Beiträge von nobi_†

    6. Rebentischia unicaudata an Clematis vitalba

    Da würden mich die Sporenmaße interessieren, Björn.

    Ich fand vor einigen Jahren eine Rebentischia, die ich mit Klaus Siepes Hilfe als Rebentischia massalongii bestimmt habe.

    Substrat war Acer.




    PS: Nicht unerwähnt lassen kann ich bei dieser Diskussion meinen Ahnenstamm. So ist meine Mutter eine gebürtige Rebentisch, und wenn sie sich gegenüber meinem Vater hätte durchsetzen können, würde ich heute diesen schönen Namen tragen!;)


    LG, Nobi

    Servus Nobi,

    und wenn du einen Corticioiden auf Dung findest, was machst du dann?

    Gute Frage, Christoph!:thumbup:

    Ich hole dann einfach den Tomentella-Frank mit ins Boot, den ich seit Jahrzehnten ganz gut kenne.:)

    Ist in der Vergangenheit u.a. geschehen bei Cristinia cf. coprophila, Subulicystidium longisporum und Tomentella atramentaria, ellisii und neobourdotii.

    Und dann gibt es ja auch noch dieses Forum...;)


    LG, Nobi

    Rindenpilze, also diese "Problematik" werde ich wohl auf das nächste Leben verschieben müssen!:D

    Für alles reicht die Zeit einfach nicht.

    Dennoch natürlich danke für die tolle Vorstellung und die interessante Diskussion!:thumbup:

    Da schau ich einmal nen Rindenpilz an und dann gleich sowas.

    Tja, selber schuld, Matthias! :D

    Hätteste mal anstatt nach Cortis nach Dungis geschaut. Da ist zwar auch nicht alles lösbar, aber manches zumindest lösbarer!;)

    Und da gibt es auch noch so viel Neues zu entdecken!


    LG, Nobi

    Hallo Michael, Melanie und Kinder,

    ganz wunderbare Bilder sind Euch wieder einmal gelungen! Ein Augenschmaus!:thumbup:

    Und ja, auch Fichtenzapfenhelmlinge können sehr attraktive Pilze sein, selbst wenn sie noch jung sind. Hier mal ein Bild von mir.


    Sind die dicht gedrängten, gelben Becherchen nicht Byssonectria terrestris, oder heißen die jetzt einfach anders?

    Die sollten immer noch so heißen, Pablo, und es wird wohl auf die Art hinauslaufen.

    Also Byssonectria terrestris oder auf gut deutsch: Spindelförmiges Aggregatbecherchen. Passt zudem super zur Jahreszeit, auch kommt Cheilymenia theleboloides zwar gesellig, allerdings nicht so extrem gedrängt vor. Ein Blick auf die Sporen und die Art wäre klar!


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Die drei neu gezeigten Arten hätte ich auch so bestimmt.

    Ich auch!:)


    Mit #14 3., die Du als Sordaria fimicola bestimmt hast, habe ich allerdings ein Problem, Björn.

    Die breitelliptischen Sporen mit zuspitzender Basis passen nicht zu fimocola, eher zu lappae. Hier nochmal eines Deiner Bilder.

    Leider fehlen die Maße, die etwa 18-23 x 13-15 µm betragen sollten.



    Im Vergleich dazu Dein Sporenbild von #12 4., das eindeutig fimicola zeigt.

    Die Sporen sind deutlich schlanker, 18-24 x 10-13 µm. Hier 18-21 x 10 µm.



    Ich denke, man sieht den Unterschied. Also bitte nochmals überprüfen, falls möglich.


    Liebe Grüße, Nobi

    Glückwunsch, Stefan!:thumbup:


    Gibt es die Art also doch in unserer Gegend.

    Der Ciboria coryli "jage" ich seit Jahrzehnten vergeblich hinterher.

    Wenn ich doch einmal eine Ciboria unter Hasel fand, war es immer amentacea.:(


    Da werde ich die Tage doch nochmals in "meine" Haselbestände schauen.


    LG, Nobi

    ich wusste gar nicht das man Schopftintlinge einfrieren kann.

    Hast du die so wie sie sind gefrostet oder noch irgendwie behandelt?

    sie ganz einzufrieren, das kannte ich auch nicht... Roh (so sehen sie aus) und vollständig hätte ich mich nie getraut.

    Hallo André und Anke,

    ich habe nur ganz junge, natürlich geschlossene und sich noch richtig fest anfühlende "Schopfis" verwendet.

    Diese vorsichtig abgespült und kurz in siedendem Wasser blanchiert. Nach dem erkalten eingetütet und ab in den Frost.

    Zur Zubereitung. Die Pilze kommen im gefrosteten Zustand in die Pfanne. Durch vorheriges auftauen würden sie vermutlich matschig werden.

    Edit: ich sehe gerade, Du hast die Bilder nicht eingebunden, sondern verlinkt. Da liegt wohl mein Ansicht-Problem.

    So ist es, Michael. Ich verwende bei meinen Themen seit Jahren mit picr.de einen externen Hoster. Der Vorteil, ich kann die Bilder größer zeigen, als es die Forensoftware zulässt. Wobei ich gerade feststelle, dass das mit der Forensoftware möglicherweise auch funktioniert. Muss ich gleich mal versuchen.

    Wobei die so eingebundenen Bilder von den anderen Foris scheinbar problemlos gesehen werden.


    LG, Nobi

    Nachdem mir Dodo kürzlich mit Bärlauchpesto und Bärlauchravioli den Mund wässerig gemacht hat und Hans nochn Pilz ein überaus appetitlich ausschauendes Gnocchi - Rezept vorstellte, möchte ich Euch nun ein Süppchen präsentieren, dass ich während der frostigen Februartage kreiert habe.

    Bei nahezu -20°C braucht man ja schließlich etwas zum aufwärmen!


    Eine schöne heiße Hühnerbrühe hilft natürlich immer.

    Und ein paar gehaltvolle Zutaten können selbstverständlich nicht schaden.


    Nachdem ich bei der Bestandsaufnahme unseres Tiefkühlschrankes noch einige gefrostete Schopftintlinge entdeckte, entstand das folgende einfache Rezept, welches ich Schopftintlinge mit Polentaspätzle in Hühnerbrühe genannt habe.


    Man nehme also eine handvoll Schopftintlinge (aktuell aus dem Frost, in der Saison gern auch frisch) und dünste diese in ein wenig Butter gar.


    40677298kx.jpg


    Während diese garen, fertigt man die Polentaspätzle an (Verhältnis Weizenmehl zu Maisgrieß ca. 4:1, etwas Kurkuma wegen der Farbe und Eier je nach Menge).

    Mit kaltem Wasser zur gewünschten Konsistenz verrühren und mittels Spätzlesieb in siedendes Salzwasser streichen.


    40677299bl.jpg


    Die fertigen Tintlinge mit den Spätzle in die bereits vorbereitete Hühnerbrühe geben und mit frischer Petersilie und etwas geriebener Muskatnuss würzen.


    40677300oj.jpg


    Ich fand es sehr lecker!


    LG, Nobi

    Hallo Manfred.

    Unter dem Mikroskop fand ich leider keinen auszählbaren Ascus, es ist aber von deutlich (!) mehr als 64 Sporen auszugehen.

    Nun, Podospora bifida hat 128 Sporen pro Ascus, P. granulostriata 512.

    Das kann man auf den Bildern nicht wirklich erkennen, allerdings sehen die unreifen Asci eher nach 512 aus.

    Und so, wie Du die Anhängsel beschreibst, sollte es schon granulostriata sein.

    Dafür spricht auch das Substrat.

    So finde ich bifida fast ausschließlich an Pferd (27 von 32 Funden), hingegen granulostriata meist an Reh und Hirsch (17 von 21)!


    Ganz sicher bin ich allerdings aus der Ferne mit dieser spärlichen Datenlage nicht.

    Aber relativ sicher!;)


    LG, Nobi

    Mein lieber Hans,

    jetzt hast Du mir den Mund aber wässrig gemacht und das schaut nicht nur lecker aus, sondern ist auch großartig beschrieben und fotografiert!==Pilz27

    Falls wir uns einst wieder mit unseren Freunden zum traditionellen Bärlauchmenü treffen dürfen, werden diese Gnocchi unser Menü bereichern!

    Möglicherweise in einer etwas modifizierten Form, das hängt ja auch von den Beilagen ab.


    Jedenfalls danke an Dich und Dodo für diese tolle kulinarische Idee!

    Übrigens...

    Dodo hätte sicher Steinpilz-Gnocchi als Überschrift gewählt!==18

    Gnocchis sind praktisch die Mehrzahl der Mehrzahl! ==11 Na, im Rezept hast Du's ja dann korrigiert.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Hallo Brummel!

    Hat jemand eine zielführende Vermutung?

    Wie Beli bereits vorschlug, Biscogniauxia marginata.:thumbup:

    Probierst du mit Biscogniauxia sp , zb marginata & company

    Ich fand die Art 2013 ebenfalls an abgestorbener Eberesche (dem Vuglbärbaam) und ebenfalls im März an meinem ehemaligen Arbeitsort.

    Aus einigen Bildern von damals hatte ich zwei Collagen gebastelt. Hier bitte schön zum vergleichen.




    LG, Nobi

    Hallo Ingo,


    auch wenn ich hier nicht miträtsele - danke schon mal für den Eberhard Esche!:)

    Ich habe den noch live erleben dürfen und mir soeben die Jazz-Lyrik-Prosa von 1965 aus meinen CD-Regalen gezogen.

    Der werde ich mich heute abend nochmal widmen!


    LG, Nobi


    PS. Schöner Bonus übrigens, falls ich richtig liege!

    Hallo in die Runde,

    und vielen Dank erst mal an Dich, Christoph, für den tollen Thread und den ausführlichen Eröffnungsbeitrag!

    Mittlerweile hat sich hier eine interessante Diskussion entwickelt!:thumbup:

    Das motiviert, demnächst selbst wieder einmal nach den kleinen Pokalbecherchen zu suchen. Jetzt ist ja die beste Zeit dazu.:)

    Bei uns gibt es dagegen Ciboria betulae, die aber auf Birkensamen wächst. Dazu noch eine Ciboria seminiphila (= C. alni illeg., C. lentiformis comb. nud.), die auf Erlensamen wächst. Beide sind möglicherweise identisch, und beide haben warzig-raue Sporen! Nicht immer einfach zu sehen! Die Sporengröße ist allerdings eher bei der von coryli, also oberhalb von 12 µm anzusiedeln. Ferner hat Ciboria betulae keine Haken. Ob die bei Schumacher beschriebene Ciboria alni mit C. seminiphila identisch ist, ist nicht restlos geklärt, u.a. da Schumacher bei alni keine rauen Sporenwände beschreibt, während er das bei betulae tut.

    Dazu ein paar kurze Anmerkungen.

    Gemeint ist sicher Ciboria seminicola, Andreas. C. seminiphila kennt Google nicht.;)

    Sowohl C. betulae als auch C. seminicola konnte ich selbst mehrfach finden und denke dass das "gute" Arten sind, die sich deutlich unterscheiden.

    Vom Substrat einmal abgesehen.

    So hat seminicola meinen Beobachtungen nach größere und etwas anders geformte Sporen (15-18(22) x 4-4,5(5) µm, spindelig bis lang birnenförmig).

    Auch habe ich bei der Art im Gegensatz zu betulae nie warzige Sporen festgestellt, was sich mit der oben geäußerten Ansicht von Schumacher deckt.


    Ich denke, hier sind noch nicht alle Messen gelesen und es gibt noch viel zu erforschen!


    LG, Nobi

    Was ich nicht kapiert habe - schreibt man die Postadresse mit in die Überweisung oder muss man noch eine Mail schreiben?

    Da Du sicher direkt an das MnhnL überweisen möchtest, würde ich die Lieferadresse auf der Überweisung mit vermerken.

    Also:

    Referenz: Orbilia, Ralph...einschließlich Adresse.


    Nur falls Du die Überweisung über einen Online-Service tätigen möchtest, solltest Du direkt E-Mail-Kontakt mit dem Museum aufnehmen.


    Jedenfalls habe ich das so verstanden.


    LG, Nobi

    Zwei schöne Becher hast Du da gefunden, Björn!:thumbup:

    Glückwunsch zur Mniaecia. Die scheint mir allerdings deutlich häufiger als es Pilze-Deutschland zeigt.

    Meiner Meinung ein klarer Fall von Unterkartierung. Allein in Sachsen haben wir fast 30 Datensätze, die allerdings noch in Pilze-Deutschland fehlen.


    LG, Nobi

    Hallo Björn,

    da ist ja ganz schön was los auf den Mitbringseln des Osterhasen.

    Nur wenige Anmerkungen, da meiner Meinung nach alles richtig bestimmt ist!

    ...was mich dann zu Sporormiella intermedia führt. Die andere Richtung liefe auf S. grandispora hinaus, die aber mit geraden Keimspalten ausscheidet.

    Ganz typisch Sporormiella intermedia. Die wenigen Keimspalten, die man sieht, passen, wie Du selbst feststellst, nicht zu grandispora.

    Auch sind die Einzelzellen deutlich gleichmäßiger als bei grandispora.

    Für Ascozonus woolhopensis scheinen die Sporen etwas klein zu sein, wenn man die Angaben im Doveri nimmt. Oder paßt das trotzdem noch?

    Das passt schon. Meinen Beobachtungen und auch den schönen Vorstellungen im Forum nach messen die Sporen durchschnittlich 12-15 x 3,5-4,5 (5) µm. Woher Doveri die großen Maße im Schlüssel nimmt, kann ich nicht nachvollziehen.

    Ich äußere mal eine vorsichtige Tendenz zu A. albidus (auch wenn die Fruchtkörper nicht ganz weiß erschienen).

    Auch ich sehe da keine andere Art. Die Apothecien sind nur ganz jung weiß und verfärben bald über schmutzig-weiß nach blass ocker.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    gestern Abend habe ich noch einmal einen Spaziergang durch die Dunglandschaften des Gallowayrindes gemacht.

    Sehr schön beschrieben, Matthias! :)

    Ist es nicht stets ein neues und riesiges Erlebnis, diese Miniaturlandschaften zu betreten?

    An Coprotus sexdecimsporus habe ich keine Zweifel. Die Art gehört zu den häufigsten Becherlingen an Dung.

    Schöner Fund aus einer interessanten Gattung!


    Deutlich kleinere Sporen und Asci hat Coprotos duplus, eine ebenfalls 16-sporige Art, die wohl in D noch nicht nachgewiesen wurde.

    Möglicherweise ist das aber nur eine Kümmerform von sexdecimsporus oder aber unreif beschrieben.

    Alle meine scheinbaren C. duplus entwickelten sich nach ein paar Tagen zu C. sexdecimsporus.


    Die Sporen sind übrigens +/- biseriat angeordnet, was man allerdings nur an wenig gequetschten Asci sehen kann.



    LG, Nobi

    Hallo, Ralph,

    Durchmesser der Kotscheiben etwa 8cm. Jedenfalls liegt ein Bereich der Sotzenhauser Heide voll davon, irgendwer muss da eine Herde durchgetrieben haben.

    Wenn die Heide voll davon liegt und eine Herde durchgetrieben wurde, handelt es sich sicher um irgendwelche Herdentiere!:D

    Ich habe keinen Plan, von wem das stammen könnte.

    Ich schon! :)

    Für mich ein klarer Fall von verklebtem Schafdung, der übrigens mykologisch durchaus interessant wäre.;)

    Zumal in solch spannendem Biotop.

    Ein Nährstoffeintrag in dieser Menge ist natürlich Sch*** für so eine schöne Heide, die immerhin etliche Raritäten wie Ragwurzen, Orchideen, Katzenpfötchen, Enziane, etc... zu bieten hat.

    Nicht auf die Scheißerchen schimpfen, sie erhalten letztlich die artenreiche Heidegesellschaft!:thumbup:


    LG, Nobi

    1. Ascobolus brassicae

    Klassische Art des Winterhalbjahres! Die wirst Du im Sommer nicht entdecken, Björn.

    2. Thelebolus stercoreus.

    Passt, falls nur mit einem einzigen Ascus pro Fruchtkörper. Ansonsten wäre Thelebolus nanus noch eine Option, falls es die Art wirklich gibt. Was ich anzweifle.

    3. Den hier würde ich auch bei Thelebolus verorten wollen. Da es mehr als 5 Asci gibt und ziemlich viele Sporen darinnen sind (mehr als 64), tendiere ich zu Thelebolus dubius var. lagopi.

    Da sehe ich auch nichts anderes als Thelebolus dubius var. lagopi. Vermutlich 256-sporig.

    Hat meiner Meinung nach allerdings mit dem eigentlichen Thelebolus dubius nichts zu tun. (128-sporig, deutlich andere Asci).

    Ich weiß nicht, was Doveri dazu gebracht hat, T. lagopi nicht als eigenständige Art, sondern nur als Variante zu beschreiben?

    Hier sollten mal die Sequenzierer ran.

    bei mir ist es auch fast immer der crystallinus.

    Hmmm. Ist vielleicht regional doch verschieden und hängt womöglich auch von den untersuchten Dungarten ab?


    LG, Nobi

    Natürlich dreimal ins Schwarze getroffen, Matthias!:thumbup:

    Diese drei Arten kann man mit etwas Erfahrung bereits makroskopisch ansprechen, was bei den winzigen Dungpilzen schon bemerkenswert ist.

    Selbstverständlich muss man die Arten trotzdem mikroskopisch absichern.


    LG, Nobi

    Hallo Matthias,

    Am ehesten komme ich zu Saccobolus depauperatus, aber irgendwie scheinen mir da meine Sporencluster zu lang zu sein.

    Das passt schon noch. Ich fand mehrmals Cluster um 40 x 15 µm.

    Die Sporengröße kommt ja ganz gut hin.

    Die Apothecien sind eindeutig überaltert, was u.a. zu einer unregelmäßigen Sporenanordnung und veränderten Maßen führt.

    Dass dennoch neue Asci gebildet werden, gehört wohl zur Überlebensstrategie dieser und anderer Saccobolus-Arten.


    LG, Nobi