Beiträge von Matthias

    Servus,


    sehe ich wie Claudia, ohne Mikroskop geht da nichts.

    Eine Galerina ist es ziemlich sicher, aber nicht G. vittiformis, die hätte einen mindestens bis zur Mitte bereiften Stiel.


    Grüße

    Matthias

    Servus Vroni,


    das ist ziemlich sicher Galerina clavata, ein häufiges Wiesengalerinchen.

    Die hat genau diese tibiiformen Cheilozystiden und diese großen schlanken warzigen Sporen. Du hast ganz zurecht geschrieben, dass Schnallen ein wichtiges Bestimmungsmerkmal bei Galerina sind. G. clavata hat keine Schnallen. Danach suchst du am besten an der Basis der Basidien und/oder Cheilozystiden. An den 3 Septen auf deinem Foto sieht man keine Schnallen, aber um das sicher beurteilen zu können, muss man schon selbst durchfokussieren.

    Schlüsseln kannst du Galerina z.B. mit Funga Nordica oder mit Fungi non Delineati 46.


    Super, dass du gleich in der richtigen Gattung gelandet bist :cool:


    Liebe Grüße

    Hias

    Servus,


    Ramaria rubella könnte so aussehen, die wächst allerdings - wenn ich mich recht entsinne - auf Kiefer.


    Beste Grüße

    Matthias

    Servus beinand,


    bei der Cortinarientagung im Oktober gab es einen wissenschaftlichen Vortrag zu dem Thema, der die Aufspilttung der Großgattung Cortinarius in der Arbeit von Liimatainen et al. außerordentlich kritisch sieht. Man muss dieser neuen Nomenklatur ja nicht unbedingt folgen. Ich persönlich werde sie erst mal ignorieren und abwarten ob sie sich tatsächlich etabliert. Es ist durchaus möglich, dass auch andere Wissenschaftler das neue Konzept für fragwürdig halten.


    Beste Grüße

    Matthias

    Servus Björn,


    die Galerina Nummer 7 würde ich auch bei G. perplexa einsortieren. FND46 schlüsselt noch eine G. alluviana ohne Pleuros aus, die aber nur in der oberen Stielhälfte bereift sein soll und keine Pileozystiden hat. Ich denke, sie gehört auf jeden Fall in den ziemlich komplizierten Komplex um G. vittiformis. Ich weiß leider nicht, ob es dazu schon genetische Untersuchungen gibt.


    Beste Grüße

    Matthias

    Hallo Björn,


    wie immer tolle Dokus, aber hast du dich bei Nr. 6. Russula olivacea nicht vielleicht verschrieben?

    Die Hutfarben sind total untypisch und die Lamellen viel zu hell - erinnert mich eher an R. viscida. Mikroskopisch sehe ich deutliche Pileozystiden und zumindest teilnetzige Sporen mit niedrigem Ornament - passt auch nicht wirklich zu R. olivacea.


    Beste Grüße

    Matthias

    Servus Raphael,


    merci für die vielen schönen Dokumentationen!

    So viele Schwammerln, die ich noch nie gesehen bzw. bestimmt habe.


    Deine Trichterlingsartigen sind ja ein richtiges Feuerwerk. Ich nehm solche Sachen zwar auch gern mit, aber eine solche Artenvielfalt gibt's in meinen oberbayerischen Exkursionsgebieten nicht annähernd.


    Beste Grüße

    Matthias

    Servus,


    ich denke, das ist C. cinnabarinus. Der gehört nicht zu den Hautköpfen, sondern zu Telamonia und ist mit C. bulliardii verwandt.

    An sich ein eher seltener Pilz, aber in diesem Jahr habe ich ihn nach 15(!) Jahren Pause zweimal gesehen. Vielleicht einfach Zufall.


    Beste Grüße

    Matthias

    Servus Bernd,


    Roridomyces hat einen trockenen Hut. Ich glaub eher, dass das eine Mycena ist. Vergleich mal mit M. vulgaris (Lamellenschneide abhebbar) oder M. clavicularis (Lamellenschneide nicht abhebbar mit einer Nadel).


    Grüße

    Hias

    Da würde ich Börn zustimmen. Eine Conocybe ist das sicher nicht. HDS aus birnenfömigen Zellen schließt eigentlich auch Galerina aus. Aber was soll es sonst sein? Lamellenfarbe, Sporen und Stieloberfläche sehen sehr nach Galerina aus.


    Grüße

    Hias

    Hier komme ich nach Gröger auf Arrhenia onisca. Mich stört aber diese grobe Riefung der Hüte, nach Ludwig etc. sollte die viel feiner sein.

    Servus Raphael,


    tolle Schwammerl, bin begeistert!


    Den Sumpfnabeling kenne ich nur aus Lagen zwischen 600 und 700 m und fand ihn immer im (roten) Torfmoos.

    Deine wuchsen ja offenbar an einem anderen Moos (vielleicht ein Kalkquellmoos?). Ich weiß nicht, ob A. onisca da variabel ist. Die starke grobe Riefung würde mich eher nicht stören.


    Kannst ja mal vergleichen.


    Grüße

    Hias

    Servus Raphael,


    es macht Spaß, schöne frische Schwammerln aus den Bergen zu sehen. Zu den Bestimmungen kann ich leider nichts beitragen, weil ich in solchen Höhen so gut wie nie unterwegs bin.

    Was mir aufgefallen ist: Auf den Schnittbildern haben beide Risspilze sehr merkwürdige Lamellenfarben, sehr düster graubraun - jedenfalls völlig anders als auf den Standortfotos. Sind die länger im Kühlschrank gelegen?


    Beste Grüße

    Hias

    Servus Christian,


    ich glaube nicht, dass das eine Galerina ist. Jedenfalls fällt mir keine Galerina ein, die glatte Sporen mit großem Keimporus besitzt.

    Ein paar weitere Merkmale würden helfen: Sind die Hüte trocken? Auf den Fotos ist das nicht eindeutig zu erkennen, da wäre ein Huthaut-Radialschnitt hilfreich. Ich würde mal vermuten, dass die Huthaut doch eher hymeniform ist, dann müsstest du bei Pholiotina in der Sektion Vestitae suchen (z.B. nemoralis). Wenn die Huthaut aber verschleimt ist (Ixocutis), wäre auch eine Deconica denkbar, allerdings haben die, die ich an solchen Standorten kenne, viel kleinere und nicht so schlanke Sporen.


    Beste Grüße

    Hias

    Servus Raphael,


    auf den Markofotos sehe ich keinerlei Rot- oder Violetttöne. Könnte es demnach nicht auch T. decora sein?

    Die ist zwar normalerweise etwas "freudiger" gefärbt, aber wer weiß ...


    Grüße

    Hias

    Servus Carina,


    meine Methode fürs Deckglas:

    Über dem Tropfen des Mediums aufkanten, dann eine gebogene Präpariernadel drunterschieben und das Deckglas auf die Präpariernadel fallen lassen, dann die Nadel ganz langsam und vorsichtig rausziehen. Falls Luft reinkommt, kannst du das Deckglas mit der Nadel nochmal leicht anheben.


    Beste Grüße

    Hias

    Servus Carina,


    ja, guter Huthaut-Schnitt! Ich würde die aber nicht als Hymeniderm interpretieren, sondern als Trichoderm aus länglichen Zellen und folglich in der Sektion Hispidoderma weiterschlüsseln. Von der Hutbedeckung her würde ich kaum zweifeln, dass das Pluteus depauperatus/semibulbosus ist. Der hat allerdings normalerweise einen bereiften Stiel, was man auf deinen Fotos nicht erkennen kann. Vielleicht war der Stiel etwas abgegriffen? Die HDS in der Sektion Eucelluloderma besteht aus wirklich kurzen, meist gestielt blasigen bis birnenförmigen Zellen und produziert makroskopisch keine grobsamtige, sondern glatte bis runzelige Huthaut.


    Beste Grüße

    Hias

    Hallo Romana,


    das kommt ein bisschen darauf an, welchen Autoren man folgt.

    Diese Kollektion hat Andreas Melzer als Epitypus von P. spadiceogrisea designiert. Die sind auch recht hell.


    Voto et al. (2019, von Raphael verlinkt) ignorieren dies jedoch und zeigen P. spadiceogrisea viel dunkler. Nach deren Arbeit komme ich bei so hellen Kollektionen meist bei P. albescens raus.


    Beste Grüße

    Hias

    Servus Raphael,


    eine derart "nackerte" P. fibrillosa kann ich mir kaum vorstellen.

    Aber wie du schon sagst: Hauptsach, es gibt wieder richtige Schwammerl!



    Beste Grüße

    Hias

    Servus Bernd,


    ich wüsste auch nicht, was gegen M. flos-nivium spricht. Vor 11 Jahren hast du die Art mal neben einem Schneefeld bei der Lenggrieser Hütte gefunde, die habe ich damals mikroskopiert. Die HDS-Hyphen sind in eine gelatinöse Matrix eingebettet, nur sieht man das im Skalp-Schnitt nicht so gut.

    Kristallzystiden haben in einem Helmling - soweit ich das weiß - eigentlich nichts verloren, deshalb würde ich da eher auf Fremdkörper tippen.


    Wo hast du die Teile denn gefunden?


    Grüße

    Hias