2026, ist denn schon wieder so weit, zu feucht, oder zu trocken ?

Es gibt 2.085 Antworten in diesem Thema, welches 131.073 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von MeckPilz.

  • Hallo,


    am stürmischen WE hatten wir rund 13 Liter. Und es soll in den nächsten Tagen, bevor es am WE wieder deutlich kälter wird, recht warm und sonnig werden.


    Am WE wurden u. a. frische Rauhfüße, B. edulis, gefunden. In den Wäldern steht bereits jetzt ganz viel Kleinkram. Ich denke mal, da könnte noch etwas kommen.


    Viele Grüße,

    Steffen

  • Moin,


    es bleibt anfangs vorderseitig geprägt noch ganz leicht unbeständig, aber insgesamt recht mild. Irgendwann legt sich der Hochdeckel über uns mit Nebel und etwas kühleren Temps. Weiter gucken ist hochdruckbestimmter Spekulatius. Vielleicht hat die eine oder andere Pilzart letztmalig die Chance sich zu zeigen, außer jene, die sowieso erst noch kommen.


    Ein besonders gutes Jahr hat Lepista irina hier erwischt, jetzt auch im Buchenwald:



    Gleich daneben standen Lila Lacktrichterlinge:



    Und den Pfifferlingen geht es heuer sowieso konstant gut….



    VG und sorry für die sehr dunklen Fotos am Ende. Die eine Stunde weniger am Nachmittag merkt man sofort….

  • Neuer Schub kleiner Steinpilze - Aufmerksam durch den Wald laufen, große Steinpilzunfallgefahr durch Zertreten!


    Nach dem kleinen Schub von letzter Wo. tauchten gestern neue kleine Steinpilze auf.

    Obwohl ich immer versuche äusserst langsam und bedacht zu schreiten bin ich aber einen kleinen Steinpilz und einen Flocki gestolpert,

    was bei beiden zu einer Stiel-Hut-Fraktur führte, Da wo die kleinen unsichtbar unter Laub oder Moos versteckt sind kann es schon mal passieren. Die Indikatorpilze tauchen auch weiterhin an bekannten Stellen auf.

    Dazu gab es weiterhin Parasole und Sternschuppige, und erstmals in diesem Jahr einen kleinen Schiefknolligen Anis-Waldchampignon.

    Schöne Grüße,

  • Moin,


    da hast du aber nochmal sehr schöne Steinis gefunden, Glückwunsch!


    Hier brachte die nächtliche Front 2-4 Liter, je nach Habitat. Nun wird es wohl insgesamt meist trocken weitergehen. Scheinbar ist Nacht bzw. Bodenfrost im höheren Norden zunächst überhaupt kein Thema. Mal schauen, was am Wochenende noch so an Sammelpilzen geht.


    In den Buchenwäldern der Küstenregion sieht man alles mögliche an Pilzarten. Dabei waren an Totholz auch schon erste Winteraustern zu sehen. Die Oberhand haben aber derzeit noch die Buchenschleimrüblinge:



    Unten tummelten sich u.a. Rosa Rettichhelmlinge, Violette Rötelritterlinge, Semmelstoppelpilze und eine Steife Koralle….‘ne steife Brise an der Ostsee gab es jedoch nicht….



    VG

  • Hallo,

    aktuell herrscht große Macrolepiotenschwemme,

    die Sterschuppigen sind am häufigsten, dazu Rußbraune, und zum Schluß fand ich den Zitzenschirmling (oben und links im Foto):




    Steinpilze wachsen nach, endlich gab es einen stämmigen mit Fäßchen-Stiel, dazu einen kleinen dessen Stiel wie eine Knoblauchknolle, die anderen 3 Steinpilze waren nicht sehr fotogen.

    Dazu gab es noch eine Rotkappe und zwei Schiefknollige Anischamis.



    Freundliche Grüße

  • Steinpilze wachsen nach, endlich gab es einen stämmigen mit Fäßchen-Stiel

    Ich war gestern kurz im Wald und wollte eigentlich schauen, ob die Kraterellen wieder da sind (leider nicht).


    Umso überraschter war ich, dass mich in einem Buchenhain von oben gut getarnt dieser schöne Dickie begrüßte:




    Für mich ein Erstfund von B. edulis unter Rotbuche, und dann auch noch so spät im Jahr! Der kommt heute auf die Pizza.


    LG Suillus

  • Bei uns finde ich die ausschließlich unter Laubbäumen. Meistens Rotbuche, sporadisch unter Eiche oder Birke. Im Urlaub bei der Lüneburger Heide hab ich Edulis das erste mal unter Kiefer gefunden.

  • Moin,


    das ist hier recht ähnlich. In der Kiefernheide kommen sie zu 80% in den Buchen und Roteichenschonungen vor. Alle 10 Meter wurden damals jedoch die kräftigsten Kiefern stehen gelassen. Wer hier vorwiegend der Partnerbaum ist, wer weiß. Aber ich gehe davon aus, dass es in der Mehrzahl die Laubbäume sind.


    Geht man die Wege und Schneisen mit monotonem Kiefernbestand ab und trifft ewig keinen Laubbaum, findet man im Prinzip nie Steinis. Erst wenn irgendwo am Rande Birken, Buchen etc. auftauchen, gibt es sporadisch auch Wegefunde.


    VG

  • Danke für euren Input, ich muss das mit dem Erstfund tatsächlich revidieren, ich habe in den Jahren zuvor schon zweimal einen edulis unter Rotbuche gefunden, aber ist hier doch eher selten. Liegt vermutlich daran, dass wir hier am Albrand grundsätzlich eher kalkig unterwegs sind. Der Gemeine Steinpilz wird teilweise als bodenvag beschrieben, teilweise als acidophil (Kosmos-Handbuch Pilze) - mein Eindruck ist auch eher, dass er es ein wenig sauer mag, weshalb er hier meist in den Fichtenschonungen vorkommt.


    LG Suillus

  • Es gibt hier in den sehr sauren und nährstoffarmen Gebieten auch einige gemischte Schonungen mit Kiefern und ein paar Fichten mit schönen moosigen Schneisen. Da findet man eigentlich nie Steinpilze. Aber in einer gibt es Randbeflanzungen mit Esskastanien. Und genau da finde ich jedes Jahr zuverlässig auch ein paar edulis und Echte Pfifferlinge. Ansonsten sind die restlichen Schneisen reine Maronenroads mit vielen Milchlingen und später Kahlen Kremplingen.


    Immer wieder spannend, was es für regionale Eigenheiten gibt.


    VG

  • Meine laienhafte Erklärung ist, dass Kiefern und Fichten genügsamer sind was die Nährstoffversorgung angeht und deshalb sich dort diese bestimmten Mykorrhiza-Pilze in unserer Region schwer mit denen tun. Die wiederum suchen sich dann eher die genannten Laubbäume, die vielleicht eher unterversorgt sind. Vll kann ja jemand mit Expertise etwas dazu sagen?

  • Liegt vermutlich daran, dass wir hier am Albrand grundsätzlich eher kalkig unterwegs sind.

    Glaube ich nicht. In den durchweg basischen Buchen-/Eichenmischwäldern hier kommt Edulis sehr häufig vor, auch gerne mit Reticulatus bunt gemischt. Allerdings nicht jedes Jahr in großer Menge. Die ersten Funde von Edulis im Jahr mache ich oft im Laubwald. Zuverlässiger sind die Fichten-Plantagen. Aber IMHO ist den gemeinen Steinis der PH-Wert recht egal - zumindest sagt mir das meine Beobachtung.


    Wenn sie so spät noch im Buchenwald erscheinen, lohnt auch der Blick auf Stellen von Reticulatus, denn die kommen hin und wieder dann auch nochmal, selbst wenn es schon recht kalt geworden ist.


    Zur Beobachtung mit den Kiefern: Das kann ich bestätigen. Im sauren Mertinger Forst finde ich nie Steinpilze in den Gebieten wo sehr viele Kiefern stehen. Die Fichten-dominierten Gebiete sind dagegen gut bestückt.


    LG Christopher

  • Moin Christopher,


    ich bin häufig im Kalkbuchenwald unterwegs und habe dort erst 2x je einen Einzelfruchtkörper von Edulis gefunden.

    In den sauren Buchen und Buchen/Eichen-Wäldern ist Edulis hingegen häufig anzutreffen.

    Im Kalkbuchenwald kann man im Sommer hingegen Unmengen von Reticulatus finden und an sehr wenigen Stellen ebenfalls aereus. Aereus scheint hier bei Eiche/Hainbuche häufiger vorzukommen als bei Buche.


    VG Cornelius

  • In den durchweg basischen Buchen-/Eichenmischwäldern hier kommt Edulis sehr häufig vor, auch gerne mit Reticulatus bunt gemischt. Allerdings nicht jedes Jahr in großer Menge. Die ersten Funde von Edulis im Jahr mache ich oft im Laubwald. Zuverlässiger sind die Fichten-Plantagen. Aber IMHO ist den gemeinen Steinis der PH-Wert recht egal - zumindest sagt mir das meine Beobachtung.


    Wenn sie so spät noch im Buchenwald erscheinen, lohnt auch der Blick auf Stellen von Reticulatus, denn die kommen hin und wieder dann auch nochmal, selbst wenn es schon recht kalt geworden ist.

    Danke Christopher, das ist ein wertvoller Hinweis. Ich hatte mal gehört, die würden sich gegenseitig eher ausschließen, aber ist ja gut zu wissen, dass man sie auch im gleichen Habitat finden kann. Ich muss den Kalkbuchenwäldern nochmal einen Besuch abstatten, vielleicht kommt da nochmal was nach. Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade im Spätherbst mit Buchen bewachsene Südhänge dank der kahler werdenden Bäume (Sonneneinstrahlung) und der dicken Laubauflage einen Standortvorteil gegenüber den immer dunklen Fichtenbewachsungen haben. Andererseits, vielleicht hat ein Fichtendickicht in sternenklaren Nächten einen isolierenden Effekt nach oben hin... :/

    Meine laienhafte Erklärung ist, dass Kiefern und Fichten genügsamer sind was die Nährstoffversorgung angeht und deshalb sich dort diese bestimmten Mykorrhiza-Pilze in unserer Region schwer mit denen tun. Die wiederum suchen sich dann eher die genannten Laubbäume, die vielleicht eher unterversorgt sind. Vll kann ja jemand mit Expertise etwas dazu sagen?

    Also soweit ich weiß muss ein magerer Standort nicht gegen Pilzwachstum sprechen - im Gegenteil, gerade da kann es viele Mykorrhiza-Pilze geben, weil die Bäume mehr von der Symbiose haben als an gut versorgten Standorten, und vielleicht eher geneigt sind, diese einzugehen. Siehe die endlosen Wälder von Skandinavien, die im Vergleich zu unseren Wäldern eher wenig mit Stickstoffeinträgen zu kämpfen haben, und wo es in guten Jahren trotzdem massenhaft Steinpilze und Pfifferlinge zu holen gibt. Vielleicht kommt einem das aber auch nur so vor, weil die Saison in den nördlicheren Breiten kürzer ist und es deshalb mehr Massenfruktuationen einzelner Arten gibt.


    LG Suillus

  • Meine laienhafte Erklärung ist, dass Kiefern und Fichten genügsamer sind was die Nährstoffversorgung angeht und deshalb sich dort diese bestimmten Mykorrhiza-Pilze in unserer Region schwer mit denen tun. Die wiederum suchen sich dann eher die genannten Laubbäume, die vielleicht eher unterversorgt sind. Vll kann ja jemand mit Expertise etwas dazu sagen?

    Also soweit ich weiß muss ein magerer Standort nicht gegen Pilzwachstum sprechen - im Gegenteil, gerade da kann es viele Mykorrhiza-Pilze geben, weil die Bäume mehr von der Symbiose haben als an gut versorgten Standorten, und vielleicht eher geneigt sind, diese einzugehen. Siehe die endlosen Wälder von Skandinavien, die im Vergleich zu unseren Wäldern eher wenig mit Stickstoffeinträgen zu kämpfen haben, und wo es in guten Jahren trotzdem massenhaft Steinpilze und Pfifferlinge zu holen gibt. Vielleicht kommt einem das aber auch nur so vor, weil die Saison in den nördlicheren Breiten kürzer ist und es deshalb mehr Massenfruktuationen einzelner Arten gibt.


    LG Suillus

    Ja, ich hatte noch die Information unterschlagen, dass bei uns selbst saure Standorte tendenziell auch nährstoffreich sind. Brombeere ist da sehr häufig anzutreffen. Und deswegen meinte ich, dass unter tendenziell genügsamen Baumarten keine Fruchtkörper zu finden sind. Unter Fichte oder Kiefer habe ich hier noch nie Steinpilze oder gar Pfifferlinge gefunden. 🙂

  • Ja, ich hatte noch die Information unterschlagen, dass bei uns selbst saure Standorte tendenziell auch nährstoffreich sind. Brombeere ist da sehr häufig anzutreffen. Und deswegen meinte ich, dass unter tendenziell genügsamen Baumarten keine Fruchtkörper zu finden sind. Unter Fichte oder Kiefer habe ich hier noch nie Steinpilze oder gar Pfifferlinge gefunden. 🙂

    Ah, jetzt verstehe ich. Ja, das ist hier auch so. In überdüngten Wäldern mit viel Brombeerbewuchs und anderen Stickstoffzeigern findet man bei den Fichten in der Regel gar nichts. Steinpilze finde ich bei Fichte primär in Monokulturen mit moosigem Untergrund, ohne jeglichen anderen Bewuchs.


    Natürlich saure und magere Standorte sind hier abseits der Moorgebiete, in denen striktes Sammelverbot herrscht, leider rar gesät.


    LG Suillus

  • Entgegen der gestrigen Vorhersagen war es heute recht sonnig. Aber nun wird‘s wohl auch hier zunehmend neblig.

    Wenn nicht, dann nehmen sie es auf ihre Kappen…. ;)



    Zum Thema nährstoffreiche Wälder = die gibt es auch hier. Viele Gebiete der Rostocker Heide sind z.B. voller Unterbewuchs. Jene Habitate meide ich schon seit vielen Jahren kategorisch.


    VG

  • Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade im Spätherbst mit Buchen bewachsene Südhänge dank der kahler werdenden Bäume (Sonneneinstrahlung) und der dicken Laubauflage einen Standortvorteil gegenüber den immer dunklen Fichtenbewachsungen haben. Andererseits, vielleicht hat ein Fichtendickicht in sternenklaren Nächten einen isolierenden Effekt nach oben hin...

    Ich habe mal eine Gruppe frisch gewachsener Fichtensteinpilze am 27. Dezember gefunden. Davor hatte es dicke Schneedecke und dann eine Woche lang tagsüber bis 15 Grad die den Schnee rasch hat abtauen lassen. Standort war ein lichter Mischwald aus Buche, Eiche und Kiefer. Pilze sind immer für eine Überraschung zu haben. :)


    LG Christopher

  • Geht man die Wege und Schneisen mit monotonem Kiefernbestand ab und trifft ewig keinen Laubbaum, findet man im Prinzip nie Steinis. Erst wenn irgendwo am Rande Birken, Buchen etc. auftauchen, gibt es sporadisch auch Wegefunde.

    Moin.

    Ja kann ich bestätigen, ist bei mir auch so, der nächste Laubbaum ist meist nah dabei, bei mir meist Eiche und Birke in der Heide.

    Hier sind überwiegend Kiefernmonokulturen und den wenigen Fichtenbeständen, Fehlanzeige mitten drin, wenn auch nur am Rand wo in fast allen Fällen Birken stehen.

    Wo ich sehr gern mal welche finde, wenn am Wegrand hier in der Heide wie so eine Art "Hecke" aus jungen dicht stehenden Kifern am Wegrand ist, so bis etwa 2-2,5 m Höhe etwa, direkt dahinter wenns wieder lichter wird, aber trotzdem noch ein paar junge Bäume da sind, an Laubbäumen sind da wieder Birken und Eichen dazwischen.


    LG

    Daniel

    Ein Bestimmungsvorschlag von mir ist keine Verzehrfreigabe, dafür müsstest du bitte einen Pilzsachverständigen oder Pilzberater kontaktieren, schau mal unten der Link zur DGfM, da kannst du eine Auflistung für Deutschland finden.


    Liste von Pilzsachverständigen:

    https://www.dgfm-ev.de/service/pilzsachverstaendige