Krönchenträuschling?

Es gibt 24 Antworten in diesem Thema, welches 1.478 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Oehrling.

  • Hallo,


    Ich weiß, dass das keine ordentliche Bestimmungsanfrage ist. Zu meiner Entschuldigung: Ich hatte gar nicht vor, eine zu machen, sondern den Pilz als Krönchenträuschling abgehakt und nur kurz für einen möglichen Fundbericht festgehalten.


    Ich kenne den Krönchenträuschling aber nur aus dem Urlaub, und da war er immer sehr viel kleiner. Von dem Berliner hier hatten dagegen einige mehr als 5cm Durchmesser. Deshalb war ich zu Hause dann doch verunsichert und habe das einzige Bild in die KI geladen - die sagt, es sei der gelbe Riesenträuschling.


    Den hatte ich aber noch nie, und glaubs auch nicht so ganz … für mich bleibts der Krönchenträuschling. Was meint Ihr, kann man da trotz fehlender Dokumentation was zu sagen? Wuchs zwischen Pappeln.


    Herzliche Grüße

    Pilzfreund77

  • Pilzfreund77

    Hat den Titel des Themas von „Krönchenträuschling“ zu „Krönchenträuschling?“ geändert.
  • Hm, den hatte ich noch nie mit sehr lila Lamellen ... Farbe kommt auf dem Foto vielleicht nicht rüber. Also trotz lila Lamellen ein Ackerling?

    P.S. auch nicht sichtbar ist die wie abgeschnitten wirkende Halbkugel (die Lamellen wölben sich etwas über den Rand raus, wie ein Polster), da ich leider kein Bild von der Seite gemacht habe.

    Ich hatte Krönchenträuschlinge schon häufiger, sahen wirklich identisch aus, nur eben deutlich kleiner.

  • Servus "Pilzfreund77",


    Krönchenträuschlinge haben einen ganz anderen Ring: dicker, nicht so häutig, dafür sehr deutlich auf der Ringoberseite gerieft. Hier sehe ich einen dünnen, häutigen Ring ohne Riefung auf der Oberseite. Damit fällt der Krönchenträuschling raus.


    Die Lamellenfarbe, die ich auf dem Bildschirm sehe, passt auch nicht, denn der Violettanteil müsste deutlich stärker sein. Es gibt Träuschlinge ohne Violett im Sporenpulver, aber die sehen anders aus (weißhütig, z.B. Stropharia melanosperma und ähnliche Arten). Zudem wäre auch da der Ring oberseits gerieft.


    Die Lamellenfarbe und die Art des Rings sind für mich ein klarer Hinweis zur Gattung Agrocybe, Ackerlinge.


    Du hast zudem ein wichtiges Merkmal übersehen oder ausgelassen: die Sporenpulerfarbe. Wenn du einen unbekannten Pilz bestimmen willst, dann mach immer einen Sporenabwurf, denn sonst entgeht dir ein sehr wichtiges Bestimmungsmerkmal. Hier siehst du es übrigens auch so auf dem Foto. Auf dem Ring siehst du den braunen Abwurf. Stropharia hätte ein violettschwarzes (oder als Ausnahme schwarzes) Sporenpulver.


    Auch das Sporenpulver passt auf Ackerling, die Makroskopie des Fruchtkörpers eh. Stropharia ist definitiv ausgeschlossen. Das zeigt mal wieder, dass KI keine Pilz ebestimmen sollte.


    Ergebnis: Agrocybe praecox agg. (mehrere, teils noch nicht beschriebene Arten), auf deutsch Voreilender Ackerling (im weiten Sinn).


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Herzlichen Dank für Eure Hilfe! Ich gestehe aber, dass ich noch Zweifel habe, weil die Lamellen wirklich sehr stark violett waren, der Hut schleimig, sie vereinzelt auf der Wiese wuchsen ... habe ich beim Ackerling so noch nicht gesehen. Hat der denn wirklich deutlich violette Lamellen?

  • Das zeigt mal wieder, dass KI keine Pilz ebestimmen sollte.

    Jain, ich selbst habe ihn als Krönchenträuschling bestimmt, die KI hat das hochgeladene Bild dagegen als gelben Riesenträuschling bestimmt. Wegen dem starken Lila wäre ich nicht auf Ackerling gekommen, die KI wohl auch nicht, aber ich habe gerade gelesen, dass der voreilende Ackerling manchmal tatsächlich lila Lamellen hat …?

    Dass der Hut gelb ist, sieht man ja auf dem Foto …

  • Ich gestehe aber, dass ich noch Zweifel habe, weil die Lamellen wirklich sehr stark violett waren, der Hut schleimig, sie vereinzelt auf der Wiese wuchsen ... habe ich beim Ackerling so noch nicht gesehen. Hat der denn wirklich deutlich violette Lamellen?

    Zweifel sind immer angebracht und wichtig. Ich möchte aber nochmal versuchen, deinen Blick auf den Sporenabwurf zu lenken, den du klar am Ring sehen kannst. Die Sporen fallen auf den Ring von oben drauf, weshalb sie sich dort sammeln. Da siehst du einen Braunton ohne jedes Violett. Zumindest kannst du damit jeden Träuschling komplett ausschließen.


    Hut stark schleimig – das hängt von der Witterung ab. Ich sehe an den Pflanzen viele Wassertröpfchen, es hat also geregnet oder es gab sehr viel Tau. Da werden auch die Ackerlinge schleimig. Vereinzelt auf der Wiese? Die büscheligen, großen Voreilenden Ackerlinge, sie man gerne in Rindenmulch findet, sind eine andere Art aus dem Aggregat als die, die vom Habitus her schmächtiger sind. Vereinzelte Fruchtkörper sind für mich kein Ausschlusskriterium. Ich müsste da nochmal nachschauen, aber es gibt mindestens vier Voreilende Ackerlinge, was sich aus Kreuzungstests ergibt. Ich kenne noch eine Art mit etwas gelblichen Lamellen, Agrocybe xanthocystis, aus dem Komplex.


    Wie auch immer, für mich ist es einer der Voreilenden.


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Ihr werdet wohl recht haben – für mich jedenfalls eine Lehre, dass man das Wenige, was ich auf dem Foto zu sehen glaube, auch nicht einfach "sieht", und meine Anfrage sogar noch dürftiger ist als gedacht. Es regnete in Strömen (sic!), ich musste schnell machen, damit das Handy nicht zu nass wird - und vielleicht wirkten die Hüte im Regen gelber als sie sind, die Lamellen lilaner ... ich bins auf jeden Fall schuldig, da nochmal hinzufahren und eine ordentliche Doku nachzureichen!


    Herzliche Grüße

    Pilzgfreund77

  • Hallo Pilzfreund,


    hier noch eine eigene Aufnahme: Der oberseits grob geriefte Ring ist sicher ein deutliches Merkmal für den Krönchen-Träuschling (Psilocybe coronilla).

  • Hallo zusammen,

    ich habe mir den Fund nochmal genau angeschaut. Bei der Lamellenfarbe bin ich mir inzwischen sehr sicher, dass wir hier bei einem Vertreter der Gattung Stropharia (Träuschlinge) sind.

    Konkret sehe ich hier den Gelben Riesen-Träuschling:

    Stropharia rugosoannulata f. lutea

  • Guten Morgen miteinander,



    die Lamellen, ja die würde ich einem Träuschling zuordnen. Mit meinem wenigen Wissen.

    Auf die Idee, KI dazu zu befragen käme ich wegen Pilzen nicht. Es war schon mehr als einmal so, dass genau jene KI falsche Ergebnisse geliefert hat. DAS kann fatale Fehler zur Folge haben. Für mich: Finger weg von KI.

    Liebe Grüße vom


    Bläuling


    Meine Bestimmungsversuche sind KEINE Verzehrfreigaben



    Schipse: 100-10 Startgebühr für APR 2024= 90 + 2 = 92

    Schipse: 92-10 Startgebühr für APR 2025 = 82

  • Hallo,


    Danke für die vielen guten Hinweise. Das Irreführende ist offenbar die Farbe von Lamellen und Hut , die aber, wie ich inzwischen glaube, beim Ackerling doch nicht so wichtig ist. Ausschlaggebend ist wohl eher, wie Christoph bemerkte, der lappige Ring und dann natürlich die Sporenpulver-Farbe.


    Hier nun ein ordentlicher Bericht:


    – Habitat offene Wiese mit wenigen Pappeln, sandiger Boden, sauer

    – Einzeln wachsend, möglicherweise auch einen Ring andeutend

    – Hut orange-gelb bis hellbraun, sehr schleimig, 3 bis 8 cm breit, halbkugelig, lange so bleibend

    – Reaktion mit KOH 30% deutliche Orangefärbung nach wenigen Sekunden

    – Lamellen von weiß bis deutlich Violett bis grau, Schneiden heller, gewellt, ausgebuchtet angewachsen, Zwischenlamellen, Zahn herablaufend

    – Stiel hohl und faserig, mit lappigem, häutigem, oben ansitzendem, leicht gerieftem Ring, keine Knolle

    – Fleisch kein Geruch feststellbar

    – Sporenpulver Abdruck braun


    1. Fundort


    2. Von oben



    3. Reaktion mit 30% KOH



    4. Lamellen meist violett (kommt leider auf den Fotos nicht gut rüber, ist aber vor Ort sehr deutlich)


    5. Ausgebuchtet angewachsen, gewellt, Zwischenlammellen, Zahn


    6. Bei einigen Exemplaren sind die Lamellen dagegen tatsächlich weiß-grau



    7. Edit: Sporenabwurf vom Pilz auf Bild Nr. 6:

  • Hallo,

    wie schon geschrieben wurde, ist das ganz eindeutig ein Ackerling (Agrocybe).

    Sehr wahrscheinlich aus dem praecox-Aggregat. Der fehlende Geruch könnte unter anderem auf die Feuchtigkeit zurückzuführen sein (eigentlich riecht er in den Lamellen kakaoartig und gequetscht recht stark süßlich-mehlig). Ob andere Ackerlinge infrage kommen, weiß ich nicht, aber mit dem stark ausgeprägten Ring und der Größe eher nicht. Ein Ackerling ist es jedenfalls mit Sicherheit.

    Viele Grüße

    Emil

  • Ausschlaggebend ist wohl eher, wie Christoph bemerkte, der lappige Ring und dann natürlich die Sporenpulver-Farbe.

    Und welches Merkmal gab ihm seinen Namen, also dem Krönchenträuschling?

  • Ausschlaggebend ist wohl eher, wie Christoph bemerkte, der lappige Ring und dann natürlich die Sporenpulver-Farbe.

    Und welches Merkmal gab ihm seinen Namen, also dem Krönchenträuschling?

    Genau, deshalb schrieb ich ja, dass dies offenbar wichtiger ist als die Färbung. Es waren sich hier diesbezüglich ja auch Kundige keinesfalls einig …

  • Ich bin jetzt auch bei Agocybe. Gestern habe ich mir die Bilder auf dem Handy angesehen, da wirkten die Lamellen hochgradig lila. Auf dem normalen PC keine Spur mehr davon...

  • Wie gesagt, die Lamellen sind bei den meisten Fruchtkörpern deutlich lila, auch wenn das auf den Fotos nicht gut zu sehen ist. Genau das war ja die Schwierigkeit hier.


    Das zweifelsfreie Ergebnis ist also A.) dass es sich um einen Ackerling handelt und B.) dass demnach Ackerlinge violette Lamellen haben können.


    Anders als Harald meint hatte ich nicht den Eindruck, dass letzteres auch allen "Kennern" so ohne Weiteres klar war. Jedenfalls zeigt die Dokumentation oben, dass ich falsch lag, und Christoph und Schupfnudel selbst an dem dürftigen ersten Fotos richtig erkannt haben, dass es sich um einen Ackerling handelt – weil eben andere Merkmale wichtiger sind als die lila Farbe, auf die ich reingefallen war.


    Sehr interessant auf jeden Fall für mich, ich habe was gelernt, danke für die vielen guten Hinweise und Erklärungen!


    Edit: Der Vollständigkeit halber hier noch der Sporenabwurf, von einem mittelalten Exemplar mit weißgrauen Lamellen:




    Herzliche Grüße

    Pilzfreund77

  • Hallo zusammen

    Jain, ich selbst habe ihn als Krönchenträuschling bestimmt, die KI hat das hochgeladene Bild dagegen als gelben Riesenträuschling bestimmt. Wegen dem starken Lila wäre ich nicht auf Ackerling gekommen, die KI wohl auch nicht, aber ich habe gerade gelesen, dass der voreilende Ackerling manchmal tatsächlich lila Lamellen hat …?


    Mich würde mal interessieren, welche KI das erste Bild oben als Gelben Riesenträuschling identifiziert hat. Welche App war das? Ich konnte das irgendwie nicht so richtig glauben, also habe ich mal drei KIs getestet und alle kamen ausnahmslos zum Voreilender Ackerling - Agrocybe praecox als wahrscheinlichstes Ergebnis. Wenn deine App wirklich zu einem Gelben Riesenträuschling gekommen ist, würde ich diese an deiner Stelle nicht mehr verwenden. Gute KIs sind in der Pilzerkennung mittlerweile schon sehr gut geworden und sollten daher mit mit dem Foto oben auch zur richtigen Art kommen, was sie ja auch tun. Ich möchte damit keinesfalls sagen, dass man einer KI blind vertrauen soll (das darf man nie), aber bei guten KIs ist die Trefferquote heutzutage schon sehr hoch geworden, wenn es Arten sind, die makroskopisch bestimmt werden können und wenn gute Fotos verwendet werden.


    LG

    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Das war in diesem Fall die kostenlose Version von GROK. Ja, ich kenne die Einwände gegen GROK, sie ist dennoch in vielen Dingen m.E. sämtlichen anderen KI*s haushoch überlegen. In diesem Fall wohl nicht, oder sie war eben auf mich entsprechend trainiert etc., oder mag keine Pilze …


    Ich sehe das aber wie du, dass KIs das irgendwann problemlos können, auch das Thema Gerüche etc. wird gelöst werden. Trotzdem bestimme ich keine Pilze mit einer KI, auch nicht mit ein dedizierten Pilz-Bestimmungs-KI.


    Auch diesen Pilz hier hatte ich ja selbst als Krönchenträuschling bestimmt, wie gesagt im Regen, und nur ein Foto gemacht. Dieses Foto kam mir dann zu Hause aber komisch vor. Und nur weil ich keine anderen Anhaltspunkte hatte (habe keinen Pilz mitgenommen), habe ichs dann in die KI geladen – wiederum nicht in der Erwartung, dass diese eine "Wahrheit" ausspuckt…


    Edit: Habs gerade mal in ISeek geladen, hatte ganz vergessen, dass ich das habe – die sagt Ackerlinge. Also ab jetzt glaube ich iSeek ;)

  • ibex Und das Problem war hier ja auch eher umgekehrt: Wenn eine gute KI "Ackerling" gesagt hätte, dann hätte ichs ja gar nicht geglaubt, weil ich mich eben auf das Lila eingeschossen hatte, und mir das bei einem Ackerling nicht vorstellen konnte. Also ich war schon selbst schuld :)

  • Hallo "Pilzfreund77"!

    Also ab jetzt glaube ich iSeek

    Also ich würde hier aktuell keiner KI Vertrauen schenken. Pilze aktuell mit einer KI zu bestimmen hat m.E. die selbe Verlässlichkeitsstufe wie z.B. astrologische Weissagungen. Es ist allgemein bekannt, das bei KI-Modellen die Fehlerquote - je nach Fachgebiet - teils über 80% liegt.


    Inwiefern sich dies alles einmal in Zukunft vielleicht noch verbessern wird, bleibt abzuwarten. Bisherige KI-Modelle sind sehr auf das Visuelle fokussiert, ob und wie sich da dann noch anderweitige Wahrnehmungsebenen integrieren lassen, wie es z.B. für eine Pilzbestimmung relevant ist (u.a. Gerüche, Geschmack) ist eine äußerst spannende und völlig offene Frage...


    VG

    -Marcel.

  • Hallo zusammen


    Pilzfreund77 Wenn du eine KI benutzt muss diese in erster Linie für dich passen und dich bei deiner Arbeit oder deinen Aufgaben effizienter machen. Welche das dann ist, ist ja dir überlassen. Und auch wenn KIs in gewissen Bereichen schon sehr gut geworden sind, kann man ihnen dennoch nie blind vertrauen, wie ich ja bereits geschrieben habe, aber das weisst du ja sicher selbst.


    Also ich würde hier aktuell keiner KI Vertrauen schenken. Pilze aktuell mit einer KI zu bestimmen hat m.E. die selbe Verlässlichkeitsstufe wie z.B. astrologische Weissagungen. Es ist allgemein bekannt, das bei KI-Modellen die Fehlerquote - je nach Fachgebiet - teils über 80% liegt.

    Wie gesagt sollte man nie blind vertrauen, aber gute KIs sind in der makroskopischen Pilzerkennung mittlerweile schon sehr gut geworden. Was ja auch nicht verwundern sollte, wenn die Trainingsdaten des Modells stimmen und man gute Fotos verwendet. Ich finde den Vergleich mit astrologischen Weissagungen daher unpassend. Klar machen KI-Modelle Fehler, daher sollte man die Ergebnisse, die eine KI z.B. bei einer Pilzerkennung liefert auch nur als Vorschläge werten und immer kritisch mit Fachliteratur prüfen. Eine Verzehrsfreigabe darf nie durch eine KI-Bestimmung abgeleitet werden, da stimme ich absolut zu. Dafür macht KI immer noch zu viele Fehler und in so einem Fall kann einer ausreichen und es kann im schlimmsten Fall tödlich enden.


    Für andere Bereiche finde ich KI ebenfalls extrem nützlich und meine Effizienz ist dadurch in vielen Bereich enorm gestiegen. Ich denke ich bin da auch nicht alleine, wenn man sich die Nutzerzahlen und das Wachstum (auch der zahlenden Nutzer) ansieht. Trotzdem sollte man sich in einem Thema aus meiner Sicht im Idealfall schon etwas auskennen und/oder von der KI immer Quellen zu den gemachten Aussagen verlangen. Zudem kommt es auch immer auf die Aufgaben an:


    Mit Claude Code z.B. kann sich heute jemand, der noch nie in seinem Leben etwas programmiert hat eine massgeschneiderte Anwendung bauen lassen. Man muss nur noch der Architekt sein und Anweisungen erteilen können, Claude ist der Handwerker und baut alles, wie man es gerne hätte. Wenn man das jemandem vor 10 Jahren gesagt hätte, hätte er es vermutlich kaum für möglich gehalten. Ich bin im Moment gerade dabei eine App, die ich mal mit Java geschrieben hatte, mit Claude neu in Python schreiben zu lassen und zusätzlich noch deutlich mehr Funktionen einzubauen. Ich habe jetzt 1.5 Tage daran gearbeitet und es ist unglaublich, wie viel man in so einer kurzen Zeit schafft.


    Wenn man heute noch sagt, dass KI nur eine Spielerei ist, unterschätzt man aus meiner Sicht eine der grössten technologischen Veränderungen unserer Zeit und verkennt dabei, dass sie in vielen Bereichen bereits ein ernstzunehmendes Werkzeug geworden ist, das zwar noch Grenzen hat, aber auch enormes Potenzial.


    LG
    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Bei der Nutzung einer guten KI muss halt auch der Dateninput stimmen. Z. B. sind auf meinem Monitor (das ist ein sehr guter, teurer) durchaus nirgendwo lila Lamellen zu sehen, so dass hier das Hauptproblem wahrscheinlich in einer farblichen Fehlinterpetation besteht, die die KI in Richtung Träuschling falsch gelotst hat.


    Wie schon richtig gesagt wurde, ist die (vermeintliche) Lamellenfarbe bei der Abgrenzung Ackerling vs. Träuschling von sehr untergeordneter Bedeutung, im Gegensatz zur Form des Stielringes.


    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!