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letzter Beitrag von Tuppie am

Kleine weiße Pilzchen fotografieren?

  • Liebe Pilzfotografierer,


    nachdem es endlich mal wieder Sonnenschein gegeben hat, nix wie in den Wald. Das Pilzaufkommen natürlich jahreszeitlich bedingt recht spärlich. Auf einem Zweig erspähte ich zwei Winzlinge, kaum größer als einen Zentimeter. Ein willkommenes Objekt um sich im Fotografieren zu üben.
    Vorab: auf der Linse befand sich ein hässlicher Schmierstreifen (woher auch immer), was ich nicht gleich bemerkt habe. Und mit dem notdürftig geputzten Objektiv wurden die Bilder - aus anderen Gründen - nicht besser.


    Die Rede ist von einem Lumix G Macro 1:2.8/30
    Auf einem etwa tischhohen Baumstumpf, die Kamera auf einem Hülsenfrüchtesäckchen. Nein, keine Bohnen. Ich habe drei Säckchen, selbstgebastelt von Irisle mit verschiedenen Füllungen, aber das nur nebenbei. Selbstauslöser, 2 Sekunden.


    Richtig gelungen ist mir kein Bild und so wende ich mich an euch um Tipps, wie man solche Winzlinge scharf bekommt und richtig ablichtet.
    Stacken möchte ich wenn es geht gerne vermeiden. Gerade bei diesem Objekt ist meine Kamerainterne Stackingfunktion überfordert. Ich fürchte, da müsste man mit einem Makroschlitten ran. Vorher will ich aber noch die App "GSimpleRelease" testen. Die war aber nicht dabei im Wald und erst neu installiert.


    In dem Fall schien mir das Sonnenlicht besser. Als die dann hinter Bäumen war, sind die Bilder eher schlechter geworden.
    Trotz maximaler Lupe hatte ich Mühe, richtig zu fokussieren.
    Hier meine zwei besten Bilder, beide auf ein Viertel der Originalgröße (also 2296x1724 und verkleinert auf 1200x900) zugeschnitten und unbearbeitet, das Erste mit f10, das Zweite mit f2,8, gestackt mit der Kamera.




    viele Grüße
    Alis

  • Hallo Alis!


    Um so näher du rangehst, um so weniger Schärfentiefe hast du.


    Meiner Meinung nach brauchst du für so "große" Pilze nicht unbedingt angedocktes Objektiv. Vielleicht bei einer Ameise oder einem Weichbecherchen.
    Also mein Smartphone macht da ja im Makro-Modus schärfere Bilder.

    Allerdings bin ich fototechnisch eher der Stümper, sicherlich kann es jmd. besser erklären oder weiß es anders und professioneller.


    VG Ingo W

    ________________________________________________________________
    "Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten"
    oder wie sogar die Gnolme wissen:
    "Pilzis ne bloß von o'm anguck!! Unt'n au' wichtich is!" ==Gnolm2


    Pilzwettchips: 128 - 15 (Gebühr APR 2017) = 113 + 8 (APR-Platz 9) = 121 + 16 (APR 2017-Segmentwette) = 137 + 2 (Treppchenwette APR) = 139

  • Weiße Pilze sind immer schwierig. Deine beiden Bilder scheinen mir überbelichtet, versuche es mit kürzerer Verschlußzeit. Im Sonnenlicht sind die noch schwerer zu fotografieren, als im Schatten. Ich denke Du hast die Schärfeebene recht gut getroffen, was aber durch die zu hohe Belichtung wieder verdorben wird. Mit Nachbearbeitung bekommt man noch was gerettet.

  • Hallo Alis,


    wie Ralf schon schrieb, denke ich auch, dass es an Überbelichtung liegt, wodurch der weiße Pilz keine Konturen mehr hat.
    Oft versucht die Kamera, die Helligkeit des Gesamtbildes passend automatisch einzustellen.
    Ich stelle in so einem Fall den Messmodus für die Belichtung von Mehrfeld auf Punktmessung um, damit möglichst nur der helle Pilz und nicht der Hintergrund berücksichtigt wird.
    Weiterhin ist es bei mir dann fast immer hilfreich, mit der Belichtungskorrektur das Bild dunkler einzustellen (zB -2/3 bis -1) und mache damit verschiedene Bilder, ausgewählt wird später am Rechner.
    Im Vorschaubild sollte man die Wirkung auch schon sehen.


    Grüße
    Günter

    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben. (A. Gide)

    Einmal editiert, zuletzt von GünterS ()

  • Hallo Alis
    Ich schließe mich mal den Vorrednern an. Das Bild ist überbelichtet und in Teilen auch "ausgebrannt". Ich habe mal etwas mit Photoshop gespielt. Mehr konnte ich nicht herauskitzeln, fast schon zuviel Bearbeitung, so werden aber etwas mehr Details im Hut erkennbar. Das Weiß leidet halt dadurch etwas.



    Grüße

  • Hallo Alis,


    hast du mal daran gedacht, im Raw-Format zu fotografieren? Dabei hast du viel mehr Möglichkeiten, in den sehr hellen Bereichen noch was rauszuholen.


    L.G. - Bernd

  • [font="Verdana"]Hallo Alis, hallo zusammen!


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    [font="Verdana"]Zum Thema –žverschmierte Linse–œ:


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    [font="Verdana"]Eine "notdürftig geputzte Linse" ist ja schon mal eine denkbar schlechte Voraussetzung für gute Bilder, eigentlich sogar ein Kill-Kriterium, gerade im Makrobereich. Warum nicht gleich richtig geputzt? Da haben wir womöglich schon eine der Ursachen für diese "Nebelbilder". Im Grunde genommen glaube ich aber, dass der Grund eine Kombination verschiedener Umstände ist.[/font]
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    [font="Verdana"]Zum Objektiv:


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    [font="Verdana"]Wie ich mich informiert habe, wird Dein Objektiv in jeder Hinsicht als "sehr gut" bewertet. An einem schlechten Auflösungsverhalten (was ich persönlich zuerst als einen der Gründe für die suboptimalen Bilder vermutet habe) kann es also nicht fast nicht liegen, die technischen Voraussetzungen des Objektivs sollten dahingehend (wie übrigens auch bei der Stärke der Konturabzeichnung bei starkem Lichteinfall) mehr als gut sein. Der Fehler muss also anderswo liegen.


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    [font="Verdana"]Zum Thema –žÜberbelichtung–œ:


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    [font="Verdana"]Was die Technik beim Fotografieren heller bzw. weißer und womöglich noch angestrahlter Motive angeht, hat Günter schon das eine oder andere Thema angesprochen. Sicherlich ist Überbelichtung auch zu einem Teil schuld am seltsamen Erscheinungbild Deiner Bilder.


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    [font="Verdana"]Zum Thema –žFokussieren–œ:


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    [font="Verdana"]Ich persönlich verlasse mich bei Makroaufnahmen und ganz besonders beim Erstellen von Bilderreihen für das Stacken noch nicht einmal auf das Fotografieren mit einem einzigen Fokuspunkt, sondern mache die Bilder komplett manuell (mit Hilfe der Lupenfunktion der Live-View). Das Fotografieren mit einem einzigen Fokuspunkt hat aber ansonsten Priorität bei mir. Schließlich möchte ich nicht der Kamera überlassen, auf was sie fokussiert, sondern möchte es selbst in der Hand haben, auf was ich scharfstelle. Klappt natürlich nur bei eher unbewegten Motiven. Aufnahmen, bei denen Schnelligkeit gefragt ist, mache ich auch mit einer Fokuspunkt-Gruppe oder gar automatischer Feldwahl.


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    [font="Verdana"]Das Histogramm


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    [font="Verdana"]Bilder jeglicher Art besser gelingen besser bzw. lassen sich wesentlich besser beurteilen, wenn man sich nach dem Histogramm richtet, das man sich bei vielen Kameras anzeigen lassen kann. Zudem kann man sich konkret Überstrahlungen bzw. ausgefressene Bildstellen heutzutage schon sehr oft vor Ort anzeigen lassen und dann entsprechend reagieren.


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    [font="Verdana"]Diese "unabhängigen" Anzeigemethoden sind immer neutraler als das subjektive Empfinden des Fotografen, der das Bild lediglich nach seinem persönlichen Gusto auf dem kleinen Bildschirmchen der Kamera beurteilt und damit später sehr oft eine Überraschung am großen Monitor des PC's erlebt. Sie stellen sozusagen die –žnackten Tatsachen–œ dar.


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    [font="Verdana"]Die Auswertung bzw. Beurteilung eines Histogramms will natürlich gekonnt sein. Damit sollte sich aber jeder eher anspruchsvolle Fotograf schon mal auseinandergesetzt haben! Im Prinzip ist das aber eher eine Übungssache, –ždie bei regelmäßiger Anwendung–œ in der Regel dann sehr oft ganz einfach nebenher läuft. Geringer Aufwand, großer Nutzen!


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    [font="Verdana"]Belichtungsreihen...


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    [font="Verdana"]Selbstverständlich kann man bei "schwierigen" Motiven auch immer Belichtungsreihen machen.


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    [font="Verdana"]Soll gestackt werden, stellt sich einem dann aber die Frage, ob man jedes Einzelbild sofort verschieden aufnehmen möchte (Methode 1) oder oder ob man nacheinander komplette Stackreihen mit unterschiedlichen Werten schießt (Methode 2). Wenn das Zusammenfügen am PC erfolgt, kann man sich bei Methode 1 die jeweils besten Bilder dann einfach heraussuchen. Diese Methode empfiehlt sich, wenn sich während der Aufnahmen beispielsweise die Lichtverhältnisse ändern und man aus der gleichen Reihe dann einmal ein etwas mehr und einmal ein etwas weniger belichtetes Foto braucht. Kommt gut zum Tragen, wenn sich während der Aufnahmen plötzlich ein Sonnenstrahl auf dem Motiv breitmacht...


    Problem: Die ganze Prozedur dauert beim Aufnehmen einer solchen Reihe mit verschieden fokussierten Bildern, welche dann auch noch jedes für sich mit vielleicht drei verschiedenen Belichtungswerten aufgenommen wird, sehr lange. Geht eventuell gut bei Pilzen (bei Schleimpilzen schon nicht mehr...), aber schon da kann in der Zwischenzeit mal das Ästchen wackeln oder die Sonne untergehen...
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    [font="Verdana"]Im Zweifelsfalle ist ein Gelingen des Stackens mit kompletten Bilderreihen, jede für sich mit unterschiedlichen Werten, aber sehr viel wahrscheinlicher (Methode 2).


    Ein bisschen Glück und eine große Speicherkarte gehören eben auch zum alltäglichen Fotoleben...


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    [font="Verdana"]Das Stacken an sich ist ja ein Riesenthema für sich. Wenn da nur eine Schärfentiefeebene ausgelassen wird oder eines der Bilder eine Verwacklungsunschärfe aufweist (Ästchen wackelt, leichter Luftzug, der Fotograf tritt währende des Fotografierens auf dem Boden auf, wo das Stativ steht oder läuft aus irgendeinem Grunde um das Motiv herum etc...), kommt es zu Ausreissern, welche sich negativ auf das Gesamtergebnis auswirken.


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    [font="Verdana"]Zum Thema –žNachbearbeitung–œ:


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    [font="Verdana"]Das Thema "Nachbearbeitung" wurde bis jetzt erst von Rada angesprochen.


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    [font="Verdana"]Selbstverständlich ist eine gekonnte Nachbearbeitung eines der wichtigsten Dinge, um sich beispielweise die Höhen und Tiefen bei einem Foto so richtig "vorknöpfen" zu können. Ganz wichtig ist natürlich, das das Bild keine ausgefressenen Bildstellen aufweist. Alles andere kann man (zumindest bei Aufnahmen im RAW-Format!) sehr gut bei der Bearbeitung in den Griff bekommen (guter Input Bernd!).


    Also das Bild beispielsweise auf den hellsten Punkt belichten und bei der Bearbeitung die daraus resultierenden "zu tiefen Tiefen" wieder hochholen.


    Bei JPG–™s sind diese Möglichkeiten sehr viel begrenzter als bei Aufnahmen im RAW-Format!


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    [font="Verdana"]Gibt es das –žoptimale Bild–œ schon direkt aus der Kamera?


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    [font="Verdana"]Ein optimales Bildergebnis insbesondere aus einer (besonders) deutlichen Hell-Dunkel-Bildsituation direkt aus der Kamera herauszuholen ist (meistens) Wunschdenken. Selten besitzt eine Kamera einen derart großen Dynamikumfang, um solche Szenen packen zu können (z. B. einen relativ dunkler Hintergrund in Kombination mit einem weißen, womöglich noch angestrahlten Hauptmotiv). Die menschliche Wahrnehmung ist einer Kamera in dieser Hinsicht nach wie vor um Welten voraus.


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    [font="Verdana"]Sich schon bei der Aufnahme über die Nachbearbeitung Gedanken zu machen gehört also in jedem Falle zum Fotografieren dazu! Optimalerweise erzeugt man ein Bild, welches sich dann anschließend bestens bearbeiten lässt.


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    [font="Verdana"]Vielleicht kann man diesen Gedankengang besser nachvollziehen, wenn man sich folgende Vorstellung zu Gemüte führt:


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    [font="Verdana"]Man stelle sich einfach ein ungeschminktes Fotomodell vor, das in jedem Fall gewissen Anforderungen an Schönheit und Formgebung gerecht werden muss, sich aber erst nach seiner –žBearbeitung–œ in der vollen, erwarteten Schönheit präsentiert.


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    [font="Verdana"]Wenn man seine Bilder partout nicht bearbeiten will oder möchte, sollte man zumindest die modernen Möglichkeiten der jeweiligen Kamera nutzen, und beispielsweise die Spitzen schon bei der Aufnahme drücken (falls Möglichkeit vorhanden). Das bringt oft wenig, aber manchmal genug.


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    [font="Verdana"]Zum Thema "Nachbearbeitung" und meiner Meinung dazu habe ich andernorts in diesem Forum schon mehr geschrieben.


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    [font="Verdana"]Ganz klar: Moderne Kameras und selbst Handys bringen heutzutage klasse Bilder hervor, auch ohne Nachbearbeitung![/font]
    [font="Verdana"]Möchte man nicht selbst kreativ sein oder sich in seinen Fotos einbringen, kann man mit vielen Bildern schon zufrieden sein, die einfach mal eben so –žauf Knopfdruck–œ entstanden sind.


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    [font="Verdana"]Viele Menschen verstehen gar nicht, wie man sich noch stundenlang mit der Bearbeitung eines Fotos beschäftigen kann. Alles ist eben eine Frage der Einstellung zum Fotografieren: Ist es Hobby oder gar Beruf oder etwas, das ich so nebenher mache? Wie sind meine Ansprüche? Soll ein Foto –žnur–œ schön sein oder soll es (in meinem eigenen Sinne...) perfekt sein?


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    [font="Verdana"]Zu den –žHalos–œ um gestackte Bilder...


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    [font="Verdana"]Ich darf wohl annehmen, dass Du bei der Aufnahme mit Blende 10 eine relativ lange Verschlusszeit pro Einzelbild hattest, zumindest um einiges länger als beim unteren Foto. Das Verwacklungsrisiko war höher. Zusammen mit der teilweisen Überbelichtung des Hauptmotives wurden beim Stacken diese hellen, schmalen Linien erzeugt, welche sich deutlich um das Motiv herum bemerkbar machen. Das ist ein altbekanntes Problem beim Stacken. Ursache sind nicht ganz übereinstimmende Einzelbilder, meistens im Zusammenspiel mit Überbelichtungen, was sich dann in diesen Halos an Teilen oder auch um das gesamte Motiv herum bemerkbar macht.


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    [font="Verdana"]Ich könnte fast wetten, dass die Einzelbilder dieses Stacks jedes für sich nicht so neblig sind wie das Gesamtergebnis!


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    [font="Verdana"]–žDigitales Vergrößern–œ...


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    [font="Verdana"]Die Fotos (wenn ich recht gelesen habe) sind auch noch zusammengeschnitten, bzw. –ždigital vergrößert–œ, was Bildfehler zusätzlich betont.


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    [font="Verdana"]Tipp:
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    [font="Verdana"]Wenn Du einen Stack letztendlich sowieso zusammenschneidest, ist es einfacher und effektiver, wenn Du das Foto ganz einfach aus größerer Entfernung machst. Damit wirst Du in der Regel nur eine einzige Aufnahme brauchen, der Schärfentiefenbereich ist deutlich größer (ein Stack somit unnötig). Eine –ždigitale Vergrößerung–œ ist immer noch besser als ein schlechter Stack, schließlich gilt es in diesem Falle, –žnur–œ auf die Qualität eines einzigen Bildes zu achten.



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    [font="Verdana"]Das –žuntere Bild–œ...:

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    [font="Verdana"]Am unteren Bild (das mit der Offenblende) ist eigentlich nichts auszusetzen. Leider lösen fast alle Objektive bei extremen Blendengrößen (also der minimalen und maximalen Blendenöffnung) nicht mehr so gut auf. Das sollte sich aber bei diesem Objektiv nicht sehr schlimm bemerkbar machen. Dieses Bild ist für mich das eindeutig bessere.[/font]
    [font="Verdana"]


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    [font="Verdana"]Fazit:


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    [font="Verdana"]Letztendlich spielen hier mehrere Faktoren eine Rolle, die der Qualität Deiner Bilder nicht zuträglich sind:


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    • [font="Verdana"]Ein schmutziges Objektiv[/font]
    • [font="Verdana"]Eine mögliche nicht 100%ig-gelungene Bilderreihe (aus welchen Gründen auch immer)[/font]
    • [font="Verdana"]Teilweise ausgefressene Bildstellen[/font]
    • [font="Verdana"]–žDigitales Vergrößern–œ[/font]
    • [font="Verdana"]Womöglich nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten durch das Aufnehmen der Bilder im JPG-Format[/font]



    [font="Verdana"]Im Prinzip hat Rada schon alles geschrieben, nur in etwas kürzerer Form als ich...


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    [font="Verdana"]Der Schärfentiefebereich ist für mich ebenfalls o. k.


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    [font="Verdana"]Deine Möglichkeiten:


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    • [font="Verdana"]Die Leistungen und Möglichkeiten (u. a. das Auflösungsverhalten) Deines Objektive richtig einschätzen können[/font]
    • [font="Verdana"]Sich mit dem Thema –žNachbearbeitung–œ bzw. –žBildbearbeitung–œ auseinandersetzen[/font]
    • [font="Verdana"]Verwacklungen ganz ausschließen[/font]
    • [font="Verdana"]Ausgefressene Bildstellen vermeiden[/font]
    • [font="Verdana"]Technische Möglichkeiten der Kamera in Anspruch nehmen, z. B. die Histogramm-Auswertung, das Arbeiten mit nur einem Fokuspunkt,die manuellen Belichtungs- und Fokussiermöglichkeiten nutzen, überbelichtete Stellen automatisch erkennen lassen und/oder schon in der Kamera eliminieren (letzteres für –žNichtnachbearbeiter–œ!), die Spiegelvorauslösung (bei Spiegelreflexkameras) benutzen u. v. m....![/font]
    • [font="Verdana"]Den Bildstabilisator ausschalten bei Aufnahmen die nicht aus der Hand geschehen (in der Regel also bei einem Stativ-Einsatz)[/font]
    • [font="Verdana"]Auf eine saubere Linse achten[/font]
    • [font="Verdana"]Sich fragen: –žIst ein Stack überhaupt notwendig?–œ Wenn ja dann...[/font]
    • [font="Verdana"]...eventuell Bilderreihen manuell erstellen, um Einfluss u. a. auf den jeweiligen Fokuspunkt zu haben und sich nicht auf kamerainterne Automatiken verlassen (Anmerkung: Ich kann die Leistungsfähigkeit aktueller Stack-Automatiken bei modernen Kameras nicht selbst einschätzen)[/font]
    • [font="Verdana"]Abslolut –žsaubere–œ Bilderreihen erstellen, penibelst (!) auf die Einzelbilder achten![/font]

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    [font="Verdana"]Notfall (oder im besten Fall der Regelfall...)


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    [font="Verdana"]Im Notfall kannst Du einen Stack nachbearbeiten. Wie jedes andere Bild natürlich auch...


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    [font="Verdana"]Unerwünschte Doppelkonturen oder Halos (oder wie auch immer man dazu sagen möchte) sind typisch für nicht-optimale Stackreihen oder –žangeborener Schwächen–œ des Stacking-Programms. Du kannst solche Ränder aber wegstempeln, was natürlich mit einem gewissen Aufwand verbunden ist. Je nachdem, wie sorgfältig Du vorgehst, kann das schon ein bisschen dauern... Das Ergebnis sollte Dich aber in aller Regel zufriedenstellen, denn durch das Wegstempeln der –žGeisterkonturen–œ erscheint auch das Motiv um einiges schärfer, da die Bildränder klarer werden.


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    [font="Verdana"]Auch sonst steht einer Anpassung der Tonwerte, einer Erhöhung der Farbsättigung und einer nachträglichen Schärfung nichts entgegen. Das Thema –žSchärfen–œ ist (wie vieles beim Fotografieren...) eine Angelegenheit für sich...


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    [font="Verdana"]Natürlich kann jeder einigermaßen versierte Bildbearbeiter auch die Hintergründe noch nach seinem eigenen Geschmack bearbeiten, so dass dieser z. B. ruhiger wird. Die Möglichkeiten hierzu sind vielfältig. Ebenfalls eine eigene Bibel...


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    [font="Verdana"]Hoffentlich rentiert sich diese Doktorarbeit nun auch und Ihr werdet jetzt alle zu perfekten Fotografen!


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    [font="Verdana"]Das wollte ich auch schon immer werden, aber leider hat es bis heute nicht geklappt.


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    [font="Verdana"]Na ja... bleiben ja noch die guten Vorsätze und Wünsche für das Neue Jahr!


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    [font="Verdana"]In diesem Sinne wünsche ich allen viel Spaß beim Lesen!


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    [font="Verdana"]Euer Fredy[/font]
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  • Meine lieben Pilzfotofreunde,


    vielen Dank für eure zum Teil sehr ausführlichen Hinweise. Besonders die Abhandlung von Fredy muss ich noch öfter lesen.
    Heute war ich zweitweise allein in der Stadt und habe mein Fotozubehör etwas ergänzt (Stativ, Tasche, Schutzfilter) Makroleuchte und -schlitten gibts noch nicht.


    Nun, das Motiv war schon eine Herausforderung und vermutlich sollte man einen solchen Zweig eher mit heim nehmen und im "Studio" fotografieren.
    Im Wald Linsen putzen ist so eine Sache. Ich hatte nur ein nicht ganz koscheres Mikrofasertuch dabei und wollte nicht zu sehr dran gehen.
    Dann ist mir irgendwann eingefallen, dass ich wahrscheinlich wieder mal vergessen habe, den Stabilisator auszuschlalten.
    Ich habe durchaus schon daran gedacht, RAW aufzunehmen. Aber dies ist im Moment späterer Lernstoff. Kein Lightroom im Hause, das Gimp-Zubehör gefällt mir nicht und mit Silkypix muss ich mich erst mal auseinandersetzen, genauso wie ich bei Picoly nur rudimentäre Kenntnisse haben.
    Das Ziel ist erst mal, durch gutes Fotografieren möglichst wenig bearbeiten zu müssen.
    Meine Bilder sind nicht vergrößert worden sondern verkleinert. Wie schon oben erwähnt. Oder ist das missverständlich rübergekommen.
    Ich wollte schon möglichst nahe an das Motiv heran um maximale Details herauszubekommen, in dem vollen Bewussstsein, dass das auf Kosten der Schärfetiefe geht.
    Ich drehe die Belichtung auch üblicherweise zurück, in diesem Falle waren aber alle schwächer belichteten deutlich schlechter. Das Sonnenlicht hat zumindest beim ersten Bild etwas Kontrast in die Hutoberfläche gebracht.
    Im Wald hat man ja dann auch immer das Problem, dass die Sonne wandert und mal Licht mal Schatten bringt, und das auch während des Fotografierens. Kann man ja auch was dagegen machen, aber irgendwo ist für mich dann auch mal genug und ich wollte Irisle auch nicht zu lange warten lassen. Als ich ihr meinen Fund zeigen wollte, hat sich dieser leider verflüchtigt. Nebenbei, hat jemand eine Idee was das war? (Kalkgebiet)
    Soweit mal für heute
    viele Grüße
    Alis

  • Hallo Alis!
    Den tollen Tips und genauen Ausführungen oben kann man ja eigentlich nichts mehr hinzufügen.


    Aber ich habe noch zwei "Minitips", die mir im Wald gelegentlich helfen.
    1. Halte etwas mit mehr Kontrast zwischen die Pilze zum Fokussieren, das Du nach erfolgter Fokussierung wieder aus dem Bild nimmst, Du hast ja 2 Sekunden Zeit dafür. Das hilft manchmal beim automatischen Scharfstellen.


    2. Manchmal beleuchte ich ein wenig mit einer kleinen Taschenlampe das Motiv während der Einstellung der Belichtung (besonders bei hellen Pilzen auf hellem Grund) und dann mache ich das Licht für das Foto aus, ist ein bisschen Spielerei und manchmal funktioniert es.


    An einem sauberen Objektiv geht natürlich kein Weg vorbei.


    Viel Spaß weiterhin für die Fotografie, auch die der kleinen weißen Pilze. :)

    Liebe Grüße
    Tuppie
    ==12



    Still ist's, die Stimmung, unterbrochen nur
    von der Stille der Vögel, sehend, nicht singend,
    vom laubraschelnd' Schuh.
    Durch herbstlich Tann eilt ihre Mär, herbei, herbei! Erblickend die Herbsthex,
    Kränzchen windend.



    "Tuppies Sammelmappe" "Gnolmengalerie"
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