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letzter Beitrag von Eselsohr am

Rauchblättriger Schwefelkopf

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich mich in letzter Zeit ein wenig aktiver auf die Suche nach dem Rauchblättrigen Schwefelkopf gemacht habe, vermute ich jetzt, dass ich ihn jetzt endlich gefunden habe.


    Hutdurchmesser etwa 3-4 cm, gewachsen auf vermutlich Nadelholz


    Ich würde mich auf Meinungen eurerseits freuen.


    Gruß
    Helmut

  • Hallo Helmut,



    ohja.....das sieht ganz nach rauchblättrigen Schwefelköpfen aus. Bei mir hier ist kein Grünton erkennbar. Gratulation zum Fund.





    Liebe Grüße





    Heidi

    Jeder Tag an dem Du nicht gelacht hast, ist ein verlorener Tag.
    Auch von mir gibt es keine Essensfreigabe.



    100 Chips, da Islandwette verloren = 95 Chips
    95-2 Chips für Jan-Arnes Rätsel = 93 Chips
    93-5 Chips für Grünis Grauen Wulstling= 88 Chips
    88-10 Chips für APR 2017 = 78
    78 + 10 (APR 2017 als erste über die Hälfte der Gesamtpunkte gekommen) = 88

    88-3 Chipse für OPR = 85

    85 - 10 Chips für APR 2018 = 75

    75 + 5 fürs APR = 80

    80 -10 Chipse für APR 2019 = 70 Chipse


    Keine Veröffentlichung ohne mein Einverständnis!!!!!!

    Einmal editiert, zuletzt von Pilzliesl ()


  • Hallo
    Nadelholz ist gut. Am Stiel, besonders an der Stielspitze keine neongelben Farben! Wenn du jetzt noch probierst und er ist nicht bitter, dann kannst du den sicher als Rauchblättrigen Schwefelkopf ablegen. Ist er aber bitter, dann täuschen die Farben am Monitor!

  • Hallo Uwe,


    ich habe vor ein paar Tagen einen Geschmackstest an einem grünblättrigen Schwefelkopf gemacht. Klassisch mit gelben (ältere Exemplare waren eher schon mit grünlichen) Lamellen. Nach etwa 1 Minute gut durchkauen hatte ich noch immer keinen bitteren Geschmack auf der Zunge. Ähnliche Erfahrung habe ich aber auch schon mit dem Schönfußröhrling gemacht :/


    Ich vermute, dann muß meine Frau als Versuchsobjekt herhalten ^^


    Bei den heute gefundenen Exemplaren ist keine gelbe oder grünliche Farbe zu erkennen. Die Lamellen sind weiß, etwas gräulich.


    Gruß
    Helmut

    Es gibt 10 verschiedene Arten von Menschen. Diejenigen, die binär verstehen und diejenigen, die es nicht verstehen.



  • Hallo Helmut!


    Sowas kommt gar nicht so selten vor, sowohl beim Geruchssinn als auch beim Geschmack. Typische Beispiele sind der Geruch vom Cyanwasserstoff (Blausäure) und der Geschmack von Phenylthiocarbamid:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Phenylthiocarbamid


    https://de.wikipedia.org/wiki/Cyanwasserstoff


    Deshalb sollte man sich nicht auf ein an und für sich typisches Merkmal verlassen, wenn es Doppelgänger gibt.


    Grüße,


    Frank

  • Die Fähigkeit, bitter wahrzunehmen, ist genetisch festgelegt, es gibt zahlreiche unterschiedliche Gene, die Voraussetzung sind, dass man gewisse Stoffe als bitter schmecken kann. Ich kann mich an den Biologieunterricht "in grauer Vorzeit" erinnern, als es um Vererbungslehre ging. So können ca. 63 % der Menschen Phenylthioharnstoff (PTH = PTC, Phenylthiocarbamid) als bitter schmecken (die anderen schmecken gar nichts) und andere die Zunge (seitlich hoch) rollen, in unserer Klasse passten die Verhältnisse ziemlich.


    So ist es durchaus wahrscheinlich, dass von den verschiedenen Bitterstoffen im Reich der Pilze der eine oder andere da einen "blinden Fleck" hat und diesen Geschmack nicht wahrnehmen kann.
    lg Martin

  • Hallo zusammen,


    @ Heidi : vielen Dank für Deine Einschätzung. 6-7 Kappen finden erstmal Platz in meiner Schwammerlsuppe.


    @ Frank, Martin : Sehr interessante Links. Danke dafür


    Mein Geruchssinn weist auch eine Lücke auf, um die mich einige meiner Freunde beneiden ........ ich kann Knoblauch schmecken. Wenn ich an einer Knolle rieche, dann habe ich den "für mich typischen" Knoblauchgeruch in der Nase. Jedoch nehme ich es nicht wahr, wenn andere Leute Knoblauch gegessen haben. Ein Arbeitskollege ist leidenschaftlicher Knoblauchvertilger. Wenn andere Kollegen fluchtartig sein Zimmer verlassen ..... dann versagt mein Geruchssinn ^^


    Gruß
    Helmut

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    Einmal editiert, zuletzt von Eselsohr ()

  • Zitat

    Ich vermute, dann muß meine Frau als Versuchsobjekt herhalten ^^


    Das ist noch immer die sicherste Variante einer Pilzvergiftung zu entgehen. :alright:


    Ich hab mir das 1. Bild jetzt lange angesehen und zu dem Schluss gekommen - vom Bild her kann man nichts sagen. Ich sehe zwar keinen Olivton, aber auch keinen überzeugenden Rauch-Ton. "Spannend" ist so eine Pilzsuppe dann allemal, wenn man keine sicheren Geschmacksnerven hat.


    Viel Glück dann, –¦. :D


    LG Joseph

  • Hallo Helmut, für mich sehen sie auch aus wie Rauchblättrige. Ich komme gerade aus dem Wald und hier sind sie auch zahlreich am sprießen. Die Ziegelroten und die Grünblättrigen wachsen schon seit dem Sommer.


    Lieben Gruß Claudia

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Hallo Eselsohr,


    ich vertraue den Farben auf deinen Bildern nicht ganz. Weshalb hast du ausgerechnet einen orangefarbigen Hintergrund genommen bzw. die Pilze in gelbliches Licht gerückt? Fotografiere sie doch noch einmal auf einem reinweißen Blatt Papier, nachdem du einen Weißabgleich gemacht hast. Möglicherweise kommen die Farben dann ganz anders rüber. Die Hutoberseite deiner Pilze sieht mir jedenfalls mehr nach dem Grünblättrigen statt nach dem Rauchblättrigen aus, ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren. Und welche Pilze du früher mal gekostet und als nicht bitter empfunden haben willst, lässt sich für mich auch nicht zuverlässig beurteilen.
    Hoffentlich nerve ich dich nicht zu sehr, aber der Grünblättrige Schwefelkopf ist nun mal giftig, auch wenn man das Bittere nicht schmeckt. Streng genommen dürftest du Rauchblättrige Schwefelköpfe immer nur nach Freigabe durch einen PSV essen, da dir das eigene Bestimmen nicht wirklich möglich ist.


    FG
    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

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  • Hallo Öhrling, hallo zusammen,


    wie gestern besprochen hier noch ein paar Fotos :


    Rauchblättriger am Standort, sowie von oben bzw. unten :









    Grünblättriger von oben bzw. unten :






    Ziegelroter (leider sehr alte Exemplare) Safran-Schüppling (siehe Kommentar Pablo) von oben bzw. unten :






    Stockschwämmchen ??? von oben bzw. unten :






    Stamm mit Stockschwämmchen ??? und grünem Schwefelkopf direkt nebeneinander :




    Hoffe ich habe das alles so richtig bestimmt.


    Gruß
    Helmut


    P.S.: habe jetzt parallel eine Geschmacksprobe gemacht. Mein "Rauchblättriger" schmeckt intensiv pilzig, der "Grünblättriger" unangenehm eher widerlich.

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    Einmal editiert, zuletzt von Eselsohr ()

  • Hallo Eselsohr,
    boah, in meinen Augen ein absoluter Grenzfall und für mich via Internet nicht lösbar, so ehrlich bin ich. Von oben hätte ich keinerlei Zweifel daran, dass das Grünblättrige sind, von unten schon. Ich gebe zu, dass ich hier überfordert bin.
    FG
    Oehrling

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  • Die Erkenntnis, dass Dir Deine Grünblättrigen Schwefelköpfe schlecht schmecken statt "angenehm pilzig" ist doch schon mal gut :)
    Ein Schwefelkopf, der in der Geschmacksprobe schlecht schmeckt, gehört in keine Mahlzeit.
    Rein auf Deine geschmacklichen Vorkoster-Eigenschaften bezogen, wäre noch interessant, wie Dir ein sicher bestimmter Ziegelroter Schwefelkopf schmeckt.


    Gruß, Thorsten

    Keine Verzehrfreigabe im Forum: Ich rate hier im Forum gerne bei Pilzbildern mit.
    Wer basierend auf meine Rateversuche Pilze verspeist ist mutig.
    Im Umkehrschluss verpasst man nicht zwingend eine kulinarische Mahlzeit, wenn man einen Pilz nicht verspeist, welchen ich hier Giftpilz nenne.

  • Hallo !


    Interessantes Beitrag ! Ein Beispiel wie ein Bestimmung per Bilder kompliziert ist , von Bildschirm bis Bildschirm gleiche Bild schaut anderes (Tonfarbe) .


    An erste von Helmut gepostete Bilder per Lamellen na ja man kann Pilze als Rauchblättrige bestimmen (nicht Hand in Feuer) , sie haben komische Hutfarbe (mir bekannt aus Kroatien) .


    An zweites Bildrunde (an Papier fotografierte) man kann besser Rauchblättrige Lamellen erkennt , Pilze sind etwas ältere aber haben noch immer "Komische" Hutfarbe .


    Über Komische Hutfarbe ,
    In Kroatien mein Umgebung Kroatisch - Ungarische grenze gibt keine Fichte - Kiefern usw (nur als zierdenbäume neben eigene Haus) es gibt Buche und Eichen Wälder .
    In diese Umgebung Rauchblättriger Schwefelkopf vorkommen an Laubbäume , in Park neben mein Haus auch an Birke (nicht Lachen habe gesehen) , oft ältere Leute pflücken ihn in Park .
    Rauchblättriger Schwefelkopf aus diese Umgebung an Laubholz schaut ganz genau wie Helmuts Fund , Hutrand weiß- Mitte gelblich-bräunlich . Bei mein erste kontakt mit Deutsche Rauchschwefelkopf ich war total verwiert , den schaut anderes ,


    Habe kurz ein paar Kroatische nachgeschaut , Grünblättriger ist giftig aber nicht so stark , ein paar Köpfe in Topf können keine Probleme verursachen , gar nichts , man muss große Menge gegessen .


    Grünblättriger schmeckt bitter , es gibt Leute welche bittere Sache können essen ohne Problem , aber diese Pilz ist bitter im hals und dazu spitz Zunge brennt scharf . Leute welche können bitter essen müssen an spitz Zunge etwas scharf schmecken .
    Mir ist etwas Problem über diese Thema auf deutsch erklären .


    LG beli !

  • Hallo Beli,


    vielen Dank für Deine Einschätzung bzw. Schilderung.


    noch ein Nachtrag : In den letzten 12 Std. haben sich die Lamellen des rauchblättrigen deutlich sichtbar ins graue verfärbt.


    Ein Gesckmachstest grünblättriger/rauchblättriger durch meine Mutter verlief gestern eindeutig. Deutlich bitterer bzw. scharfer Geschmack beim grünblättigen und ein sehr angenehm pilziger Geschmack beim rauchblättrigen.


    Gruß
    Helmut

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