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letzter Beitrag von Walter32 am

Long way down - Stippvisite in den Süden

  • Schon lange waren Frau nichtschonwieder Pilze und ich bei Dodo im Wort, sie mal wieder besuchen zu kommen. Das kombinierten wir mit einem Besuch in Düsseldorf und einer guten Woche in einem alten Schwarzwaldhaus in Todtmoos, unser diesjähriger Sommerurlaub.


    Wir wurden von Dodo und Peppino aufs Herzlichste aufgenommen und natürlich ging es gleich erstmal in die Pilze. Mit allzuviel Funden rechneten wir wegen der Trockenheit nicht. Aber Dodo kennt natürlich ihre Spezialstellen und siehe da:


    Pilzbild 01: Boletus edulis - Fichtensteinpilz


    Pilzbild 02: Boletus reticulatus - Sommersteinpilz


    Am Ende hatten wir immerhin vier fast madenfreie Steinis im Korb. Der Anfang war gemacht.

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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    "Es gibt Gottsucher, Ichsucher und Schwammerlsucher" (G. Polt)


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  • Als absolute Spitzenidee stellte sich ein Besuch im Cite de l'Automobil in Mulhouse (Collection Schlumpf) heraus. Walter liess es sich nicht nehmen, Dodo und mich dorthin zu fahren. Wir waren absolut überwältigt, und das war nicht nur der Hitze und der Schutzmaske geschuldet.

    Jeder, der nur etwas motorminded ist oder etwas Benzin im Blut hat kommt dort voll auf seine Kosten:


    Automobil der Jahrhundertwende mit Sonnendach für chice Pariser Damen


    Rekordwagen aus 1899. 125 km/h mit Elektroantrieb!


    Ein schöner Rolls-Royce. Jeder 6-jährige würde da wohl gerne einsteigen. Es handelt sich um ein Kinderauto für den begüterten Nachwuchs. Stichwort: "Markenbindung"


    Ein Isetta- oder Smart-Vorläufer aus den 30ern. Grosse Zeit der Stromlinie.


    Automuseum im Elsass ohne Bugatti? Völlig undenkbar! Es gab weit über 100 davon.


    Praktisch jeder Formel 1-Wagen mit Renault- Motor ist vertreten, dazu natürlich jede Menge Ferraris, Lotus und...


    Bugattis!

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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  • Nun aber wieder Pilze. Während die norddeutschen Gäste noch selig in den Daunen schlummern sind die flinken Italo-Badenser schon in den Wäldern, um nur einen Tag später an den gleichen Stellen ein paar Pilze mehr zu finden:


    Pilzbild 03: diverse Leckereien


    darunter auch Raritäten wie den hier:

    Pilzbild 04: Boletus aereus - schwarzhütiger Steinpilz / Bronzeröhrling


    oder den hier:

    Pilzbild 05: Boletus radicans - Wurzelnder Bitterröhrling

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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  • Dodo ist nicht nur eine gute Pilzkennerin und Spürnase, sondern auch -wie ja schon Einige erfahren durften- eine absolute Spitzenköchin. Wir wurden in die Geheimnisse der Gnocchi-Produktion eingeweiht. Sagenhaft! Das fängt bei der Auswahl der Kartoffeln an, geht bei der Wahl des Werkzeugs zum Kartoffelzerkleinern weiter und endet immer noch nicht beim Teigkneten. Es geht um die präzise Verarbeitung der Kartoffelstärke. Wer jetzt vielleicht zweifelt: Es hat unglaublich lecker geschmeckt. Weit weg von Allem, was man mir bisher als Gnocchi angeboten hatte. Vielleicht ist der Schuss Grappa im Teig das Geheimnis!?


    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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  • Auf diesen Besuch hatte ich mich schon lange gefreutg:D und nicht nur Hans und Frau Nichtschonwiederpilze waren hier bei mir - nein, auch Pablo (Beorn) kam.


    Wir hatten ein paar wirklich schöne Tage hier bei uns - Hans hat ja schon ein klein Bisschen etwas erzählt - und zu Ende ist es noch nicht :gnicken:

    Die Welt ist schön, weil sie bunt ist==Gnolm16

    "Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück. Es kommt nicht darauf an, wie lang es ist, sondern wie bunt"

    (Lucius Annaeus Seneca)

  • Und dann kam ja noch ein sehr geschätzter alter Apfelzwerg hinzu.

    Ohne Hut hätte ich ihn fast nicht erkannt.


    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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  • Hallo, Hans & Walter & Dodo!


    Ah, nun beginnt er also, der Bilderreigen.

    Obwohl am Samstag noch heiß und trocken, habe ich mich vor allem gefreut, euch wieder zu sehen. Im Fall von Dodo und Hans und Frau nswP war's ja nun auch eine wirklich unnötig lange Zeit...

    Besonders schön auch, noch Verwandschaften kennen zu lernen, mit denen man sich gerne und gut unterhalten konnte. Nicht nur über Pilze. Auch über andere Sachen. Also sogar über Wildschweine zum Beispiel. g:-)


    Aber fotografiert habe ich irgendwie doch wieder nur die komischen Fadengestalten in aller Pracht und Herrlichkeit, wie sie sich uns in Dodos Kalklaubwäldern am Samstag präsentiert haben.

    Da zeige ich gerne mal einige Aufnahmen, teils von Funden, über die (nicht nur) ich mich doch sehr gefreut habe.


    Sommersteinpilze (Boletus aestivalis) in hell:


    Sommersteinpilze (Boletus aestivalis) in dunkel rotbraun:



    Ganz viele Bronzini (Bronzeröhrlinge, Boletus aereus) in allen möglichen Farben und Formen, hatte ich so auch noch nie in der Vielfalt gesehen:







    Nexen (Suillellus luridus, Netzhexen):


    WuBis (Caloboletus radicans, Wurzelnder Bitterröhrling):


    Gelbporige Raufüße (Leccinellum crocipodium):


    Lungenseitlinge (Pleurotus pulmonarius, mit obligatorischem "cf"):





    Und dieses ganz vertrackte Ding, das mir nach wie vor seinen Namen nicht verraten will:


    Nennen wir es mal Xerocomus rumpelstilzii.

    Bild ist etwas überstrahlt, aber den stelle ich eh die Tage noch zur Diskussion, denke ich. Ist meiner Ansicht nach keine normale Ziegenlippe, ist aber auch nicht Xerocomus chrysonemus, wie ich anfangs wegen der leuchtend gelben Stielbasis dachte.



    LG; Pablo.

  • Pilzbild 06: Boletus luridus - Netzstieliger Hexenröhrling. Für viele etwas ganz profanes. Für mich einer von vielen Erstfunden. Den gibts nicht in meiner kalten, flachen Heimat.


    Pilzbild 07: ein weiterer "Bronzini". Hatte ich auch noch nie gesehen. Und jetzt in rauhen Mengen!


    "Da hinten stehen auch noch jede Menge von denen"


    "Oder vielleicht auch hier unten?"


    "Tatsächlich!"

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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  • Pilzbild 08: war das der Bjerkandera adusta - angebrannter Rauchporling ? So viele neue Pilze....


    Pilzbild 09: Fomitopsis pinicola - Fichtenporling. Bei diesen Temperaturen schwitzen sogar die Pilze.


    Pilzbild 10: Auch ein Perser, aber hier gleich 10 mal gefunden:

    Polyporus tuberaster - Sklerotienporling.


    Pilzbild 11: den habe ich vergessen, Dodo oder Pablo werden sich erinnern.

    Edit: es handelt sich recht sicher um Stereum insignitum - Prächtiger Schichtpilz.


    Pilzbild 12: Offenbar eine Rotkappe. Aber welche? DODOO, PABLOO...

    Edit: Lässt sich wohl nicht mehr aufklären, die Meinungen pendeln zwischen Steinpilz und Rotkappe, sagen wir mal "Röhrling".

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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    Einmal editiert, zuletzt von nochn Pilz ()

  • Hi,


    8. ja sieht gut aus

    11. wenn kein Schmetterling, dann Stereum subtomentosum oder insignitum.

    12. aufgrund des weißen Stiels wäre Leccinum leucopodium mein Tipp.


    Bin zwar nicht Dodo oder Pablo, ich helfe aber trotzdem sehr gerne. ==Gnolm7==Gnolm10


    Schöne Bilder und ein schöne Tour hattet ihr da.


    Ganz großen Dank für den schönen Bericht.


    Ich bin gespannt, wie es weitergeht.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Mal ein anderer Perser: Dieses Bäumchen hielt ich zunächst für eine Schlehe. Doch eine nähere Untersuchung ergab, dass dies wohl eine wilde Pflaume oder Zwetschge sein muss. Fruchtkörper etwas kleiner als Kirsche, etwa wie Olive.


    Solche Fotos kriege ich zuhause einfach nicht hin!


    Endlich mal etwas was ich kannte: Erithacus rubecula - Rotkehlchen.


    Pilzbild 13: Der typische Stiel verrät ihn: Polyporus leptocephalus - löwengelber Porling


    Pilzbild 14: Trotz der Trockenheit waren diese Kameraden ganz unglaublich saftig. Eine willkommene Mahlzeit: Pleurotus pulmonarius - Lungenseitling / Sommeraustern-Seitling.

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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  • Hi,


    bei der "Schlehe" kannst du gerne von "Früchten" sprechen. ==Gnolm7


    Hast du mal gekostet? Eine Prunus-Art ist das meiner Meinung nach schon.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Ich habe Fruchtfleisch und Stein untersucht, Pablo hat gekostet. Das muss was pflaumiges sein.

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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  • Tach!


    So ist es: Geschmack durchaus pflaumig. Aber auch recht sauer. Insgesamt erfrischend und besser als StiMo - Hexenei - Innendingens. :gfreuen:


    Noch kurz Hans Pilzbilder von hinten aufräumen:
    12in11 (Also Bild 12 in Beitrag 11) ist doch auch ein Steinpilz? Ich sehe ein Netz am Stiel. Jetzt nach Bild für mich schwer zu entscheiden, ob Sommer oder Fichte, sollte aber einer der beiden sein.

    11in11: Ohne reingelinst zu haben war das für mich im Feld zu 97,4% Stereum insignitum (Prächtiger Schichtpilz). Die Fruchtkörper wirkten im Wald auf mich irgendwie noch ein bissel farbfreudiger, vor allem brauner. Zusammen mit der Wuchsform und Wuchsweise, und wenn man bedenkt, daß im Oberrheingraben bis zu mit hoch an Rotbuchenstämmen Stereum insignitum inzwischen viel häufiger ist als Stereum subtomentosum, dann - naja, eine minimale Restwahrscheinlichkeit räume ich dem Samtigen Schichtpilz noch ein.

    Rest in 11: Ist genau so, wie Hans sagt. :thumbup:


    Meine Perser kommen dann übrigens einen Tag später, das passierte erst im Schwarzwald, wo keine Pilze mehr waren (und wo mein Lieblingswald beschädigt wurdeX( ).



    LG; Pablo.

  • Danke Feinschmecker für die fruchtige Aufklärung.


    Danke an Kletterstefan und Pablo für die Korrekturen, ich editiere das entsprechend.


    Und als kleiner Nachklapp noch die Erklärung, warum der Lungenseitling auch "löffelförmiger Seitling" genannt wird. Pilzbild 14b:

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  • Wir wechseln das Revier und begeben uns von den Lörracher Revieren in die Umgebung des Schluchsees.


    Pilzbild 15: Der Kleine will mal ein Scheidenstreifling werden. Anfangsverdacht auf Amanita vaginata - grauer Scheidenstreifling.


    Pilzbild 16: Den wollte ich schon lange mal aus der Nähe sehen. Der hat mehr Menschen auf dem Gewissen als Billy the Kid: Cortinarius rubellus - spitzgebuckelter Raukopf

    Pilzbild 16b:


    Pilzbild 17, eine Schönheit, auf die wir im Flachland normalerweise verzichten müssen: Xeromphalina campanella - geselliger Glöckchennabeling.

    Pilzbild 17b

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  • Das Gute, wenn man mit einem Apfelzwerg unterwegs ist: man bekommt die Apfelzwergwälder zu sehen. Und die sind anders als zuhause, apfeliger, zwergiger, verwunschener.





    Pilzbild 18: ein leicht erschöpft wirkender Tricholomopsis rutilans - rötlicher Holzritterling


    Pilzbild 19: Fomitopsis pinicola - Fichtenporling / rotrandiger Baumschwamm. Auch er hats schwer bei diesen Temperaturen


    Pilzbild 20: ein weiterer Fom Pin, der seine Guttationstropfen sehr vorteilhaft in die Kamera hält.n

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  • Pilzbild 20: Hier blieben wir im Ungewissen, Verdacht auf etwas aus der Cordyceps-Ecke, vielleicht Puppenkernkeule?

    Edit: letztlich nicht zu klären, Hypocrea / Podostroma cf


    Pilzbild 20b:


    Pilzbild 21, prächtig anzusehen: Pholiota flammans - Feuer-Schüppling.


    Pilzbild 21b:


    Pilzbild 22, der falsche Habicht. Pablo hat ihn identifiziert, ich hab den Namen vergessen und in meinem Buch ist er nicht drin!

    Edit: Bankera violascens - violettbrauner Weisssporstacheling





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  • Pilzbild 23: Lactarius uvidus - ungezonter Violett-Milchling


    Pilzbild 23b:


    Pilzbild 24, Pilz in grossen Mengen, ich erinnere mich leider nicht mehr. Wird später gekärt (schliesslich hab ich Urlaub!)

    Edit: Cortinarius limonius - löwengelber Raukopf


    Pilzbild 24b:

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  • 'n Abend,


    ihr zeigt mitunter Pilze, die ich bis dato nur aus Büchern kenne, na 'habe d'Ehre', :gklimper:


    Thx für den Startschuss zu diesem Thread, Hans. Fast wäre sich ein Kurzurlaub für uns heuer in Lörrach ausgegangen, Covid-19 hin oder her. Unserem Welpen wollten wir aber eine achtstündige, mit Pausen vermutlich zehnstündige, Anreise nicht antun.


    Sodale, den Pablo braucht's jetzt eh nimma für eine flotte & richtige Bestimmung, schickt's ihn mir bitte nach Kärnten weiter, ==Gnolm7


    @ Servus Pablo,

    bin schon neugierig, welches Ergebnis das Mikro zu deinem Wackelkandidaten liefern wird.


    LG

    Peter

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    Es reicht ein Hut aus Zunderschwamm als Statussymbol. Brennt nur der Kopf, wenn der Blitz einschlägt.

    Chips: 52 - 5 für Pablo = 47

    47 - 10 für APR 2019 = 37,000

    + 5 ausm APR = 42

    - 20 für die Leistungsträger,

    22. Ingo mag nicht, = 27.

    27 -10 für APR 2020 = 17 + ein Kerzenstummel

  • Buona Sera!


    Eine Zibarte also. Genial, kenne ich als Schnaps, aber die eigentliche Pflanze hatte ich noch nie gesehen. Jedenfalls nicht bewusst.

    Leider war ja oben im Schwarzwald ganz schön wenig los an Pilzen. Das hatte ich schon besser, wobei ich dieses Waldstück ja erst letztes Jahr wieder entdeckt hatte.

    Auch da war das lange nicht bei 100%, da geht zur richtigen zeit noch viel, viel mehr.

    Die Bilder vom letzten Jahr wollte ich noch raussuchen, die gibt es >hier<.
    Schade, daß wir den Goldnabeling nicht wiedergefunden haben. Den Stamm schon, aber es waren keine Fruchtkörper dran.


    In diesem Jahr gibt's wurde leider das Gebiet beschädigt. Zwar nicht im kern, aber hart am Rand vorbei führt eine eklige Traktorspur durch ehemals gesunden Wald, links und recht noch einige markierte Bäume, da wird also im Winter noch größerer schaden angerichtet werden.
    Schade, aber so ist das leider: Geld ist alles, Leben ist wertlos.


    Was los ist, wenn da oben nichts los ist, zeigen ja deine Bilder schon mal ganz gut, Hans.
    Diese Scheidenstreiflinge auf der Wiese hatte ich nicht fotografiert - vor den Grauen graut es mich.

    Hast du auch die älteren, aufgeschirmten fruchtkörper geknipst? Die hatten ja immerhin schon ein paar auffällige merkmale, wie den genatterten Stiel zB, die eher kurze Hutriefung und den ockergrauen Fleck in der Hutmitte. Zusammen mit der Mykorrhizabindung an Birke hat vielleicht jemand sogar eine gute Idee dau.


    Dann von hinten nach vorne:
    Pilzbild 24 sind meiner Ansicht nach Löwengelbe Rauköpfe (Cortinarius limonius).
    Über die hatte ich mich auch sehr gefreut, bisher immer nur einzelne, wenige Exemplare meistens zu jung oder zu oll, diesmal in wunderbaren, üppigen Kollektionen:




    Pilzbild 22: Ja, aus der Distanz dachte ich an Fichtenhabichtspilze (Sarcodon imbricatus), aber aus der Nähe ist es eben was Anderes. Trotzdem ein Erstfund auch für mich, wenn auch noch mal deutlich seltener als Habichtspilze. Inzwischen riechen die Dinger auch ganz kolossal nach Maggi, und hören auf den Namen Bankera violascens (Violettbrauner Weißsporstacheling):


    Pilzbild 20 war für mich auch noch ein Perser. Hört auf den Namen Ledergelbes Pustelkeulchen (Hypocrea alutacea):



    So zwischendrein: Der Dritte an dem Tag für mich war was ganz Unspektakuläres, nämlich der Lila Dickfuß (Cortinarius traganus):



    Bei den Schleierlingen, die Hans auch schon gezeigt hatte, dachte Wolfgang ja letztes Jahr eher an eine Dermocybe - aber so recht mag mir das nicht passen. Die Lamellen sind auch bei jungen fruchtkörpern dezent gefärbt, ohne Olivton, auch ohne Orangeton. Ich dachte, ich hätte einen mitgenommen, aber der fehlte in meinem Pilzgepäck.
    Ich würde die aber dennoch weiterhin für Spitzgebuckelte Rauköpfe (Cortinarius rubellus) halten:


    Ansonsten wie gesagt wenig.

    Bissle Pfifferlinge, etwas angelaufen, aber eben die nicht verfärbende Standard - Schwarzwaldart (Cantharellus cibarius):


    Zwergerlfeuer (Calocera viscosa):


    So, mal gucken, ob von dem Biotop auch in den kommenden Jahren noch was übrig bleibt, oder ob das weg kommt.



    LG, Pablo.

  • Wow! Da sind schon ein paar Kracher dabei.

    Die Bankera kenn ich nur aus dem Zillertal, die gestielte Hypocrea hatte ich nur einmal in der Schweiz auf 1600m.

    Die Cortinarien sind schon richtig bestimmt.

    Für C. limonius ist der für Rauköpfe untypische hygrophane Hut und das wollige Velum typisch. Der C. rubellus ist auch supertypisch mit dem velumgenatterten Stiel und den Obstlerdickfuß (C. traganus) kann ich bis hier her riechen.

    Eine Artengemeinschaft, wie ich sie aus dem Zillertal auf Quarzphyllit kenne.

    Ein toller Wald!

    An liabn Gruaß,

    Werner

  • Servus,

    da ist ja allerhand los:daumen:

    Allerdings würd ich bei der Hypocrea ein ganz großes CF dahinterschreiben! Außer sie wuchsen auf Holz, denn

    Hypocrea alutacea ist eine Art die auf liegendem Holz vorkommt und normaler Weise nicht in der Nadelstreu wächst.

    Mir würde da vom Fund-und Standort her Hypocrea leucopus besser gefallen.

    Eine Kultur anlegen- dann weiß man´s.;)

    Grüße

    Felli

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