Beiträge von ibex

    Hallo zusammen


    Pilzfreund77 Wenn du eine KI benutzt muss diese in erster Linie für dich passen und dich bei deiner Arbeit oder deinen Aufgaben effizienter machen. Welche das dann ist, ist ja dir überlassen. Und auch wenn KIs in gewissen Bereichen schon sehr gut geworden sind, kann man ihnen dennoch nie blind vertrauen, wie ich ja bereits geschrieben habe, aber das weisst du ja sicher selbst.


    Also ich würde hier aktuell keiner KI Vertrauen schenken. Pilze aktuell mit einer KI zu bestimmen hat m.E. die selbe Verlässlichkeitsstufe wie z.B. astrologische Weissagungen. Es ist allgemein bekannt, das bei KI-Modellen die Fehlerquote - je nach Fachgebiet - teils über 80% liegt.

    Wie gesagt sollte man nie blind vertrauen, aber gute KIs sind in der makroskopischen Pilzerkennung mittlerweile schon sehr gut geworden. Was ja auch nicht verwundern sollte, wenn die Trainingsdaten des Modells stimmen und man gute Fotos verwendet. Ich finde den Vergleich mit astrologischen Weissagungen daher unpassend. Klar machen KI-Modelle Fehler, daher sollte man die Ergebnisse, die eine KI z.B. bei einer Pilzerkennung liefert auch nur als Vorschläge werten und immer kritisch mit Fachliteratur prüfen. Eine Verzehrsfreigabe darf nie durch eine KI-Bestimmung abgeleitet werden, da stimme ich absolut zu. Dafür macht KI immer noch zu viele Fehler und in so einem Fall kann einer ausreichen und es kann im schlimmsten Fall tödlich enden.


    Für andere Bereiche finde ich KI ebenfalls extrem nützlich und meine Effizienz ist dadurch in vielen Bereich enorm gestiegen. Ich denke ich bin da auch nicht alleine, wenn man sich die Nutzerzahlen und das Wachstum (auch der zahlenden Nutzer) ansieht. Trotzdem sollte man sich in einem Thema aus meiner Sicht im Idealfall schon etwas auskennen und/oder von der KI immer Quellen zu den gemachten Aussagen verlangen. Zudem kommt es auch immer auf die Aufgaben an:


    Mit Claude Code z.B. kann sich heute jemand, der noch nie in seinem Leben etwas programmiert hat eine massgeschneiderte Anwendung bauen lassen. Man muss nur noch der Architekt sein und Anweisungen erteilen können, Claude ist der Handwerker und baut alles, wie man es gerne hätte. Wenn man das jemandem vor 10 Jahren gesagt hätte, hätte er es vermutlich kaum für möglich gehalten. Ich bin im Moment gerade dabei eine App, die ich mal mit Java geschrieben hatte, mit Claude neu in Python schreiben zu lassen und zusätzlich noch deutlich mehr Funktionen einzubauen. Ich habe jetzt 1.5 Tage daran gearbeitet und es ist unglaublich, wie viel man in so einer kurzen Zeit schafft.


    Wenn man heute noch sagt, dass KI nur eine Spielerei ist, unterschätzt man aus meiner Sicht eine der grössten technologischen Veränderungen unserer Zeit und verkennt dabei, dass sie in vielen Bereichen bereits ein ernstzunehmendes Werkzeug geworden ist, das zwar noch Grenzen hat, aber auch enormes Potenzial.


    LG
    Benjamin

    Hallo zusammen

    Jain, ich selbst habe ihn als Krönchenträuschling bestimmt, die KI hat das hochgeladene Bild dagegen als gelben Riesenträuschling bestimmt. Wegen dem starken Lila wäre ich nicht auf Ackerling gekommen, die KI wohl auch nicht, aber ich habe gerade gelesen, dass der voreilende Ackerling manchmal tatsächlich lila Lamellen hat …?


    Mich würde mal interessieren, welche KI das erste Bild oben als Gelben Riesenträuschling identifiziert hat. Welche App war das? Ich konnte das irgendwie nicht so richtig glauben, also habe ich mal drei KIs getestet und alle kamen ausnahmslos zum Voreilender Ackerling - Agrocybe praecox als wahrscheinlichstes Ergebnis. Wenn deine App wirklich zu einem Gelben Riesenträuschling gekommen ist, würde ich diese an deiner Stelle nicht mehr verwenden. Gute KIs sind in der Pilzerkennung mittlerweile schon sehr gut geworden und sollten daher mit mit dem Foto oben auch zur richtigen Art kommen, was sie ja auch tun. Ich möchte damit keinesfalls sagen, dass man einer KI blind vertrauen soll (das darf man nie), aber bei guten KIs ist die Trefferquote heutzutage schon sehr hoch geworden, wenn es Arten sind, die makroskopisch bestimmt werden können und wenn gute Fotos verwendet werden.


    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen

    Ich habe tatsächlich bei der Messung bzw. bei der Berechnung des Q-Wertes einen Bock geschossen (war erst meine 2. systematische Messung). Ich hatte den nicht für jede einzelne die ermittelt, sondern im Schnitt :grotwerd: .

    Jetzt nochmal, aber gründlich und einzeln gerechnet. Abwurf hatte ich nicht mehr, deshalb Quetschpräparat der Lamellenschneide.

    Wenn du willst, kannst du meine Datei im Anhang verwenden. Da kannst du die Sporen eintragen und hast dann eine übersichtliche Darstellung. Ich bevorzuge die Schreibweise wie im Dokument "6.3 µm (5.7–7.2 µm) × 6.0 µm (5.3–6.8 µm), Q = 1.05 (0.95–1.15), 35 Sporen gemessen", aber das kannst du sonst ja noch so anpassen, wie du willst. Ich verwende LibreOffice, denke aber, dass es auch in Microsoft Office problemlos funktioniert.
    Cortinarius ist bezüglich der Sporen eine sehr dankbare Gattung. Am einfachsten ziehst du einfach etwas Haarschleier (Cortina) unterhalb der Lamellen am Stiel ab und kannst diesen dann direkt unter dem Mikroskop untersuchen, ohne auf einen Sporenabwurf zu warten. Sporen im Quetschpräparat der Lamelle zu messen ist nicht zu empfehlen, da auch unreife Sporen enthalten sein können.


    Tricholomopsis Vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Ich hoffe diese Ungenauigkeit im FAN 8 bei den genannten Arten ist da die Ausnahme und nicht die Regel. Normalerweise sollte es doch ein genaues und gutes Werk sein, oder? Übrigens finde ich es toll, dass du wieder so häufig hier im Forum unterwegs bist und uns mit deinem Fachwissen zur Seite stehst, vielen Dank dafür.


    Vielleicht können die Gattungsspezialisten ja noch etwas zum Fund oben sagen, sonst wird es wohl einfach eine unbekannte Telamonie bleiben.


    LG

    Benjamin

    Hi Eddie


    Vielleicht wäre für dich auch das Buch Essbare Pilze und ihre giftigen Doppelgänger: Pilze sammeln - aber richtig von Hans E. Laux und Andreas Gminder interessant.

    Wichtig ist hier, dass du es unbedingt gebunden und nicht als eBook kaufst, weil es so gebunden ist, dass du Pilze direkt miteinander vergleichen kannst.


    Hier kannst du es mal anschauen:
    https://www.amazon.de/Essbare-…rageCustomerReviewsAnchor


    LG
    Benjamin

    Hallo zusammen

    Hallo zusammen,


    macht es nicht komplizierter, als es ist:

    Landry et al. 2021 - Repertoire Cortinarius Quebec schreiben, dass der Holotyp von C. suberythrinus in der its mit C. vernus var. nevadavernus identisch ist.

    Also, wie oben geschrieben wird er, soweit ich gesehen habe, im Flora Agaricina Neerlandica Volume 8 (2024) als Cortinarius inops mit den Synonymen C. suberythrinus, C. vernus var. nevadavernus, C. tenebricus, usw. bezeichnet. Vielleicht ist man sich da noch nicht einig und es gibt verschiedene Ansichten. Da bin ich aber überfragt, da könnten vielleicht die Cortinarien-Spezialisten Uwe Cortinarius , Hias Matthias oder Günter Mykollege_Günter etwas dazu sagen.


    C. vernus findest du (auch wenn der Name verwirrt) im Herbst.

    Laut FAN 8 stimmt diese Aussage aber nicht:
    Cortinarius vernus:

    "HABITAT & DISTR. - Ectomycorrhizal. Especially in roadside verges and parks.

    Associated with Quercus, Fagus, and Tilia. Fairly common in the Netherlands and Flanders.

    Widespread in Europe, also known from North America, eastern Asia, and New Zealand.

    Sept.-Nov., also reported in spring."


    Die Erscheinungszeit für Cortinarius inops (C. suberythrinus, C. vernus var. nevadavernus) ist laut Buch sehr ähnlich:
    "Sept.-Oct., elsewhere also recorded from Spring."


    Normalerweise solltest du am Mikroskop auch mit Brille arbeiten können. Ob das bei deinem Modell auch geht, weiss ich leider nicht genau. Vielleicht kannst du Augenmuscheln für die Okulare kaufen, damit das klappt. Das kann dir aber hier sicher jemand genauer sagen.
    Bezüglich der Sporen ist es nicht unbedingt die Grösse, sondern der Q-Wert, der nicht dazu zu passen scheint. Vielleicht kannst du ja nochmal bei ein paar Sporen auf den Q-Wert achten.


    LG
    Benjamin

    Hallo zusammen


    Also wenn ich nach der makroskopischen Beschreibung im FAN 08 gehen würde, wäre ich eigentlich auch bei C. vernus. Am Fundort stand auch eine Eiche, die im Buch als Begleitbaum (neben Linde und Buche) für C. vernus aufgeführt wird, während für C. inops (C. suberythrinus) Weide und Pappel aufgeführt sind.


    Was allerdings nicht so richtig zu passen scheint sind die Sporen:
    Laut FAN 08:
    C. vernus: (6.0-)6.5-8.0(-8.5 ) x (4.5-)5.0-6.0, Q = ( 1.2-)1.3-1.4(-1.5)
    C. inops (C. suberythrinus): (8.0-)8.5-9.5(-10.0) x 5.5-6.5(-7.0), Q = 1.4-1.5(-1.6)


    Vielleicht kannst du dir die Sporen ja nochmal genau anschauen und messen, Michael.


    LG

    Benjamin

    Servus Hias, servus Christoph


    Vielen Dank für eure Antworten. Also morphologisch passt das eigentlich schon sehr gut zu deinem Fund. Daher werde ich es wohl vorerst mal dabei belassen. Das Exsikkat habe ich ja eingelagert, falls eine Sequenzierung in Zukunft doch nochmal Sinn ergeben sollte.


    Vielen Dank für die interessanten Links und Infos, Christoph, die werde ich mir sicher noch anschauen. :thumbup:


    LG
    Benjamin

    Hi Raphael

    Lacrymaria scheint mir sehr plausibel, aber nicht die "normale" lacrymabunda.

    Ich wäre bei Lacrymaria pyrotricha oder glareosa, letztere wäre typisch in diesem Habitat und so früh im Jahr.

    Interessant, danke für die Info, von diesem beiden Lacrymaria-Arten habe ich bisher noch nie etwas gehört. Schön, dass man hier immer wieder etwas dazulernt. :)


    LG

    Benjamin

    Hi Michael


    Zur Köhlerschen Beleuchtung kannst du dir sonst vielleicht auch mal dieses Video anschauen:


    Köhlersche Beleuchtung in 10 Schritten
    Um ein optimal ausgeleuchtetes Bild im Mikroskop zu erzeugen wird es vor jedem Gebrauch geköhlert. Die köhlersche Beleuchtung ist nach Prof. August Köhler (1...
    www.youtube.com


    LG

    Benjamin

    Servus Hias


    Vielen Dank für deine Antwort. Da habt ihr ja wirklich einen ausgezeichneten und detaillierten Artikel geschrieben, den ich mit grossem Interesse gleich komplett gelesen habe. :daumen: Wie ich sehe hat daran auch Christoph Tricholomopsis mitgearbeitet. Wirklich toll, dass ihr uns mit eurem Fachwissen hier unterstützt, vielen Dank.


    Also soweit ich daraus herauslese, bin ich nicht der einzige, der diese gloeopleren Hyphen als Cheilozystiden interpretiert hat. :) Das hat vermutlich schon öfters zu Fehlbestimmungen von Clitocybula lacerata als Clitocybula abundans geführt. Ob Clitocybula abundans in Europa überhaupt vorkommt, ist noch nicht geklärt. Und sehr interessant ist auch folgendes aus dem Artikel:

    Der von Antonín et al. (2019) ermittelte phylogenetische Baum legt nahe, dass es mit Clitocybula lacerata nah verwandte kryptische Arten gibt, zu deren Abgrenzung weitere Studien erforderlich sind. Die Autoren empfehlen aus diesem Grund, Clitocybula lacerata vorläufig als Artenaggregat zu behandeln.


    Mein Fund entsprach von den Merkmalen her übrigens etwa dem Fund der Kollektion 2017-11-05 aus dem Artikel. Hier ist noch ein Foto:


    Sporen (20 gemessen): 5.7 µm (5.1–6.5 µm) × 5.2 µm (4.8–5.6 µm), Q = 1.10 (1.04–1.19)


    Denkt ihr ich sollte meinen Fund auch noch sequenzieren lassen? Oder macht das im Moment eher keinen grossen Sinn?


    Vielen Dank und LG

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Ich bin gerade noch ein paar Funde vom letzten Jahr am durchgehen und manchmal bleibe ich wieder stecken, da ich etwas wieder nicht so richtig verstehe. :) Z.B. habe ich das folgende Foto der Lamellenschneide von Clitocybula lacerata gemacht:



    Also dachte ich mir, tipptopp, hier habe ich eine schöne Cheilozystide.


    Dann schaue ich aber ins PdS und lese dort unter C. lacerata: "Zystiden keine beobachtet." Oben auf der Seite sehe ich dann C. abundans und sehe Cheilozystiden, die wie die meinen aussehen, aber makroskopisch passt C. abundans eigentlich nicht zu meinem Fund.


    Also schaue ich als nächstes ins Buch von Gminder/Karasch unter C. lacerata und dort steht "CH bis 75 μm lang". Super denke ich mir, das passt tipptopp, vielleicht ist das im PdS einfach ein Fehler oder es wurden bei diesen Fund einfach keine Cheilos gefunden.


    Dann schaue ich ins Ludwig unter C. lacerata und lese: "ChZ. keine gefunden". Hm, denke ich mir, je mehr Literatur ich mir ansehe, desto verwirrter bin ich. ^^


    Als nächstes schaue ich ins Winkler/Keller und lese: "HymZ fehlend oder höchstens spärlich." Aha, denke ich mir, vielleicht treten Zystiden bei C. lacerata nur hin und wieder auf.


    Dann denke ich mir, schaue ich doch am besten mal bei Hias Matthias auf seiner tollen Website nach. Ich finde dann schnell auch C. lacerata und wie ich auf den Fotos meine, Cheilozystiden. Aber dann lese ich den Text und Matthias bezeichnet diese nicht als Cheilozystiden, wie z.B. im Gminder/Karasch und wovon auch ich ausgegangen wäre, sondern als: "Gloeoplere Hyphen: überwiegend breit keulig, aber auch sehr schlank und fusoid bis subzylindrisch mit abgerundetem Apex, vereinzelt mucronat, sehr unterschiedlich groß, bei sehr großen schwer in ganzer Länge freizupräparieren" und weiter unten steht: "Cheilo- und Pleurozystiden: fehlend".


    Kann mir evtl. jemand erklären, was genau der Unterschied zwischen Gloeopleren Hyphen und Cheilozystiden ist und wie ich erkennen kann, dass das solche und keine Cheilozystiden sind? Und warum bezeichnet sie z.B. Gminder/Karasch als Cheilozystiden? Gibt es da vielleicht sogar unterschiedliche Ansichten?


    Vielleicht kann ja da jemand von euch mal etwas Licht ins Dunkel bringen.


    Vielen Dank im Voraus und LG

    Benjamin

    Hallo Stefan

    Nachdem was ich über Linux gehört habe/weiß, sollte es doch Tools geben, wo Windows Programme auch auf Linux laufen. Ansonten kann ich dazu nix sagen. Ich nutze meinen Laptop für alle großen Anwendungen und mein Smart-Phone nur für Fotos und Internetzugang.

    Ja, es gibt z.B. Wine, aber ich glaube kaum, dass die Kombination mit Access darauf zuverlässig läuft. Auch auf Mac dürfte es nicht laufen, da die Access Runtime windows-only ist. Man müsste wohl extra eine virtuelle Maschine mit Windows erstellen (und dazu noch eine Windows Lizenz erwerben). Björn boccaccio benutzt doch auch Linux und da ich vorher gerade gelesen habe, dass MykIS bei euch in Deutschland eigentlich die Standard-App zum Kartieren ist, kann er vielleicht etwas dazu sagen.


    Wie überträgst du die Koordinaten der Funde in die Desktop-App, wenn du nicht mobil kartierst? Extrahierst du diese aus den Fotos?


    LG
    Benjamin

    Hi Christoph, hallo zusammen


    Ich habe bei deiner Umfrage mitgemacht. Da wir in der Schweiz mit FlorApp ein offizielles Kartierungstool haben, das die Daten direkt an die Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL übermittelt, würde ich zwar wohl eher nicht zur Zielgruppe gehören, dennoch finde ich deine Idee interessant. Da ich bisher nur mit FlorApp gearbeitet habe, kann ich nicht sagen, ob es schon andere gute Feldtagebuchs-, bzw. Kartierungsapps gibt. Gehört habe ich schon vom von Harald genannten iNaturalist oder z.B. Mushpits. Vielleicht kannst du dir diese ja mal anschauen, um zu sehen, ob sich die Entwicklung einer eigenen App lohnt.


    Mal ganz ehrlich, braucht man so etwas?

    Verstehe die Frage nicht ganz. Solche Apps nutzen doch ganz viele, um ihre Funde festzuhalten.


    Mykis ist viel besser.

    Ist das nicht etwas altbacken? Soweit ich gesehen habe läuft die App nicht mal auf einem Smartphone und ist eine reine Desktop-App. Zudem läuft sie offiziell nur auf Windows und nutzt Access als Datenbanksystem. Damit sperrt man alle Mac- und Linuxnutzer aus. Das finde ich heutzutage nicht mehr zeitgemäss. Solche Apps sollten allen einfach zugänglich sein und insbesondere auch auf dem Smartphone. Das ist zumindest meine Meinung.


    LG

    Benjamin

    Hi Schupfi

    Die Werte kopiere ich dann in eine Excel-Vorlage, die ich mir erstellt habe, um automatisch den gängigen Sporenmaß-Output zu erhalten, kann man sich hier runterladen und ggf. anpassen.

    Ist noch nicht ganz ideal - den N-Wert muss ich manuell eintragen, da ich nicht immer genau 30 Sporen messe. In Excel 2016 habe ich nicht rausgefunden wie ich es schaffe den letzten Wert aus Spalte A automatisch bei "N=" ausgeben zu lassen. Falls jemand weiß wie das geht, gerne Hinweis an mich.

    Und falls über Zeile 37 noch leere Felder sind muss man die noch fix löschen, da sonst die Qav-Berechnung einen Fehler ausgibt.

    Ich habe mir dafür auch eine Excel, bzw. Calc-Vorlage (ich nutze LibreOffice) erstellt. Die sieht relativ ähnlich wie deine aus. Damit du bei deiner Version beliebig viele Sporen messen kannst ohne etwas zu ändern, habe ich dir deine Datei mal etwas angepasst. Im Moment berücksichtigen die Formeln Werte bis zu Zeile 61. Mehr wirst du vermutlich sowieso nicht brauchen und falls doch kannst du es ja entsprechend anpassen. Bitte schau nochmal, ob alles funktioniert und kein Fehler enthalten ist. Ich konnte es auch nur im LibreOffice Calc testen, denke aber, dass es im Excel auch problemlos funktionieren sollte.


    LG
    Benjamin

    Clavariadelphus truncatus (S. 608)

    - Sporenbreite (4.5-5.5 µm) dürfte falsch sein, mein Fund bei 29 gemessenen Sporen (5.8-7.0 µm). Auch die Literatur (PdS, Kibby, FoTE, Winkler/Keller) liegt im Bereich 5.5–7.5 µm.


    Vielleicht noch eine kleine Anmerkung: Aus meiner Sicht wäre es besser, wenn hier in diesem Thread wirklich nur Beiträge zu Fehlern im Buch gepostet werden würden. Diskussionen zur Schriftgrösse, zum Nachdruck, usw. machen den Thread sonst aus meiner Sicht unleserlich. Für andere Kritik/Fragen kann man ja einen weiteren Thread eröffnen oder einen anderen bereits vorhandenen nutzen.


    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Interessante Diskussion hier. Zum Glück scheine ich in Punkto Plagegeister bisher ziemlich Glück gehabt zu haben und blieb eigentlich ziemlich verschont (mal abgesehen von ein paar einzelnen Mückenbissen). Eine Hirschlausfliege habe ich noch nie gesehen und kannte sie gar nicht, bis ich hier im Forum mal davon gelesen hatte.

    Ja, Hirschlausfliegen sind ein echter Horror.

    Ich werde immer ganz panisch wenn ich merke, es ist eine in der Nähe, die versucht, mich anzufliegen.

    Wie merkt man eigentlich, dass eine in der Nähe ist? Machen die ein bestimmtes Geräusch?


    Aber noch VIEL schlimmer sind Bremsen, die einen mit einer unglaublichen Ausdauer verfolgen und danit den ganzen Tag versauen - vor allem, wenn sie es letztendlich schaffen, einen zu beißen. Das tut so weh!

    Einen Bremsenbiss hatte ich als Kind mal und kann mich noch erinnern, dass das sehr unangenehm war. Ich bin in meiner Kindheit immer eine Woche auf einen Bauernhof in die Ferien gegangen und habe dann auf dem Hof mitgeholfen. Wir waren da immer viel auf den Wiesen unterwegs, da wir das Heu einbringen mussten und da gab es diese lästigen Biester auch. Seit damals, habe ich aber zum Glück keine Bekanntschaft mehr damit gemacht. Auch hatte ich noch nie einen Wespen- oder Bienenstich.


    LG

    Benjamin

    Hallo Günter


    Interessante und hilfreiche Broschüre von Zeiss. :thumbup: Was mich aber wundert, ist die folgende Aussage:

    Angeblich besteht bei Isopropanol das Risiko, dass Linsenkitt angegriffen wird.

    Gibt es dafür eine Quelle, da Zeiss selbst ja sogar eine Empfehlung ausspricht Isopropanol zu verwenden, wie man z.B. hier lesen kann:

    Microscope Cleaning & Maintenance: Expert Guide for Perfect Imaging | ZEISS
    Master microscope cleaning techniques to achieve optimal Imaging. Learn to identify contamination and maintain your ZEISS Instrument.
    www.zeiss.com



    Aus diesem Grund bin ich über diese Aussage etwas verwundert. Oder gilt das evtl. nur für ältere Zeiss Modelle, die schon 30 oder mehr Jahre alt sind?


    LG
    Benjamin

    Hallo Oliver


    Ja, da gebe ich dir recht. Dass du im Moment andere Sorgen hast, tut mir wirklich leid, und ich hoffe sehr, dass es bald wieder aufwärtsgeht. Das Leben ist leider oft nicht einfach, und man wird immer wieder auf die Probe gestellt – manche mehr, manche weniger. Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und hoffe, dass sich deine Sorgen bald wieder auflösen.


    LG
    Benjamin

    Liebe Sabine


    Mein Neid ist dir gewiss!


    Mir fällt das überhaupt nicht leicht. Obwohl ich ein paar Fremdsprachen spreche, purzeln die lateinischen Begriffe immer wieder aus meinem Hirn (genauso wie 100 % dessen, was ich in meinen 3 Schuljahren Latein gelernt habe). Gattungen sind ein paar drin, und ein paar sehr häufige Arten, aber der Rest ist Schall und Rauch, und ich bin glücklich, dass ich das einfach im Internet nachlesen kann.

    Das mit dem Neid kann ich gerne zurückgeben, wenn du gleich ein paar Fremdsprachen sprichst. ^^ Ich halte mich für nicht sprachbegabt und spreche neben Deutsch (und ein paar deutschen Dialekten ^^ ) nur Englisch und dafür war ich mal 6 Monate in Australien und Neuseeland. Sonst verstehe ich ganz wenig Französisch (hatte ich in der Schule), spreche aber praktisch nichts. Wenn ich in der Westschweiz bin, spricht mein Gegenüber meist schnell Deutsch oder Englisch, so gut ist mein Französisch. :D Ich finde das Merken der wissenschaftlichen Namen hat eigentlich nichts mit Sprachbegabung zu tun, sonst würde mir das sicher nicht so leicht fallen. Tja, jeder hat seine Stärken und Schwächen und das ist auch gut so.


    LG

    Benjamin

    Hallo Sabine

    Das hatte ich anfangs begonnen, weil ich dachte, die bleiben, wohingegen die lokal bevorzugten deutschen Namen sich mit jedem Umzug ändern. Und dann wurde spätestens mit den Sequenzierungen alles neu durchgemischt, und selbst der Maronenröhrling heißt anders als damals.

    Durch die Sequenzierungen und die damit gemacht Einteilung sollte das in Zukunft ja besser werden und es eigentlich immer weniger Änderungen geben, hoffe ich zumindest. Vieles ist ja auch schon seit Jahren gleich und wenn etwas ändert, ist es ohnehin normalerweise nur die Gattung und das Art-Epitheton bleibt gleich und passt sich höchstens ans Geschlecht der Gattung an, falls dieses wechselt. Früher hiess der Maronenröhrling statt Imleria badia eben mal Boletus badius oder Xerocomus badius.


    Ich suche die lateinischen Namen raus, wenn ich denke, dass es für das Verständnis (meines oder das des Gegenübers) nötig ist.

    Natürlich kann man sich immer die wissenschaftlichen Namen heraussuchen oder diese wieder zurückübersetzen lassen, allerdings finde ich das unpraktisch. Wenn ich in ein englisches Buch schaue, möchte ich direkt beim Lesen des wissenschaftlichen Namens wissen, um welchen Pilz es geht oder falls es ein eher unbekannter ist, möchte ich zumindest direkt die Gattung herauslesen können. Wenn ich nach einer Pilzbeschreibung suche, ist es doch viel praktischer, wenn ich direkt weiss, dass z.B. der Rauchblättrige Schwefelkopf Hypholoma capnoides heisst und ich nicht immer alles vor- uns zurückübersetzen muss. Auch beim Schlüsseln ist es doch praktischer, wenn ich nicht bei jedem möglichen Kandidaten zuerst schauen muss, wie der jetzt auf Deutsch heisst, sofern es denn überhaupt einen deutschen Namen dazu gibt. Und das geht weltweit in jeder Sprache, da die wissenschaftlichen Namen ja einheitlich sind.


    Vielleicht noch als Anmerkung (bitte nicht als Kritik verstehen): Der Ausdruck lateinische Namen, den viele hier im Thread für die wissenschaftlichen Namen verwendet haben, ist eigentlich nicht ganz korrekt, da diese zwar latinisiert, aber nicht zwingend lateinisch sind. Sie bestehen zum Beispiel auch häufig aus griechischen Wörtern oder Eigennamen.


    Das hilft aber nur, wenn du die Sprache allgemein verstehst. Wenn sich zu viele Begriffe mit unbekannter Bedeutung aneinanderreihen, wird das selbst mit interessiertem Zuhören nichts.

    Ich denke, wenn jemand gut erklären kann und man interessiert ist, versteht man es auch ungefähr. Es muss ja nicht bis ins letzte Detail sein und man muss ja nicht wissen, wie jedes Enzym oder Stoff genau heisst, aber mich interessiert eben wie etwas grundsätzlich wirkt. Bei Ibuprofen würde mir z.B. eine Erklärung in der folgenden Art reichen: Ibuprofen blockiert ein Enzym, das schmerz-, entzündungs- und fieberauslösende Stoffe bildet. Wenn mich dann etwas noch genauer interessiert kann ich das ja noch im Internet nachlesen oder nachfragen, aber so weiss ich zumindest wie etwas ungefähr wirkt.


    Aber ich möchte hier natürlich niemandem vorschreiben, wie er es machen soll. Ich finde die wissenschaftlichen Namen in vielerlei Hinsicht sehr praktisch und mir fällt es eigentlich auch leicht mir diese zu merken, da ich sie auch immer benutze. Aber jeder kann das natürlich handhaben, wie er es für sich persönlich für richtig hält.


    LG
    Benjamin