Wieseltäubling

Es gibt 13 Antworten in diesem Thema, welches 1.087 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Oehrling.

  • Wieso, ist mir schon klar, dass es ein Täubling ist. Von daher: milder Geschmack = essbar.

    Hallo,

    woher soll man das denn an deinem ersten Beitrag erahnen, es schrillen eben alle Alarmglocken wenn einfach unbekannte Pilze gegessen werden. Ausserdem gibt es Speisepilzberatung nur beim PIlzberater und nicht in einem Pilzforum,

    viele Grüsse

    Matthias

    • Offizieller Beitrag

    Hi,


    ich hätte den vom Bild her zuerst für einen Stinker gehalten. Da er aber mild zu sein schien, wird es wahrscheinlich auf R. ochroleuca hinaus laufen.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Wieseltaeubling (Russula hustelina) zu 70 %. Meist hat der einen gekammerten Stiel - hatte den mal

    am Stappitzer See bei Mallnitz. Leider kann ich das Foto nicht einstellen - bin hier noch zu neu.

  • So, danke erstmal. Also, den Ockertäubling kann ich ausschließen, den gibt es hier massenhaft,, wirklich zu Hunderten. Der ist viel fragiler als dieser vermutete Wieseltäubling, der doch extrem fest/hart war. Eine leichte Kammerung im Stiel war auch festzustellen, was meine Vermutung jetzt dank Easy erhärtet. Super!


    Und Mathias, ja, sorry, hatte nicht geschrieben, dass es 100% ein Täubling ist. Ich esse natürlich nichts, wo ich mir nicht "sicher" bin. Wollte auch keine Freigabe, eher eine Bestätigung.

  • In den Kochtopf kommen nur 100 prozentig bestimmte Pilze, Bestimmungsanfragen zum lernen neuer Arten sind natürlich okay.

    Na ja, dann dürfte wohl kaum ein Speisepilzsammler je einen Täubling, eine Rotkappe, einen Steinpilz, mittlerweile noch nicht mal mehr einen Milchbrätling verzehren.

    Ich denke, das Anwenden der Täublingsregel ist schon legitim, wenn Täublinge sicher erkannt werden. Auch Christoph Hahn schreibt in „Die Pilze Deutschlands“: Milde Arten sind essbar, sofern durchgegart.


    Viele Grüße

    Andreas

  • Auch Christoph Hahn schreibt in „Die Pilze Deutschlands“: Milde Arten sind essbar, sofern durchgegart.

    Hallo Andreas,

    ich kenne vom Christoph auch eine Warnung den Schwarztäubling nicht mehr zu essen weil es in Japan eine ähnliche Art gibt die Todesfälle wie der Grünling verursacht hat, den Russula subnigricans.

    Was ist so schwer bei Täublingen sicher bestimmbare Arten zu nehmen, da einige durchaus makroskopisch gehen?

    Steinpilze sollten nicht schwierig sein bei den 4 aktuellen Arten bei uns, Rotkappen lassen sich auch oft mit den Begleitbäumen eingrenzen.

    Bei Rotkappen gab es auch schon Vergiftungen die wie im Eingansbeitrag auf Pizza gelegt worden sind und heftige Magen-Darmbeschwerden ausgelöst haben wegen zu geringer Garzeit,

    viele Grüsse

    Matthias

  • Vom Bild her könnte das R. mustelina sein, könnte aber auch R.intergra sein. Wie sieht es mit dem Fundort aus? Begleitbäume? Höhenmeter? R. mustelina kommt im Flachland nicht vor und hat, wie oben erwähnt, einen sehr harten Stiel.

    Für eine halbwegs mögliche Bestimmung der Täublinge brauchts neben dem Geschmack (bitte nur, wenn man Täublinge als solche sicher erkennt), Geruch, eine Sporenabwurf, um die Farbe nach Romagnesi zu bestimmern (hier ließen sich mustelina und integra schon unterscheiden) und die Guajak-Reaktion (siehe Artikel von Chalange, Farbe nach 8 bis 10 Sekunden).


    LG, Lütte

  • Fundort: Fichtenwald. Ca. 400m üNN.


    Und ja, ging auf Pizza, wurde aber vorher seperat durchgegart, wegen der in der Tat relativ kurzen Garzeit. Roh kommen auf die Pizza bei mir eigentlich nur Steinpilze und Maronen, alles andere wird vorgekocht. Ist schon magenfreundlicher, und die Pizza schwimmt nicht weg :)


    Grüße,


    Waldmeister

  • Hallo zusammen,

    ein Wieseltäubling könnte das schon sein.

    Der Sinn der Anfrage an sich ist hier aber zweifelhaft. Jemand, der die Täublingsregel kennt, isst den als mild erkannten Täubling auf seiner Pizza. Danach, wenn sich der Pilz schon im Magen-Darm-Trakt befindet, wird unter Missachtung aller Anfrageregeln die Anfrage gestellt, welche Täublingsart es denn wohl sei, die auf der Pizza lag. Wie nicht anders zu erwarten, kommen Antworten der Kategorie "könnte sein" bzw. "vermutlich".

    Bei solchen Anfragen, die an Verar***ung grenzen, könnte man sich schon überlegen, ob man sie überhaupt mit einer Antwort belohnt oder nicht einfach ignoriert.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!