Beiträge von Isarschwammerl

    Servus,


    Ischnoderma resinosum, den Laubholz-Harzporling, habe ich auch oft schon gerochen, bevor ich ihn gesehen habe. So intensiv kann der Geruch oder besser Duft sein.
    Und er ist bei uns gar nicht so selten, wie er oft beschrieben wurde.

    Liebe Grüße Schorsch

    Servus,

    bei frischen Judasohren ist die das Fleisch homogen. Sind sie mehrmals gefroren und wieder aufgetaut, wird diese Schicht grisselig-körnig. Dann nehme ich sie nicht mehr, würde sie auch nicht mehr freigeben. Aber da sind die Empfindlichkeiten und Ansprüche an Frische sehr unterschiedlich.
    Liebe Grüße Schorsch

    Lieber Pablo,
    vielen Dank für Deine Einschätzung. Tyromyces chioneus schließe ich eigentlich aus, da der ja auf Deutsch auch Kurzröhriger Saftporling heißt und dieser hatte ja eine Röhrenlänge, die über alle Angaben in der Literatur hinausging.
    Liebe Grüße

    Servus,

    eine Frage ans Forum,

    Hymenium (20 mm) nicht poroid, sondern extrem stark zerschlitzt und hydnoid; generative Hyphen mit Schnallen, wenige Skeletthyphen oder sklerosierte Hyphen (mit Inhalt? wenn ja welcher?)

    Sporen 4 x 1,7 µm allantoid

    Ich habe den Pilz als Postia lactea bestimmt.

    Das Problem beim Schlüsseln ist, dass die poroiden Pilze in jedem Buch eine andere Nomenklatur haben. Mir stehen der Ryvarden von 1978 und der von 2014, sowie die Pilzbriefe, Dörfelt (2018) und Rivoire (2020) zum Vergleich zur Verfügung. Die Beschreibungen geben aber unterschiedliche Sporenmaße an. Am besten kommt noch Postia lactea (sensu Rivoire und Dörfelt) in Frage, der bei Ryvarden 1978 Tyromyces lacteus heißt und 2014 Oligoporus tephroleucus. Das Porenbild mit den hydnoiden Strukturen war ein ziemliches Problem (altersbedingt oder Artmerkmal?). Immerhin gibt Ryvarden (2014) an, dass sie im Alter „lacerate“ (zerrissen, zerfetzt, aufgeschlitzt) sein können. Die Stärke der Hymenialschicht wird aber nirgends mit 20 mm angegeben. Ich lege ihn also als Postia lactea ab und hoffe ein paar weiterführende Meinungen zu erhalten.

    Liebe Grüße Schorsch


    Lieber Bernd,
    ich schicke Dir das besagte DDR-Buch:
    Karl Berger: Mykologisches Wörterbuch. 3200 Begriffe in 8 Sprachen. Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Latein, Tschechisch, Polnisch, Russisch.
    Liebe Grüße Schorsch aus München, der mal Dein Holzmikrokopie-Buch rezensiert hat. :)

    Servus,

    ich würde Gminders Handbuch für Pilzsammler empfehlen. Einfacher Bestimmungsschlüssel und leicht verständliche Gattungsübersicht. Ich erinnere mich als in dem Alter war. Da habe ich populärwissenschaftliche Lektüre verschlungen und wollte es schon genauer wissen. Das Buch ist didaktisch gut aufgebaut und verschafft der/m Leser*in einen guten Überblick über die Gattungen und deren Merkmale.

    Liebe Grüße Schorsch

    Danke Pablo,
    so sehe ich das auch. Ich habe früher auch mal alles, was auf Nadelholz wächst, irrtümlich als Exidia nigricans sive plana bestimmt, bis mir Werner die Unterschiede erklärt hat.
    Typisch sind die radiär verlaufenden Falten und im eingetrockneten Zustand die extrem flachen FK.
    Liebe Grüße Schorsch

    PS: Anbei Bilder und ausschnittsweise die sehr gute Beschreibung von Neuhoff (1935 Die Gallertpilze in Kallenbach - Pilze Mitteleuropas)



    6. Merkmale .
    H. M a k r o s k o p i s c h e Me r k m a l e .


    F r u c h t k ö r p e r in Gruppen gehäuft beisammenstehend, fast stets auf dünnrindigem Holz, die Rinde durchbrechend, anfangs meist warzenförmig, bald sich seitlich ausbreitend und mit benachbarten Fruchtkörpern zu auffallend d ü n n e n F l ä c h e n von manchmal annähernd 30 cm Ausdehnung zusammenfließend, 1—2, selten bis 4 mm dick, auf der Unterlage fast vollständig fest angeheftet, so daß nur kleine Randteile ohne Beschädigung des ganzen Pilzes abhebbar sind, mit unregelmäßig schwach gekerbtem, nie gewimpertem Rand, der im durchfeuchteten Zustand stets der Unterlage angedrückt ist und nur beim Eintrocknen (und auch dann nur an vereinzelten Stellen) sich in geringem Maße zurückbiegt; Gallerte hart und zäh, wenig quellend, im Alter eintrocknend welkend, nicht oder kaum zerfließend.
    O b e r s e i t e der durchfeuchteten Fruchtkörper vielfach f a s t g l a t t o d e r n u r mit geringen Erhebungen, manchmal schon frühzeitig mit dichtstehenden, kaum 1 mm hohen, oft reihenweise verlaufen d en w a r z e n f ö r m i g e n H ö c k e r n o d e r nach dem Rande zu mit fast regelmäßig angeordneten w e l l e n f ö r m i g e n E r h e b u n g e n v e r sehen,


    so daß die Randzone manchmal wie gerippt erscheint, selten er auf der gesamten Oberfläche mit gewundenen , kaum 1 mm hohen, unregelmäßigen, scharfrandigen Rippen versehen ; nie mit rundlichen, grubenartigen Vertiefungen. D r ü s e n w ä r z c h e n fast vollständig
    f e h l e n d .
    U n t e r s e i t e von der Oberseite nicht scharf abgegrenzt, glatt o d e r schwach körnig, hin und wieder etwas runzelig uneben.
    F a r b e d e r Oberseite t i e f s c h w a r z , selten er mit geringer grauer, bläulicher oder olivbräunlicher Tönung, sehr stark durchfeuchtet matt, aber meist feucht wie trocken auffallend s t a r k g l ä n z e n d . Unterseite matt, heller als die Oberseite, s c h w a r z g r a u - o l i v ,
    b e s o n d e rs beim E i n t r o c k n e n deutlich o l i v f a r b e n . Farbe der Fruchtkörper bei durchfallendem Licht olivgrau.
    E i n g e t r o c k n e t liegt der Pilz als d ü n n e , glatte, hornartige, schwer a b lö s b a re , g l ä n z e n d s c h w a r z e Haut der Unterlage fest auf und macht dann durchaus den Eindruck von T e e r f l e c k e n auf der Rinde. Gallerte im Schnitt wässerig olivgrau.
    G e r u c h und G e s c hm a c k fehlen.







    Servus,

    jetzt habe ich nochmal eine Frage zu den Arten und ihren Namen. Ich kannte folgende drei:

    Warziger Drüsling (Exidia nigricans, syn. E. glandulosa ss. Fries, E. plana)

    Stoppeliger Drüsling (Exidia glandulosa, Syn.: Exidia truncata)

    Teerflecken-Drüsling (Exidia pithya)

    Letzteren gibt es laut COL | The Catalogue of Life

    nicht mehr bzw. heißt jetzt auch Exidia nigricans.

    Ist das jetzt eine Art weniger? also synonym?

    Da soll sich einer auskennen in der Gattung.

    Weiß da jemand etwas Zuverlässiges?

    Liebe Grüße
    Schorsch

    Ja, Hera ist eine Berner Senn-Hündin. Berner Senn sind Hütehunde ohne jegliche Jagdtrieb. Außerdem hört sie auch angesichts von Rehen und Wildschweinen auf Pfiff. Also ein e sehr entspannte und entspannende Begleiterin (zumindest, wenn ich mit ihr allein unterwegs bin. Sonst versucht sie immer ihre "Herde" zusammenzuhalten. :):):).
    Liebe Grüße aus München