Beiträge von nobi_†

    Bei Pilze-Deutschland ist Pilobolus crystallinus komischerweise mit knapp über 200 Funden eindeutig der häufigste Pilobolus überhaupt.

    Wenn ich dann lese, dass dem nur 72 Datensätze von Pilobolus kleinii entgegenstehen, frage ich mich ernsthaft, ob die 200 stimmen können. Ich denke, dass da vielfach oberflächlich gearbeitet wurde. Als ich in den 1980er Jahren etwas ernsthafter in die Mykologie einstieg, war vielen nicht bekannt, dass es mehrere Pilobolus-Arten gibt. So wurden vorschnell im Feld als Pilobolus angesprochene Arten Pilobolus crystallinus genannt. Wahrscheinlich sind einige dieser "Funddaten" auch in die Kartierung eingegangen.

    Nach meinen Beobachtungen ist das Verhältnis von crystallinus und kleinii etwa 1:1, was mir einfach auch plausibler vorkommt.


    LG, Nobi

    Aber zum Glück gibt es ja das Pilzforum.eu.

    Tatsächlich wurden im genannten Pilzforum inzwischen soviele coprophile Arten diskutiert, wie es nur wenige Bücher leisten können.

    Man sollte mal eine Übersicht all dieser Arten erstellen!

    Hier wurde dann schnell klar, dass dies Ph. minutissima sein sollte. Ich hoffe, dass ich damit richtig liege.

    Ich bin sicher, dass Du damit richtig liegst, Manfred!

    Sporengröße und ~anordnung im Ascus sowie das Substrat lassen da keine Zweifel.

    So schöne Fotos dieser winzigen hyalinen Sporen sind mir übrigens noch nicht gelungen. Glückwunsch!


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Zitat

    Der Osterhase hat Dung gebracht.

    Jetzt? =O

    Sollte er nicht zur Zeit mit dem bemalen diverser Eier beschäftigt sein?

    Na, wie dem auch sei.

    Schöne Bilder von crystallinus und Glückwunsch zur Erstsichtung! So häufig ist der nämlich gar nicht!

    Mal schauen, was der Hase in den kommenden Wochen noch so alles bereit halten wird.

    Da bin ich auch bereits gespannt, Björn! Ich nehme an, Du wirst berichten.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Schöner "kleiner" Ausflug, Dodo, der mir sehr gefallen hat!:thumbup:

    Die Nudeln mit dem Pesto waren wirklich "saugut"

    Wie machst Du als Italienerin und bekanntermaßen "Spitzenköchin" das Pesto? Und welche "Nudeln" empfiehlst Du dazu?

    Jaaaaa.... Ich bin jedesmal begeistert.

    MÄRZ-SCHNECKLINGE (Hygrophorus marzuolos)

    Da wäre ich auch begeistert. In Teilen des Vogtlandes, gut 130 km südwestlich von mir, soll es die ja auch geben.

    Hier ist leider Fehlanzeige, wie ich gestern zum wiederholten Mal feststellen musste. :(

    Auf jedem Fall gönne ich Dir den Fund von Herzen.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Ich nehm gern a Weizen, wenns noch a bisserl wärmer draußen is...

    Aber an a echtes Zoigl kommts iberhaupt net ran.

    Da gehe ich mit, Rudi! Ein frisch gezapftes Zoigl in der Oberpfalz getrunken - ein Gedicht!==Pilz27

    Folgendes Bild hatte ich zwar in einem anderen Kontext schon mal gezeigt, aber weil es so gut passt...


    Ich kann übrigens Jacobator wärmstes empfehlen.

    Kenne ich nicht, glaube ich Dir aber auch unverkostet. Alle auf -ator endenden Biere sind Starkbiere und damit stets interessant.


    Ich liebe diesen Thread, wo man soviel Nützliches erfährt!^^


    Prost, Nobi

    von Vital/Heil/Medizinalpilzen wurde der Bogen bis zu Quanteneffekten von euch gespannt

    Ab und zu läuft ein Thread einfach mal aus dem Ruder, liebes Habichtla.^^

    Ich finde es ganz amüsant, zwischen Pilz und Pils und Physik, den drei großen P sozusagen, hin und her zu springen.

    Das macht das Forum menschlich.


    Pflonck und liebe Grüße gen Kärnten.

    Nobi

    Ich radle jetzt nach Hause und nehme dein Schlusswort als Aufforderung, einen Weizenbock der Berg Brauerei zu Ehingen an der Donau zu genießen.

    7,1 %, Tettnanger Perle (ein ganz besonderer Hopfen) und offene Gärung! Klingt spannend und könnte mich auch begeistern!

    Zum Wohl mit Jubel-Bier der eben erwähnten Berg-Brauerei!

    Auch dieses Jubiläumsbier klingt interessant und süffig!

    Wenn ich mal in die Gegend komme, weiß ich jetzt, wo ich andocken kann!:thumbup:


    LG, Nobi

    Da will ich mich nun endlich auch in diese nicht immer kurzweilige und nicht immer begreifbare Diskussion einbringen.

    Mein Lieblingsbeitrag ist übrigens #46 von Björn, weil ich da zwar noch weniger verstehe als bei vielen anderen der oft überlangen Antworten, aber hier wenigstens einer zu einem Thema schreibt, dass er vermutlich tatsächlich begriffen und verinnerlicht hat!;)


    Mir geht es allerdings um etwas scheinbar Banaleres.

    Genau Paulaner und gscheits Weißbier in einem Satz zu nennen ist Blasphemie.

    Gut, bei einem Jahresausstoß von 6.000.000 Hektolitern (entspricht 1,2 Milliarden Flaschen a 0,5 l) spreche ich hier nicht mehr von einer Brauerei oder einer Bräu sondern von großindustrieller Herstellung in einer Bierfabrik. Allerdings verbergen sich hinter dem Namen Paulaner gleich mehrere große Brauereien. Wobei ich das Paulaner Hefeweizen und das Salvator (Doppelbock) noch genießbar und durchaus trinkbar finde.:|


    Schlimmer sieht es da schon mit dem beinahe militant beworbenen Erdinger aus, das als reine Weißbierbrauerei eine Jahresmenge von 1,7 Mio Hektolitern produziert! Ich sage bewusst produziert und nicht braut, denn mit herkömmlichen Brauverfahren hat so eine Bierherstellung nichts zu tun. Was man in diesem Falle wirklich schmeckt oder besser nicht schmeckt!:thumbdown:


    Mit nur 400.000 Hektos und damit eine ganze Nummer kleiner kommt Maisels aus Bayreuth daher - und das schmeckt man meiner Meinung nach auch.

    So ist Maisels Weisse Original für mich eines der besten Weißbiere einer größeren Brauerei.:thumbup:


    Ein wirklich sehr gutes, sozusagen ein Spitzenweißbier, findet man wohl nur in kleinen Privatbrauereien, die nicht den Ehrgeiz haben, die halbe Welt zu beliefern sondern deren Biere aufgrund des geringen Ausstosses nur regional anzutreffen sind. Hier wird noch traditionell gebraut und man kann so manches Juwel entdecken.


    Und natürlich können nicht nur die Bayern Weißbier brauen, das können auch andere Bundesländer und z.T. sogar sehr gut.

    So kommt mein Lieblingsweizen vom Dresdener Brauhaus Watzke:), wo bei einer Jahresmenge von 400 hl noch althergebracht in Kupferkesseln gebraut wird.

    Genießen kann man das allerdings nur in den Sommermonaten und nur direkt vom Fass. Übrigens ist ein früherer Kollege einer der Braumeister dort!


    Damit habe ich mich hier als gelernter Brauer geoutet und hoffe, dass ich mit meinem Fachwissen diesen Thread bereichern und ihm eine weitere Note hinzufügen konnte.;)


    Liebe Grüße und Prost,

    Nobi

    Hallo Marco,

    da möchte ich Dir erst einmal zu dem besonderen Fund gratulieren!:thumbup:

    Auch wenn ich die noch nie selber gesehen habe, wage ich zu behaupten, dass das eine Podospora globosa ist.

    Natürlich, die Art ist sicher und nach Deiner wunderbaren Dokumentation auch aus der Ferne bestimmbar.


    In dem von Dir verlinkten Beitrag haben wir Podospora globosa 2013 ausgiebig diskutiert.

    Ich hatte Ralfs Fund ja damals auch unterm Mikro und die Art seitdem nicht wieder gesehen.

    Eine echte Rarität und deutlich seltener als z.B. die Poronia punctata. Und die ist alles andere als häufig!

    Halt nur ein wenig spektakulärer.;)


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Schöne Vorstellung zweier interessanter Dungbecherchen, Martin!:thumbup:

    Den ersten hab ich fürs erste Ascobolus crenulatus benamst.

    Keine Einwände. Die kleinen elliptischen, polar etwas abgestumpften Sporen und nur wenig anastomosierenden Sporen charakterisieren die Art gut.

    Der zweite Ascobolus der folgt, sollte Ascobolus furfuraceus sein.

    Hier melde ich leichte Zweifel an. Ich kenne die häufige Art eher gelbgrün mit größeren und deutlich anastomosierenden Sporen.

    Du zeigst eine recht blasse Art mit nur wenigen Furchen auf der Sporenoberfläche und kaum Anastomosen.

    Ich hoffe, dass ich mit der Bestimmung richtig liege; falls nicht bin ich gespannt, wo ich beim Bestimmen falsch abgebogen bin

    Ich würde nochmal zum Schlüsselpunkt 20 (S. 97) bei Van Brummelen gehen.

    Dort steht u.a. Epispor mit nur wenigen, selten anastomosierenden Längsfurchen, 1 - 6 Furchen auf jeder Seite sichtbar.

    Das führt zu Ascobolus michaudii, den ich hier gern ins Rennen werfen möchte.

    Auch wenn die Sporen dafür ein wenig zu groß scheinen. Mit 23 x 11 µm fand Matthias in seinem Portrait allerdings ähnlich große Sporen.


    Die Alternive bei Punkt 20 lautet: Epispor mit enger angeordneten und häufig anastomosierenden Furchen, 7 - 12 sichtbar pro Seite.

    Das sehe ich auf Deinen Sporenbilder nicht.

    Über dieses Schlüsselmerkmal landet man dann im weiteren Verlauf bei dem von Dir genannten Ascobolus furfuraceus.


    Fazit: Ich denke, nur um diese beiden Arten geht es hier.

    Ohne allerdings diese Art in ihrer Gesamtheit gesehen zu haben, vermag ich mich hier nicht festzulegen.

    Da müsste man schon alle Sporen einer Probe checken und vieles mehr.


    Ascobolus michaudii wäre eine in Deutschland sehr selten gefundene Art. Da würde ich Dich bitten, einen Beleg anzufertigen.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Wow, Harzi!

    Sensationell, diese Hypogäen, die ich alle noch nie finden durfte.:thumbup:

    Naja, wenigsten die Sommertrüffel kenne ich und konnte sie schon verkosten.

    Haben Dir Deine Hunde bei der Suche geholfen?

    Oder hast Du die mit Martin und Günther einfach so gekratzt?


    Die Roste auf Bärwurz und Wiesenbocksbart sind mikroskopisch natürlich auch vom feinsten.


    Danke für den Beitrag und überhaupt für diese tolle Serie!


    Man sieht sich hoffentlich im Sommer.?(


    LG, Nobi

    Schwierig, Hagen, anhand der durchwachsenen Mikrobilder und zT fehlender Maße etwas belastbares zu sagen.
    Ersteinmal denke ich, dass Du zwei Pilze zeigst.

    Die fusiformen Sporen, die Ascusform und das Öffnen mit einem Schlitz passen bei Bild 1 eher zu Ascozonus woolhopensis.

    Die von Dir genannten Sporenmaße von 13 x 8 scheinen da nicht zu stimmen. Wenn ich Deinen Maßstab 1:1 hinzuziehe, komme ich auf 14 x 4,5 µm!



    Die anderen Bilder könnten tatsächlich Coprotus albidus zeigen.

    Die Sporen sind dtl. elliptisch und sollten auch andere Maße haben. Kleiner und gedrungener sein. Da wäre der gezeigte Maßstab allerdings nicht 1:1.

    Coprotus albidus hat nach Pilze-Deutschland.de erst 9 Nachweise in Thüringen, alle gefunden von Peter Püwert.


    Aufgrund der mageren und vermutlich ungenauen Datenlage kann ich Dir allerdings keine der beiden vorgeschlagenen Arten bestätigen.

    Da solltest Du unbedingt nochmals etwas genauer hinschauen.


    Liebe Grüße, Nobi

    Vielen Dank fürs Schauen

    Aber gern doch, Sandra!:)

    Jetzt bin i schon bisl neidisch, dass ich "nur" die häufigere Art fand

    Nun, als häufig würde ich Lachnellula calyciformis nicht bezeichnen, Sandra.

    Ich habe sie jedenfalls noch nicht selbst finden können.

    Und mit 25 Funden in Sachsen ist sie z.B. deutlich seltener als Lachnellula occidentalis (186 Funde).

    Deine Stereofotos sind auch toll! Wie hast du die so gut hinbekommen?

    Naja, das geht sicher noch besser mit entsprechender Kamera und höherem Aufwand.

    Ich benutze in letzter Zeit fast ausnahmslos meine "Kamera für Faule", die Olympus TG-6.

    Mit einer Lupenfunktion kommst Du bis auf wenige Milimeter an das Objekt heran und kannst zudem noch 4-fach zoomen.

    Ein einfaches Stackingprogramm hilft, die Winzlinge relativ scharf abzubilden und eine Ringleuchte sorgt im Nahbereich für eine gute Ausleuchtung.

    Meine letzten Beiträge sind fast ausnahmlos mit dieser kleinen Knipse entstanden, kannst Du Dir ja gern mal anschauen.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Würdest du trotzdem meinen, dass am wahrscheinlichsten S. dubia ist?

    Ich denke, hinter Sporormiella dubia kannst Du getrost einen Haken machen, Matthias.

    Da kommt meiner Meinung nach nichts anderes infrage.

    Übrigens. Falls Du spezielle Dungpilzliteratur suchst, Bücher, Schlüssel, Artikel, lass es mich wissen. Gern auch über PN (Konversationen).

    Da lagert einiges in meinem Webspace, dass ich Dir anbieten könnte.


    LG, Nobi

    Ein interessantes Projekt, was Dir da vorschwebt, Raphael!:thumbup:


    Ich denke, dass es reichlich sogenannte alpine Pilzarten gibt.

    Neben den Großpilzen u.a. auch viele nivicole Myxomyceten und Pezizales. Das ist schon spannend, wenn man an tauenden Schneerändern im alpinen Berich sucht.

    Ich verlinke mal noch zu Schmid-Heckel - Zur Kenntnis der Pilze in den Nördlichen Kalkalpen, 1985.

    Das könnte ja von Interesse sein.

    Auf die Idee gebracht hat mich übrigens das Spezialforum für coprophile Pilze.

    Das finde ich natürlich als einer der Mitinitiatoren dieses Forums besonders schön!:)

    Ich wünsche Dir schon mal viel Erfolg mit dem "Alpenforum" und eine mindestens so große Akzeptanz, wie es gegenwärtig das "Coproforum" erlebt.


    LG, Nobi

    Hallo Matthias,

    da will ich mal versuchen, Deine "Probleme" zu lösen.

    Das erste Problem ist die Beurteilung der Keimspalten: Ich würde schon sagen, dass sie parallel sind, manchmal sehen sie aber auch schräg verlaufend bzw. auch am Ende abgeknickt aus.

    Also, die auf Deinen Bildern sichtbaren Keimspalten gehen schon noch als parallel durch.

    Alternativ wären sie diagonal, S-förmig geschwungen oder mit deutlichem Knick in der Mitte

    Dann das Ascusende: wirkt bei mir schon sehr kurz und wie angestöpselt.

    Der Übergang zwischen kurzstielig und abrupt kurzstielig ist mitunter fließend und man muss eine ganze Reihe Asci betrachten.

    Selbst dann ist es nicht immer einfach. Ein schwierig zu beurteilendes Merkmal und nur im Idealfall brauchbar.

    Die Sporen waren zwischen 35-37,5X5,8-6,6;

    Sehr kleinsporig für Sporormiella dubia, allerdings kann die Art verschieden große Sporen in einem Pseudothecium haben.

    Siehe auch die kürzlich erfolgten Diskussionen im Forum Sporormiella legeniformis? und Sporormiella sp. auf Pferd.

    gestern Abend konnte ich wieder eine neue Art auf meinen Dungproben finden. Unglaublich.

    Tatsächlich ist es oft nahezu unglaublich wieviele Arten auf einer einzigen Dungprobe fruktifizieren können.

    So konnte ich zweimal über 30 Arten pro Probe nachweisen. Maximal waren es sogar 33 auf einer Probe Schafdung.

    Letzteres habe ich vor 15 Jahren mit Peter Welt publiziert. Falls Du den Artikel nicht kennst hänge ich Dir ihn mal an.

    Beiträge zur Kenntnis coprophiler Pilze (2)1_Welt & Heine, Boletus 29, 2006.pdf


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Hallo Sandra,

    heute hatte ich nun die Pilzchen unterm "scharfen Glas".

    Hier die Dreiergruppe, die Du zeigtest - etwas aufgelebt.


    Falls die Gattung passt, dann kommt nach der tabellarischen Auflistung bei Baral anhand der Sporengröße und -form vor allem Lachnellula calyciformis in Frage.

    Mit elliptischen, zweitropfigen Sporen von 6-7 x 2,5 µm und Asci von 50-55 x 5-6 µm passt die Art perfekt.:thumbup:

    Also hätten wir schon mal Lachnellula calyciformis eingetütet.:)


    Interessant war auch die andere Aufsammlung die Du schicktest. (Haarbecherchen 03.02.2021)

    Ich habe noch nie so eine "ungekämmte" Lachnellula gesehen, aber das ist wohl typisch für die Art.




    Mit apikal zuspitzenden, zwei- viertropfigen Sporen von 17-18 x 4 µm und Asci um120 x 14 µm ist das Lachnellula abietis.

    In Mykis wohl fälschlich als Perrotia abietis gelistet, da werde ich den Frank mal informieren, dass er das ändert.

    Ist übrigens nur viermal aus Sachsen gemeldet!


    Leider habe ich keine gescheiten Mikros zustande gebracht, aber da bleibe ich dran.

    Nachtrag einen Tag später.

    Zumindest von Lachnellula abietis ist mir inzwischen ein Mikrobild, wenn auch kein gutes, gelungen, das die typische Sporenform und den Tropfeninhalt zeigt.



    Danke für's schicken und liebe Grüße vom Nobi

    Was mich wundert, ist allerdings, dass Sporomiella intermedia als nächststehende Art genannt wird, S. grandispora aber nicht.

    Ich kann da nur mutmaßen, Matthias.

    Möglicherweise war Inger Egeland 1969 Sporormiella grandispora ja nicht bekannt!

    Denn erst drei Jahre später, mit der bahnbrechenden Arbeit von Ahmed & Cain 1972, wurde die bis dahin wohl weithin unbekannte Spegazzini-Art Sporormia grandispora zu Sporormiella umkombiniert und damit nach einem fast hundertjährigen Dornröschenschlaf wieder zum Leben erweckt.


    LG, Nobi

    Also mein Eindruck ist, daß der Pilz bei mir außen schon etwas "flockiger" ist, was ich als Velumsstruktur interpretieren würde. Aber warten wir mal ab und trinken Tee. Wie lange braucht so ein Thecotheus denn, bis er reif ist?

    Das kann dauern! :D

    Normalerweise allerdings nur wenige Tage. Aber manchmal bleiben die einfach im Wachstum stecken - nennen wir es Feuchtkammer-Effekt.


    LG, Nobi

    Das würde ich mit den runden Zellen dann schon eher für einen Tintling in ganz jung halten.

    Ich spekuliere gern ein wenig mit, Björn.

    Die runden Zellen könnten ebensogut Elemente einer textura globulosa sein.;)

    Und die schlanken, haarförmigen und septierten Zellen scheinen eher Paraphysen als Basidien oder Zystiden zu sein.

    Vergleiche mal das Äußere mit den Bildern bei 123 Pilze (dieses mal seriös, da vom Schwammer-Dieter).


    Auch wenn wir es wohl nicht klären können, spannend allemal!


    LG, Nobi