Beiträge von Tomentella

    Hallo Pablo,

    Zitat

    Wobei ich mir ja immer beides angucke, bei den Kollektionen, die ich so finde.

    Sollte man auf jeden Fall machen, aber wenn man Gloeozystiden findet, dann müsste das ja auch in dem Fall schon signifikant genug sein, oder?

    da die "Gloeozystiden" bei O. corticola selten sind und schwierig zu finden, ist die Breite der Hyphen das sichere Unterscheidungsmerkmal.

    Oxyporus corticola hat auch kleinere Poren (3-4 P/mm) als O. latemarginatus (1-3 P/mm).


    LG

    Frank

    Zitat

    Zwei Fragen bleiben für mich ungenügend beantwortet:

    1. gibt es in Europa G. tsugae Murrill 1902 oder unterscheidet sich die europäische G. valesiacum Boud. 1895 doch von der amerikanischen Art?

    2. ist die europäische G. carnosum Pat. 1889 tatsächlich genetisch gleich mit der amerikanischen G. oregenense Murrill 1908

    Diese beiden offenen Fragen habe ich mit Bernard Rivoire in Verbindung mit seinem neuen Buch "Polypores de France et d' Europe" (2020) besprochen. Dieses Buch ist zwar in Französisch (aber mit englischen Schlüsseln) und für interessierte Mykologen das zur Zeit modernste und vollständigste Werk über Porlinge.

    Ganoderma tsugae ist eine amerikanische Art, die europäische Art ist G. valesiacum (auch an Pseudotsugae). Die amerikanische G. oregenense ist nicht identisch mit der europäischen G. carnosum.


    LG

    Frank

    Zitat

    Zwei Fragen bleiben für mich ungenügend beantwortet:

    1. gibt es in Europa G. tsugae Murrill 1902 oder unterscheidet sich die europäische G. valesiacum Boud. 1895 doch von der amerikanischen Art?

    2. ist die europäische G. carnosum Pat. 1889 tatsächlich genetisch gleich mit der amerikanischen G. oregenense Murrill 1908

    Diese beiden offenen Fragen habe ich mit Bernard Rivoire in Verbindung mit seinem neuen Buch "Polypores de France et d' Europe" (2020) besprochen. Dieses Buch ist zwar in Französisch (aber mit englischen Schlüsseln) und für interessierte Mykologen das zur Zeit modernste und vollständigste Werk über Porlinge.

    Ganoderma tsugae ist eine amerikanische Art, die europäische Art ist G. valesiacum (auch an Pseudotsugae). Die amerikanische G. oregenense ist nicht identisch mit der europäischen G. carnosum.


    LG

    Frank

    Hallo Thorben,


    die sehr langstacheligen Sporen passen nicht so recht zu T. lateritia, die auch immer deutlich ziegelfarben ist. Könnte in Richtung Tomentella atroarenicolor gehen. Den Fund würde ich mir gern ansehen.


    LG

    Frank

    Hallo Thorben,


    die auf Erde wachsen sind oft mit ihren Merkmalen nicht eindeutig einzuordnen. Eine korrekte wissenschaftliche Erklärung habe ich dafür noch nicht.

    Die Genetik wird hier noch viel aufspalten, was morphologisch schwer nachzuvollziehen sein wird.


    Nun schütte mich aber nicht mit Tomentellen zu, die man im Herbst zu Hunderten finden kann.

    Versuch's lieber mit eindeutiger bestimmbaren Pilzen.:)


    LG

    Frank

    Das sieht eher nach dem Garten-Riesenschirmling Chlorophyllum brunneum (Chlorophyllum rachodes var. hortensis) aus.

    Chlorophyllum rachodes wächst im Nadelwald (meist im Fichtennadelstreu).


    LG

    Frank

    Zitat

    Bei mir harpert es an dem Bifurkat, denn ich weiß nichts damit anzufangen.

    Von Bildern her, würde ich auf Unterschiede im Ornament (?) tippen. Vielleicht doppelhöckerig für Bifurkat ?

    Hallo Thorben,


    bifurcat (bifurkat) bedeutet gegabelte bzw. doppelhöckerige Sporenornamente. Hier mal eine Zeichnung (Pseudotomentella) von Elia Martini, die das deutlich zeigt:


    LG

    Frank

    Hallo zusammen,


    Sequenzierung ist hier der einzig hilfreiche Weg. In dieser Pilzgruppe ist da noch viel genetische Klarheit nötig, denn die Bestimmung anderer Stachelpilze bringt ähnliche Unsicherheiten. Meist wurde in der Vergangenheit nur nach makroskopischen Merkmalen in Verbindung mit der Ökologie geschlüsselt. Mikroskopisch sind die Unterschiede innerhalb einer Gattung leider sehr marginal.


    LG

    Frank

    Hallo Björn,


    mit Nr. 4Tomentella ellisii liegst du richtig.

    Die anderen Funde gehören zum unklaren Tomentella sublilacina/Tomentella radiosa/Thelephora terrestris f. resupinata Komplex. Mehr kann ich nicht dazu sagen. Nr. 6 scheinen zwei Arten zu sein, zumindest die orangefarbene könnte auch eine alte T. umbrinospora sein. Aber wie gesagt alles mit Fragezeichen.


    LG

    Frank

    Hallo Björn,


    Nr. 2 ist Tomentella umbrinospora, die in meinem Schlüssel auch eindeutig dahin führen sollte.

    Das Präparat färbt sich in KOH immer so typisch ein, wie in deinem Aufnahmen. Makroskopisch hat nur noch Tomentella fibrosa diese intensive Färbung, aber mikroskopisch völlig anders, mit Zystiden und ohne Schnallen.


    LG

    Frank