Beiträge von Thorwulf

    Hallo Claudia,

    ... dazu habe ich das Buch "Reiseführer ins Reich der Pilze" von Dirk Harmel, das zudem einen etwas anderen Ansatz zur Pilzbestimmung hat, nämlich auf der Grundlage der Morphologie zur Gattung usw. zu gelangen.

    von diesem Werk habe ich bislang noch nichts gehört; klingt jedenfalls nach einem interessanten Ansatz und einer informativen Lektüre. Mit der Wald- u. Vegetationsökologie und auch einem gewissen Grundwissen über Bodenbeschaffenheit bzw. -art beginnt m.E. der Weg zur Pilzerkundung; dies habe ich seinerzeit recht schnell für mich erkannt und berücksichtige solche Faktoren stets.


    Danke für den Hinweis auf dieses wohl etwas andere Pilzbuch!


    Hallo Michael u. Peter,

    Was ich ab und zu mache ist mein "Pilztagebuch" weiterzuführen...


    so eine Art "Pilztagebuch" hatte ich auch viele Jahre geführt.

    diese Herangehensweise finde ich äußerst spannend und ich hatte so etwas auch schon in Erwägung gezogen. Wie ihr beide ganz zutreffend anmerkt, muss man sich dabei ja in der Tat mit den wesentlichen Details des jeweiligen Pilzes beschäftigen, angefangen beim Habitus mit allen charakteristischen Einzelheiten, weil man das Objekt der Begierde zeichnerisch zu Papier bringt, u. zudem hat man dann noch die relevantesten Detailinfos quasi als Steckbrief dazu. Die Methode werde ich nun vielleicht doch mal austesten u. umsetzen.


    Hallo "Paulis",

    ... nicht in reiner Textform, sondern als Fotocollagen. Einfach Vergleiche mit aussagekräftigen Texten.

    Also irgendwie dann auch eine Art von "Pilztagebuch". ;)


    auf einem Video spreche ich an, was ich sehe und wahrnehme...

    Ich nutze hier seit geraumer Zeit den Voice-Rekorder meines Smartphones, wo ich die makroskopischen/morphologischen Merkmale, Habitat usw. aufzeichne, eine Videoaufnahme ist sicherlich noch hilfreicher, weil man dort ja noch die ganzen visuellen Eindrücke mit dabei hat. Finde ich auch sehr interessant u. was zum Austesten. Danke!


    Hallo "Grafei",

    Bei den über 10.000 Pilzarten Mitteleuropas wundere ich mich immer wieder über Personen, die sich mit jeder Gattung beschäftigen und den Anspruch haben in jeder Gattung nahezu alle Arten zu kennen.

    meine Intention ist - wie eingangs erwähnt - anders gelagert. Ich will u. kann mich nicht mit jeder Pilzgattung und allen dortigen Arten inkl. Forma u. Varietäten beschäftigen, vielmehr geht es mir hauptsächlich darum etwas darüber zu erfahren, wie sich der eine u. andere das Wissen um die häufigeren Arten u. mögliche Verwechslungskandidaten erarbeitet hat bzw. noch weiter festklopft und ich finde es sehr spannend, was hierzu jetzt schon alles dargelegt wurde.


    Danke nochmals an alle u. viele Grüße

    -Marcel.

    Hallo Harald,

    Pilze, die man sammelt, selbst bestimmen, die blanke Theorie und Fremdhilfe ist da nur Mittel zum Zweck. Wenn man eine Art sicher selbst bestimmt hat, sollte man die einigermaßen drauf haben.

    Also, Erfahrung sammeln und nochmals Erfahrung...

    für mich ist die Pilzbestimmung seit jeher eine Art von Handwerk/praktischer "Ausbildung", womit ja klar ist, dass nur ständige Praxis u. Üben sowie Wissens- u. Erfahrungsaustausch u. das Vertiefen von Wissen, somit das eigenständige Ansammeln eines persönlichen Erfahrungsschatzes im Fokus stehen, was hier aber nochmals meine Frage in die Runde ist, die ich hiermit etwas präzisieren möchte: In welcher Art u. Weise erarbeitet bzw. vertieft hier sich der/die eine u. andere das praktische Wissen bei Pilzarten auf Gattungsebene, insbesondere bei den Verwechslungskandidaten.


    Ich verwende auch gern schon mal Eselsbrücken, wie zu Schulzeiten, auch schon für die Abklärung der Gattung (z.B. Ritterlinge = Burggraben) und die Karteikärtchen hab ich natürlich auch aus Schulzeiten übernommen, aber es hat ja ein jeder noch den einen od. anderen Kniff bzw. praktischen Tipp aus seinem individuellen Ansatz des Erlernens u. Festklopfens. Dies war jetzt so meine neugierige Anfrage hier in die Runde.


    Hallo Stefan,

    Hilfreich ist es immer, wenn man Kontakte zu Experten knüpft und sich mit denen austauscht. Tagungsbesuche sind auch immer sehr lehrreich.

    definitiv ein gewichtiger Faktor beim Ausbau des Wissensstandes, den ich seit jeher auch weitgehend umsetze. Letztlich erlangt man durch den Erfahrungsschatz der "alten Hasen" bzw. Gattungsspezialisten immer einen persönlichen Zugewinn an Know-how und ich persönlich lerne auch sehr viel durch meine Fehler bzw. Korrekturen seitens der erfahreneren Pilzfreunde/Spezialisten.


    Hallo Peter,

    ... dass aktives Lernen (beschreiben, dokumentieren, zeichnen, mikroskopieren, erzählen, Erfahrungen mit anderen austauschen,...) deutlich stärker verhaftet bleibt, als irgendwo gehörtes, gesehenes oder gelesenes.

    So geht es mir auch; nur intensives Erarbeiten u. Erfahrungsaustausch führt bei mir zu dem einen und anderen Lernfortschritt u. die Tabellen/Checklisten sind bei mir auch dynamischer Natur. ;)

    Und da ich seit den 90iger Jahren ein Excel-Nerd bin, komm ich damit am besten zurecht, wenn es um Details geht.


    Vielen Dank euch für euer Feedback!


    Beste Grüße

    -Marcel.

    Hallo miteinander,


    mich würde mal interessieren, wie ihr euch das Wissen um Pilzarten auf Gattungsebene aneignet bzw. verfestigt, was ja m.E. grundsätzlich nur durch ständiges Training (Exkursionen) u. Austausch mit erfahreneren Pilzfreunden geschehen kann, aber für mich braucht es dabei aktuell auch noch gewisser Hilfsmittel wie z.B. kurzen tabellarischen Gegenüberstellungen von makroskopischen Merkmalen/Charakteristika bei Arten mit klassischen Verwechslungskandidaten. So hatte ich für mich mal vor einiger Zeit für die Praxis (on-spot-ID) u. Nacherarbeitung eine kurze Gegenüberstellung von augenscheinlichen Attributen hier exemplarisch vom Pantherpilz mit seinen beiden häufigsten Verwechslungspartnern Grauer Wulstling und Perlpilz erarbeitet (nachstehend). Habe ja aktuell mal wieder das Vergnügen, der Raubkatze bei fast jeder Runde in der Arena zu begegnen.



    Panther Grauer Wulstling Perlpilz
    bevorzugtes Habitat Vielzahl verschiedener Waldformen, auch in Parkanlagen ältere Buchen- und Eichenmischwälder sowie bodensaure Fichten-Tannen- und Fichtenwälder, gelegentlich erscheint er auch in Kiefernbeständen, hin und wieder auch in Parkanlagen Buchen- und Eichen-Mischwäldern, in Fichten-Tannen-, Fichten- und Kiefernforsten sowie in Parks und Gärten
    Hut jung kugelig, dann ausgebreitet, flach, braun, 4–10 cm breit, Hutvelum (weiße Flocken) meist konzentrisch um Hutmitte, im Alter meist ausgedünnt, nach Regen auch gern ausgewaschen wie bei Fliegenpilzen, Hutfarbe dunkelbraun bis weißbräunlich, der Rand ist meist gerieft zunächst halbkugelig, dann aufgeschirmt, Hutbreite zw. 3-25 cm, weißliche bis graubraune, leicht abwischbare Flocken, Fetzen oder Warzen (ähnlich Fliegenpilz), Hutfarbe variiert in verschiedenen Grau-Brauntönen, Hutrand ist meist ungerieft anfangs kugelig, dann aufgeschirmt, Hutbreite 4-16 cm, meist fleischbraun, blass rötlich bis braunrot gefärbt, kann aber auch gelbbraune, graugelbe bis grauweißliche Töne besitzen; der Rand ist nicht oder kaum gerieft, mit grauweißen oder rötlichgrauen, flachen Velumresten bedeckt
    Lamellen weiß, weich und i.d.R. mäßig anstehend weiß, weich, dicht gedrängt stehend, flockige Schneiden, abgerundet am Stiel angeheftet weiß, im Alter rot-braune Flecken, recht breit, engstehend, weiche Konsistenz, oft am Stiel angeheftet
    Manschette mittig oder nur wenig höher am Stiel, keine oder (v.a. bei jungen Fk.) nur geringe/schwache Riefen als Abdrücke der Lamellenschneiden, bei jungen Fruchtkörpern steht sie in der Regel ab, wird jedoch im Alter schlaffer und liegt schließlich als dünner Ring an breit u. gerieft, stets deutlich vom Stiel abstehend; anfangs weiß, später im unteren Bereich grau gefärbt weiß, hängend, im obereren Teil deutlich gerieft
    Stiel 6–12 cm hoch, Durchmesser von 0,5–2 cm, gänzlich weiß, zartflockig kompakt, zylindrisch und flockig gegürtelt, 8–12 cm hoch, anfangs weiß, später über der Manschette gräulich und darunter eher bräunlich, oberhalb der Manschette gerieft oberhalb der Manschette weiß gestreift, darunter faserig-flockig bis kleinschuppig, anfangs weißlich, später vor allem im unteren Teil und an verletzten Stellen rot-braune Flecken oder Streifen, bis zu 16 cm hoch und 3 cm dick, nach oben hin verjüngt. Bei längerer Trockenzeit ist die Oberfläche deutlich quer zur Längsachse gebändert und erscheint daher genattert.
    Stielbasis Sehr schlanke Knolle, charakteristisch gerandet und mit einem Wulst scharf abgesetzt => „Bergsteigersöckchen“; darüber undeutlich eine, oder mehr ringförmige Gürtelzonen erkennbar 2–3 cm knollig verdickt, durch 2–3 Ringgürtel nur undeutlich vom Stiel abgesetzt, oft geht der Stielschaft auch überlaufend in die Knolle über knollig verdickt, kein abgesetzter Rand, nur ein allmählicher Übergang und am Übergangsbereich wenig ausgeprägte, ringartig um den Stiel angeordnete Warzen
    Geruch leicht nach Rettich schwach nach Rüben oder Rettich, gelegentlich auch kartoffelartig mehr oder weniger neutral
    Besonderheiten Allgemein von schlanker Statur insgesamt kräftiger und gedrungener als der Pantherpilz, der Hut ist trister graubraun gefärbt und mit im Normalfall ungerieftem Rand bei Verletzungen im Fleisch wie auch am Hut fleischrosafarbene, orangene oder rotbräunliche Töne, die dem Panther fehlen


    Für mich hat sich diese Art von Übersicht bisher gut bewährt; mit solchen tabellarischen Vergleichen und der ständigen Anwendung in der Praxis eigene ich mir das eine und andere Artwissen recht gut an bzw. klopfe es weiter fest. Daneben führe ich noch seit geraumer Zeit Steckbrief-Karteien zu jeweiligen Pilzarten mit Stichpunktnotizen. Hier mal, auch nur beispielhaft, meine Panther-Kartei.



    Wie handhabt ihr dies in der Regel für euch? Ich bin neugierig und für weitere praktische Anregungen dankbar.


    Viele Grüße

    -Marcel.

    Hallo Erika,

    Bin auch gespannt, ob es dir gefällt.

    dein Bildband ist ein echtes Schmuckstück. Nichts anderes war aber zu erwarten. Ich bin echt begeistert. Selbst die schnöden Holzkeulen werden hier zu echten Pilz-Mannequins und die Bildstrecke von den Tintlingen ist der absolute Hammer.


    Dein Technik-Abschnitt sowie die Bild-Infos rundet das Ganze noch sehr schön ab und geben zumindest mir noch die eine u. andere Anregung für die Pilzfotografie.


    Danke sehr nochmals! :thumbup:


    Ein schönes Büchlein, was in meiner Pilz-Bibliothek einen besonderen Platz bekommt.


    Beste Grüße

    -Marcel.

    Hallo Björn,


    nee, nee, Rätselspiele machen wir hier nicht, ist ja noch nicht Advent. ==Gnolm7


    Hab mir schon gedacht, dass man hierbei ohne Mikro wohl kaum weiterkommen wird. Hab soeben mal kurz die Flecken mit dem Mikro angeschaut. Es sind dort Ketten/Teppiche von quirligen weißen Konidien erkennbar, leider bekomme ich mit meiner Kamera keine gescheiten Aufnahmen davon hin.


    Ich will mir dies mal übers Wochenende noch etwas genauer anschauen. Irgendwelche Tipps für eine weitere Bestimmung bei einem evtl. Capnodiales-Vertreter? Gibt es für diese evtl. einen speziellen Bestimmungsschlüssel? Solche Burschen hatte ich mir bislang noch nicht vorgeknöpft.


    VG

    -Marcel.

    Hallo zusammen,


    bei einem Lindenbaum an meinem Dorf-Bolzplatz fand ich gestern auf den dortigen Blättern massenhaft Flecken. Ich dachte dabei gleich an irgendeinen Rostpilz, bin nun aber nach ein bissl Recherche der Meinung, es könnte sich womöglich um Cercospora microsora handeln, also um einen Schlauchpilz aus der Ordnung der Rußtaupilzartigen.



    Blatt Oberseite (Handlupe 11.5x)


    Blatt Unterseite (Handlupe 11.5x)


    Liege ich da mit meiner Vermutung richtig oder ist dies was anderes? Was sagen/meinen die Spezialisten, evtl. boccaccio ?


    Viele Grüße

    -Marcel.

    Hi.

    [...] bleibe bei A. depauperatus hängen bei dem mir jetzt nichts entgegen springt was mich stören würde.

    Ein wirklich schöner Fund. Leider kann ich zur Aufklärung nicht wirklich etwas beitragen, denn die ganzen Champis sind ja mittlerweile echt vertrackt geworden und von daher gehe ich denen mittlerweile erstmal mehr od. weniger aus dem Weg, aber ich hatte kürzlich das nachstehende Paper mal in den Händen und vielleicht hilft dir dies hierbei noch irgendwie?


    LG

    -Marcel.


    Z-Mykologie_88_2022_0023-0044.pdf

    Hallo Jörg,

    Wenn man etwas heranzoomt ist unterm Hutrand eine rötliche Zone erkennbar.

    an meinem Monitor kommt mir der Bereich irgendwie mehr ockerfarben vor.... :/


    Von daher würde ich hier mehr in Richtung eines trockenheitsgeschädigten Filzröhrlings gucken, ist aber letztlich auch nur ein totaler Schuss ins Blaue...


    Bin gespannt was wir dann hier für ein Kerlchen vor uns haben.


    VG

    -Marcel.

    Hi.

    Ich käme hier auf Lactarius azonites

    Ich wäre hier auch bei einem der Korallenmilchlinge. Mit welchem Schlüssel hast du hier denn gearbeitet?


    Es kämen in der Sektion ja durchaus noch ein paar andere Kandidaten infrage. Unter dem Mikro hattest du das Kerlchen nicht?


    LG

    -Marcel.

    N'abend in die Runde.


    Biologen des Instituts für Tropenbiologie und Naturschutz der Universität Sabah in Malaysia machten kürzlich eine unerwartete Neuentdeckung im Reich der Pilze.


    Der Name dieser neu entdeckten Art ist schon ein Zungenbrecher: Pleurocordyceps cornusynnemata


    Ich hätte diese neue Art ja angesichts der Wirte bzw. des Gesamterscheinungsbildes Pleurocordyceps facehuggerus genannt. ^^


    Hier ein Kurzartikel von dieser Entdeckung auf deutsch u. das Paper der Forscher & Endecker nachstehend zum Download.


    Ein Pilz der Zombiepilze attackiert hat irgendwie was... ^^


    VG

    -Marcel.


    pt00750p237.pdf

    Hallo Jörg,

    Von dieser Inspektion würde ich gern etwas erfahren. Ich wünsche Dir viel Erfolg.

    einen kleinen Fund kann ich hiermit vermelden, auch bei einer "Dienstagsrunde" (also vorgestern). Weil es allerdings nur ein Solitär war, lohnt sich kein eigener Beitrag hier.


    Das Prachtkerlchen fand ich in Gelsenkirchen vorgestern, am Rande eines Spielplatzes an einer größeren parkähnlichen Grünanlage inmitten eines Wohngebiets an einem mittelalten Lindenbaum. Es handelt sich beim Standort um eine gut frequentierte Hundegassistrecke, weshalb er wohl auch bislang überleben konnte.


    Ein paar Stadt-Champignons (bitorquis) fand ich dort auch noch im Grün, die waren allerdings schon in situ exsikkiert und nicht mehr ansehnlich.


    Jetzt wieder daheim werde ich wohl erstmal eine günstigere Wetterlage abwarten um mal ein Parkgelände zu begehen. Bei über 40° C jetzt am Wochenende bleib ich lieber in meinem schattigen Hof.


    VG

    -Marcel.


    N'abend Jörg.

    Zitat

    Ich hoffe das mein Bericht dem einen oder anderen gefällt und ihn (sie) animiert einmal ein Parkareal zu besuchen.

    Da tut sich ja echt was bei dir. :thumbup:


    Ich bin motiviert jetzt demnächst auch mal wieder eine Parkanlage bei mir zu inspizieren.


    Danke fürs Zeigen!


    VG

    -Marcel.

    Ein kleines Grüppchen (drei, vier Exemplare) Hasenglöckchen (Hyacinthoides) in freier Natur, an einem abgelegenen Waldesrand gestern gefunden, vermutlich eine verwilderte Hybridart aber schön anzuschauen und ich fand die noch nie in freier Wildbahn.


    Hallo Jörg,

    Es geht also auch mit Pilzen die Hut und Stiel besitzen langsam los.

    dies ist sehr ermutigend. :thumbup:


    Ich fand gestern bei einem kurzen spontanen Ausflug bei mir ums Eck nur unspektakuläre Baumpilze wie Panellus stipticus, Trametes betulina, Exidia nigricans (immerhin ja auch Basidiomycota :D) und weitere sowie einen Lycogala-Schleimi, vermutlich epidendrum.


    Danke fürs Zeigen!


    VG

    -Marcel.

    Hallo "Pilzfreund77"!

    Also ab jetzt glaube ich iSeek

    Also ich würde hier aktuell keiner KI Vertrauen schenken. Pilze aktuell mit einer KI zu bestimmen hat m.E. die selbe Verlässlichkeitsstufe wie z.B. astrologische Weissagungen. Es ist allgemein bekannt, das bei KI-Modellen die Fehlerquote - je nach Fachgebiet - teils über 80% liegt.


    Inwiefern sich dies alles einmal in Zukunft vielleicht noch verbessern wird, bleibt abzuwarten. Bisherige KI-Modelle sind sehr auf das Visuelle fokussiert, ob und wie sich da dann noch anderweitige Wahrnehmungsebenen integrieren lassen, wie es z.B. für eine Pilzbestimmung relevant ist (u.a. Gerüche, Geschmack) ist eine äußerst spannende und völlig offene Frage...


    VG

    -Marcel.

    N'abend.

    Ein bewaldeter Berg (Juragestein) der sich Fischersberg nennt (im Mochental), der sei ca 50 Jahren nachhaltig bewirtschaftet wird, verliert im Laufe dieses Jahres noch seinen Status, weil eine Kalk-Abbaufirma sich hier einen alternativen Abbau gesichert hat. Die Firma baut lediglich Kalk für Schotter ab (der in unseren Regionen für den Waldwegebau verwendet wird). Dafür wird in den nächsten 40-50 Jahren dieser bewaldete Berg quasi abrasiert;-) ... und Bäume natürlich geerntet, ungeachtet einer Nachhaltigkeit.


    Naturschutz muss sich ein Land auch leisten können. In unsicheren Zeiten, wo z.B. ein friedliches Land sich plötzlich in einer militärischen Aufrüstungsspirale wiederfindet, wird Naturzschutz und nachhaltige Bewirtschaftung prioritär nachrangig...

    Dies ist per se mehr oder weniger ein volkswirtschaftlicher Diskussionsgegenstand. Denn Bergbau und Forstwirtschaft zählen gemäß der Volkswirtschaftslehre zum primären Wirtschaftssektor, also dem Bereich wo Naturprodukte gewonnen und verwertet werden, und die Abwägung wird in solch einem Fall wohl mehr unter ökonomischen als ökologischen Aspekten geschehen. Eine anderweitige Gewichtung wird dabei wohl nur eine untergeordnete Rolle haben bzw. Nebensache sein.


    Und selbst in besseren Zeiten (keine oder nur wenige kriegerische Konflikte, Pandemien o.ä.) wird so vieles nur noch unter diesem Aspekt, nämlich der ökonomischen neoliberalen Blickrichtung behandelt und entschieden.


    Eine Entwicklung bzw. Realität, die man zurecht kritisiert, aber es ist schon seit jeher schwierig, dagegen etwas zu unternehmen.


    Viele Grüße

    -Marcel.

    Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) bei mir als Sonntagsgast, flattert durch meine Hofbepflanzung, hier ein Zwischenstopp-Foto.


    Das naturnahe Gärtnern macht sich somit "bezahlt"... :)