versuchen heute oder morgen Fotos zu machen.

    Danke erstmal soweit, und falls du noch Ideen hast, gerne her damit!

    Und Gruss von Chris

    Hallo und guten Abend!


    Im ökologischen Gebiet "Eichberg" in Schleswig-Holstein fanden wir heute auf totem Laubholz einen Pilz, der uns Kopfzerbrechen bereitet.

    Der fast resupinate, sich eher weich bis wachsig anfühlende kleine Porling bildet schmale filzige Hutkanten aus, die nur wenige Millimeter abstehen und - wohl von Algen - leicht grünlich aussehen.

    Ansonsten hat er rundliche bis eckige Poren, siehe Fotos.

    Basidien leicht keulig, 18-22 µ lang, mit 4 nadeldünnen Sterigmen.

    Sporen allantoid, 4,5-5 x ~1,5 µ.

    In dem monomitischen (?) Hyphensystem fanden wir immer wieder Schnallen.

    Wir dachten eventuell Richtung Sceletocutis, aber so richtig überzeugt hat uns noch keine unserer bisherigen Ideen.

    Hier weiß sicher jemand mehr!


    Danke und Grüße aus dem schönen Norden

    Dagmar und Chris


    #

    Bilder

    • indet-1 200202 Eichberg bei Bark (06)_tn.jpg

    Hallo,

    oben auf einem alten Baumstumpf (Buche oder Eiche) wachsen derzeit quadratdezimetergroß fast flächig diese Weichbecherchen.

    Lassen die sich makroskopisch schon eingrenzen?

    Leider konnte ich noch nicht genauer hineinschauen, aber 8sporige Asci mit Sporen von 8-12 x 2,8-3,5 µ habe ich schon gesehen.

    Viele Grüße

    Chris

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    Bei diesem Pilz auf liegendem Laubholz (Buche oder Eiche) dachte ich gleich an Trametes versicolor: 7 cm breit, dünn, Rand relativ scharf, elastisch und irgendwann brüchig.

    Aber dann schaute ich auf die Unterseite: siehe Fotos!

    Nanu?

    Daß die Oberseite sehr unterschiedlich aussehen kann, weiß ich. Aber die Unterseite hat ihn dann doch bisher meistens verraten.

    In allen Büchern, die mir zur Referenz zur Verfügung stehen, soll er kleine, runde (bis ggf. eckige) Poren haben - aber sowas?

    Wer klärt mich auf?

    Danke!

    Bilder

    • Porling 200201 Hasselbruch (03)_tn.jpg
    • Porling 200201 Hasselbruch (04)_tn.jpg
    • Porling 200201 Hasselbruch (05)_tn.jpg
    • Porling 200201 Hasselbruch (02)_tn.jpg

    Guten Abend.

    Bin gerade dabei, nochmal meine Fotos von der schönen Dung- und Dünenpilztagung im Harz zu sichten (das Pilzforum berichtete), da "stolpere" ich über diese Schleimer.

    Gefunden am 1.11.2019 im Zehling, einem Waldgebiet beim NSG Gegensteine, auf Laubholz.

    Ich tendiere hier zu Physarum leucopus - über Korrektur oder Bestätigung würde ich mich freuen.

    Danke - und einen guten Jahresabschluß wünscht der Chris


    Illosporiopsis christiansenii.

    Parasitieren auf Flechten v.a. der Gattung Physcia (wie im Foto zu sehen).

    Bei dem Wetter wachsen die schon seit Wochen wie verrückt!

    LG und schonmal einen guten Jahreswechsel!

    Chris

    Ob die Scheibe auch bei unreifen Pilzen schon gelb sein muß, weiß ich nicht, ich schätze eher nicht. Ich bemerkte das deshalb, weil ich den auch letztens erst als Eriopezia caesia notiert hatte. Unter dem Mikroskop war es dann aber Proliferodiscus pulveraceus. Proliferodiscus pulveraceus ist ein typischer Winter-Ascomyzet, der aktuell gerade erst dabei sein sollte, reife Sporen zu entwickeln und der, wie gesagt, in KOH sofort umfärbt. Für Eriopezia caesia fehlt mir hier makroskopisch das weiße Subikulum, auf dem er wachsen sollte.

    Gruß Chris

    Moin Björn.

    Bei deinem Pilz Nr. 6 wurde ich spontan stutzig.

    Hattest du den mikroskopiert oder mal in KOH behandelt?

    Hatte ihn eigentlich nur vorhin beim Aufstehen kurz auf'm Handy angeguckt, aber auf Anhieb sieht mir doch sehr nach Proliferodiscus pulveraceus aus...

    LG Chris

    Bingo, Ingo!

    Skeletocutis amorpha hatte ich mit Fragezeichen auch schon in mein Notizbüchlein gekritzelt gehabt, aber dann ohne handfeste Merkmale wollte ich mich lieber nicht aus dem Fenster lehnen.

    Jetzt wo du's sagst, kann ich daher gleich mitgehen.

    Danke und viele Grüße

    Chris