2026, ist denn schon wieder so weit, zu feucht, oder zu trocken ?

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    Was verficht diese Wetterprognostiker eigentlich, stets die Niederschläge im Voraus zu überhöhen? Um sie dann im zeitlichen Fortlauf zu reduzieren oder ganz zu streichen?


    Das hätten sie ja auch gleich ganz weglassen können.


    Hallo,


    stimmt schon, mehr oder weniger. Meist wird deutlich reduziert. Einmal war es umgekehrt, 2 Liter waren angesagt – wir hatten 9 Liter.


    Viele Grüße,

    Steffen

  • Guten Morgen,


    heute Nacht könnten hier recht lokal begrenzt ein paar Liter zusammenkommen. Interessanterweise hatte das ICON-Modell als einziges diese „Außenseiterlösung“ schon vor etlichen Tagen drin, die anderen deuten das jetzt seit heute auch an.


    Ich war gestern kurz im Wald, an Großpilzen ist bis auf A. muscaria nicht viel zu sehen, die schieben aber trotz knochentrockenem Boden konstant neue Fruchkörper, die schon im Ministadium massive Trockenschäden aufweisen.


    LG Suillus

  • Halbiert.


    Was verficht diese Wetterprognostiker eigentlich, stets die Niederschläge im Voraus zu überhöhen? Um sie dann im zeitlichen Fortlauf zu reduzieren oder ganz zu streichen?


    Das hätten sie ja auch gleich ganz weglassen können.

    Hallo,


    ich hatte das hier schonmal ein wenig erläutert.


    Das ergibt sich daraus, wie die Modelle funktionieren. 7 Tage im Voraus stehen nur recht grob aufgelöste Modelle wie das GFS zur Verfügung. Das unterteilt den Vorhersagebereich in ca. 22 Quadratkilometer-große Quadranten und berechnet für jeden dieser Quadranten eine Vorhersage. Das sieht dann zum Beispiel so aus:




    Rückt der Termin näher, kommt er irgendwann in den Bereich von viel höher aufgelösten Lokalmodellen. Da ist der Quadrant dann zum Beispiel nur noch 2 Quadratkilometer groß. Das sieht dann so aus:



    So kann es passieren, dass in der groben 7-Tage-Vorhersage für einen recht großen Bereich Niederschläge vorhergesagt werden (auch, damit niemand hinterher überrascht wird), aber wenn der Termin näher rückt, wird die Vorhersage immer weiter verfeinert und bei manchen werden die Niederschläge intensiviert, bei anderen weggestrichen.


    LG Suillus

  • Moin.

    Und Gelb heißt da ja Nebel stellenweise ein wenig. Nebel an sich ist gut, wenn er dicht ist, das zieht überall durch, aber die paar Fleckchen da, das ist auch nicht groß was. leider.

    Hier waren es bei uns im Schnitt etwa um 30 Liter in den relevaten Pilzwäldern, die ich meistens ansteuere, +/- 5 Liter.

    Wenn jemand weiter nördlich in der Heide unterwegs sein sollte, rund um Bad Bevensen, nordöstlich davon, wars richtig gut, teils bis um 50 Liter.

    Östlicher Richtung Braunschweig schon deutlich weniger, spätestens ab Wolfsburg, kaum der Rede wert.

    Richtung Südwest, ja geht so einigermaßen, schauen wir mal, es geht definitiv Richtung Heide, da wird am meisten zu erwarten sein, denk ich.

    Und für nächste Woche sind hier auch die besagten drei bis vier Tage Niederschlag angesagt, was auch immer davon kommt, etwa 10-20 Liter zusammen.


    LG

    Daniel

  • Ja, das ICON hatte den kleinen KLT schon vor Tagen in der Entstehung Elsass/südl.Saarland gut geortet. Soll dann wohl mit leichter Tendenz Richtung SO unterwegs sein. Auch wenn es im Glücksfall nur ein paar Liter werden, alles mitnehmen.


    Ab Mitte nächster Woche (spätestens Donnerstag) gibt es ja sowieso gute Chancen auf ein paar Niederschlagsereignisse deutschlandweit.


    Hier schieben in den Parks nochmal die Frauentäublinge. Ein recht kräftiges Exemplar mit Fliege bei Plau am See:



    VG


  • Hallo,


    bei uns schwanken die Niederschlagsprognosen ebenfalls sehr stark. Im September gab es hier gerade einmal 30 l/m². Dementsprechend ist der Wald nach dem trockenen Sommer inzwischen knochentrocken und weitestgehend pilzleer.

    Für Donnerstag sehen die Hauptwettermodelle derzeit zwischen 15 und 30 l/m². Entscheidend dürfte aber vor allem die anschließende Witterung sein. Sollte sich eine nachhaltige Nordwestlage einstellen, könnte es gegen Ende Oktober vielleicht noch einmal etwas mit den Pilzen werden. Baut sich dagegen nach dem Tiefdurchgang erneut ein Hoch auf, schreibe ich die Pilzsaison für Südniedersachsen endgültig ab.

    Die letzten beiden Hauptläufe des ECMWF stimmen mich diesbezüglich zumindest etwas optimistisch. Aber abwarten – optimistische Prognosen gab es in diesem Jahr schließlich schon häufiger.


    VG

    Cornelius

  • Gestern mit meinem Bruder, welcher zu Besuch ist, mal kurz im Wald gewesen. Nordhang. Trotz Trockenheit viele Pilze, wir waren erstaunt.

    Tolle Gemeine Steinpilze, madenfrei. Maronen, Porphyrbrauner Wulstling, Trompeten-Pfifferling, Fichten-Reizker, Menthol-Täublinge und weitere Arten, Bruchreizker. Auffällig, dass kein Kleinkram vorhanden war – zu trocken eben.

    Dann willkommen im Klub der Glückseligen Steffen.


    Ich wollte es hier nicht hinausposaunen, aber bei uns ist genau das in den letzen 2 Wochen auch passiert. Aber so was von. Ich habe sogar Kleinkram gesehen (schon weg oder vertrockent) - wir hatten ja doch mehr Niederschlag. Die Steinis sind gerade vorbei, sie spielten buchstäblich verrückt (hotspotsartig). Die Steiniriesen sporen noch aus, bzw, vergammeln gerade. Dazu gehörenen Fliegenpilze und Pffeferöhrlinge (jetzt wieder vertrocknet). Perlpilze viel weniger als sonst (komisch), Fichtenreizker, Täublinge (Leder?, Frauen?, usw., Erdschieber), Goldröhrlinge (auch gerade zu Ende, alle groß, matschig und reif), Birkenpilze (die tellerartigen Greisen sporen jetz auch aus) , Hallimasch, Maroni, Rotfuß-Gemeinschaft..Porphyrröhrling und Habichtpilz heute gehabt - große Freude. Derzeit vertrockent fast alles wieder. Riesenschirmlinge in meinen augen Mangelware. "Anstäntiges" Auftreten von Cortinarien geht mir irgendwie ab.


    Was ich wahrgenommen habe: einige Pilze sind (wetterbedingt?) viel heller. Filegenpilze oft orange als rot. Hallimasch sehr hell. Habichtpilz fast weiß, ich kenne ihn von dem Fundort viel dunkler. Die Milchlinge milchen wenig. Pilzwachstum der einzelnen Fruchtkörper eher lansamer also sonst.


    Wer bis hierher alles gelesen hat, dem möchte ich die Hand schütteln. :)


    LG Paulis

  • So kann es passieren, dass in der groben 7-Tage-Vorhersage für einen recht großen Bereich Niederschläge vorhergesagt werden (auch, damit niemand hinterher überrascht wird), aber wenn der Termin näher rückt, wird die Vorhersage immer weiter verfeinert und bei manchen werden die Niederschläge intensiviert, bei anderen weggestrichen.

    Es kommt selten vor, aber es ist passiert: es hat die ganze Nacht über teils kräftig geregnet, und der Blick in den Regenmesser heute morgen offenbarte 19 Liter, obwohl in der Vorhersage nur 3 bis 4 waren. Das ist trotzdem kein Grund zum neidisch werden, das sind unsere ersten nennenswerten Niederschläge seit einem Monat ;(.

    Am Donnerstag und Freitag soll nochmal ein größeres Regengebiet reinkommen, was dem Großteil des Landes Niederschläge bringen sollte. Wenn jetzt noch die Nachtfröste bis November wegbleiben, könnt es vielleicht doch noch was werden mit der Herbstsaison.


    LG Suillus

  • und der Blick in den Regenmesser heute morgen offenbarte 19 Liter,

    Das kann ich unterbieten:



    Bereitwillig hinnehmen werde ich es, erklären kann ich es nicht.


    Ich tüte das mal in die Schublade mit den anderen mysteriösen und mirakulösen Vorgängen ein.


    Die offizielle Wetterstation zwei Kliometer nebenan meldet null Niederschlag.

  • Bereitwillig hinnehmen werde ich es, erklären kann ich es nicht.


    Ich tüte das mal in die Schublade mit den anderen mysteriösen und mirakulösen Vorgängen ein.


    Die offizielle Wetterstation zwei Kliometer nebenan meldet null Niederschlag.

    Ja, hier auch regional sehr unterschiedlich. Bei Meßstetten gab sogar 73 Liter, dafür haben die Wälder südlich von hier fast nix abgekriegt. In den Kalkbuchenwäldern im Norden sieht es nicht so schlecht aus, vielleicht klappt es ja mal mit Herbsttrompeten.


    LG Suillus

  • Moin,


    das ist schon krass, was der kleine, unscheinbare KLT knapp nordwestlich von dir so eng begrenzt an Regensummen hervorbrachte.


    Da ist jedes Modell auch kurz vorher machtlos….


    VG

  • Hallo,


    meine Hoffnung lag auf Donnerstag dieser Woche. YR hat diese gestern bereits gedämpft. Also heißt es mal wieder: Abwarten, was wirklich kommt – oder eben nicht.


    Leute, wir haben jetzt Oktober. Und nicht mal da will es regnen. So langsam macht es keinen Spaß, dass, wenn es einmal Pilze gibt, das nur 2–3 Tage anhält. Na ja, genug gejammert.


    Viele Grüße,

    Steffen

  • Moin,


    für hier oben bin ich recht optimistisch, dass es ab Donnerstag immer wieder mal vernünftig regnet.


    Das wird dann aber auch höchste Eisenbahn, denn so langsam sind die guten Vorräte aus dem September und der Niederschlag Freitag letzter Woche ausgereizt.


    Man findet aktuell neben vielen Altpilzen immer noch ein paar knackig junge FK.


    In der Rostocker Heide heute Morgen demonstrativ aufgenommene und partiell eingesammelte Maronenröhrlinge, Sandröhrlinge, Ziegenlippen, Butterpilze und frische Pfifferlinge bestätigen dies:



    Ach ja, den einen Edelreizker habe ich sogar unterschlagen….


    Und nochmal edit….dann gab es später noch die besten Frauentäublinge der Saison. Jung, fest und knackig…



    VG

  • Hallo,


    wettertechnisch schaut es weiterhin zäh aus. Morgen kommen zwar recht flächig mal ein paar Liter dazu, aber der große Befreiungsschlag zur Beendigung der Dürre wird es leider noch nicht werden.


    Da hilft es, wenn wir mal über den Tellerrand bzw. über den Teich nach Nordamerika blicken. Im Atlantik gab es in dieser Saison bisher noch nicht einen einzigen (!) Hurrikan, was seit mindestens dem zweiten Weltkrieg (vermutlich noch deutlich länger, aber die "Hurricane Records" reichen nicht weiter zurück) noch nie vorgekommen ist.

    Für uns ist das deshalb interessant, weil die Überbleibsel von atlantischen tropischen Stürmen oft in Form von ergiebigen Regengebieten nach Westeuropa weiterziehen und über dem Land abregnen.

    Ich bin kein Meteorologe, aber ich wäre schwer überrascht, wenn die sehr ungewöhnliche Dürreperiode in Europa nicht zumindest teilweise durch das Ausbleiben der tropischen Stürme begünstigt wurde.


    Jetzt zum Wochenende hin könnte sich aber endlich mal was tun: https://arstechnica.com/scienc…ally-produce-a-hurricane/


    Freilich ist die Hurrikan-Saison schon fast wieder vorbei, aber vielleicht signalisiert der Sturm, dass die Zirkulationspumpe Atlantik endlich mal wieder ein wenig in Gang kommt.


    LG Suillus

  • Moin,


    ja, ein richtiger Befreiungsschlag würde erst mit einer mehrwöchigen Westlage eintreten. Bis dahin sind es immer nur angedeutete, die dann schlussendlich doch trogartig verweilen. Da ist der Norden im weiteren Verlauf immer näher an der Action dran.


    Aber erstmal die Niederschläge morgen und am Freitag abwarten, dann sehen wir weiter. Ich hier oben wäre mit 10-15 l durchaus zufrieden, da die Wälder bei der relativ guten Vorgeschichte nun nicht mehr so viel Regen benötigen.


    Heute traf ich endlich mal wieder Irina. Also Lepista irina. Süßlich-schweres Altdamenparfüm lag in der Luft:



    Und im Wald ist es immer noch grün….



    VG