Beiträge von Vidar

    Hallo,


    Was ich ab und zu mache ist mein "Pilztagebuch" weiterzuführen:

    Ist leider recht aufwändig, aber gerade dadurch bleiben die eingetragenen Pilze eigentlich ganz gut im Gedächtnis - durch das Zeichnen ist man auch gezwungen, etwas genauer hinzuschauen...

    In der Hauptsaison hat man halt dann oft das Problem, aus der Schwemme "würdige" Kandidaten aussuchen zu müssen, und oft genug werden es dann die eher besonders attraktiven und weniger die unscheinbaren, aber vielleicht eigentlich wichtigeren.


    Viele Grüße

    Michael

    Gibt es irgendwelche Daten, was genau die jeweilige Base ändert? Offensichtlich, Nein. Aber gibt es immerhin Ideen, wofür der entsprecehnde Abschnitt zuständig ist und wass die Änderung bewirken könnte? Gibt es irgendwelche Bezüge zum klassischen Artkonzept?

    Hallo,


    Soweit ich weiß, werden für die Squenzierung jeweils DNS - Abschnitte genommen, die gar nichts kodieren, also mehr oder weniger Müll sind. Erklärt wurde mir das damit, dass Abschnitte, die tatsächlich Eiweiße kodieren viel zu stabil sind (ändert sich da was, führt das in der Regel dazu, dass der betreffenden Organismus nicht mehr überlebenfähig ist).


    Welches Artkonzept meinst du? Christoph Hahn hatte da mal einen Vortrag gehalten und von wenigstens 30 Artkonzepten gesprochen.

    "Das klassische" Artkonzept scheint es nicht zu geben.

    Der Begriff "Art" scheint so zentral. Ernüchternd finde ich, dass es überhaupt keine vernünftige Definition zu geben scheint, was genau eine Art ist, und nach welchen Kriterien man entscheiden kann, ob zwei Individuen jetzt zu einer oder doch zwei verschiedenen Arten gehören?

    Letztlich scheint mir in den klassischen Arten für eine Naturwissenschaft da doch sehr viel Willkür zu stecken.


    Viele Grüße

    Michael

    Hallo Peter,


    Dazu ein kurzer Nachtrag: Aussporen klingt so aufwändig, oft siehst du aber auch bei den noch stehenden Pilzen schon genügend Sporen, gerade wenn die so gedrängt und übereinander stehen, sind die unteren Hüte oft durch die Sporen der Hüte darüber gefärbt. Auf deinem letzten Bild bsp. könnte das so sein (sicher bin ich mir nicht, aber spätestens sich die Färbung abwischen lässt, sollte es klar sein...).


    Viele Grüße

    Michael

    Hallo Peter,


    Lass die Pilze in so einem Fall aussporen- deine Pilze sporen dunkelbraunschwärzlich.

    Damit kannst du schon eine ganze Menge Pilze ausschließen - Helmlinge zB sporen weiß.


    Viele Grüße

    Michael

    Das wäre dann doch auch nur ein Sekundäreffekt von Temperatur, Licht oder Luftfeuchtigkeit.


    Meine Idee war eher, daß man mit dem Essig-Seife-Experiment den pH als Mechanismus evtl. ausschließen kann.


    Björn

    Ich habe hier ein Paper gefunden, dass anscheinend genau diesen Farbwechsel in Phlox untersucht: https://onlinelibrary.wiley.co….1399-3054.1985.tb08520.x


    Vom Artikel ist mir nur der abstract zugänglich, aus dem folgender Satz allerdings ziemlich erhellend wirkt:


    "Possibly the movement of ions (e.g. hydrogen ions) into or out of the vacuole (where the visible pigments are located) is affected by light absorption in a pigment in the tonoplast."


    ich ziehe folgende Schlussfolgerungen daraus:

    -Klar ist noch nichts.

    - verantwortlich könnte eine Änderung in der Wasserstoffionenkonzentration um die Pigmentmoleküle sein - mit anderen Worten: Der pH-Wert in der Umgebung der Pigmentmoleküle.




    Nebenbei denke ich , dass dein Experiment weder zum Beweis noch zur Widerlegung taugte . Wenn man die Blüten unversehrt der Säure oder Base aussetzt, gelangen sie (die Säure/ Base) im Zweifel nicht an die Pigmente. Wenn man die Blätter zuvor zerstört, verändert man die Pigmente möglicherweise dadurch so, das kein oder ein anderer Farbumschlag stattfindet (zB durch dann erfolgende Oxidation).


    Edit: Wolfgang war anscheinend noch schneller - mit dem Finden belastbare Infos. Wobei sich da für mich schon eine mögliche Arbeitshypothese herauszustellen beginnt: Die Pigmentfarbe ist pH-abhängig. Licht ändert die Aufnahme/Wanderung von Waserstoffionen in die Vakuolen, die die Pigmente enthalten und damit den pH-Wert dort.

    Ehrlicherweise bin ich für heute zu faul und vermutlich auch nicht kompetent genug, den kompletten Artikel zu lesen und zu verstehen. Vielleicht fühlt sich ein anderer berufen da noch weiter zu bohren...

    Eben fällt mir ein, dass es das eigentlich fast nicht sein kann, weil zwischen Rot und Blau noch Grün und Gelb liegt.

    Deine Annahme ist, dass es sich um reine Spektralfarben handelt? Das dürfte eher die Ausnahme sein bei Lebewesen. Und bei gemischten Farben ist die Veränderung von rosa zu violett/blau viel leichter zu erklären. Und "rosa" gibt es im Spektrum sowieso nicht.

    Hallo,

    Steffen vermutet doch, dass sich die Farben durch Beugung, Streuung oder Interferenzen an Gitterstrukturen ergeben könnten, wie eben bei den Flügeln einiger Schmetterlinge und Käfer. Und Da hätte man es doch schon eher mit Spektralfarben zu tun.

    Allerdings kann ich mir das bei den Blüten hier nicht so ganz vorstellen.


    Ganz laienhaft würde mich das jetzt tatsächlich auch als erstes an den Farbumschlag von Blaukraut (von blau nach lila...) bei sich ändernden pH-Wert erinnern...


    Viele Grüße

    Michael

    Ich glaub das Netz nennt man da "Pseudo"-Netz.

    Kennt sich jemand damit aus und weiss ggf. warum und wie man den Unterschied erkennt? (zu den echten Netzen der Dickfußröhrlinge)

    Hallo,

    Ich weiß es leider auch nicht, aber falls es mich selbst interessiert, würde ich einfach amal eine Vermutung in den Raum werfen: Tricholomopsis hatte mal erklärt, dass das Netz der Dickröhrlinge eine Fortsetzung des Hymeniums am Stiel sei (wenn ich mich richtig erinnere). Ich habe das so verstanden, als würden da auch Basidien gebildet. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Bin bisher nicht dazu gekommen , einen Stiel unters Mikroskop zu legen. Aber vielleicht reize ich hier mit der Aussage jemanden, der mehr weiß, ja dazu, mich zu korrigieren ;)

    Hallo ,


    Exakt das gleiche ist mir letztes Jahr auch mit einem Buch bei Amazon passiert, dass ich vorbestellt hatte - zum Erscheinungstermin hatte sich der Preis erhöht,und meine Bestellung wurde wegen Nichtlieferbarkeit storniert. Zum höheren Preis durfte ich es dann nochmals bestellen - und zu dem würde dann auch geliefert. Seither bestelle ich wenn möglich wie Björn bei anderen Händlern mit Filiale in unserem schönen Städtchen.


    Viele Grüße

    Michael

    - "moderne" Züchtungen sind kurzhalmiger und somit weniger starkregen- , hagel- und sturmanfällig. LG

    Die drei Probleme stellen sich bisher nicht. Das Problem ist: Kein Regen.

    Bei uns ums Eck in Pfuhl ist letzte Woche mehr als reichlich runtergekommen , machen die paar Höhenmeter so viel aus :/

    Guten Morgen,


    Ich bin jetzt nicht der Experte, aber das sieht mir gar nicht nach dem Hausschwamm aus - sollte der nicht gelblich mit weißen Zuwachsrändern sein? Außerdem wäre mir das Gebilde viel zu polsterig. Wäre das nicht verbautes Holz, hätte ich auf einen resupinaten Feuerschwamm getippt...


    Viele Grüße

    Michael

    Hallo Steffen,


    rein aus Interesse: Was hast du denn damit vor, dass dir 50x nicht reicht? Ist eine ernstgemeinte Frage - ich benutze meine nur zum Betrachten von Pilzen, Flechten usw. Die 40x sind da für mich eigentlich schon das sinnvolle Maximum: Einmal wird die Schärfentiefe so gering, dass man keine dreidimensionalen Bilder mehr erhält, und bei nicht ganz flachen Objekten ständig die Hälfte unscharf ist. Und zum Anderen wird es ohne Kreuztisch so fummelig, die Proben noch auszurichten. Da packe ich die Dinge lieber gleich unters Mikroskop.

    Andere Leute mögen nicht so grobmotorisch wie ich unterwegs sein.Oder willst du so eine Stereolupe für etwas ganz anderes nutzen - vielleicht irgendetwas technisches wie Uhren reparieren ?


    Interessierte Grüße

    Michael

    Hallo,

    Interessant, bei uns hier finde oder glaube ich ich auch Rost an fast jeder Mahonie aber immer nur die dunklen Telien oder Uredien zu finden . Aecien habe ich bisher noch nie beobachtet -hatte ich da bisher einfach Pech?



    Viele Grüße

    Michael

    Moin,

    hat einer von Euch eine Idee, was das sein kann. Mitten auf einem Feldweg befinden sich die kleinen Hügel mit einem Loch in der Mitte.

    Meistens sind das Wespen, also bei mir zumindest. Da gibts verschiedene kleine Arten, die das machen. Gibt aber sicher auch andere Insekten, die sowas machen …

    Hallo,

    also nicht dass ich davon Ahnung hätte, aber in die Richtung hätte ich auch tendiert - zumindest habe ich auch schon öfter Wildbienen/Hummeln an solchen bloßliegenden Stellen graben gesehen...

    Viele Grüße

    Michael

    Hegi-Flora

    Etwas abseits von Pilzen hätte ich außerdem noch eine komplette Ausgabe der Flora von Hegi (13 Bücher insgesamt, wenn ich mich nicht täusche - habe sie gerade leider nicht vor mir, es sollten aber alle inklusive Registerband sein). Dabei handelt es sich um eine Mischauflage, jeweils aber in der ältesten Version (keine Neuauflage aus den 70ern). Die Bücher sind alle in altersgemäßem und allgemeinen gutem Zustand, das variiert aber etwas von Buch zu Buch. Bilder habe ich hier keine, und auch keine Kontakte Preisvorstellung. Wenn es prinzipiell Interesse gäbe, könnte ich in den kommenden Tagen Bilder nachliefern.

    3. Jahn, Mitteleuropäische Porlinge, Nachdruck von 1976

    In gutem Zustand, Einband verblichen (sieht man auf dem Foto ganz gut)

    7 Euro wäre meine Vorstellung.


    Die Versandkosten hängen vom Buch ab, wenn mehrere Bücher auf einmal zu versenden sind, fallen die natürlich nur einmal an.


    Bis dann

    Michael

    Guten Morgen in die Runde,


    nachdem ich nun auch schön langsam in ein Platzproblem laufe, habe ich mich entschieden, mich von ein paar Büchern zu trennen:l - die Preise sehe ich nicht als fix, eher als "Diskussionsgrundlage", Versand käme dann allerdings noch dazu:



    1. flora agaricina neerlandica vol 8: Cortinarius


    Das Buch ist nahezu neuwertig, bis auf einen Bindefehler im rückwärtigen Deckel (siehe zweites Bild) und Besitzereintrag hinter vorderem Buchdeckel in hervorragendem Zustand. 45 Euro würde ich ansetzen.

    Es gibt ja bereits mit dem DGfM-Tool, Obsidentify und iNaturalist mehrere Plattformen, die eine unkomplizierte Funderfassung bieten.

    Was mich so ein wenig stört, das es schon mehrere Kartierungsplattformen gibt. Die ganze Kartierung wird zerrissen. Alles in einem Portal, dann hat man den besten Überblick.

    Für mich wäre es das neue Portal der DGfM . Im Browser ist das für alle Betriebssysteme nutzbar. Die Eingabe ist einfach und schnell.

    Ich mache im Wald ein Foto mit dem Handy. Damit habe ich Datum und die Koordinaten. Zusätzlich kann ich ja noch zum Bild einige Funddaten hinzufügen. (schreiben oder sprechen). Damit gibt es kein Problem, Daten in das neue Portal einzugeben. Die Methode ist schnell im Wald und und zu Hause am PC kann man dann in aller Ruhe und fehlerfrei alles eintragen.

    Na andererseits sieht man aber schon an den Antworten hier, dass die Bedürfnisse bzw Wünsche an so ein Tool auseinander gehen. Klar wäre es das Beste, alle würden das gleiche nutzen. Dann muss aber jeder Abstriche machen und Kompromisse eingehen. Ich zB. bin mit den Lösungen, die derzeit verfügbar sind, auch nur mehr oder weniger zufrieden - bspw. kommt für mich kein Tool infrage, was ich nur auf dem PC richtig nutzen kann - Pilze sind mein Hobby gerade als Ausgleich für meinen Job am Computer. Ein Hobby soll Spass machen, sonst kann ich es auch lassen. Und meine Daten will ich gerne auch selbst und ohne Internetzugriff nutzen können. Damit fallen alle Online-Portale raus.

    Und auch aus der Gegenrichtung, also Mitgliedern der DGfM, hatte ich auch schon den berechtigten einwand gehört, dass man vielleicht auch gar nicht alle Daten haben will - und was machen Leute, die zwar prinzipiell das Onlineportal der DGfM nutzen wollen, aber noch nicht erfahren genug sind, um Daten zu produzieren, die den Ansprüchen der DGfM genügen?

    Mit den Apps, die ich bisher versucht habe, war ich nicht so zufrieden, dass ich sie wirklich über längere Zeit benutzt hätte.

    Nicht dass ich mich beschweren will, Pilze machen mir auch so Spaß. Aber ich denke nicht, dass man sich hier auf ein Tool einigen kann, was dann alle nutzen - nicht bei einer Sache, die viele freiwillig betreiben. Und dass einige sich dann Tools bauen, die genau ihre Bedürfnisse abdecken, kann man weder verhindern, noch kann man es den Leuten übel nehmen. Ich denke, der beste Ansatz wäre, das zu akzeptieren und daran zu arbeiten, diese Tools möglichst kompatibel zu halten - bspw. durch eine API, mit der ein Tool die erfassten Daten einfach in die Datenbank der DGfM exportieren kann.

    Vergleich mal mit Anemonenbecherling (Dumontinia tuberosa)

    Hallo Gabi,


    danke für den Hinweis!

    Ich dachte, es gäbe da inzwischen mehrere Arten, abhängig vom Wirt. Aber anscheinend ist das gottseidank noch immer nur eine Art in der Gattung, oder?


    Bis dann

    Michael

    Hallo in die Runde,


    heute bin ich zufällig über zumindest meine ersten Sklerotienbecherlinge gestolpert:



    Denke ich jedenfalls ;) Welche Art das nun sein wird?

    Hier im schärferen Hintergrund zeigt sich ein möglicher Wirt:

    Allerdings ist mir die Stelle gut bekannt, und es wächst dort auch immer Scharbockskraut...


    Entschuldigt die suboptimale Bildqualität, ich war eigentlich beim Sport und nur zufällig und so auch nur mit dem Handy vorbeigekommen...


    Frühlingshafte Grüße

    Michael

    Moin Vidar,


    generell finde ich SW Aufnahmen manchmal schon sehr sehr schön, das muss man sich nur immer wieder sagen. Und jetzt bitte nicht missverstehen, aber warum hast du nun gerade den aufkommenden Frühling mit seinen zarten Farben so aufgenommen?


    VG

    Hallo MeckPilz,


    der Frühling ist bei uns genauso farbenprächtig wie überall, und in unserem Gärtchen besonders!


    Hatte gestern mal wieder ein paar Rollen SW-Film entwickelt, und bei den Fotos oben konnte ich dann nicht widerstehen - Ich dachte, der Zwinkersmiley erklärts ;)


    Bis dann

    Michael