Stielboviste

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 737 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von ingosixecho.

  • Hallo Forum,


    ich hatte am letzten Wochenende mal wieder das Vergnügen, einige Tulos ablichten zu dürfen. In den vergangenen Jahren hatte ich hier und da Kollektionen, die als T.fimbriatum bestimmt wurden (Koll. fimbriatum aus 2013).


    Bei den aktuellen bin ich mir nicht so sicher. Vielleicht sind die Tulos aber noch zu jung, um typische Merkmale zu zeigen. Da es nicht so meine Baustelle ist, zeige ich die mal her. In den hiesigen Binnendünen können ja auch noch andere Arten vorkommen.


    Die Stiele sehen schon ziemlich glatt aus. Geht das makroskopisch?


    GR Ingo

  • Hallo Ingo,

    bei Deinen gefundenen Stielbovisten ab Bild 2 handelt es sich ganz sicher nicht um T. fimbriatum, da sie ein definiertes (gerandetes) Peristom haben.

    Das spricht eher für Tulostoma aus der brumalis-Richtung.

    Aber ohne genauere Untersuchung ist das nicht entgültig festzumachen.

    VG Ulla

  • Hallo Ingo,


    danke für's Teilen, da habe ich wieder etwas Neues gelernt.


    Bisher waren mir Boviste nur in Form von auf dem Boden liegenden (teilweise etwas unförmigen) Kugeln bekannt.


    Ich habe gelesen, die jüngeren Exemplare soll man sogar essen können - hast Du welche probiert?


    LG

    • Offizieller Beitrag

    Hi.


    Nö, die Arten der Gattung Tulostoma sind nichts zum Essen.

    Bei deiner ersten Kollektion könnte ich mir gut Tulostoma fimbriatum im weiteren Sinne vorstellen, Ingo. Die sehen bei mir in der Heide sehr ählnich aus, gerade wenn jung, dann sind auch noch die oft rötlichbraun befaserten und +/- schuppigen Stiele erkennbar.

    Die zweite Kollektion sieht interessant aus. Da müsste man mal ein paar mehr Fruchtkörper angucken, ob sich da nirgendwo eine andeutung eines dunklen Hofes ums Peristom findet. Ein behöftes Peristom wäre ja bei brumale s.l. immer irgendwie ausgeprägt (jung oft schwer erkennbar, weil unter der Exoperidie verborgen oder von Sand verkrustet). Wenn Peristom nie mit dunkler Umrandung, dann käme man zu den selteneren Arten wie Tulostoma kotlabae...


    Da müsste man aber mal zB Harzpilzchen aufrufen, Hartmut hat sich mit den Dingern ja schon eingehend beschäftigt.



    Lg; Pablo.

  • Hallo Miteinander,


    vielen Dank Ulla, Pablo und Wolfgang. Ich denke, ich komme demnächst nicht mehr an die Stelle und lege die mal unter T. brumalis cf ab. Für eine weitere Untersuchung habe ich von denen nichts mitgenommen.

    An die erste Kollektion hatte ich ja T. fimbriatum (aus 2013) drangeschrieben. Die habe ich am Helenesee öfters mal.


    Grüßlis Ingo