Kurze Umfrage für Pilzsammler

Es gibt 20 Antworten in diesem Thema, welches 781 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Uwe58.

  • Hallo zusammen!

    Ich arbeite an einer App, die als privates Feldtagebuch fürs kundige Sammeln gedacht ist. Die App ist kein Bestimmungs-Tool, sondern ein Ort, um eure Funde, Standorte und Fotos strukturiert festzuhalten.
    Lokal auf dem Handy, ohne Cloud oder Account.


    Mich interessiert, wie ihr aktuell eure Funde dokumentiert und ob sowas für euch nützlich wäre. Die Umfrage ist anonym und dauert maximal 2 Minuten.


    Umfrage


    Ich bin gespannt auf euren Input. Herzlichen Dank!
    Christoph

  • Ich arbeite an einer App, die als privates Feldtagebuch fürs kundige Sammeln gedacht ist. Die App ist kein Bestimmungs-Tool, sondern ein Ort, um eure Funde, Standorte und Fotos strukturiert festzuhalten.
    Lokal auf dem Handy, ohne Cloud oder Account.

    Hallo

    Mal ganz ehrlich, braucht man so etwas?

  • Dafür könnte man bspw. iNaturalist benutzen.

    Dann ist auch alles schön kartiert .


    Grüße

    Harald

    Mykis ist viel besser.

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Ich arbeite an einer App, die als privates Feldtagebuch fürs kundige Sammeln gedacht ist. Die App ist kein Bestimmungs-Tool, sondern ein Ort, um eure Funde, Standorte und Fotos strukturiert festzuhalten.
    Lokal auf dem Handy, ohne Cloud oder Account.

    Hallo

    Mal ganz ehrlich, braucht man so etwas?

    Na klar hilft das im Gelände enorm.

    Spracheingabe der gefundenen Art(en), Aufzeichnung der Geodaten, Funddatum/zeit, sonstige Angaben zum Fundort usw. alles im Gelände und das ganze dann strukturiert als Excel/csv abspeichern. Schnittstelle zu Pilzkartierung Online und Mykis oder Pilze D.


    Grüße Axel

    "Das Artensterben ist der neue Klimawandel. Der Verlust der Biodiversität ist die wahre Krise des 21. Jahrhunderts"

    aus Glaubrecht: "Das Ende der Evolution"

  • Hi Christoph, hallo zusammen


    Ich habe bei deiner Umfrage mitgemacht. Da wir in der Schweiz mit FlorApp ein offizielles Kartierungstool haben, das die Daten direkt an die Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL übermittelt, würde ich zwar wohl eher nicht zur Zielgruppe gehören, dennoch finde ich deine Idee interessant. Da ich bisher nur mit FlorApp gearbeitet habe, kann ich nicht sagen, ob es schon andere gute Feldtagebuchs-, bzw. Kartierungsapps gibt. Gehört habe ich schon vom von Harald genannten iNaturalist oder z.B. Mushpits. Vielleicht kannst du dir diese ja mal anschauen, um zu sehen, ob sich die Entwicklung einer eigenen App lohnt.


    Mal ganz ehrlich, braucht man so etwas?

    Verstehe die Frage nicht ganz. Solche Apps nutzen doch ganz viele, um ihre Funde festzuhalten.


    Mykis ist viel besser.

    Ist das nicht etwas altbacken? Soweit ich gesehen habe läuft die App nicht mal auf einem Smartphone und ist eine reine Desktop-App. Zudem läuft sie offiziell nur auf Windows und nutzt Access als Datenbanksystem. Damit sperrt man alle Mac- und Linuxnutzer aus. Das finde ich heutzutage nicht mehr zeitgemäss. Solche Apps sollten allen einfach zugänglich sein und insbesondere auch auf dem Smartphone. Das ist zumindest meine Meinung.


    LG

    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Mykis ist viel besser.

    Ist das nicht etwas altbacken? Soweit ich gesehen habe läuft die App nicht mal auf einem Smartphone und ist eine reine Desktop-App. Zudem läuft sie offiziell nur auf Windows und nutzt Access als Datenbanksystem. Damit sperrt man alle Mac- und Linuxnutzer aus. Das finde ich heutzutage nicht mehr zeitgemäss. Solche Apps sollten allen einfach zugänglich sein und insbesondere auch auf dem Smartphone. Das ist zumindest meine Meinung.

    Nachdem was ich über Linux gehört habe/weiß, sollte es doch Tools geben, wo Windows Programme auch auf Linux laufen. Ansonten kann ich dazu nix sagen. Ich nutze meinen Laptop für alle großen Anwendungen und mein Smart-Phone nur für Fotos und Internetzugang.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo Stefan

    Nachdem was ich über Linux gehört habe/weiß, sollte es doch Tools geben, wo Windows Programme auch auf Linux laufen. Ansonten kann ich dazu nix sagen. Ich nutze meinen Laptop für alle großen Anwendungen und mein Smart-Phone nur für Fotos und Internetzugang.

    Ja, es gibt z.B. Wine, aber ich glaube kaum, dass die Kombination mit Access darauf zuverlässig läuft. Auch auf Mac dürfte es nicht laufen, da die Access Runtime windows-only ist. Man müsste wohl extra eine virtuelle Maschine mit Windows erstellen (und dazu noch eine Windows Lizenz erwerben). Björn boccaccio benutzt doch auch Linux und da ich vorher gerade gelesen habe, dass MykIS bei euch in Deutschland eigentlich die Standard-App zum Kartieren ist, kann er vielleicht etwas dazu sagen.


    Wie überträgst du die Koordinaten der Funde in die Desktop-App, wenn du nicht mobil kartierst? Extrahierst du diese aus den Fotos?


    LG
    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Hallo zusammen,


    ich nutze Mykis selber nicht direkt. Ich habe von unserem Landeskoordinator eine Excel-Tabelle bekommen (die auch mit LibreOffice problemlos bearbeitet werden kann), in die ich meine Funde eintrage. Er kann die dann problemlos nach Mykis importieren und gut ist.


    Zur Kartierung im Feld nutze ich den guten alten Notizblock.


    Insgesamt denke ich auch, daß Mykis sicherlich aus der Zeit gefallen ist (und in den aktuellen Zeiten ist es sicherlich auch nicht sinnvoll sich in irgendwelche Abhängigkeiten von amerikanischen Tech-Konzernen zu begeben). Wer nichts anderes kennt, wird das eventuell für die beste aller möglichen Welten halten, aber wer etwas von der Welt gesehen hat, wird das ggfs. anders sehen. Nicht umsonst hat die DGfM ja jetzt auch ein Portal mit moderner Haptik für die Pilzkartierung geschaffen. Das ruckelt zwar hier und da noch, aber das läßt sich bei einem derart großen Projekt wohl nicht vermeiden und man sieht ja, daß es dort Fortschritte gibt.


    Ansonsten würde ich in leicht abgewandelter Form Uwes Frage aber schon stellen. Es gibt ja bereits mit dem DGfM-Tool, Obsidentify und iNaturalist mehrere Plattformen, die eine unkomplizierte Funderfassung bieten. Klar schadet es nicht, wenn es noch weitere Tools gibt, mit denen man als Einzelperson dann vllt. noch etwas besser klarkommt. Ich sehe aber die große Gefahr bei solchen Ein-Personen-Projekten, daß die Entwickler:in sich dann nach 2 Jahren überlegt, daß sie doch keinen Spaß mehr daran hat und dann steht man mit einem im schlimmsten Fall nicht mehr funktionierenden Tool da oder aber zumindest mit einem, daß im Laufe der Jahre vor offenden Sicherheitslücken nur so klaffen wird. Bei den drei oben genannten Tools stehen hingegegen große Gruppen dahinter, d.h. selbst wenn dort eine Person ausfällt, wird das aufgefangen.


    Björn

  • Es gibt ja bereits mit dem DGfM-Tool, Obsidentify und iNaturalist mehrere Plattformen, die eine unkomplizierte Funderfassung bieten.

    Was mich so ein wenig stört, das es schon mehrere Kartierungsplattformen gibt. Die ganze Kartierung wird zerrissen. Alles in einem Portal, dann hat man den besten Überblick.

    Für mich wäre es das neue Portal der DGfM . Im Browser ist das für alle Betriebssysteme nutzbar. Die Eingabe ist einfach und schnell.

    Ich mache im Wald ein Foto mit dem Handy. Damit habe ich Datum und die Koordinaten. Zusätzlich kann ich ja noch zum Bild einige Funddaten hinzufügen. (schreiben oder sprechen). Damit gibt es kein Problem, Daten in das neue Portal einzugeben. Die Methode ist schnell im Wald und und zu Hause am PC kann man dann in aller Ruhe und fehlerfrei alles eintragen.

  • Es gibt ja bereits mit dem DGfM-Tool, Obsidentify und iNaturalist mehrere Plattformen, die eine unkomplizierte Funderfassung bieten.

    Was mich so ein wenig stört, das es schon mehrere Kartierungsplattformen gibt. Die ganze Kartierung wird zerrissen. Alles in einem Portal, dann hat man den besten Überblick.

    Für mich wäre es das neue Portal der DGfM . Im Browser ist das für alle Betriebssysteme nutzbar. Die Eingabe ist einfach und schnell.

    Ich mache im Wald ein Foto mit dem Handy. Damit habe ich Datum und die Koordinaten. Zusätzlich kann ich ja noch zum Bild einige Funddaten hinzufügen. (schreiben oder sprechen). Damit gibt es kein Problem, Daten in das neue Portal einzugeben. Die Methode ist schnell im Wald und und zu Hause am PC kann man dann in aller Ruhe und fehlerfrei alles eintragen.

    Na andererseits sieht man aber schon an den Antworten hier, dass die Bedürfnisse bzw Wünsche an so ein Tool auseinander gehen. Klar wäre es das Beste, alle würden das gleiche nutzen. Dann muss aber jeder Abstriche machen und Kompromisse eingehen. Ich zB. bin mit den Lösungen, die derzeit verfügbar sind, auch nur mehr oder weniger zufrieden - bspw. kommt für mich kein Tool infrage, was ich nur auf dem PC richtig nutzen kann - Pilze sind mein Hobby gerade als Ausgleich für meinen Job am Computer. Ein Hobby soll Spass machen, sonst kann ich es auch lassen. Und meine Daten will ich gerne auch selbst und ohne Internetzugriff nutzen können. Damit fallen alle Online-Portale raus.

    Und auch aus der Gegenrichtung, also Mitgliedern der DGfM, hatte ich auch schon den berechtigten einwand gehört, dass man vielleicht auch gar nicht alle Daten haben will - und was machen Leute, die zwar prinzipiell das Onlineportal der DGfM nutzen wollen, aber noch nicht erfahren genug sind, um Daten zu produzieren, die den Ansprüchen der DGfM genügen?

    Mit den Apps, die ich bisher versucht habe, war ich nicht so zufrieden, dass ich sie wirklich über längere Zeit benutzt hätte.

    Nicht dass ich mich beschweren will, Pilze machen mir auch so Spaß. Aber ich denke nicht, dass man sich hier auf ein Tool einigen kann, was dann alle nutzen - nicht bei einer Sache, die viele freiwillig betreiben. Und dass einige sich dann Tools bauen, die genau ihre Bedürfnisse abdecken, kann man weder verhindern, noch kann man es den Leuten übel nehmen. Ich denke, der beste Ansatz wäre, das zu akzeptieren und daran zu arbeiten, diese Tools möglichst kompatibel zu halten - bspw. durch eine API, mit der ein Tool die erfassten Daten einfach in die Datenbank der DGfM exportieren kann.

  • Hast du jemals iNaturalist ausprobiert?


    Was mich so ein wenig stört, das es schon mehrere Kartierungsplattformen gibt. Die ganze Kartierung wird zerrissen. Alles in einem Portal, dann hat man den besten Überblick.

    Das ist ein Übel, das ich seit Jahren anprangere. Auch beim letzten Treffen der Landeskoordinatoren wurde das Thema mehr oder weniger ergebnislos angesprochen. Die Aussichten, dass es besser und übersichtlicher werden könnte, sind nicht gegeben - im Gegenteil, es kommt eigentlich immer mehr dazu und es wird noch verwirrender.

    Man ist immerhin teilbemüht, die Daten aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen. Dazu gehören aktuell die Online-Kartierung, iNaturalist und in geringem Umfang Pilzgucker.de (da ist viel Schrott dabei). So wie ich das sehe, werden Daten aus Obsidentify und Mushpits (noch) nicht übernommen.

    Es wird übernommen heißt, dass von den Landeskoordinatoren die Daten abgerufen und aufbereitet und dann in Mykis eingelesen werden. Damit werden dann die Plattformen Pilze-Deutschland.de und das Rote-Liste-Zentrum gefüttert. Dort sollte letztendlich alles zusammenlaufen.


    Wer also sicher seine Funde dort sehen will kann entweder direkt seine an den zuständigen Landeskoordinator melden, auf welche Art auch immer, oder die Online-Kartierung bzw. iNaturalist benutzen.


    Österliche Grüße

    Harald

  • Hallo Harald,

    von Mushpits gibt es doch sogar einen Auszug als mykdaten.mdb

    Das Problem ist wie bei anderen Anwendungen die zeitaufwändige Plausibilitätsüberprüfung. Nicht nur in Pizgucker ist viel Schrott dabei sondern leider teilweise auch bei "Forschungsqualität" in iNaturalist.


    LG Karl

  • Hallo,


    Ich glaube, im Moment scheint die Diskussion etwas an der eigentlichen Fragestellung vorbeizugehen. Wenn ich Christoph richtig verstanden habe, soll es bei der App nicht um Kartierung, sondern um die private Datensammlung von persönlichen Pilzfunden gehen.

    Ob man dazu eine eigene App benötigt, vermag ich nicht zu sagen. Ich persönlich notiere meine Funde nicht.


    LG, Josef

  • Hallo zusammen,


    ich verwende für meine Feldnotizen die App Memento Database. Diese erlaubt die Konfiguration einer eigenen Datenbank durch das Zusammenstellen von Textfeldern, Auswahlfeldern, Foto, Datum, etc. So habe ich mir mein eigenes Template für Pilzfunde erstellt, bei dem ich für Substrat, Ökosystem und Begleitbaum die wichtigsten Einträge in einem Auswahlfeld aufgelistet habe. Für die bessere Zuordnung zu Hause verlinke ich den Fund mit einem Foto. Datum und Ort werden automatisch erfasst. So geht die Aufnahme eines Fundes im Feld recht flott.




    Ich verwende die freie Version und nur lokal am Smartphone. Zu Hause exportiere ich meine Funde als CSV-Datei auf den PC für die weitere Verarbeitung. Falls es jemand ausprobieren möchte, habe ich zum Starten mein Template an diesen Beitrag als ZIP-Datei angehängt. Diese einfach entpacken, die resultierende MLT2-Datei auf dem Smartphone ablegen und gegebenenfalls anpassen.


    Gruß,

    Bernhard

  • Was mich so ein wenig stört, das es schon mehrere Kartierungsplattformen gibt. Die ganze Kartierung wird zerrissen. Alles in einem Portal, dann hat man den besten Überblick.

    Das ist ein Übel, das ich seit Jahren anprangere. Auch beim letzten Treffen der Landeskoordinatoren wurde das Thema mehr oder weniger ergebnislos angesprochen. Die Aussichten, dass es besser und übersichtlicher werden könnte, sind nicht gegeben - im Gegenteil, es kommt eigentlich immer mehr dazu und es wird noch verwirrender.

    Servus beinand,


    das sehe ich ehrlich gesagt völlig anders. Gäbe es nur eine Plattform, z. B. Mykis, würde ich gar nicht kartieren. Gäbe es nur Mushpits, ebenfalls nicht, da ich nicht gerne am Handy herumfummle. Wichtig ist doch in erster Linie, dass überhaupt kartiert wird. Ich kartiere wieder, seit es die Eingabemöglichkeit über das Rote-Liste-Zentrum gibt.


    Viele Portale sind kein Problem, wenn die Daten später in eine gemeinsame Datenbank übertragen werden. Das ist mit passender Schnittstelle auch über Apps (wie z. B. die hier geplante) möglich (siehe auch Mushpits - auch nur eine App am Handy).


    Die Plausibilitätsprüfung hat jetzt mit dem Thread hier eigentlich nichts zu tun. Aber da es ja auch um Schnittstellen zur Kartierung (indirekt) geht, ist es zumindest ein Bisserl auch Thema. Das System, dass ein Landeskoordinator alle Funde auf Plausibilität prüft, halte ich für nicht oder nur teilweise machbar. Ich wüsste niemanden, der die Kompetenz hätte, alle Pilzbestimmungen zu überprüfen (selbst, wenn die Belege, wenn vorhanden, nachmikroskopiert würden, was einen nicht machbaren Aufwand bedeuten würde). Der Titel des Landeskoordinators eines Vereins ist ja keine Auszeichnung oder Bestätigung, "alle" Pilze zu kennen. Zumal man anhand der reinen Fundeingabe ohnehin nicht nachträglich prüfen kann, ob die Bestimmung korrekt ist. Die Landeskoordinatoren sind ehrenamtlich tätig, ich will das auch nicht kleinreden. Die Zeit zu opfern, um einen Datenprüfung durchzuziehen, ist alles andere als Selbstverständlich. Ideal wäre es, wenn es ein Spezialistennetzwerk geben würde. Eine Plausibilitätsprüfung muss auf so viele Schultern wie möglich aufgeteilt werden, damit sie machbar ist. Wenn ein ausgesprochener Cortinariusspezialist anhand von Fotos, die (eventuell) mit hochgeladen wurden, einen Grobcheck machen kann, wäre das eine Möglichkeit. Ansonsten kann man ja eigentlich nur sehr grob auf Widersprüche testen (Laubwaldart im Nadelwald etc.).


    Ob das mit dem Plausibilitätstest überhaupt so wichtig ist, ist eine andere Frage. Fundpunkte ohne Beleg dazu könnte man z. B. durch ein anderes Symbol darstellen als solche mit Beleg. Letztere wären zumindest überprüfbar - und zwar real, wenn es wichtig wäre. Bei der Kartierung muss man halt einfach mit Fehlbestimmungen rechnen. Alte Fundeingaben würden mit dem heutigen Wissensstand und der heutigen Literatur oft auch andere Namen bekommen als damals eingegeben. Ob sich die ganze Mühe dann überhaupt lohnt, alles gegenzulesen?! Das wäre aber wirklich ein anderes Thema, das wäre eine Diskussion über Kartierung im Allgemeinen und nicht über die App.


    Sollte die App so geplant werden, dass Exportmöglichkeiten bestehen (ist ja in der Umfrage mit enthalten), dann wäre es sicher gut, wenn man neben den Fotos, die das Notizbuch enthalten würde, auch die Möglichkeit hätte, nachträglich anzugeben, ob ein Beleg gemacht wurde, ob mikroskopiert wurde und ob sequenziert wurde. Halt einfach die üblichen Daten neben der Ökologie auch der Bestimmer etc.


    Wie man selbst Daten sammelt, ist ja immer Privatsache. Wenn Datensammlungen aber später mal in (Kartierungs)Datenbanken übertragen werden sollen, also ein passender Export möglich sein soll, dass wären eben die Eingabefelder, die z. B. im Rote-Liste-Portal vorhanden sind, ein guter Standard für die App. Und wer "nur" per Excel (wie Björn) kartiert, kann das eben auch machen (sieht man hier ja). Ich selber kartiere in Österreich z. B. auch per Exceldatei, die ich dann per Mail an die Zentrale (also an Irmgard) schicke. Eine App kann da sicher helfen.


    Für mich selbst ist es eher nichts, da ich ganz altmodisch mit einem Büchlein und Stift auf Papier im Gelände notiere, was ich sehe und den Rest dann am PC mache (großer Bildschirm, Tastatur usw.).


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Viele Portale sind kein Problem, wenn die Daten später in eine gemeinsame Datenbank übertragen werden.

    Hallo

    Ja, wenn es so möglich wäre. Mykis wird ja auch im neuen Portal dargestellt. Leider geht es nicht andersherum. Wenn im neuen Portal der Fundort angeklickt wird und es klappen die Funde auf (so ähnlich wie im alten Pilze Deutschland), dann ist es perfekt. Man möchte ja auch gerne wissen, wann war der Fund (zum Beispiel vor einem Jahr oder ein uralter Fund vor 50 Jahren).