Beiträge von EmilS

    Hallo,


    ich danke euch für eure Einschätzungen. Dann werde ich mal versuchen, mikroskopisch etwas herauszufinden. Der Pilz war schon etwas angetrocknet. Ich habe jetzt kleine Teile abgetrennt und lasse sie in etwas Wasser bis morgen aufweichen und schaue dann mal. Ich habe nur so gar keine Erfahrung mit der Rindenpilzmikroskopie. Selbst bei Hutpilzen sind ja die Strukturen oft nicht einfach zu sehen und wenn alle Teile des Pilzes ineinander übergehen und dann auch noch recht hart und unquetschbar sind... Mal sehen, was das wird. Zumindest Sporen sollten aber hoffentlich zu finden sein. Deine Portraits sind ja auch bebildert, Pablo, das ist sicher sehr hilfreich.


    Viele Grüße,

    Emil

    Liebe Pilzfreunde,


    Holz- und Rindenpilze sind gar nicht mein Fachgebiet. Dieser hier war jedoch so auffällig, dass er meine Aufmerksamkeit erregen konnte. Hat zufällig jemand eine Spontanidee? An ca. 2–3 cm dickem Laubholzästchen (evtl. Buche?), weißlich bis ocker, Geruch erdig, erinnert etwas an Mottenkugeln.

    Ich habe ihn auch mitgenommen, aber wüsste nicht mal ansatzweise, wo ich gucken soll.


    Viele Grüße,
    Emil

    Jetzt bringt Peter lauter Klassiker. Aber natürlich immer schön zu hören, wird nie langweilig. :)

    Hier was Kleines, Aktuelles, was mir auch gut gefällt:



    Viele Grüße,

    Emil

    Hallo Stefan,


    das liegt aber auch daran, dass Christoph selbst extrem genau arbeitet. ;) Er nimmt das mit den Belegen äußerst ernst. Das ist auch gut so, aber im Endeffekt liegt das immer im persönlichen Ermessen. Gerade offensichtliche Fehler kann man schon „mal so“ korrigieren, solange man das begründet.
    Und ich weiß nicht, was er genau erzählt hat, aber das mit dem Ärger habe ich auch mitbekommen. Es ging darum, dass er irgendwelche Sachen eigenmächtig löschen wollte, und verständlicherweise kam das nicht so gut an. Aber Ärger ist auch übertrieben. Das ist nichts, was sich nicht leicht klären ließ. Ich habe da noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Und gerade in „Randgebieten“ wie mykologischen Themen hat man recht freie Hand, gerade weil es eben nicht so viele Autoren gibt, das die Zusammenarbeit erleichtert und man diejenigen, die das überprüfen, oft kennt.


    Viele Grüße,

    Emil

    Hallo Beli,


    auch wenn ich nicht alles verstanden habe, was du schreibst: Ich würde dir das Schnittbild gerne zeigen, aber die Exemplare gibt es leider nicht mehr. Was ich noch habe, sind meine Aufzeichnungen und ein Sporenabdruck. Den werde ich mir noch ansehen und die Sporen messen (auch wenn es anscheinend Überschneidungen gibt wäre das ja noch ein Hinweis). Ich habe Melzers Reaktion auch sicherheitshalber an mehreren Stellen aufgetragen, auch wenn ich schon weiß, wie man diese Reaktion testet. ;)
    Für mich ist der Fund nicht unbestimmt, ich würde von einer sicheren Tendenz sprechen.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Stefan,

    wenn das alles nicht so streng reglementiert wäre mit der Zitierspflicht usw...

    ...dann würde da lauter Unsinn rein geschrieben werden und kein Mensch könnte nachprüfen, woher diese Informationen stammen.
    Zum wissenschaftlichen Arbeiten gehören Quellenangaben dazu. Das macht einen großen Teil der Seriosität aus, dass man die Angaben eben nachschlagen und vertiefen kann, wenn man das möchte.


    Das braucht aber niemanden abzuschrecken. Es gibt viele hilfreiche Tools, die das Schreiben sehr erleichtern. Darauf bezogen beispielsweise ein Tool, wo man den Link oder einige Rahmendaten des Buches einträgt und das einem die richtige Quellenangabe automatisch generiert.


    Viele Grüße,

    Emil

    Liebe Pilzfreunde,


    ich schreibe jetzt seit einiger Zeit bei Wikipedia mit. Ich halte Wikipedia für eines der wichtigsten und besten Projekte im Internet. Die Strukturen dort, die gegenseitige Kontrolle auf Richtigkeit und Neutralität, die Belegpflicht, das alles hat mich sehr überzeugt und führt dazu, dass gerade die deutschsprachige Wikipedia einen enormen Wissensschatz aufweist und die meisten Artikel sehr hochwertig und aktuell sind.


    Jetzt mein Aufruf an euch: Wer von Spaß daran hat, einen Teil zur Verbesserung eines allgemein hilfreichen Projekts zu leisten, Artikel zu schreiben oder zu verbessern oder eigene Bilder der Allgemeinheit zugänglich zu machen, sollte sich mal überlegen, ob er/sie sich nicht mal bei Wikipedia versuchen will. Man kann auch mit einer Kleinigkeit anfangen und muss sich nicht mal dafür anmelden.

    Es gibt recht wenige Autoren, die sich mit Pilzen befassen, und da ist viel Raum für Ergänzungen, Verbesserungen und Aktualisierungen.

    Hier wurden schon viele Beiträge verfasst, die für die Allgemeinheit sehr nützlich und interessant sind (ich denke da vor allem auch an die schönen Portraits hier im Forum) – warum also nicht auf Wikipedia schreiben und noch mehr Menschen erreichen?


    Viele Grüße,

    Emil

    Hallo Beli,


    ich habe kein Schnittbild, aber ich habe sie durchgeschnitten und das Fleisch war gleichmäßig gelb und stark blauend.
    Ich kenne auch S. queletii aus eigener Anschauung und das sind keine.

    Viele Grüße,

    Emil

    Hallo


    Röhrling ist Suillellus queletii


    LG beli !

    Hallo Beli,


    garantiert nicht. Das passt optisch überhaupt nicht. Zudem fehlt das purpurne Fleisch in der Stielbasis, die Amylon-Reaktion passt nicht usw.


    Viele Grüße,

    Emil

    Liebe Pilzfreunde,


    dafür, dass ich meinen Traumfund machen konnte, waren mehrere glückliche Fügungen verantwortlich.
    Geeignete Witterungsbedingungen brachten ein Myzel dazu, einen Fruchtkörper hervorzubringen – in Mittelhessen, wo die Art zuvor noch nie aufgetaucht ist. Außerdem wurde dieser Fruchtkörper von einem Pilzsammler entdeckt, dessen Vater Dr. der Mykologie ist, weshalb der Pilz identifiziert werden konnte und der Finder sich denken konnte, dass der Fund den hiesigen Pilzfreunden Freude bereiten könnte. Da ich als Pilzsachverständiger für die Region gelistet bin, habe ich eine Mitteilung per Mail erhalten, woraufhin ich unverzüglich den Fundort aufgesucht habe.


    Ich konnte es kaum fassen, zählt doch der Kaiserling (Amanita caesarea) zu den Lieblingspilzen, die ich schon immer mal finden wollte.

    Aber seht selbst:


    Ich konnte den Pilz die darauf folgenden Tage weiter beobachten:



    Nach einigen Tagen waren neue Exemplare zu entdecken. Erst noch nicht als solche erkennbar...


    ...verriet ihn bald sein goldoranger Hut.


    Und so sieht er noch etwas später aus:


    Insgesamt waren es jetzt 10–15 Exemplare und wer weiß, vielleicht kommen noch mehr.


    Generell hat sich der Fundort (sonnenexponierte Wiese mit ausschließlich Eichen) als Arten-Hotspot erwiesen. Trotz recht großer Trockenheit gab es nämlich noch eine Rarität: Neoboletus xanthopus (Gelbfüßiger Hexenröhrling). Diese Art wurde erst 2014 vom Flockenstieligen Hexenröhrling abgetrennt. Sie unterscheidet sich im Habitat und in mehreren Merkmalen wie mehr Gelbtönen am Stiel. Obwohl die Übergänge zum Flockenstieligen fließend sein können und man unsichere Funde am besten sequenzieren sollte, war diese Kollektion so typisch, dass sie mir in einer internationalen Röhrlings-Facebookgruppe von mehreren Kennern bestätigt wurde.




    Bemerkenswert sind die feinen Flöckchen, die nicht bis zur Stielspitze reichen.


    Und ein typisches Merkmal ist das Tomentum an der Stielbasis. Die Sporengröße soll sich auch geringfügig unterscheiden. Ich werde das noch überprüfen, bin noch nicht dazu gekommen.


    Außerdem war der Milde Kamm-Täubling (Russula insignis) zu finden.


    Dominiert haben noch zwei häufige Arten, aber mit zahlreichen und hübschen Fruchtkörpern: Die Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus)...


    ...und der Wurzelnde Bitterröhrling (Caloboletus radicans).



    Viele Grüße,

    Emil

    Man bestimmt auch Pilze nicht, indem man Bilder vergleicht, sondern indem man die Merkmale überprüft. Hier sind das zum Beispiel: Relativ robuster und dickfleischiger Pilz ohne trichterig vertiefte Hutmitte an Nadelholz und mit diffus säuerlich fruchtigem Geruch (bis hierhin sind das auch Unterschiede zum Getigerten Sägeblättling, alles Folgende sind allgemeine Erkennungsmerkmale beider Arten), cremeweißlich, an Hut und Stiel mit Schüppchen besetzt, Lamellen schartig gesägt.

    Viele Grüße,

    Emil

    Hallo und Willkommen,


    das ist nicht der Getigerte, sondern der Schuppige Sägeblättling (Neolentinus lepideus).

    Mir gefällt die ausführliche Beschreibung. Behalte das für die Zukunft bei, denn das wird dir die Pilzbestimmung wesentlich erleichtern.


    Viele Grüße,

    Emil

    Im Forum wäre das dann problematisch wenn man einen Account hat und sich dort mit seinen Benutzerdaten anmeldet. Theoretisch könnten dann die Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) abgegriffen werden. Kurz gesagt, die Seite besuchen und browsen ist erstmal nicht problematisch aber auf einen Log-In würde ich persönlich verzichten bis das Zertifikat erneuert wird.


    Hallo,


    ich bin mir nicht sicher, ob ich automatisch angemeldet bin, wenn ich in das Forum gehe. Dann warte ich lieber noch mal ab. Ich wollte zwar das Forum in den letzten Tagen mehrfach besuchen, um irgendetwas nachzulesen, aber es geht auch vorübergehend ohne.


    Viele Grüße,

    Emil

    Hallo zusammen,


    wenn ich das Forum der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft aufrufen möchte, bekomme ich die Meldung, dass keine sichere Verbindung hergestellt werden kann. Weiß jemand, was da los ist, zum Beispiel Tricholomopsis ?


    Viele Grüße,

    Emil

    Hallo zusammen,

    Bisher nur gelesen, aber nie selbst vorgefunden: Hericium flagellum (Tannen - Stachelbart) soll wohl auch an Rotbuchen vorkommen können?

    wie unterscheidet man den dann von H. coralloides? Geht da mikroskopisch was?


    Sehr interessanter Thread mit lauter mir unbekannten Arten und wunderschönen Bildern. Gerne mehr davon, das ist ein Genuss zu verfolgen.


    Viele Grüße,

    Emil

    Hallo zusammen,


    hier mal was ganz anderes: Ein Klavierstück mit Vierteltönen (hier ist die Oktave also nicht wie gewohnt in 12 Halbtonschritte, sondern in 24 Vierteltonschritte unterteilt). Das ist für das „mitteleuropäische Ohr“ ungewohnt und klingt deshalb interessant.



    Viele Grüße,

    Emil

    Hallo zusammen,


    so ganz überzeugt bin ich nicht, aber wenn die Mehrheit das meint, dann war ich mir da wohl zu sicher. Und dabei kritisiere ich das immer bei anderen, solche definitiven „Das-ist-Aussagen“, die dann falsch sind. :haue: Ich finde auch, dass das die Glaubwürdigkeit untergräbt und nicht vorkommen sollte.

    Aber ein Gutes hat die Sache immerhin: Ich habe dazu gelernt, denn ich wusste nicht, dass es so raue Hautköpfe gibt.


    Entschuldigende Grüße,

    Emil

    Danke euch.

    Ich habe mir vorgenommen, generell mal wieder mehr hier reinzuschauen. Die Administration der größten deutschsprachigen Pilz-Facebookgruppe nimmt zwar auch viel Zeit in Anspruch, aber hier gibt es für mich dann doch die Möglichkeit, weniger anderen beizubringen und dafür mehr selbst zu lernen. Außerdem verpasse ich immer viel Interessantes, was hier so abgeht. ;)

    Viele Grüße,

    Emil