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letzter Beitrag von Habicht am

Interessante Meldungen von der Tiroler Zugspitze

  • Liebe Forensmitglieder,


    schöne Grüße von der Tiroler Zugspitze. Nach FB-Gruppen und ein paar andere Foren, die mehr Freude über Speisepilze und Co zeigen, suche ich nun Gleichgesinnte, die gern mal was anderes sehen.

    ^^

    Mein Heimatverein ist München. Aufgrund der Distanz zu Ehrwald, bin ich nicht wöchentlich beim Treffen. Für die jährliche Ausstellung, die heuer ausfällt, sammele gewöhnlich viele Exponate aus unserer pilzreichen Gegend.

    Gern gehe ich mit mykologischen Besuchern durch unseren Wäldern und habe über die Jahre einige sehr gute Mykologen kennengelernt. Die letzten beiden Wochen dürfte ich mit Rainer Wald, Mykologe und Pilzfotograf aus NRW, öfters meine und seine (er ist Stammgast in der Arena) Plätze untersuchen.


    Einige schöne, zum Teil nicht endgültig geklärte Funde, zeige ich hier. Die Zeit fürs Mikroskop fällt meistens zugunsten der Familie aus. Ich denke, ein Spagat, der von anderen geteilt wird.

    Ich bin leidenschaftlich gern unterwegs und habe den großen Vorteil, die Wälder vor der Haustür zu haben. Der Ruf aus dem Wald ist unüberhörbar. Einziger Nachteil ist, dass wir keine Laubwälder haben. Ein Buchenhain in der Nähe ist künstlich angelegt und pilzarm. Dafür jede Menge Picea, Larix, Fagus. Sehr sparsam auch Abies. In der nächsten Ortschaft sind 2-nadelige Pinus-Bäume. Und wir haben Magerwiesen mit interessanten Hygrophoraceae. In Ehrwald ist der Boden eindeutig kalkreich, z.T. lehmig, wenig Oberflächensäure. Im Tal bei Berwang kommt noch etwas Schiefer hinzu. Der Bodenexperte bin ich nicht, aber die gefundenen Arten weichen schon merklich ab.


    Es sind nur Highlights aus den letzten beiden Wochen abgebildet. Die Hypogäenarten wurden ohne 4beinige Hilfe gefunden. Sei denn, kriechend auf allen 4ern auch gilt. :D Irgendwie gleiche ich einem Wildschwein, wenn ich aus dem Wald komme. 8o


    Und jetzt versuche ich, die Bilder einzustellen.

    Antrodia alpina - Alpentramete. Hier ein häufiger Fund an Lärchenstümpfen. 40% KOH Reaktion.


    Ein Fund und Bilder von Rainer. Fundstelle wurde vor 2 Jahren von W. Edelmann und M. Dondl entdeckt.

    Arrhenia polycephala. Mehrhütiger Moosaderling.


    Ein Lieblingsfund. Echtes Teamwork. Der Fotograf stupste während eines Fotoshootings mit dem Fuß dieser Pilz frei.

    Seine Assistentin (ich) fand den dann unter einem herumliegenden Zweig.

    Chamonixia caespitosa. Blauer Bergtrüffel, Blaunuß. Unter Fichte und hinter Berwang. 1 FK.


    Nur ein Meter entfernt, bereits die 3. Fundstelle von Hysterangium stoloniferum. Rissiger Schwanztrüffel.

    Die erste Fundstelle in Ehrwald auf 1250 m bei Fichte. Die Sporen waren sehr groß, ca. 25 µm. Es bleibt nach der Literatur nur diese Bestimmung.

    Die beiden anderen Fundstellen auch bei Fichte auf Kalk. Ich gehe davon aus, dass er nicht selten ist. Nur selten gefunden.


    Hier ein Fund von der Ehrwalder Alm auch ca. 1250 m. Gautieria spec. Vor 5 Jahren wurde er an anderer Stelle gefunden und von einer guten Mykologin als Gautieria graveleons bestimmt, Starkriechender / Gewöhnlicher Morcheltrüffel. Der stinkt stark nach faulem Kohl.


    Ein gut riechender, für mich nach Fencheltramete, in der Literatur als Blütenartig beschrieben, Hypogäe: Hymenogaster spec. Wie mir gesagt wurde, ein extrem schwierige Gattung zu mikroskopieren. Insofern bleibt die Bestimmung bei einer Vermutung um H. citrinus, Zitronengelbe Erdnuss. Wegen der Form der Sporen.




    Ein letzter für heute. Gefunden am Wasserfallweg Ehrwald, zwischen Baumwürzeln viele Fagus und 1 Picea am Wanderpfad.

    Eine zweite Stelle dann im dichten Fichtenwald noch 800 m weiter.

    Rhodoscypha ovilla. Riesensporiger Rosahaarbecherling. Nur eine Art in der Gattung.


    Das zweite Bild mit mehreren FK mit Einverständnis von Rainer Wald.


    Natürlich ist das eine Ansammlung von Pilzen über mehreren Tagen, etlich gewanderten KM und verschiedenen Tälern.


    Hoffe, der Bericht hat Spaß gemacht.

    Über Besuch in meiner Gegend freue ich mich!


    Liebe Grüße

    -Rebecca

  • Beorn

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Hallo, Rebecca!


    Wow, tolle Funde - und ein traumhaftes Gebiet, denke ich.

    Die ersten beiden sind schon krass. Antrodia alpina hatte ich bisher noch nie, die makroskopisch identische Antrodia xantha ist bei mir dagegen sehr häufig.
    Hast du den KOH - Test auch mal mit 5%-10% KOH ausprobiert? Müsste (wenn wirklich positiv) eigentlich auch funktionieren, für Porlinge und Rindenpilze nehme ich keine höheren Konzentrationen mehr (wegen den ganzen sonst auftretenden falsch - positiven Reaktionen).
    Und die Arrhenia polycephala, das ist halt ein echter Knüller. Sowass werden die wenigsten Pilzkundler überhauot jemals zu Gesicht bekommen. :thumbup:



    LG; Pablo.

  • GriasDi Rebecca,

    schön, dass Du Deine tollen Funde hier einstellst und wir so daran teilhaben können.

    @Pablo:

    Die Antrodia alpina durfte ich in Rebeccas Begleitung auch schon finden. Wir fanden sie mehrmals bei einer Exkursion.

    Neben der KOH- Reaktion fehlten im Gegensatz zur A. xantha die deutlich gelben Töne bzw. sie waren nicht so stark ausgeprägt. Auch war der zitronige Geruch nicht zu vernehmen. Und auch die Hütchen sind bei der forma pachymeres am vertikalen Substrat nicht so deutlich und schmal wie bei A. xantha. Eher breiter und mehr angedeutet angelegt. Die KOH-Reaktion funktioniert auch mit 5%iger Lösung. Beim Substrat war ich mir nicht sicher, ob das immer Lärche war. Auf der deutschen Zugspitzseite, z.B. am Eibsee konnte ich die Art übrigens noch nicht nachweisen.

    Ein wahrlich tolles Gebiet da bei der Rebecca!

    An einer dicken vitalen Buche konnten wir damals noch die Reste von Climacodon septentrionalis sehen, der aber seitdem leider nicht mehr fruktifiziert hat.

    An liabn Gruaß,

    Werner

  • @Pablo

    Da ich den Antrodia seit Jahren habe, habe ich alle Konzentrationen KOH ausprobiert. Dieses Mal war halt 40% dabei.

    Ich kann mich an keinen anderen Fund als Lärche erinnern. Muss ich in Zukunft die Augen aufhalten.

    Der Climacodon ist ein Rätsel. Er kam alle 2 Jahre, 3x insgesamt. Ein anderer FK war vom Lift aus zu sehen (viele Jahre zurück) in Biberwier. Irgendwann taucht er wieder auf.

    Ein älteres Bild könnte ich beizeiten raussuchen.


    Was wir nicht sind, ist ein ausgesprochen gutes Speisepilzgebiet. GSD.


    Werner. Irgendwann suche ich Antrodia von der deutschen Seite aus. Ich meine ihn auf der B2, rechts von der Straße, kurz vor Krün, gesehen zu haben. LEIDER hatte ich einen Termin und konnte nicht halten. Den finden wir noch.


    Bis bald!

    -Rebecca

  • Hllo Snowwhite!

    Ich kann leider auch nichts sehen. Der erste Beitrag in diesem Thread ist Pablos Antwort. :/

  • ?

  • Hallo Rebecca,

    danke für den tollen Beitrag aus mykologischer Sicht! Neben der außergewöhnlichen und traumhaften Landschaft, durfte ich die bei Bieberwier entspringende Loisach - quasi von der Quelle durch‘s Moos (Lermoos) bis zur Landesgrenze bei Griesen befischen. Und neben dieser Loisach, kamen auch in der passenden Zeit, immer die schönsten Morchelfunde hinzu!

    Unvergesslich - und dies seit über 60 Jahren👌

    LG Walter

    DIE würde ich auch gerne finden. Morchel aus meiner Sicht rückläufig. Alle Wasserrechte in den Händen vom Mohr Life Hotel. Mein Angelschein habe ich seit 30 Jahren nicht mehr genutzt. Wir winken die großen Forellen von der Brücke im Moos am Golfplatz zu. Petri Heil!

  • Jetzt ist alles sichtbar. Danke den Admins! und Dir liebe Rebecca für die tollen Bilder.
    Da möchte ich noch welche dazustellen, die Du mir auf unserem gemeinsamen Ausflug vor 1 Monat gezeigt hast.
    Rosenroter Baumschwamm - Rhodofomes rosea (ex Fomitopsis rosea) und den

    Walliser Lackporling - Ganoderma valesiacum.

    Liebe Grüße aus München und bis bald
    Schorsch




    Ehrwalder Becken auf Zugspitz-Massiv

    Biberwier Richtung Grünstein


    auf Rebeccas Terrasse, Blick auf Ehrwalder Sonnenspitze (hab ich zu meiner guten Zeit mal überschritten)




    Walliser Lackporling - Ganoderma valesiacum


    Rosenroter Baumschwamm - Rhodofomes rosea (ex Fomitopsis rosea)

  • Servus!


    Woran das nun wieder liegen mag...
    Komisch, daß der Beitrag zunächst nicht für alle sichtbar war. Ich hatte ihn freigeschaltet, danach hat meines Wissens kein Moderator was damit gemacht.
    Ein Beitrag von Rebecca wurde nicht gespeichert (siehe >dieser Bug<), den hatte ich eben wieder hergestellt. Wenn sonst noch jemand was gemacht hätte, müsste da eine Meldung für mich sichtbar sein.
    Irgendwie ist bei ein paar Sachen im Forum derzeit der Wurm drin.
    Bitte, wenn irgendwas nicht passt, nicht läuft oder verkehrt läuft, scheut euch nicht, jederzeit mich, Stefan (Climbingfreak) oder Jan Arne (JanMen) anzuschreiben via Persönliche Kommunikation.
    Wir kümmern uns dann zeitnah so gut es geht.


    Kurz zu >Antrodia xantha<: Die ist wirklich sehr vielfältig. Gibt es auch komplett ohne Gelbtöne und komplett resupinat, auch ohne nennenswerte Vorsprünge. Sieht dann eher aus wie Cinereomyces lindbladii oder so.
    Das Schöne ist: Dank dieser beiträge habe ich jetzt eine viel bessere Vorstellung vom Doppelgänger (Antrodia alpina). :thumbup:
    Das war für mich bisher nämlich eher so ein Phantom, aber mit dem, was ihr davon zeigt und beschreibt, würde ich sie jetzt wohl erkennen und unterscheiden können.



    LG, Pablo.

  • Wow!


    Excellenter Thread, Rebecca & Schorsch, :gklimper:


    Wie ist Euch die Bestimmung des Lackporlings auf G. valesiacum gelungen?


    LG

    Peter

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Es reicht ein Hut aus Zunderschwamm als Statussymbol. Brennt nur der Kopf, wenn der Blitz einschlägt.

    Chips: 52 - 5 für Pablo = 47

    47 - 10 für APR 2019 = 37,000

    + 5 ausm APR = 42

    - 20 für die Leistungsträger,

    22. Ingo mag nicht, = 27.

  • Werner Edelmann war vor Ort. Er kennt den valesiacum. Diese wachsen ausschließlich auf Lärchenstümpfen. Eine mikroskopische Untersuchen haben wir nicht vorgenommen. Kann ggf. nachgeholt werden.


    Und danke. Es hat tierisch viel Spaß gemacht in Magerzeiten der Großpilze, doch so interessante Sachen gefunden zu haben. Ich untersuche nun ausgescharrte Löcher regelmäßig. Es ist viel "Nichts" dabei, aber auch gute Funde, wie man sieht.


    LG

  • Uuups,


    mit ausschließlich an Lärchenstümpfen zieh' ich nicht mit,


    Krisai-Greilhuber_Neue_Seltene_OZP26_final.pdf


    Wie auch immer, wenn's tierisch viel Spaß gmacht hat wäre ich gern dabei gewesen, :gklimper:


    LG

    Peter

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Es reicht ein Hut aus Zunderschwamm als Statussymbol. Brennt nur der Kopf, wenn der Blitz einschlägt.

    Chips: 52 - 5 für Pablo = 47

    47 - 10 für APR 2019 = 37,000

    + 5 ausm APR = 42

    - 20 für die Leistungsträger,

    22. Ingo mag nicht, = 27.

  • GriasDi Bäda,

    danke für den interessanten Artikel!

    G. valesiacum kann also auch auf anderen Nadelhölzern und ist synonym zur amerikanischen G. tsugae.

    Die Ausführungen bestärken mich aber auch den Fund auf Lärche und evtl generell Nadelholzfunde G. valesiacum zu benennen und schließt eine substratverirrte G. lucidum eigentlich aus. Funde von G. carnosum natürlich ausgenommen.

    Trotzdem wär nicht schlecht diese vereinzelten seltenen Funde sequenzieren zu lassen.

    An liabn Gruaß,

    Werner

  • Hallo zusammen,


    mein tschechischer Porlingsfreund Josef Vlasak hatte zu diesem Thema schon 2015 folgende Aussage:

    "Judging by sequence, European G. carnosum is identical with G. valesiacum and also with american G. oregonensae. G. tsugae and G. lucidum are only slightly different in sequence and may be, probably, also conspecific."


    Sodass allein nach dem Substrat eine Unterscheidung nicht eindeutig möglich ist.


    Schönen Sonntag

    Frank

  • Zitat

    das liest sich doch etwas anders als die Aussagen der Irmgard und Zhao et al.

    Hallo Werner,


    die beiden Aussagen widersprechen sich nur wenig und man kann sie auch auf Grund ihrer unterschiedlichen Exsikkate nicht direkt vergleichen.

    In der Arbeit von Zhou et al. (habe ich mir gerade mal downgeloadet) hat Vlasak ebenfalls mitgewirkt. Leider wird in dieser Arbeit von Zhou et al. Ganoderma valesiacum gar nicht (leider häufige Praxis in modernen Publikationen wird auf kritische Namen nicht eingegangen, da kann man auch nichts falsch machen!) erwähnt. G. carnosum wird nur mal am Rand mit nachfolgendem Zitat angesprochen und es ist keine Sequenz beigesteuert!?

    "An ITS-based phylogeny indicated that G. oregonense and Ganoderma

    carnosum Pat. 1889, a species with a European origin, may

    be conspecific in topology (unpublished data). G. carnosum has priority

    over G. oregonense; however, we could not treat the latter as a

    synonym of the former until reliable phylogeny is available."

    Irmgard schreibt, das G. valesiacum und G. tsugae synonym sind und priorisiert G. valesiacum (lt. Mycobank), Zhou et. al. verwenden G. tsugae.

    Aber das sind ja nur nomenklatorische Unterschiede.

    Vlasak hat in seinen ersten Sequenzierungen nur seine amerikanischen und europäischen Funde verwendet, wobei es immer noch drauf ankommt, nach welcher Auffassung diese bestimmt wurden. Richtiger wären Vergleiche der Typus-Arten!

    Die Arbeit von Zhou et al. zeigt auf jeden Fall, dass die Wirte keine entscheidende Rolle spielen und im Schlüssel auch deshalb fehlen bzw. nur mit "mostly angiosperms" ode mit "mostly gymnosperms" getrennt werden. Das wollte ich in meinem ersten Posting ja schon ausdrücken. Ich habe z. B. auch schon G. lucidum an Picea und Larix und "G. carnosum" an Picea. Larix, Abies und Pseudotsuga gefunden, zumindest morphologisch immer gleich.

    Ich galube, hier sind noch nicht alle Fragen zufriedenstellend geklärt.


    LG

    Frank

  • Salut!


    Also: Der zitierte Artikel von Zhou unter mitarbeit von Vlasak wäre >dieser hier<, oder?
    Zudem gibt es aus dem gleichen Jahr noch eine weitere Arbeit, die aber wohl auch nicht mehr verrät - bzw. nicht mehr verraten kann (ohne Typusstudien...).
    Der Ansatz scheint aber ein wenig anders zu sein. >vielleicht auch interessant<.



    LG; Pablo.

  • Hallo Pablo und Werner,


    der Artikel von Zhou et al. ist der den du verlinkt hast. Der zweite Artikel bringt leider morphologisch und genetisch keine weiteren Erkenntnisse.


    @Werner- gut dokumentieren und Exsikkate anlegen ist momentan der richtige Weg!


    Zwei Fragen bleiben für mich ungenügend beantwortet:

    1. gibt es in Europa G. tsugae Murrill 1902 oder unterscheidet sich die europäische G. valesiacum Boud. 1895 doch von der amerikanischen Art?

    2. ist die europäische G. carnosum Pat. 1889 tatsächlich genetisch gleich mit der amerikanischen G. oregenense Murrill 1908


    Ich werde bei Josef Vlasak mal nachfragen, wie er zum heutigen Zeitpunkt seine damalige Aussage bewertet und lass es euch dann wissen..


    LG

    Frank

  • MoinMoin!


    Darn, jetzt gehen mir die neulich in HD - Kohlhof entdeckten "lucidum s.l." an einem alten Nadelholzstumpf (vermutlich Pseudotsuga) nicht mehr aus dem Kopf.
    Mir waren die für typische Ganoderma carnosum einfach zu hell und zu "rot" (die ich bisher an Wißtanne hatte, waren auch jung schon recht dunkel und mehr rotbraun oder gelbbraun auch in frischen Zuwächsen).
    Wenn aber Ganoderma tsugae da noch mit reinspielt, könnte das auch eine Option für allerhand "Nadelholzfunde von "Ganoderma lucidum s.l." in Frage kommen.
    eben nicht nur an Lärche, oder?






    Hoffentlich hat Alex davon noch was, sonst muss ich den nochmal einsammeln und herbarisieren...



    LG; Pablo.

  • Zitat

    Zwei Fragen bleiben für mich ungenügend beantwortet:

    1. gibt es in Europa G. tsugae Murrill 1902 oder unterscheidet sich die europäische G. valesiacum Boud. 1895 doch von der amerikanischen Art?

    2. ist die europäische G. carnosum Pat. 1889 tatsächlich genetisch gleich mit der amerikanischen G. oregenense Murrill 1908

    Diese beiden offenen Fragen habe ich mit Bernard Rivoire in Verbindung mit seinem neuen Buch "Polypores de France et d' Europe" (2020) besprochen. Dieses Buch ist zwar in Französisch (aber mit englischen Schlüsseln) und für interessierte Mykologen das zur Zeit modernste und vollständigste Werk über Porlinge.

    Ganoderma tsugae ist eine amerikanische Art, die europäische Art ist G. valesiacum (auch an Pseudotsugae). Die amerikanische G. oregenense ist nicht identisch mit der europäischen G. carnosum.


    LG

    Frank

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