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letzter Beitrag von Gela am

Birkenporling - was mache ich falsch?

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich im letzten Jahr schon die Enttäuschung hatte, dass der birkenporling den ich gesammelt, getrocknet und als Tee zubereitet habe, nicht die typisch trübe graue Farbe als Tee und den bitteren Geschmack gehabt hat, habe ich es dieses Jahr noch einmal versucht. Diesmal wurde er auch in einer anderen Region gesammelt.


    Aber auch dieses Jahr ist der gekochte Tee klar und gelblich und der bittere Geschmack ist so gut wie nicht vorhanden.

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht woran das liegt...

    Der gesammelte Porling war absolut frisch und schneeweiß von unten.


    Oder entwickelt der Pilz erst wenn er schon etwas gelber unten ist den bitteren Geschmack und die Farbe von Tee? Aber dann ist er ja nicht mehr richtig frisch, oder?


    Ich bin echt überfragt was ich falsch mache...


    Jemand von euch eine Idee?

  • Hallo Patme,


    Bitterstoffe werden ganz unterschiedlich empfunden. Für den einen bitter, für den anderen ok.

    Ich kann BiPoSud trinken. Meine Frau nicht.


    Die "typisch" graue Farbe kenne ich so nicht. Wenn der Sud nicht klar wäre, eürde ich ihn verwerfen.



    Grüßle

    RudiS

  • Hallo,

    ich habe den BiPo relativ fein gemahlen und koche dann für 2 Personen pro 1/2 Liter Wasser 2 TL für eine halbe Stunde aus.

    Der ist dann leicht trüb und immer bitter genug.

    Den Bodensatz lassen wir dann immer gerne in der Tasse zurück, da er immer "besser" wird, je weiter man nach unten kommt ;)

    Vielleicht sind deine Stücke zu grob oder die Kochdauer zu kurz?

  • Hallo zusammen, ich wüßte auch gern, ob die Bitterstoffe gleichzeitig Wirkstoffe des BiPo sind oder eher unangenehmes Beiwerk. Beim Schwarztee vermeidet man das Bittereren durch kurze Brühzeiten. Das könnte man beim BiPo ja auch machen, wenn die Wirkstoffe so dennoch in die Flüssigkeit übergehen würden. Gibts dazu Untersuchungen? Ich habe hier schon diverse Zubereitungsrezepte gelesen. Welche Variante ist denn nun die sinnvollste?

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • Hallo!


    Kannst Du vielleicht ein paar Bilder beisteuern, sowohl von Birkenporlingen als auch vom Tee? Damit wir quasi sehen wovon wir reden. :)


    Ich verwende den Birkenporling gelegentlich ja auch, inzwischen gewürfelt und getrocknet. Die Farbe vom "Tee" ist eher gelblich, würde ich sagen. Relativ klar, leicht bitterlich vielleicht. Aber ich komme mit bitteren Nahrungsmitteln gut zurecht, d.h. ich schmecke "bitter" evtl. weniger als die meisten Menschen. Ich trinke auch schwarzen Tee der länger durchgezogen hat und mein Kaffee nehme ich schwarz ohne Zucker (extreme Bitterschmeker wie meine Tochter können Schwarztee überhaupt nicht trinken, von Kaffee ganz zu schweigen).

    Bitterlichkeit kann, meines Wissens, auch von Fruchtkörper zu Fruchtkörper stark variieren. Auch die Menge Pilz pro Liter Wasser sowie die Dauer des Kochvorgangs kann eine Rolle spielen.


    Wo hast Du die Birkenporlinge her von denen der Tee grau und bitter war, wenn ich fragen darf? War das vielleicht gekaufte Ware?

  • Hallo!


    Ich habe gestern meinen ersten Tee aus Birkenporlingen zubereitet. ich habe den frischen Pilz in kleine Würfel geschnitten, etwas kleiner als ein Kubikzentimeter schätze ich. Davon habe ich vier bis fünf Stück in eine Tasse gegeben und kochendes Wasser drauf gekippt. Das dann wie normalen Tee ziehen lassen, in diesem Fall für 20 Minuten.


    Mit ein bisschen Honig schmeckte der Tee sogar angenehmen, hatte ich anders erwartet. Ist meine Ziehzeit eventuell zu kurz? Oder ist es wichtig, das während der gesamten Dauer das Wasser noch kocht? Sprich, dass man besser einen Sud als einen Tee zubereitet?


    Ich freue mich über eure Tipps und hoffe es ist okay, die Frage hier zu ergänzen.

    Alle meine Bestimmungshilfen sind nur als Anregung zu verstehen. Für eine sichere Bestimmung sollten Pilze einem PSV vorgelegt werden. Eine Essensfreigabe gibt es im Forum grundsätzlich nicht.

  • Hallo zusammen, ich hab da mal eine vielleicht doofe Frage, warum soll der Tee denn unbedingt bitter schmecken? .


    Das ist ganz einfach zu beantworten: "Weil er sonst nicht wirkt!"


    Genau das haben uns Generationen von Müttern eingetrichtert, wenn wir Kinder krank waren und bittere Medizin bekamen. Und das hat funktioniert. ;)


    Gruß

    Peter

  • Hallo Azalee,


    die BiPo-Stückchen lasse ich mindestens 20min simmern. Ich mache meist knappe 2 Liter (BiPo-Menge nach Gefühl/Erfahrung) und fülle den Sud dann in Flaschen. Das reicht mir für ein paar Wochen. Ich trinke dann je nach Lust und Laune über den Tag verteilt einige zimmerwarme Gläschen (jeweils ~ 2cl). Die Bitterstoffe mag ich sehr gern.Die Flaschen bewahre ich gekühlt auf. Deine Rezeptur kann natürlich ganz anders aussehen.


    Man kann den Sud z.B. wieder erhitzen und süßen und das dann als "Tee" trinken.


    Wichtig ist halt (durch das lange köcheln) die Bitterstoffe rauszulösen.


    Grüßle

    RudiS

  • Ich habe gerade die erste Kur hinter mir. Jeden Morgen und jeden Abend eine Tasse Tee.

    Zubereitet habe ich mir auch alle 2 Tage ca. einen Liter. Die getrockneten BP habe ich in der Kaffeemühle fein gemahlen und das Pulver ungefähr 20 min köcheln lassen. Der bittere Geschmack stört mich nicht.

    Parallel habe ich mir aus frischen BP eine alkoholische Tinktur hergestellt. Ich bin gerade vor ein paar Minuten fertig geworden die Tinktur in kleine Flaschen mit Pipette umzufüllen.

    Den BP habe ich vor ca. 4 Wochen frisch in kleine Würfel geschnitten und mit 60%igem Wodka angesetzt.

    Probiert habe ich diese "bittere Medizin" :cool:noch nicht. Ich mache jetzt nach der Tee-Kur erst mal Pause.


    einen schönen Sonntag noch

    Frank

  • Das ist echt interessant, für mich ist das Thema Birkenporling als Tee relativ neu. Das ist vielleicht eine doofe Frage, aber wie schaut eine Birkenporling Kur aus und wobei hat sie bei euch geholfen?

    lg, Jan

    Eine Idee, die nicht gefährlich ist, verdient es nicht, überhaupt Idee genannt zu werden.

    - Oscar Wilde

  • Naja, wenn man den Tee für den Magen trinkt, kann ich mir ja noch vorstellen, dass die Bitterstoffe den Fluss von Speichel und Magensäure anregen und so mehr helfen. Ich trinke ihn, weil ich damit Entzündungen in den Gelenken lindern kann und dafür reichen ja die Inhaltsstoffe. Ich mache es wie die meisten hier, ein Esslöffel Porlingspulver in 500ml Wasser 30 Minuten köcheln, den Sud gieße ich dann durch ein Sieb auf auf einen vorbereiteten Beutel offenen Früchtetee und spare mir so Süßungsmittel. Gemischt mit dem Früchtetee schmeckt er mir viel besser.

    LG Sigi

  • Also ich gebe auch ein paar getrocknete Stückchen in die Tasse, gebe kochendes Wasser drauf und lasse das Ganze 20 min ziehen. Der Sud wird fast immer etwas gelblich bis trüb. Das hängt denke ich vom Alter der FK ab. Ich nehme nur frische FK aber ich denke es gibt einen Unterschied zwischen pflaumengroßen ,,Knubbel" und Älteren. Leicht bitterlich ist er auch bei mir, aber erträglich. Wohlgeschmack ist wirklich was anderes aber mit frischer Minze aufgebrüht gar nicht mehr so schlimm. Die Stückchen brühe ich dann noch zwei weitere Male auf.


    LG Phillip

  • also zu aller erst...Wunder sollte man nicht erwarten und auch keine Spontanheilung


    Dem Birkenporling werden ja diverse Heilkräfte nachgesagt. Ötzi hatte wohl einen um den Hals. Früher wurden Darmparasiten damit bekämpft, aber auch allgemein soll der BP bei Verdauungsproblemen helfen.

    Er kann bei Entzündungen an Gelenken helfen. Ich habe leichtes Rheuma. Weil ich Diabetiker bin ist meine Hoffnung, dass der Blutzuckerspiegel durch diese Kur etwas gesenkt werden kann und ich weniger Insulin spritzen muss.

    Ich beobachte nun, ob in irgendeiner Hinsicht etwas passiert. Ich denke man muss geduldig sein und man darf nicht gleich aufgeben, wenn sich die erhofften Resultate nicht gleich einstellen.

    Meine Ärztin hält das alles für Spuk, sagt aber, solange ich meinen Zucker regelmäßig kontrolliere, ist das ok.

    Bekommen tut mir der Tee recht gut. Ich werde Das jetzt regelmäßig anwenden und dann schaun ich mal.


    Eine gute Woche

    Frank

  • erst kürzlich habe ich gelesen, dass sich das Judasohr, Auricularia auricula-judae zur Senkung des Blutzuckerspiegels eignen soll. Hab ich zwar schon gefunden und der Pilz sollte so langsam in den Startlöchern stehen, aber ob es den in den Mengen zu finden gibt, wage ich zu bezweifeln.

  • Hallo liebe Schwammerlfreunde,

    das Thema Heilpilze etc. ist sehr gut aufgearbeitet im Buch von Jürgen Gutmann „Heilende Pilze“. Wenn ihr euch dafür interessiert, ist es denke ich das richtige für weiterführende Informationen.

    Ich habe das Buch sehr oft in der Hand.

    Liebe Grüße, die Gela

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