Hallo Mario,
das war für mich anfangs auch nicht klar.
Beispiel für den Mittelwert der Sporenlänge: Das ist das arithmetische Mittel der Länge aller Sporen auf dem Objektträger. Hat man z.B. 200.000 Sporen auf dem Objektträger, dann muss man zur Ermittlung des Mittelwerts alle 200.000 Längen einzeln ausmessen, alle Werte addieren und das Ergebnis durch 200.000 dividieren. Damit hat man dann den Mittelwert aller Sporen. Das geht genauso, wie wenn man den Notenschnitt in der Schule bestimmt, z.B. den Notenschnitt in der Deutschnote aller Realschüler in Deutschland.
Da man aber nur, sagen wir, 25 Sporen zum Ausmessen heranzieht, muss man eine Hochrechnung auf die Gesamtheit aller Sporen durchführen. Man kann das guten Gewissens tun, da man weiß, dass sich die Größenverteilung von Sporenlängen (ebenso wie von Sporenbreiten, Schlankheitsgraden und Volumina) mit der Gauß'schen Normalverteilung beschreiben lassen.
Das Ergebnis dieser Hochrechnung ist aber kein einzelner Wert, sondern ein Intervall, ein Wertebereich, innerhalb dessen sich der wahre Mittelwert irgendwo befindet.
Herzliche Grüße
Bernd