Mycena spec.

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 405 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von CH-Andy.

  • Hallo

    Am 21.03.2014 fand ich diese Frk. in Mönchengladbach (Volksgarten) MTB 4804/2 auf Eschenast im sumpfigen Boden.

    Der Ast lag in Bachnähe und kam zeitweise mit Überschwemmungswasser in Kontakt.


    Hüte: bis 9 mm groß, Stiele: bis 20 x 2 mm, Fleisch: dünn, Sporenpulver: nicht gesehen,

    Hutvelum: aus langhyphigen am Ende erweiterten Zellen, Hutdeckschicht: kein Hymenium, Hutrama: ?

    Stielhyphen: 15 - 21 µm breit, Stielvelum: = Haare oder Kaulocystiden 30 - 100 x 4 -10 µm,

    Cheilocystiden: 20 - 38 x 4,8 - 5,5 µm, sehr dicht stehend, überwiegend zylindrisch, aus der zentralen Lamellentrama entspringend und an langen fädigen Strängen büschellig mit Bogenschallen an der ersten Septe.

    Pleurocystiden: keine gesehen, Kaulocystiden: 68 - 90 x 6,2 - 8,9 µm, überwiegend Zylindrisch, Basidien: 4- Sporig,

    Sporen: 6,5 - 7,5 x 3,3 - 4,4 µm, dünnwandig, Porus nicht gesehen! Geruch ung Geschmack nicht notiert.

    Schnallen: überall vorhanden, z.T Bogenschnallen


    Solch eine Mycena scheint in Europa nicht bekannt!

    Kann jemand da weiter helfen?

    Die Art hat im Augenblick den Arbeitsnamen Mycena interrupta. Es gibt da weitere ähnliche Arten!

    Hüte: bis 9 mm groß

    Stiele: bis 20 x 2 mm

    Haare oder Kaulocystiden 30 - 100 x 4 -10 µm

    Kaulocystiden: 68 - 90 x 6,2 - 8,9 µm

    Stielhyphen: 15 - 21 µm breit

    Schnallen: überall vorhanden, z.T Bogenschnallen

    Cheilocystiden: 20 - 38 x 4,8 - 5,5 µm

    Schnallen: überall vorhanden, z.T Bogenschnallen

    Sporen: 6,5 - 7,5 x 3,3 - 4,4 µm


    Beste Grüße Hans

  • Servus Hans,

    hübsches Schwammerl.

    Mycena interrupta ist glaube ich aus Australien bekannt. Sollte ellipsoide Sporen bis 8 x 6µ haben und die Hüte mit dunkelblauer nabelförmig vertiefter Mitte; so stehts zumindest bei " Australien Fungi" von Bruce Fuhrer.

    Leider gibt er keine genaueren Mikrodaten an, auch nicht ob die Sporen dextrinoid sind .

    - Sind sie es?


    Grüße

    Felli

  • Ohne jetzt die Mikromerkmale überprüft zu haben, hätte ich den Mycena amicta genannt, kannst du den ausschließen?


    LG, Chris

    ...........................:snail:

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  • Servus beinand,


    da würde ich Chris beipflichten, ich halte das auch für M. amicta. Die Sporen sind ein bisserl arg klein, aber ansonsten passen auch die Mikromerkmale.

    Die blaugrünen Farben am Hutrand und die behaarten Stiele sind ja sehr typisch für die Art.


    Beste Grüße

    Matthias

  • Hallo Pilzfreunde


    Die Idee mit Mycena amicta klingt gut.

    Zumal makroskopisch kaum Abstriche anfallen!

    Also bis auf den Hut, der mit der Bereifung ungewöhnlich ist.


    Mikroskopisch sind mir da aber verschiedene Unterschiede aufgefallen.

    Mal von den Sporen abgesehen, die in Form und Größe nicht passen, fand ich die Cheilozystiden sehr ungewöhnlich!

    Diese waren optisch nicht normal auf einer Linie angeodnet, sondern in Büscheln wie fein gesägt.

    Mikroskopisch kamen diese gebündelten Zystiden aus der Tiefe aus einem Hyphenstrang!

    So etwas ist mir bis jetzt anderswo noch nicht aufgefallen!

    Die Kaulozystiden dürften in der Form auch nicht der Vorgabe für M.amicta entsprechen, aber das sehe ich mal nicht so eng.


    Liebe Grüße Hans

  • Hallo zusammen

    Dem würde ich auch zustimmen. M. amicta


    BG Andy