Beiträge von coröhrling97


    Moin,


    sieht bei mir nicht viel besser aus.

    Ich will heute mal in einen etwas feuchteren Wald. Mal schauen ob da was geht.

    Die Morchelsaison und auch der Frühsommer waren bei uns wirklich gut. Zudem gab es im August gut Pilze (u.a. Herbsttrompeten, sämtliche Pfifferlinge). Die Röhrlinge waren im Sommer leider zu 90% vermadet und schieben aktuell gar nicht.


    Täublinge hatten bis auf wenige Arten (grüngefederter, Pfirsichtäubling, purpurschwarzer Täubling, Ledertäublinge ) auch ein enttäuschendes Jahr.


    Das Jahr war bis zum September wirklich gut und in der eigentlichen Hauptsaison geht aktuell fast gar nichts mehr (bis auf vereinzelte Krause Glucken).

    Hoffentlich stellt sich das Wetter zum Monatswechsel um. Wenn es dann lange frostfrei bleiben sollte könnte wenigstens im Oktober noch was gehen.


    VG Cornelius

    Das zweite ist für mich definitiv L. leucopodium, die erste könnte auch eine junge L.aurantiacum sein.


    An einem meiner Espenrotkappenstandorte teilen sich L. leucopodium und L. aurantiacum den Standort, wobei L. leucopodium häufiger fruktifiziert.

    Da müssten also irgendwo in der Nähe jüngere Zitterpappeln rumstehen. L. aurantiacum wächst gerne unter mittelalten bis etwas älteren Zitterpappeln.


    VG Cornelius

    Die Großwetterlage sieht auch nicht gerade gut aus. Dauerhaft Hochdruckeinfluss und kaum Niederschlag in Sicht. Zusammen mit dem viel zu trockenen September und der trockenen zweiten Augusthälfte wird das wohl nichts mehr mit den Pilzen. Dabei hat es mit dem regenreichen Juli doch so gut angefangen dieses Jahr.

    Da stimme ich dir zu. Wir müssen einfach auf einen Wetterwechsel hoffen...


    Ansonsten gibt es ein paar Gebiete, die letzten Montag ordentlich geflutet wurden.
    Ostwestfalen, Sauerland, Westerwald, Weserbergland, Großraum Hannover. Dort wird es sicherlich einen guten Pilzschub geben.


    Ich hab vom 04.-0.6.10 Urlaub und bin aktuell am Überlegen wo es hingehen soll. Auf jeden Fall in eine Region wo die Aussicht auf Pilze gut ist ;)

    Die Niederschlagssummen waren regional doch stark unterschiedlich.

    Nur 15 Kilometer von mir entfernt sind zwischen 25-30 Liter pro Quadratmeter gefallen, während es in meinem Hauswald um die 11 Liter sind.


    Die Werte habe ich von Kachelmannwetter (kalibrierte Niederschlagssummen der letzten 72 h).


    Die Wetteraussichten für nächste Woche sind endlich mal positiv. Es soll wohl ein erstes herbstliches Atlantiktief zu uns durchdringen. Montag soll es nochmal eine verbreitete Gewitterlage geben und dann immer wieder Schauer und etwas kühlere Temperaturen.


    Hoffentlich bleibt es lange frostfrei, dann dürfte es eine schöne Spätsaison im Oktober geben.


    Moin,


    nach dem aktuellen ECMWF Modell könnte es Dienstag und Mittwoch ordentlich Niederschläge geben. Hoffen wir, dass es so kommt.


    VG Cornelius

    Moin,


    mit der aktuellen Omegawetterlage und den hohen Temperaturen dürften die aktuell noch feuchten Böden bald austrocknen.

    Mit etwas Glück zeigen sich noch wärmeliebende Arten, die Pfifferlinge und Herbsttrompeten werden bei den Temperaturen aber bald vertrocknen. Hoffen wir, dass die Wetterlage dann wie im letzten Jahr durch eine Schwergewitterlage abgelöst wird, welche dann die Herbstsaison einläutet.


    VG Cornelius

    Hallo,


    die Sattellorchel hat keinen gerippten Stiel. Entweder ist das eine kleine Herbstlorchel, eine zu helle Gefurchte Lorchel oder doch etwas ganz anderes.


    VG Jörg


    Hallo Jörg,

    die Herbstlorchel finde ich bei mir recht häufig und habe noch nie so zierliche Exemplare gefunden.

    Die würde ich ausschließen wollen.

    Ich werde meinen Fund mal mit der gefurchten Lorchel vergleichen.


    E: Vom Standort würde die milchweiße Lorchel am besten passen. Birken und Erlen standen in unmittelbarer Nähe.


    Vielen Dank für die Tipps!


    VG Cornelius

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    gestern Abend habe ich bei einer kurzen Waldrunde an einem Bachlauf im Moos eine unbekannte Lorchel gefunden. Der Fruchtkörper war sehr klein und stand in unmittelbarer Nähe zu einer Gruppe Herbsttrompeten (weshalb er mir überhaupt erst aufgefallen ist).


    Der Geruch war pilzig angenehm.



    Zusätzlich gab es einen weiteren Erstfund, den ich für einen Gelbgrünen Kammporling halte.


    VG Cornelius

    Ich hätte süslich, honigartig erwartet und wäre dann bei Cortinarius talus gelandet.
    Der kommt meist mit schmaler, gerandter Knolle aber kann auch ganz ohne Knolle wachsen.

    Gruss

    Uwe

    Hallo Uwe,


    da der Pilz sich zwischen anderen Pilzen befand und zwei Tage rumlag, war die Geruchsprobe sicherlich nicht mehr repräsentativ.

    Deshalb würde ich C.talus nicht ausschließen wollen.


    Beim nächsten Mal werde ich in dem Habitat genauer auf den Geruch achten.


    VG Cornelius


    Hallo Uwe,

    besten Dank für die schnelle und ausführliche Antwort.

    Die umfangreiche Gattung der Schleierlinge fasziniert mich einfach. Leider bin ich in dieser Gattung noch ein blutiger Anfänger, weshalb in Zukunft wohl weitere Bestimmungsanfragen kommen werden.


    Die Nr.2 habe ich noch vorliegen, weshalb ich den Geruch nachher liefern werde.


    VG Cornelius

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    auf der Tour am Samstag Vormittag sind mir weitere Cortinarien begegnet.

    Bei der einen Art vermute ich den blauen Klumpfuß (C. caerulescens) und bei den anderen Arten habe ich absolut keine Ahnung.


    Fundort war wiederum ein Westhang im reinen Buchenwald auf Muschelkalk.


    Der erste Fund wuchs an einer moosigen Stelle in unmittelbarer Nähe zum Wurzelnden Bitterröhrling. Hier waren zudem R.olivacea, L.acerrimus und weitere Cortinarien auf kleinem Raum zu finden. Auffällig waren die lila Farbtöne sowie der blasse Hut.


    Leider habe ich von der Art kein Schnittbild vorliegen. Es dürfte sich in jedem Fall um etwas aus dem Bereich Dickfuß/Klumpfuß handeln, da der Pilz weder einen klebrigen Hut noch Stiel hatte.

    Bild Nr.3 dürfte die selbe Art sein. Der jüngerer FK hatte noch sehr kräftige Violetttöne.


    Bei der nächsten Art waren die Ockertöne sowie der klebrige Hut auffällig.


    Den nachfolgenden Schleierling habe ich mit nach Hause genommen, weshalb ein Schnittbild vorliegt. Mit meiner aktuellen Literatur und ohne Chemikalien kam ich bei der Bestimmung leider nicht weiter. Man beachte die am Hut klebenden Blätter. Es dürfte sich also um einen Schleimkopf handeln.



    Über jegliche Kommentare und Anregungen wäre ich sehr dankbar.


    VG Cornelius

    Hallo Karl,


    der pure Wahnsinn. Ich habe am Wochenende auch einen interessanten Westhang in einem Kalkbuchenwald besucht und immerhin zwei Myzelien vom Satansröhrling entdeckt (für mich ein Erstfund).

    Findet man diese seltenen Arten speziell in Südhanglage? Zumindest würde ich eine solche Rarität gerne mal vor die Kamera kriegen.


    VG Cornelius

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    im Kalkbuchenwald sind mir viele unbekannte Schleierlinge begegnet. Bei den folgenden beiden Arten habe ich die Hoffnung, dass diese makroskopisch bestimmbar sind.

    Die erste Art wuchs sehr büschelig und hat auffällige dunkel gefärbte Lamellenschneiden.

    Die zweite Art ist mir direkt an mehreren Standorten aufgefallen und ist stets sehr dunkelbraun gefärbt. Der Geruch erinnert etwas an Kakao, aber könnte auch ins erdig-muffige gehen.

    Vielleicht findet sich ja ein Cortinarius Experte, der diese Arten erkennt.


    VG Cornelius

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    bei einer Tour im Kalkbuchenwald am Samstag ist mir eine Täublingsart neben den häufigen grünen Frauentäublingen an mehreren Standorten aufgefallen.

    Auffälligstes Merkmal war die Rosafärbung an der Stielspitze im Übergang zum Hutfleisch. Eine Kostprobe habe ich leider nicht vorgenommen, da mir die Täublinge aktuell zu madig sind. Durch die sehr lebhaften Farbtöne gehe ich von milden Täublingen aus (Speitäublinge, Stinktäublinge etc. lassen sich ausschließen).

    VG Cornelius

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    am Samstag Vormittag ging es in Nordthüringen in einen unbekannten Kalkbuchenwald.

    Die Tour war ein voller Erfolg mit zahlreichen Erstfunden (u.a. an zwei Stellen den Satansröhrling). Leider sind mir viele dieser Erstfunde nicht bekannt, da ich normalerweise in sauren bis neutralen Gefilden unterwegs bin.


    Daher bitte ich um fachkundige Expertise. Insgesamt konnte ich zwei auffällige und riesige Amanita Arten finden.

    Der erste ist definitiv ein Scheidenstreifling mit genattertem Stiel und ohne auffälligen Geruch. Ich habe bisher nur A.fulva und A.vaginata gefunden und war über die Größe dieses Exemplars erstaunt. Meine Vermutung ist Amanita lividopallescens, da die Art einen auffällig genatterten Stiel und keine Schuppen auf dem Hut hat.



    Der zweite Amanita gehört nicht zu den Scheidenstreiflingen und war nochmals ein Stück größer (der Hut war größer als meine ausgebreitete Hand und hatte zudem einen bestimmt 20 Zentimeter langen Stiel und stand auf einem Weg, der sich an einem Westhang langgeschlängelt hat (auf ca. halber Hanghöhe).

    Auffällig war bei diesem wuchtigen Amanita der unangenehme bzw. leicht spermatische Geruch und die schwarzen sowie blasseren Schuppen auf dem Hut.

    Die Kalkbuchenwälder Nordthüringens werde ich im Herbst definitiv wieder aufsuchen!


    VG Cornelius

    Hallo Ory,


    viele Gerüche im Pilzreich kommen bei verschiedenen Pilzarten und teilweise auch verschiedenen Gattungen vor.

    Der essbare Maipilz riecht z.B. genauso wie der giftige Riesenrötling.

    Außerdem gibt es diverse Pilze die nach Anis riechen (diverse Champignons, grüner Anis-Trichterling etc.) oder nach Obst.


    Spezifische und einzigartige Gerüche gibt es natürlich auch; z.B. der Geruch der Stinkmorchel.


    VG

    Cornelius