Beiträge von Isarschwammerl

    Servus,

    Dann bekam ich mal als Kopie einen schönen "Farbkreis", in dem Sporenfarben den Gattungen zugeordnet sind.

    Leider kenne ich die Quelle nicht (wäre aber daran interessiert) und zeige hier nur ein Fragment, um ggf. copyright nicht zu verletzen.

    da kann ich weiterhelfen. Die Tafel stammt aus dem Buch "Wie erkenne ich die Pilze - Einführung in die Pilzkunde für Speisepilzsammler und Botaniker" von Rose Marie Dähncke im AT Verlag 1978. Die Tafel ist aber nicht in allen Fällen ganz korrekt.
    Liebe Grüße Schorsch

    Servus Andreas,


    Wenn Du mit alignieren meintest, dass Du die Vorwärts- und Rückwärtsrichtung der ITS zusammengefügt hast - deine Anmerkung zum Reverse-Button bringt mich auf diese Idee - dann ergibt sich dadurch aber keine längere Sequenz, sondern nur eine bessere Qualtität.

    Stimmt, wo Du recht hast, hast Du recht..
    Liebe Grüße Schorsch

    Zumal man auch berücksichtigen sollte, daß die Namen, mit denen die Genbank - Sequenzen hinterlegt sind, nicht stimmen müssen.

    Klar Pablo, wenn ein und dasselbe Schwammerl von verschiedenen Autoren unterschiedlich benamst wird, kommen scheinbar widersprüchliche Ergebnisse heraus. Bedeutet aber, soviel ich mitbekommen habe, nur, dass es sich eben um Synonyme handelt.
    Liebe Grüße Schorsch

    warum ist deine Sequenz denn so kurz? Wenn ich das richtig sehe, dann hast Du nur eine 279 bp langen Sequenzabschnitt verwendet, die ITS müsste aber so um die 620 bp lang sein üblicherweise. Insofern würde ich das Ergebnis erst mal als unklar einstufen.

    Ich hab nach dem Kurs zuhause nochmal schnell schnell geblastet und beim Alignieren vergessen den Reverse-Button zu klicken. Beim ersten Mal in Frankfurt war die Sequenz deutlich länger, hatte dort aber das Speichern vergessen. Wenn ich mal Zeit habe, wiederhole ich das Alignement. Sorry, aber das Ergebnis war dasselbe.

    Liebe Grüße

    Servus aus München,
    nochmals vielen Dank für Euere Antworten. Bei einem Kurs "Molekulare Bestimmung von Pilzen" bei Prof. Thines und Dr. Ploch hatte ich Gelegenheit den Pilz zu sequenzieren.Tatsächlich wurde Postia lactea bestätigt. Beim Blasten mit NBCI (in https://blast.ncbi.nlm.nih.gov/Blast.cgi ) kann man auch sehen, dass Postia / Oligoporus lactea / tephroleuca weitgehend synonym sind.
    Liebe Grüße Schorsch


    Caloscypha fulgens = Leuchtender Prachtbecherling; aber mit den deutschen Namen ist es eben auch so eine Sache.
    Ich war mal im Bayrischen Wald. Es war sehr trocken. Zwei Frauen kamen mit leeren Körben mir aus dem Wald entgegen. "Koane Schwammerl ned, nur drenten Stockschwammerl."
    Die "Stockschwammerl" waren aber keine Stockschwämmchen, sondern Pilze, die an einem Fichtenstock (= Stubben) wuchsen und sich als Großblättrige Schwefelköpfe entpuppten.
    Ähnlich ist es mit "Zigeuner" unter dem mancherorts der Reifpilz und andernorts der Flockenstielige Hexenröhrling gemeint ist.
    Egal, Hauptsache man weiß, was an der jeweiligen Örtlichkeit damit gemeint ist. Kein Grund zur Besserwisserei oder zu einem Streit..
    Einfach nur Information: Aha, das verstehen die dort unter XY.
    Liebe Grüße Schorsch

    Lieber Pablo,

    da bewahrheitet sich mal wieder der Spruch: "Wissenschaftliche Pilznamen ändern sich von Jahr zu Jahr und die deutschen Namen von Ort zu Ort."

    Die bei uns im Voralpenland durchaus häufigen Sarcoscypha austriaca hören bei uns auf Österreichischer Prachtbecherling, aber auch auf Blutroter Kelchbecherling, Blutroter Prachtbecherling, Österreichischer Kelchbecherling, Zinnoberroter Prachtbecherling.

    Nix für ungut und liebe Grüße Schorsch






    Danke,
    hat sich doch rentiert, den Beitrag hier einzustellen.
    "Again what learned" würde Lothar Matthäus sagen. Bei mir ist es viel, was ich gelernt habe und nächstes Mal berücksichtigen werde.
    Euch allen ein schönes Wochenende

    Schorsch

    Servus,

    die Ciboria kenne ich gut.
    1. wo sollten die im Fichtenwald herkommen? Auf Tannenzapfenschuppen gibt es Ciboria rufofusca
    2.die sehen makroskopisch (gestielt) und mikroskopisch (Ascusspitzen mit Lugol) ganz anders aus.

    LG Schorsch

    Ascusspitze von Peziza


    Ascusspitze von Ciboria amentacea


    Servus beinand,


    wie ich geschrieben habe, hatte ich die im Verdacht. Aber was sucht der Buchenwald-Becherling im Fichtenwald?

    Das Teil liegt jetzt ziemlich eingeschrumpelt in einer Herbartüte. Natürlich könnte ich es jetzt sequenzieren lassen. Aber wo komme ich da hin bei meinen Pilzkenntnissen, wenn ich alles, was ich nicht eindeutig identifizieren kann, ins Labor schicke.
    Dennoch vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben.
    Liebe Grüße

    Schorsch

    Danke guter Hinweis. Ich hatte gleich mit Baumwollblau angefangen.
    Aber auch Sporen, die noch in den Asci waren, wiesen teilweise diese Dellen auf.
    Jetzt hab ich in meinen Mikro-Bildern nochmal nachgesehen. Die in Lugol sind normal. Die Dellen nur in BWB!

    Liebe Grüße Schorsch

    Servus aus München,
    am Montag habe ich in einem Fichtenwald im Moos (darunter Wurzel?) eine Peziza spec. gefunden, die ich im Buchenwald wahrscheinlich als Peziza arvernensis angesprochen hätte. So bin ich einigermaßen ratlos und bitte um Euere Hilfe.
    Liebe Grüße Schorsch





    Habitat mit Hera (Berner Senn)






    Paraphysen in BWB

      


    in Lugol


    Sporen


    viele Sporen mit Delle wie Blutplättchen

    Ob nun Myxomyceten und Oomyceten mit dazu gezählt werden? Aus historischen Gründen ja, aus taxonomischen Gründen eher nicht. Das sind aber Fragen über die sich die Landeskoordinatoren und die Wissenschaftler austauschen müssen.

    Servus Stefan,
    ich halte mich in taxonomischen Fragen meist an COL | The Catalogue of Life
    welches sich in Sachen Pilze auf den Index Fungorum bezieht. Ist zwar auch nicht immer auf dem letzten Stand, aber irgendetwas muss man ja schließlich als Reverenz nehmen.
    Danach sind die Myxos bei den Protozoa untergebracht und die Oomycota bei den Chromista.
    Liebe Grüße aus München
    Schorsch

    Servus,
    nochmal zur Klarstellung. Ich nutze die 123Pilze-App äußerst selten zur Pilzbestimmung von Pilzen, bei denen ich gar keine Ahnung habe.
    1.) Oft weiß ich bei z.B. VHS-Führungen oder der Pilzberatung die deutschen Namen nicht, oder umgekehrt, manchmal fällt mir nur z.B. Phellinus punctatus ein und ich schaue dann nach, dass er jetzt auf Fomitipora punctata hört.
    2.) Oder ich schwanke zwischen 2 Arten. Dann kann ich im Felde nachschauen, wo die Unterschiede sind oder in welchem Habitat sie vorkommen. Auch sehe ich dann Pilze, die evtl auch noch in Frage kommen, an die ich aber gar nicht gedacht habe.
    3.) Die Fotobestimmung ist äußerst schwankend. Z.B. erkannte die App versuchshalber mal den Weinroten Risspilz / Inocybe adaequata, was ich absolut nicht erwartet hätte. Andererseits erkannte bei einer Fernsehsendung für den Bayerischen Rundfunk, wo es um die Beurteilung von Apps geht, die App den Grünen Knollenblätterpilz nicht (bei einem von 10 Versuchen), da ich ihn ohne die artspezifischen Merkmale fotografiert hatte. Stattdessen wurde die Nebelkappe vorgeschlagen. Das heißt, die Erkennung hängt u.a. auch vom Vorwissen des Fotografen ab, der weiß, auf was es ankommt.
    Fazit: Apps sind ein gutes zusätzliches Hilfsmittel für unterwegs, aber auf GAR KEINEN FALL geeignet, Pilze als Speisepilze freizugeben. Trotzdem möchte ich auf meine Apps nicht verzichten und finde die Preise durchaus als angemessen, da bei den guten eine ständige Aktualisierung erfolgt ohne dass eine jährliche gebühr anfällt.
    Liebe Grüße Schorsch

    Servus, also ich habe beide genannten Apps auf meinem Handy und auch bei beiden einen sehr bescheidenen Beitrag geleistet.
    Da die 123App einen Algorithmus hat, durch den eine österreichische und schweizer Universität die jeweils aktuellen Pilznamen generieren, nehme ich sie auch als Übersetzungshilfe. Und natürlich kann kein Administrator alle Pilze persönlich kennen. Wolfgang Bachmeier ist aber sehr dankbar für Korrekturen (die umgehend umsetzt) als auch für Pilzfotos. Dafür beteiligt er die Autoren an Erlösen. Er macht das aus Begeisterung und ehrenamtlich. Die Serverkosten sind enorm bei der großen Anzahl an Daten. "Meine Pilze" hat den Vorteil, dass man eigene Bilder, Memos und selbst erstellte (private, nicht käufliche, da copyright zu beachten ist!!!) Kopien der Standardwerke integrieren kann. Das finde ich sehr praktisch, wenn man unterwegs was nachsehen will. Also ich nutze beide gerne, auch wenn ich sie selten als Bestimmungshilfe gebrauche.
    Liebe Grüße Schorsch

    Servus,


    Ischnoderma resinosum, den Laubholz-Harzporling, habe ich auch oft schon gerochen, bevor ich ihn gesehen habe. So intensiv kann der Geruch oder besser Duft sein.
    Und er ist bei uns gar nicht so selten, wie er oft beschrieben wurde.

    Liebe Grüße Schorsch

    Servus,

    bei frischen Judasohren ist die das Fleisch homogen. Sind sie mehrmals gefroren und wieder aufgetaut, wird diese Schicht grisselig-körnig. Dann nehme ich sie nicht mehr, würde sie auch nicht mehr freigeben. Aber da sind die Empfindlichkeiten und Ansprüche an Frische sehr unterschiedlich.
    Liebe Grüße Schorsch

    Lieber Pablo,
    vielen Dank für Deine Einschätzung. Tyromyces chioneus schließe ich eigentlich aus, da der ja auf Deutsch auch Kurzröhriger Saftporling heißt und dieser hatte ja eine Röhrenlänge, die über alle Angaben in der Literatur hinausging.
    Liebe Grüße

    Servus,

    eine Frage ans Forum,

    Hymenium (20 mm) nicht poroid, sondern extrem stark zerschlitzt und hydnoid; generative Hyphen mit Schnallen, wenige Skeletthyphen oder sklerosierte Hyphen (mit Inhalt? wenn ja welcher?)

    Sporen 4 x 1,7 µm allantoid

    Ich habe den Pilz als Postia lactea bestimmt.

    Das Problem beim Schlüsseln ist, dass die poroiden Pilze in jedem Buch eine andere Nomenklatur haben. Mir stehen der Ryvarden von 1978 und der von 2014, sowie die Pilzbriefe, Dörfelt (2018) und Rivoire (2020) zum Vergleich zur Verfügung. Die Beschreibungen geben aber unterschiedliche Sporenmaße an. Am besten kommt noch Postia lactea (sensu Rivoire und Dörfelt) in Frage, der bei Ryvarden 1978 Tyromyces lacteus heißt und 2014 Oligoporus tephroleucus. Das Porenbild mit den hydnoiden Strukturen war ein ziemliches Problem (altersbedingt oder Artmerkmal?). Immerhin gibt Ryvarden (2014) an, dass sie im Alter „lacerate“ (zerrissen, zerfetzt, aufgeschlitzt) sein können. Die Stärke der Hymenialschicht wird aber nirgends mit 20 mm angegeben. Ich lege ihn also als Postia lactea ab und hoffe ein paar weiterführende Meinungen zu erhalten.

    Liebe Grüße Schorsch


    Lieber Bernd,
    ich schicke Dir das besagte DDR-Buch:
    Karl Berger: Mykologisches Wörterbuch. 3200 Begriffe in 8 Sprachen. Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Latein, Tschechisch, Polnisch, Russisch.
    Liebe Grüße Schorsch aus München, der mal Dein Holzmikrokopie-Buch rezensiert hat. :)