Seid ihr denn komplett irre?
![]()
![]()
Natürlich, kommst du erst jetzt drauf? ![]()
Seid ihr denn komplett irre?
![]()
![]()
Natürlich, kommst du erst jetzt drauf? ![]()
Hallo Marcel (und andere Pilzfreunde),
ich filosofiere jetzt als blutiger Bestimmungsanfänger außerhalb des Bereichs "Steinpilz-Pfifferling-Klassiker". Vielleicht ist es eher für die weniger erfahrenen Mitlesenden nützlich, was ich jetzt schreibe.
Aufgrund der Tatsache, dass ich bald 60 bin, werde ich nie das Niveau der großen Meister hier in dem Forum erreichen. Deswegen liegen meine Bestimmungsansprüche nicht so hoch, Spassfaktor bleibt trotzdem riesig.
Falls ich die Bestimmung irgendwannmal ernsthafter angehen würde, würde ich es genauso machen wie Marcel. Jedoch nicht in reiner Textform, sondern als Fotocollagen. Einfach Vergleiche mit aussagekräftigen Texten.
Was meiner Meinung nach aber wichtig ist: egal in welcher Form das Ganze geschieht, es muss eigenhändig gemacht werden. Wie bei einem Schummelzettel in der Schule. Schreibt man ihn selbst, lernt man. Bekommt man ihn fertig von einem Kumpel, hat man keine Ahnung.
Was mache ich ohne Literatur , ohne Kontakte zu einem PSV (leider) und ohne Zeit der Materie so viel Zeit zu widmen, die notwendig wäre?
Ich nehme den Pilz in die Hand, ich seziere ihn und auf einem Video spreche ich an, was ich sehe und wahrnehme (eine schriftliche Form wäre sicher sogar besser, um sich alles zu merken). Ich habe keine primäre Ambition, den Pilz zu bestimmen. Ich will die Unterschiede zu den anderen ähnlichen Pilzen in dem gleichen Wald sehen, riechen und besonders in den Fingern spüren. Die Umgebung nehme ich auch auf Video auf und spreche nach, was ich sehe und wahrnheme (Bäume, Vegetation, Lichverhältnisse, usw.).
Denn, woher kommt meine Sicherheit bei den Pilzen, die ich wirklich kenne? Aus der Kindheit. Gallenöhrling 100 mal angefasst, 100 mal umgedreht, 100 mal gekostet und 100 mal enttäuscht ausgespuckt.
Also, für die Anfänger wie ich es bin (und das gilt für alle Objekte aus der Natur, die man benennen/bestimmen will): Dokumentieren und beschreiben. Diesen sorgfälltig gesammelten Daten kann man dann immer wieder einen Namen (oder Gruppennamen) geben, auch wenn der Bestimmungszettel immer wieder weggeschmissen wird.
LG Paulis
Gefällt mir sehr, liebe Kolleginnen und Kollegen. ![]()
Als unbeholfener Pilzbestimmer bin ich natürlich auch auf die Namensauflösung gespannt.
Bild 4: Pluteus? (so ein Modell noch nie gesehen). Ich lasse mich überraschen ![]()
LG Paulis
Oder etwas an der Sprache entschärfen?
Ach, ich weiß auch nicht.
Danke fürs Feedback. Ich nehme ich mir zu Herzen. Die ursprüngliche Ausdrucksweise der Pilze habe ich äh entschärft...
LG Paulis
Liebe Freunde,
kaum hat es geregnet, geht es im Wald wieder wild los. Noch bevor man mich beschuldigt, ich leide an Pilz-Voyeurismus, gebe ich zum Protokoll, dass es stimmt. Jedoch alles nur im Interesse der Wissenschaft, natürlich!
LG Paulis
P.S.: ich bitte um Diskretion, ich hab's den beiden versprochen.
Tipp an Paulis, an österreichische Forumsmitglieder
Danke für den Tipp
Aber genau wegen solchen Idioten, die 32 Kilo Pilze sammeln, meide ich die Gegend. ich mag das Gefühl nicht, wie ein Verbrecher kontrolliert zu werden, nur wiel dort solche Är...e jedes Jahr auftauchen.
Würde jeder wirklich nur Pilze für Eigenbedarf mitnhemen, würden wir die 2-Kilogrenze pro Kopf nicht mal brauchen. Wenn einige nicht hören wollen, müssen alle spüren.
LG Paulis
Hallo,
heute im Wald gewesen (Flachgau). immer noch keine Käsepilzchen => für mich ein Zeichen des Wassermangels auf der Oberfläche.
Pilzlage:
Einöde, dann kommt ein Pilz, dann wieder Einöde. Einige normalerweise ergiebige Waldabschnitte absolut pilzleer.
Perlpilze (normalerweise massenhaft) eine Seltenheit.
andere Amanita: nix
Täublinge: nix (vor einer Woche etwa 2 gesichtet)
Cortinarien: nix
Stäublinge: nix
Eierschwammerl (bei mir wären es die "Amethysten"): nix
Flockenhexen: 1 Stück (im stätischen Gebiet angeblich ergiebiger, so berichtet)
Mürblinge: ab und zu findet man eine Gruppe (dank der letzten Regenfälle)
Rüblinge: ab und zu
Schwefelköpfe: 1 Fund (seit Monaten nicht gesehen)
Holzbewohner: es kommt was, Poorlinge tauchen auf
Steinpilz: 2 Stück
Anhägselröhrling: 1 Stück
Birkenpilz: 1 Stück
Schönfussröhrling: 1 Stück (vor einer Woche)
Rotfüße: nix
Knoblauchschwindlinge: ab und zu, da wo es feucht ist (Schub vor einer Woche)
Riesenschirmlinge: nix
Champignons: angebllch ein Massenschub auf einigen Wiesen (so bereichtet, auf Wiesen gehe ich nicht, nich mal in München)
Steinpilzphänomen:
Zuerst: Fichten kann man vergessen, alles unter Tannen.
Erstaunlicherweise erweisen sich die Steinpilze hartnäckiger als die anderen Tannen-Pilze. Meine Steinpilz-Stellen liefern normalerweise die Gemeinschaft Fliegenpilz-Pfferröhrling-Steinpilz (+ andere und in meinem Fall auch die Flockies) wie aus einem Bilderbuch. Jetzt, während und nach der Dürre, kommen vereinzelt nur die Steinpilze vor. Sehr selten, nur ein einziger Fruchtkörper, aber doch. Natürlich nur dort, wo es schattiger ist. Was ich damit sagen will: dort, wo ich normalerweise Dutzende andere Pilze und einen einzigen Steinpilz finde, finde ich jetzt eben nur diesen einzigen Steinpilz. Und ich habe immer gedacht, die Flokies sind die Allround Genies...
Fazit für mich: extreme Wetterlage zeigt Dinge, die man sonst nicht beobachten kann.
Diesen habe ich vor einer Woche übersehen, so ist er zum Opa geworden. Kulinarisch als Insektenaufstrich mit Pilzgeschmack geeignet:
Unser Savanne-Champignon:
Da war die Freude heute wirklich groß (Butyriboletus):
Da war die Freude vor einer Woche ebenso groß. Ist der Fuß nicht schön?
LG Paulis
Ansonsten war sie vielleicht einfach zu lange in der Sonne und ist ausgebleicht...
dann muss sie geröstet sein. So sollte sie angeblich nussig schmecken.
Ist ihre Mahlzeit zu identifizieren? Frodo wird es wohl nicht sein...
Danke für das tolle Foto.
LG Paulis
Die Nase erinnert mich an den Friseuer aus meiner Kindheit.. Aschenbecher auf dem Tisch, Zigarette in dem Mund. In einer Hand Krug Bier, in der anderen Hand Rasierklinge. Für die älteren Herren ein Zufluchtsort, für uns weinende Kinder ein Alptraum, dass er uns aus Versehen ein Ohr abschneidet. ![]()
LG Paulis
Hallo,
bei uns in Salzburg haben wir in den letzten Wochen was abgekommen, auch wenn die Mengen oft nur lokal zu Standen kamen.
Ich war heute im Wald - ach die Luft! Und ach die Bäume - ich bin kein Dendrologe, aber nich gut fürchte ich.
Pilzeinöde herrscht zwar immer noch, doch langsam wagen sich die ersten Helden aus dem Boden heraus. Aber Wurst, wichtig ist nur, dass sich die Vegetation einigermaßen erholt. Ich hoffe das Beste, doch mit einem sehr mulmigen Gefühl. ich habe wieder große gefällte Fichten gesehen (ausgrechnet die Steinisspender) und das Holz hat schon irgendwie bläuliche Töne gehabt...
LG Paulis
Aber wie kommst du darauf, dass du Platz 9 belegst )
Du hast recht, falls Olaf doch dazu kommt, korrigiere ich es auf Platz 10 ![]()
LG Paulis
Tolle Fotos, hiermit sichere ich mir den Platz 9 ![]()
Tolle Fotos, aber irgendwie fehlt da ein Bild... ???
Edit: Oh, Mist! An das "falsche" Forumsmitglied geschickt! Ich glaube, dass ist Timm auch schon einmal passiert...
Edit 2: Hätte eh keine Chance gehabt, da sind ein paar wunderbare Bilder dabei, die ich gerne selber geschossen hätte...
Schade ![]()
LG Paulis
ganz einfach, das Glas schmilzt
Erst dachte ich , ha! Seitlinge aus dem Supermarkt im Angebot ![]()
Klar, bei den Temperaturen gibt es nicht nur Waldbrand.
Ich habe nie den Mut gehabt, dieses unbekannte Maisfeld zu betreten.
Danke fürs Zeigen ![]()
LG Paulis
In Wien Stammersdorf 40,8 gegen 15 Uhr.
bei uns in Salzburg angenehme 36 Grad, auf dem Beton und Asfalt noch kuscheliger.
LG Paulis
Was ich allerdings beobachten konnte, ist dass im Park NUR die bei Eiche kommen. Bei Buche zeigt sich gar nix (auch keine Wubis übrigens).
Hallo, entschuldige, ich zerstöre jetz das satanische Thema und komme zu den Bäumen.
Ich beobachte seit 2 Jahren folgendes bei der Trockenheit/Wärme: Tanne - gut für Pilze. Fichte - schlecht für Pilze. (Hauswald)
Das geht so weit, dass es mitten eines Fichten-Abschnitts eine kleine Tanneninsel mit Pilzen gibt.
Der Waldbesitzer sagt dann nebenbei, lammentierend über die Trockenheit: wenn es so weiter geht, gibt es keine Fichten mehr.
Meine Frage: und die Tannen?
Seine Antwort: den Tannen geht es noch gut.
Jetzt habe ich schnell gegoogelt, welcher Baum erträgt die Wärme besser - Buche oder Eiche? Eiche schneide besser ab.
Meine naive Schlussfolgerung: so wie es dem Baum geht, so geht es auch dem symbiotischen Pilz. (dann wäre es eher ein Parasit :-))
Hat wer eine Meinung dazu?
LG Paulis
Alles anzeigenWenn ich hier einen Blick in die Zukunft wagen darf: welche Pilze bilden Mykorrhiza mit Palmen?
Das kann ich nicht beantworten.
Ich kann aber sagen, dass ich auch dort, wo Palmen wachsen, z. B. inneralpin südlich des Alpenhauptkamms, üppig und in vollendeter Pracht allerfeinste Pilze gefunden habe.
Nicht direkt unter den Palmen, ein paar hundert Höhenmeter oberhalb, da ist dann auch die Temperatur erträglicher und die Aussicht besser.
Also gräme Dich nicht.
Na ja, aber die Höhenmeter... Ich will ganz unten bodenständig bleiben. Aber danke für deine aufmunternde Antwort ![]()
Ich war mal in Südtirol - unten brütend heiß (das waren damals etwa 30 Grad) , oben wie im Regenwald
Danke!
LG Paulis
Hallo,
auch von mir Glückwunsch oben an die Treppchen und einen großen Dank fürs Mitmachen an alle Beteiligten (dank liebe Jury). Ich persönlich freue mich, das Startfeld erweitern zu dürfen ![]()
Gefällt mir! Wie war der Spruch noch mal? Wenn ein Pilzsammler keine Pilze findet, dreht er Holz um. Dann folgen weitere Schritte wie tote Insekten absuchen, alten Käse noch älter werden lassen, usw. Und du gehst Getreide ernten. In welcher Gegend sollen wir die Bäckereien meiden? ![]()
LG Paulis
Hallo,
es regnet endlich mal ausgiebig in Salzburg, bevor wir morgen an die 40 Grad wieder gehen. Von 20:00 bis 21:00 sind 35 Liter offensichtlich direkt über der Messstation gefallen. In der Gegend herum bis jetzt viel weniger. Ich denke, jetzt brauche ich eine "stadtliche" Salzburger Neidpark-Variante. Wenn jemand einen Pilzsammler-Dresscode-Tipp für ein Friedhof weiß, und zwar bei 38 Grad, lasse ich mich dankend gerne beraten. ![]()
Angeblich waren gewisse Alpinnengebiete vor etwa 2 Wochen recht voll von Eierschwammerln. Angeblich hat sich daran nichts geändert, nur sie sind jetzt weiß geworden, trocken und ausgebleicht. Die Pilze sind gemeint, aber den Alpen geht es nicht viel besser. ich sage angeblich, ich war nicht dort. ![]()
Wenn ich hier einen Blick in die Zukunft wagen darf: welche Pilze bilden Mykorrhiza mit Palmen? ![]()
LG Paulis
Herzlichen Glückwunsch an die ganz oben Platzierten und danke an euch alle fürs Mitmachen- besonders in der Mai-Dürreperiode.
Und ich finden auf jedem Bild was Schönes ![]()
LG Paulis
Ich habe eine kleine Anmerkung da ich die Bilder immer in voller Auflösung ansehe. (Heißt, ich klicke das erste Bild an und gehe dort in der Fotoshow von Bild zu Bild.
In diesem Thread werden dabei gerade von den 9 Bildern nur 8 angezeigt. Das war jetzt Zufall daß ich das bemerkt habe.
Womöglich ergeht es anderen Leuten auch so. Und vielleicht ist das in der Vergangenheit schon passiert. Wäre ja schön wenn man das technisch vermeiden könnte.
Der Grund für das Nichtanzeigen ist vermutlich die Bildgröße.
Hallo Jan-Arne, ich möchte dich zur Hilfe rufen, wenn du Zeit für uns hast. Danke
LG Paulis
Maipilze sind jetzt endgültig tot.
Das ist doch gut! Wenn sie tod sind, haben sie mindestens gelebt. Bei mir sind sie seit 2 Jahren ausgestorben.
Ich war heute an der Alpenkante, nur gucken. Nix. Auf dem begrasten Parkplatz habe ich aus purer Verzweiflung einen schwarz braunen Klumpen mit einer Ast untersucht. Die zahlreichen Fliegen auf dem Geschöpf waren sehr bestimmungweisend, ich wollte es aber nicht wahr haben. Vielliecht doch ein Pilz? Na ja, was tut man ja alles bei einem Niederschlagsdefizit.
LG Paulis
