Beiträge von coprinusspezi

    Hallo Nobi

    Das hatte ich ja auch gedacht, weil ich den schon mal am 04.03.2018 auf Widschwein gefunden hatte nur nicht in Ketten sondern die Sporen wurden im Pulk ausgestoßen.

    Leider passe mir der jetzige Vergleich nicht mit dem Fund von Björn = Handbook of Ascomycota Vol.1b Platte 0036.unter Sphaeronaemella fimicola!

    Vielleicht sind das ja doch zwei Arten (Viennotidea fimicola) weil die Sporen so unterschiedlich sind?

    Liebe Grüße Hans

    Hallo

    Gerade eben auf altem Kuhdung in Dose entdeckt!

    unbekannt

    aus einer Basiskugel, die auch gelb sein kann, wächst ein hohler Kamin

    dazwischenFrk. von Thelebolus microsporus

    Basis

    Kamin Öffnung mit Sporen


    ganzer Frk. ca. 1,5 mm groß

    Sporen kamen im Quetschpräparat aus der bauchigen Basis kettenförmig.

    zusammenhängende Gebilde

    Sporengröße: 7 - 8,3 x 2,5 - 2,7 µm, leich gebogen

    Kennt den jemand?


    Liebe Grüße Hans

    Hallo Nobi

    Das mit der Cheiymenia raripila hast du gut gesehen. Auf anderen Dungteilen aus der selben Wiese waren die auch drauf.

    Bin da schon vergesslich!

    Mit den anderen Merkmalen zu der Sporormiella kann ich im Augenblick nicht dienen, da muß ich warten ob da noch was kommt!

    Danke Nobi

    Hallo

    Ich habe gerade im Quetschpräparat ohne makroskopische Vorstellung eine Art mit zu großen Sporen für Trichobolus dextrinoideosetosus gefunden!

    Es gibt da sicher noch was anderes wovon ich keine Ahnung habe.

    auf Rinderdung wachsend

    Die Haare an der Basis sind +/- verzweigt

    Sporen: 25,4 - 28 x 14 - 16,1 µm

    mit Sporormiella

    Sporen: 25,4 - 28 x 14 - 16,1 µm


    Sporen: 22,7 - 27,4 x 13,1 - 14,1 µm


    sieht nach Sporormiella ninima aus, 4 x gerader Schnitt!


    Wer kann dazu mehr sagen?

    Liebe Grüße Hans

    Danke Björn

    Hallo

    Ich habe gerade im Quetschpräparat ohne makroskopische Vorstellung eine Art mit zu großen Sporen für Trichobolus dextrinoideosetosus gefunden!

    Es gibt da sicher noch was anderes wovon ich keine Ahnung habe.

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    auf Rinderdung wachsend

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    Die Haare an der Basis sind +/- verzweigt

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    Sporen: 25,4 - 28 x 14 - 16,1 µm

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    dazwischen auch einige Frk. vom Sporormiella

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    Sporen: 22,7 - 27,4 x 13,1 - 14,1 µm

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    sieht nach Sporormiella ninima aus, 4 x gerader Schnitt!

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    Wer kann dazu mehr sagen?

    Liebe Grüße Hans

    Hallo Nobi

    Ich hatte da bei den Sporen mit allem versucht was sichtbar zu machen leider ohne Erfolg!

    Von anderer Seite wurde mir die var. elaphorum auch nahe gelegt.

    Dann laß ich die mal so stehen.

    Liebe Grüße

    Hans

    Hallo

    Hier erst ein kleiner Tourbericht

    Vor ca. 14 Tagen war ich im Depot (bei Brüggen/Bracht an der holländischen Grenze in einem eingezäunten ehemaligen Militärgelände und heutigem Naturschutzgebiet. Es war zu trocken und dementsprechend Pilzmäßig auch kaum etwas los, außer auf einer gedüngen Wildwiese ein paar Bovista plumbea. Plötzlich auf einer breiten asphaltierten Straße war der Fahrweg auf gut 100 m mit Dung übersät. Ich dachte an den Schäfer, der hier mit seinen Schafen ein Stückwegs auf der Straße unterwegs war! Da es zu diesem Zeitpunkt pilzmäßig so gut wie nichts zu sehen gab, überredete ich mich, von diesem „Schafdung“ zu Zuchtzwecken etwas mitzunehmen. Zu meinem Erstaunen entpuppte sich dieser Dung als Wildschweinlosung! Ich hatte mich vorher über diese Bister sehr geärgert, weil diese meinen kompletten Nadelwald in einen Acker verwandeld und die darin lagernden Kuhfladen meiner Galloways vernichtet hatten. Es mußte ein grosses Rudel gewesen sein um die Straße derart zu verunstalten. Mit vollen Behältnissen konnte ich dann meinen Weg mit PKW Nachhause fortsetzen.

    Auf so frischem Dung kommt bekannter massen erstmal gar nichts und man muß geduldig abwarten ob überhaupt was darauf wächst. Nach ca. 14 Tagen und guter Pflege kamen zuerst Pilobolus kleinii und Lasiobolus cuniculi. Jetzt wachsen in zwei Behältnissen Cheilymenia die nicht so einfach zu zuordnen sind!

    Bei meinen Recherchen kam ich letzt endlich zu:

    Cheilymenia granulata spec. !

    Cheilymenia granulata

    Frk. auf Wildschweindung, Frk.-Größe 2 - 5 mm, mit dickem Belag verschiedener Zellen

    Hymenium goldfarben, außen wie mit Kristallen!

    ältere Frk. verkahlend, keine eindeutigen Saete gesehen!

    textura globulosa 15 - 40 µm

    daraus +/- keulige bis zylindrische septierte Zellen auswachsend!

    des weiteren an der Basis hydnoide Haare (Ankerhyphen) septiert verbogen bis 400 µm und länger

    Asci: bis 200 (250) x - 15 µm breit, Asci und Paraphysen bei jungen Frk. in Wasser leicht gefärbt

    Paraphysen 7 - 13 µm breit

    Sporen: 15 - 15,7 (-17) x 6,8 - 8 µm, Sp.+/- glatt, keine freien Sporen!

    auf den Sp. sichtbare "Granulation" waren Quetschenpräparat- Teilchen

    Streifen oder eine Granulation konnte ich nicht eindeutig erkennen


    Bitte um andere Vorschläge

    Mit besten Grüßen

    Hans

    Hallo Nobi

    Eben an so unreife Ascobolus hatte ich auch gedacht.

    Nun habe ich ja nicht mehr die Möglichkeit etwas mit Jod nachzubestimmen da keine Exsikkate!

    Ich habe mir jetzt wohl meine Ascobolus angesehen und finde keinen, der da mit diesen Asci u Paraphysen in Frage käme!

    Kannst du mir da einen Verwechslungsähnlichen aufzeigen?


    L.G. Hans

    Hallo

    Am 14.06.2019 fand ich auf Gänskot u.a. diesen Pilz.

    Weil ich jetzt einen ähnlichen fand, kam der alte Fund bei der Suche wieder ins Rampenlicht.

    Damals hatte ich einige Arten zuviel auf einmal zu bestimmen und so beließ ich das erstmal so mit dem Gedanken an eine unreife Art einer anderen Gattung!

    Nach jetzigen Überlegungen könnte es sich um Coprotus vicinus handeln!

    Leider habe ich davon kaum gute Literatur!



    Sporen: 25,2 - 26,5 x 12,3 - 13,5 µm

    Asci: bis 150 x 37 µm

    Paraphysen oben zuerst gekrümmt (Spazierstockartig)



    Es gibt nur eine Eintragung in Pilze Deutschland´s

    Kann jemand da weiter helfen?

    Liebe Grüße

    Hans

    Hallo Nobi

    Danke für deine ausführliche Antwort.

    Zwichenzeitlich habe ich mir da auch noch einige Gedanken machen können und komme zu dem Schuß,

    daß diese Iodophanus difformis und I.testaceus zu I.carneus tendieren.

    Bei meinen weiteren Untersuchungen dieses Fundes gingen die Veränderungen zur Reife hin

    sowohl makroskopisch und auch mikroskopisch weiter in Richtung I.carneus.

    Die Paraphysen wurden zwar weder keulig noch kopfig!

    aber Sporenform und Größe würden jetzt gut zu I.carneus passen.

    Ich denke jetzt, daß ich eine sehr ungewöhniche Form von I.carneus in Händen hatte die auch Doveri getäuscht hat.

    Liebe Grüße

    Hans

    Hallo

    Auf Rehdung (Zucht) kamen in den letzten Tagen ca. 9 verschiedene Arten!

    Ein "Iodophanus" entwickelte sich jetzt etwas unerwartet.

    Sie waren haarig und hatten in der Mitte eine Öffnung, die im weiteren Verlauf fast flach tellerförmig wurde.

    Jetzt erst spät konnte ich in diesem becherförmigen Frk. Asci erkennen!

    Ein Asci-Sporenbild anbei.

    In einen Abhandlung von Doveri 2011, Basidiomycetes & Ascomycetes Seite 386,

    konnte ich meinen Fund wiedererkennen.

    Im Index Fungorum wurde Iodophanus difformis zu Iodophanus testaceus gleich gestellt.

    Wenn ich nun Iodophanus testaceus im Internet suche, bekomme ich nur Bilder in verschiedenen Farben,

    die ich als I.carneus ansprechen würde.

    Es würde mich sehr wundern, wenn diese Art von Doveri nun das gleiche sein sollte!

    ältere unreife Frk.

    geöffnete meist unreife Frk.

    links oben 1 Frk. fast gereift

    junger Frk. mit Haaren

    Asci und Paraphysen

    mit einzelnen Haaren

    Asci und Sporen, alle in Barel´sche Lösung


    Siehe auch in: Bol. Soc. Argent. Bot. 42 (3-4): 181 - 187. 2007 hier!

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    Meine Aufsammlung scheint da aber mit Doveri´s Abb.stark abzuweichen!

    Was würde da denn die Originalbeschreibung zu sagen?


    Wer blickt da noch durch?

    Liebe Grüße

    Hans

    Hallo

    In der letzten Ausgabe der Zeitschrift für Mycologie (ZfM 2021/1) wurden zwei neue Tintlinge beschrieben.

    Für die Pilzfreunde, die keinen Zugriff auf diese Zeitschrift der DGfM haben hier eine Kurzbeschreibung.


    Eine Art davon davon wächst direkt auf Dung bzw. Strohmist von Pferden.

    Die zweite Art wurde wohl oft für C.cinereus oder C.lagopus gehalten.

    Wärend die Art auf Dung auf Grund der Merkmalskombinationen keinerlei echte Verwechslungsarten hat,

    ist die zweite Art auf Laubholzhäckseln (kenne ich nur von Pappelholz) sicher schon vielen Pilzlern aufgefallen

    ohne jedoch diese einer konkreten Bestimmung zuordnen zu können.

    Weil die makroskopische Ansicht ziemlich genau auf C.cinereus deutet,

    ist jedoch der Standort auf Holzteilchen (nicht auf Mist) ungewöhnlich und ein total anderes Biotop.

    Mikroskopisch konnte ich dann auch nach vielen Untersuchungen Unterschiede festhalten, die für eine Eigenständigkeit sprachen.

    Bei der genetischen Untersuchung wurde dann auch die Eigenständigkeit bestätigt und konstatiert,

    daß sie sogar einer anderen Gruppe näherstand, dessen bekanntester Vertreter Coprinopsis radiata ist.

    Nachfolgend die Art auf Häcksel!


    Coprinopsis paracinereus




    Der Name C. paracinereus wurde wegen der optischen Nähe zu C.cinereus gewählt.



    Bei der Art auf Dung, ohne aussagekräftiger Beziehung zu irgendwas, habe ich mich dann entschieden,

    die Art nach einem besonders unermüdlichen Pilzenthusiasten mit enormen Wissen und Hilfsbereitschaft zu benennen.


    Coprinopsis siepei




    Mit besten Grüßen

    Hans

    Lieber Nobi

    Danke für deine Meinung die mir sehr geholfen hat.

    Mit der Sequenzierung ist das so eine Sache.

    Wenn man dann gegen Bezahlung die Rohdaten in Händen hat, gibt es zu wenige Leute die das auch auslesen können!

    Die es könnten, sind überlastet und das umsonst zu machen hat auch keine Perspektive.

    Leider habe ich davon auch kein Exsikkat mehr.


    Liebe Grüße Hans

    Hallo

    Bei der Überprüfung meiner zurückliegenden Funde fielen mir hier zuerst die schmalen Sporen auf, dann die ungewöhliche Frk.-Farbe die A.crenulatus eigentlich nicht hat.

    Bei meiner Literatur zu A.minutus kann ich aber nicht sehr viel recherchieren.

    Bei Boudier Tafel 411 könnte das passen!



    Sporen: 12 - 13,5 x 6,2 - 7,6 µm



    Hat jemand da Erfahrung?

    Liebe Grüße Hans

    Hallo Karl

    Dafür, das daß Herbarmaterial normal getrocknet im Schuhkarton in meinem Arbeitszimmer über 30 Jahre verschlafen hat, war es gut erhalten.

    Da kann man mal sehen wie die Zeit vergeht!

    Wenn ich mich an meinem Ende verbrennen lasse, ist mein Erbgut mit weg.

    Vielleicht überlege ich mir das nochmal mit dem Schuhkarton!


    Beste Grüße

    Hans