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letzter Beitrag von Beorn am

Erste kleine Waldrunde im März - Mistborstling, Glöckchennabeling & mehr


  • Hallo liebe Pilzfreunde,


    zum Start ins Wochenende haben wir heute unsere erste Waldrunde im März gedreht und konnten dabei einige Funde machen, die wir gerne mit euch teilen möchten. Bei Interesse haben wir unsere Tour heute auch wieder als Video im Angebot: Pilze im März | 05.02.2021 | Glöckchennabeling, Zapfenhelmling, Zapfenrübling, Mistborstling & mehr


    1. Geselliger Glöckchennabeling, Xeromphalina campanella





    2. Fichtenzapfenhelmling, Mycena strobilicola





    3. Samtfußrübling, Flammulina velutipes




    4. Blassgelber Mistborstling, Cheilymenia theleboloides - letztes Jahr bereits im Februar, dieses Jahr erst im März








    5. Krauser Adernzähling, Plicatura crispa





    6. Fichtenzapfenrüblinge, Strobilurus esculentus



    Jetzt hoffen wir mal, dass die Kälte dieses Wochenende - mit fast zweistelligen Minusgraden in der Nacht - ein "Ausrutscher" bleibt und danach wirklich der Frühling und die spannende Lorchel, Verpel & Morchelzeit richtig los geht - die ersten Fundmeldungen von Spitzmorcheln und Runzelverpeln gab es ja bereits :)


    Viele Grüße


    Melanie, Leon, Julian & Michael

  • MoinMoin!


    Sind die dicht gedrängten, gelben Becherchen nicht Byssonectria terrestris, oder heißen die jetzt einfach anders?


    Die Bilder von euch werden irgendwie auch immer noch besser, da reibt sich meienr einer verwundert die Augen - und kann sich zugleich kaum satt sehen. :)



    LG; Pablo.

  • Hallo Michael, Melanie und Kinder,

    ganz wunderbare Bilder sind Euch wieder einmal gelungen! Ein Augenschmaus!:thumbup:

    Und ja, auch Fichtenzapfenhelmlinge können sehr attraktive Pilze sein, selbst wenn sie noch jung sind. Hier mal ein Bild von mir.


    Sind die dicht gedrängten, gelben Becherchen nicht Byssonectria terrestris, oder heißen die jetzt einfach anders?

    Die sollten immer noch so heißen, Pablo, und es wird wohl auf die Art hinauslaufen.

    Also Byssonectria terrestris oder auf gut deutsch: Spindelförmiges Aggregatbecherchen. Passt zudem super zur Jahreszeit, auch kommt Cheilymenia theleboloides zwar gesellig, allerdings nicht so extrem gedrängt vor. Ein Blick auf die Sporen und die Art wäre klar!


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Hier geht es zu meinen Themen.

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    Chips: 88 nach diversen Verlusten - 10 APR 2019 = 78 + 6 (150er Prämie APR 2019) = 84 -10 APR 2020 = 74

  • Hallo Ihr Lieben, vielen Danke für eure Beiträge zum Thema!


    Zu: "Die Bilder von euch werden irgendwie auch immer noch besser, da reibt sich meienr einer verwundert die Augen - und kann sich zugleich kaum satt sehen." - dafür auch vielen herzlichen Dank, das freut uns sehr :)


    Der "Mistborstling" aus dem gleichen Habitat wurde 2018 mikroskopisch abgesichert.


    2019 haben die leider eine Pause gemacht und im Februar / März 2020 bzw. jetzt auch im März 2021 konnten wir sie an selber Stelle wieder finden, wobei sie uns 2020 im Februar überrascht haben und wir dieses Jahr den Misthaufen ab Februar gezielt ein paar mal angelaufen sind, um zu prüfen, ob sie sich wieder zeigen.


    Es kann natürlich ein dummer Zufall sein, dass es 2018 Cheilymenia theleboloides war und ab 2020 dann vllt. doch Byssonectria terrestris - ähnlich sind die Arten sich ja schon, aber insgesamt halten wir das dann doch eher für unwahrscheinlich, dass sich die Arten dort ausgewechselt haben, zumal das Habitat ein großer "Misthaufen" bzw. ein großer Haufen Stalleinstreu mit Dung mitten im Wald ist, was aus unserer Sicht dann doch auch eher weiterhin für den Mistborstling sprechen würde.


    Der Waldbesitzer (ein Bauer) scheint dort regelmäßig die Einstreu aus einem Stall (vermutlich Hühner) zu entsorgen und so findet der Mistborstling dort mit den enormen Mengen an Dung ein schier unendliches Nahrungsangebot und wir freuen uns, weil es solche spannenden Habitate wirklich nicht oft gibt – welcher Wald hat schon einen mehrere Jahre alten Haufen Dung / Mist, der im Prinzip komplett in Ruhe gelassen wird, außer dass der Bauer alle 1-2 Monate neues Material nachliefert?


    Der Dung scheint übrigens nicht nur den typischen Dung- / Mistarten (z. B. Dungtintling, Mistborstling, Blasiger Becherling, etc.) zu gefallen. Das übergroße Nährstoff-Angebot gefällt wohl auch den Nebelkappen enorm. Wir haben dort um den Misthaufen herum die letzten beiden Jahre mehrmals Nebelkappen mit einem Hutdurchmesser von über 30-40cm finden können - wirken auf den Bildern zwar schon groß, in der Realität waren die aber nochmal deutlich wuchtiger:






    Viele Grüße :)

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