Beiträge von nobi_†

    Agaricus bernardii hat keine so gut ablösbaren Reste des Velum universale auf dem Hut. Zudem rötet er deutlich, was hier nicht der Fall ist. Der Rosatouch ist ein Problem der Kamera, was Safran ja geschrieben hat - die Lamellen sind rein weiß, hatte sie geschrieben.

    Ich sehe nichts, was gegen Amanita strobiliformis spricht. Auch das topfenartige Teilvelum passt, das graulich Velum universale (ablösbar, nicht schuppige Huthaut)...

    Seit 2003 ( ich habe extra nochmal nachgesehen) ist das Salzstreuen in Lübeck verboten!

    OK, diese Argumente sprechen gegen meine Idee.

    Dennoch bleibe ich skeptisch, solange ich nur unreife Pilze zum beurteilen sehe. Die von mir erwähnten Champis sind leider herausgerissen und zT zerstört worden. War soeben nochmal nachschauen. Zum Vergleich einer der noch am wenigsten beschädigten.



    Liebe Grüße

    Nobi

    Super, Jörg!

    Da werden doch gleich Erinnerungen wach.:)

    Das mit den Satanas freut mich besonders. Ich drücke fest die Daumen, dass sie bis zum aufschirmen leben dürfen.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Interessante Anfrage, Safran und Zimti!

    ...Jetzt habe ich auch keine Zweifel mehr.

    Ich schon!

    Der "Franzs" gefällt mir irgendwie nicht. Standort, Habitus, kein erkennbarer Mykorrhiza-Partner (Sträucher "weiter weg" - na, ich weiß nicht).

    Und sehe ich da nicht einen zarten rosa Hauch in den noch völlig unreifen Lamellen?

    Kalk hat die Straße auch...

    Wissen wir das wirklich? Was der Straßenrand jedoch hat, ist sicher Salz aus den vorangegangenen Wintern.

    Deswegen werfe ich an dieser Stelle einen der Salzwiesen-Egerlinge (Agaricus bernardii oder bernardiiformis) ins Rennen.

    Von denen entwickeln sich gerade einige, nur wenige hundert Meter von meinem zuhause entfernt, natürlich am Straßenrand, wo er wegen sonstigen Salzmangels in meinen Breiten ja auch hingehört. Und der sieht im jungen Zustand dem gezeigten Pilz mehr als ähnlich!


    Kann sein, dass ich völlig daneben liege, aber ohne reife Fruchtkörper würde ich die Bestimmung jedenfalls nicht festmachen.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Marcel,

    mir fehlt die Zeit, um ausführlich auf Deinen langen Beitrag einzugehen, und außerdem bin ich nicht Charly, an den Deine Antwort schließlich gerichtet ist.

    Ein paar Sachen möchte ich dennoch kommentieren.

    Es verwundert mich etwas, dass Nobi das Kochen von Pilzen als ein No-go benennt.

    Wenn Du mich zitierst, dann bitte richtig!

    Ich schrieb wörtlich:

    "Pilze in Wasser zu kochen ist, bis auf wenige Ausnahmen, ein No-Go!"

    Und mit den Ausnahmen meinte ich natürlich u.a. Suppenpilze, sowie Pilze, die zur Brühe ausgekocht werden können, wie den Schuppigen Porling.

    Oder den Maipilz, den ich gern koche, um ihn dann mit Sahne und einem guten Schuss Wein weiter zu verarbeiten.

    Sautieren heißt, die Pilze in die sehr heiße Pfanne geben und darin springen lassen.(Französisch Sauter)

    Das z.B. wusste ich nicht, finde es aber ausgesprochen interessant und werde es sicher einmal probieren. Dafür danke!

    In Notzeiten wurden durchaus auch aus Fliegenpilzen schmackhafte Gerichte bereitet, denn auch deren Gift ist wasserlöslich.

    So eine Aussage halte ich für äußerst fahrlässig in einem öffentlichen Forum, wo auch sehr viele Laien mitlesen. Zumal das so nicht stimmt!

    Der Fliegenpilz ist ein gefährlicher Giftpilz. Punkt!==lamgiftig

    Es wird zum Beispiel immer wieder von Vergiftungen mit Schmierröhrlingen wie zum Beispiel Goldröhrlingen berichtet.

    Vergiftungen mit Goldröhrlingen sind mir jetzt nicht bekannt, allerdings mit den verwandten Butterpilzen. Hier handelt es sich um Unverträglichkeiten, die auch bei Gerichten aus jungen und frischen Pilzen auftreten können. Damit ist nicht zu spaßen.

    Bei Parasolen wird in meinen alten Büchern empfohlen, die Stiele durch den Fleischwolf zu drehen und daraus Klopse zu machen, weil sie zäh sind.

    Noch besser ist es, sie zu trocknen und anschließend zu Pilzpulver zu verarbeiten. Eines der aromatischsten, das ich kenne.


    Viele Grüße

    Nobi

    Na, da bin ich wohl zuerst auf ein "Blattloch" hereingefallen.

    Nach dem aufhellen (danke für die Idee, Claus) habe ich das gesuchte Objekt nun auch endlich entdeckt.

    Lieber Dieter und Matthias!


    An erster Stelle möchte ich mich für diese wunderbare Beitragsserie bedanken! Auch bei Tuppie für ihre einmaligen Illustrationen!:thumbup:

    Wieder entführt ihr uns in das fantastische Reich des Unsichtbaren!

    Es ist eine eigenständige und wunderbare Welt, welche ohne eure Hilfe den meisten unbekannt bliebe!

    Und auf Tauchstation wart ihr also auch und habt dabei so manchen Schatz gehoben.

    Geradezu sensationell das Spiralpilzchen (Helicosporium vegetum) oder die Luft-Bulbillenpilze!


    Wunderschön in Szene gesetzt ist die Entwicklung der Trichia decipiens.


    Usw. usf. Ich kann leider nicht auf alles eingehen, auch wenn ich es gerne möchte.

    Umso mehr freue ich mich auf unsere gemeinsame im Herbst angedachte Tour! :)


    Unbedingt erwähnen möchte ich noch, dass ich es ganz toll finde, wie ihr uns an der Bestimmung dieser Pilze teilhaben lasst.

    Z.T. sogar noch eigene Schlüssel entwickelt. Klasse, Dieter!


    Wie ich folgendem Zitat entnehmen darf, ist unser Hobby nicht ganz ungefährlich. Siehe Beitrag 6.

    Auch die Cheilozystiden verwundeten mich...

    Ich hoffe, die Wunden sind inzwischen verheilt! :D

    Schön zu sehen auch, mit welch Begeisterung Amina bei der Sache ist. Da muss uns um den Pilzlernachwuchs nicht bange sein!


    Liebe Grüße vom Nobi

    Rotfüßchen hat Dir ja bereits einen guten Tipp gegeben, Charly!

    In dem Buch wird u.a. auf das abziehen und die Bitterkeit der Huthaut des Perlpilzes hingewiesen.

    Allerdings geht dieses Buchen weit über die Essbarkeit von Pilzen hinaus und ist wohl eher etwas für wahre Pilzenthusiasten.

    Hier hatte ich es vor einiger Zeit vorgestellt.


    Sehr interessante und gute Infos zu vielen der bekanntesten Pilze gibt es in dem kleinen aber feinen Büchlein "Der Pilzberater für unterwegs" von Björn Wergen.

    So informiert er z.B. über die Radioaktivität des Maronenröhrlings.

    Björn hat übrigens viele Jahre dieses Forum aktiv mitgestaltet (als bwergen), seit er Leiter der Schwarzwälder Pilzlehrschau in Hornberg ist, hat er leider nur noch wenig Zeit für dieses Forum. Sein Buch ist auf jedenfall zu empfehlen.


    Mit aktueller allgemeiner Pilzliteratur bin ich nicht sehr vertraut. Jedes gute Pilzbuch sollte allerdings Hinweise zur Essbarkeit, und was speziell zu beachten ist, haben.

    Am besten gehst Du mal in eine gut sortierte Buchhandlung und blätterst durch verschiedene Bücher.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Danke für den sehr schönen und interessanten Beitrag, Christoph!

    An Esotherik und Kraftorte glaube ich als halbwegs rational und wissenschaftlicher denkender Mensch wohl ebenso wenig wie Du.

    Aber interessant und beeindruckend ist es schon, an solch historischen Orten zu verweilen. Ich versuche dann gern, mich in diese längst vergangenen Zeiten hineinzudenken und ein Teil dieser zu werden.


    Mit diesen Dingen war ich selbst erst kürzlich in Berührung gekommen, als wir in Italien durch jahrtausendalte Etruskerwege wanderten.

    Interessanterweise hatte dieser Urlaub noch einen weiteren esotherischen Aspekt, indem wir den Tarotgarten der Niki de Saint Phalle besuchten.

    Den kann man natürlich auch ganz ohne esotherischen Hintergrund genießen. Falls Du magst, kannst Du Dir das gern hier nochmals ansehen.


    Schön, dass Ihr obendrein noch ein paar Schwammerln gefunden habt!

    In dem Zusammenhang erwähnst Du Russula nobilis - gefällt mir! :D

    Schön, wenn Religionen friedlich koexistieren können und man sich nicht mehr gegenseitig die Schädel einschlägt, weil jeder meint, der andere Gott sei der falsche Gott und wer an falsche Götter glaube, müsse sterben.

    Dem ist nichts hinzuzufügen!


    Liebe Grüße vom Nobi

    Da kann ich mich Uwe nur anschließen, liebe Grüni!

    Klasse Makro-Doku und außer vielleicht für einen Gattungsspezialisten ohne Mikroskop nicht zu knacken.


    Mit den von Dir genannten Merkmalskombinationen (Hutfarbe und ~form, Stielfarbe, Lamellen) gibt es immer noch einige Arten.

    Möglich wäre u.a. der Stahlblaustielige Zärtling (Entoloma asprellum), von dem ich Dir gern ein Bild einer italienischen Seite verlinke.

    Denkbar wären allerdings auch der Braungraue Zärtling (Entoloma lampropus), der Bläuliche Zwerg-Zärtling (Entoloma cyanulum) oder der Poliertstielige Zärtling (Entoloma poliopus). Evtl. kommen auch noch andere Arten in Betracht.

    Vielleicht kann's der Harald ja klären, wenn er wieder im Lande ist.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Schöner Beitrag, Peter!

    Der Erdstern ist für mich auch ein Gewimperter. Muss aber nichts bedeuten, da ich kein Experte für diese Gattung bin.

    Dazu fällt mir eine Zeile von Cat Stevens ein "I'm gonna be like you, Dad"

    Da bin ich eher bei Harry Chapin "Cats in the Cradle" von 1974. Cat Stevens hat den Song wohl nie gesungen, zumindest nie veröffentlicht!

    Meine Lieblingsversion stammt von der Sands Family. Hab' die Platte sogar doppelt im Schrank stehen. Hier mit dem wunderschönen Follower als "Vorspann".

    Sound ist zwar nicht exzellent, aber immerhin...


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    Die hier kann ich gar nicht einsortieren

    Dazu sage ich mal Weißer Adernabeling / GenabelterScheinhelmling (Delicatula integrella).

    Vergleiche am besten mal mit dem Portrait.


    Liebe Grüße vom Nobi, natürlich auch an die Liebste!:)

    Tolle Resonanz! Ich danke Euch allen fürs mitgehen und die freundlichen Kommentare.

    Da schau mal an, so braucht man für interessante Funde nicht mal den Wald zu bemühen.

    Dass Chemnitz so beindruckende Parkanlagen hat, war mir auch neu.

    Doch was heißt Park. Wir reden von einer Blindenanstalt und einem Friedhof.;)

    Diese Vielzahl an Pilzen, in einem altersgerecht zu begehenden Umfeld,

    schön zu sehen, dass es das noch gibt - und danke fürs Teilnehmen!

    Danke, dass Du den weiten Weg nicht gescheut hast und mitgegangen bist, Walter!:)

    wie machst du bei so eine kleinen FK Satanas fest? Könnte es nicht auch legaliae sein?

    Berechtigte Frage, Peter. Die Diskussion kam ja bereits bei den Doppelpilzen auf.

    Hoffen wir, dass sie großwerden dürfen, um die Frage ein für alle Mal zu klären.

    sehr schöne Tour mit tollen Pilzen.

    Seit Jahren waren Jörg und ich auf der Suche nach einem Termin, der uns beiden passt. Nun hat es endlich geklappt und es musste einfach ein paar Pilze geben!

    Besonders hübsch ist die Darstellung der Erdsterne. Solche Kleinodien werden ja sonst gern übersehen.

    Ist mir übrigens noch nie so vorher aufgefallen. Schön, dass Du Sinn für meinen Humor hast, Rudi! :)

    Geht nun die große "Nobi reist durch Pilzdeutschland-Tour"?

    Eher nicht, dafür ist meine Rente zu klein.:(

    Aber zweimal bin ich dieses Jahr schon noch auf "Pilzdeutschland-Tour", Mausmann. Oder gar dreimal?

    danke für den gelungenen Thread. Deine Bilder sind natürlich viel besser als meine die ich hier auch noch einstelle.

    Naja, sind sie nicht wirklich, Jörg. Sind eben Großpilze, auch wenn sie klein sind und mit denen habe ich fototechnisch nicht soviel Erfahrung. Außerdem hatte ja meine Kamera eine Macke, wie Du weißt. Ist übrigens inzwischen wieder behoben.

    Mir gefallen Deine Bilder übrigens sehr gut. Bemerkenswert ist der Zehner-Flocki!:thumbup:

    Hach, so schööön! Danke für die fabelhaften Bilder, Nobi!

    Super Bilder!

    Von solchen Funden kann ich derzeit leider nur träumen.

    was für ein schöner Bericht und so viele Pilze

    Danke auch an euch Drei. Schön, dass es euch gefallen hat.

    Und Bernhard. Träume können wahr werden, wenn Du nur fest daran glaubst. Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen.:thumbup::thumbup:

    Eine Eifeltour zur Röhrlingszeit hast Du sicher nicht nötig ;)
    LG Karl

    Naja, sind mir in der Tat etwas zu groß, diese Röhrlinge. Aber ins Depot käme ich schon gern mal wieder, jetzt wo ich mehr Zeit habe.:)

    Der Wurzelnde Bitterröhrling hat offensichtlich ein gutes Jahr, ich hab ihn allerdings noch nicht zu Gesicht bekommen.

    Wir können Dir gern ein paar abgeben, Rotfüßchen.;)

    Spaß beiseite. Sobald das Wetter passt, sollte er auch bei Dir kommen. Da bin ich ganz optimitisch.

    Der junge Seehund hat seine Knipse im Griff, hat auch sehenswerte Aufnahmen geliefert, bestens.

    :D:D:D


    Also, nochmals Danke fürs kommentieren und liebe Grüße vom Nobi

    Glückwunsch zu den wunderschönen Boleten, Uwe!

    Die Du auch sehr schön in Szene gesetzt hast und von denen ich einige noch nie gesehen habe.

    Mit dem Bodensee kann Chemnitz natürlich nicht konkurrieren, da fehlt einfach der Kalkgehalt im Boden.

    Dennoch waren Jörg und ich am Mittwoch mehr als zufrieden mit unseren drei Zwergsatanen.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Charly,

    willkommen erstmal an Bord!


    Zum Perlpilz. Der Stiel ist genauso essbar und verwertbar wie der Hut.

    Zur Huthaut und zum trocknen schau Dir mal diesen Thread an. Da hatte ich beide Fragen beantwortet.


    Bei Täublingen darf die Huthaut dranbleiben. Sie lässt sich idR sowieso kaum abziehen.


    Die Stiele des Violetten Lacktrichterlings sind recht zäh, man sollte also nur den Hut und das obere Stielstück verwenden.


    Maronen sind in der Tat in manchen Regionen Deutschlands relativ stark radioaktiv belastet, vor allem in Südbayern und dem Bayrischen Wald durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Da sich wohl vor allem in der Huthaut das radioaktive Cäsium 137 konzentriert, kann man evtl. durch deren abziehen den Gehalt senken. Ich habe das allerdings noch nie gemacht und weise auch in Pilzberatungen nicht explizid darauf hin. Wichtig ist dass man Maronen und andere Pilze, wie so vieles mehr, nur in Maßen konsumieren sollte. In den genannten starkbelasteten Gebieten würde ich die nur in sehr geringer Menge wenn überhaupt sammeln.


    Du sprichst vom kochen.

    Ich vermute, Du meinst dünsten im eigenen Saft.

    Pilze in Wasser zu kochen ist, bis auf wenige Ausnahmen, ein No-Go!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Grüni,


    Mausi Idee finde ich gar nicht so abwegig. Ich hatte spontan mit dem Duftenden Gürtelfuß ebenfalls in diese Richtung gedacht.

    Die fransig-wolligen Hüte (Bild 2) könnten durchaus zu dieser Art gehören, die wollig-filzigen ungegürtelten Stiel allerdings schon nicht mehr.

    Ich denke daher, dass Dieters Vorschlag genau in die richtige Richtung weist. Auch haben die Lamellen (Bild 6) einen deutlich rosa Touch.

    Die Sporenpulverfarbe würde ich als schmutzig rosa interpretieren, was ein weiteres Argument für Entoloma wäre.

    Bild 8 zeigt mit dem tiefgenabelten, höchstens feinschuppigen Hut aber sicher einen anderen Rötling. Da möchte ich Uwe zustimmen.

    Ohne Mikroskopie werden sich die vermutlich zwei Arten leider kaum klären lassen.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Ich dachte zuerst an den beringten Düngerling oder ein Tintling. Kann man ihn bestimmen?

    Kann man, Adi!

    Der erste Gedanke ist doch meist der beste!:)

    Es ist in der Tat der Ringdüngerling (Panaeolus semiovatus).

    Fragmente des vergänglichen Ringes kann man auf Deinem ersten Bild noch sehen.

    Man findet den Pilz zwar auch im Flachland, deutlich häufiger allerdings im Hochgebirge.

    Vor vielen Jahren fand ich ihn als Massenpilz auf ca. 2000 m in den Dolomiten, ebenfalls an Rinderdung.


    Zum Vergleich ein schönes Portrait, dass Lothar Krieglsteiner ebenfalls anhand eines alpinen Fundes erstellte.


    Liebe Grüße vom Nobi

    war ich am 14.08.2019 bei meinem Pilzfreund Jörg alias Hannes2.

    Gemeinsam sind wir ca. 5 Stunden durch malerische städtische Parklandschaften gestreift und konnten trotz Trockenheit einige hübsche Pilze entdecken.

    Verabredet hatten wir uns recht kurzfristig für diese seit Jahren angedachte Tour in diesem Thread.

    Gern nehmen wir euch natürlich mit auf unsere kleine Entdeckungsreise.


    Die ersten Pilze gab es überraschenderweise bereits unmittelbar neben meinem Parkplatz am Straßenrand.

    Wiesenchampignon (Agaricus campestris).




    Bald waren wir inmitten majestätischer z.T. uralter Bäume.

    Unter riesigen Buchen, Hainbuchen, Eichen, Linden, Kastanien und vielen anderen mehr schien die Zeit stillzustehen. Wie klein ist doch der Mensch!



    Auch interessante kleinere Parkbäume, wie diese Kornelkirschen, gab es hier.



    Jörg ist in "seinem" Revier natürlich mit vollem Einsatz bei der Sache.;)



    Genau, es waren Wurzelnde Bitterröhrlinge (Caloboletus radicans), neben denen er abkniete, was ihr natürlich alle bemerkt habt!^^

    Sie drückten zu Hunderten an verschiedenen Stellen aus der Erde, waren allerdings größtenteils noch im Baby- bis Kleinkindalter.



    Nur wenige waren etwas größer.



    Ebenfalls zu Dutzenden begannen die Netzhexen, Netzstieliger Hexenröhrling (Suillellus luridus) sich diverse Flächen in den Parks zu erobern.






    Nicht weit davon entfernt ihre Verwandten, die Flockenhexen, Flockenstieliger Hexenröhrling (Neoboletus erythropus).




    Erfreulicherweise war der Fahle Röhrling (Hemileccinum impolitum) vom Wochenende noch da, allerdings mit gewissen Alterserscheinungen.



    Auch einige Porlinge konnten wir entdecken.

    Wie diesen stolzen Zunderschwamm (Fomes fomentarius).



    Oder den Angebrannten Rauchporling (Bjerkandera adusta) im Jugendstadium.




    Sehr schön auch ein jugendlicher Rötender Saftwirrling (Abortiporus biennis), der von einigen Grasdolchen durchbohrt wurde, was ihn offenbar nicht störte.



    Farbenfroh präsentierte sich dieser Blutrote Röhrling (Hortiboletus rubellus).



    Plötzlich hieß es "Erdsternalarm"!

    Vierzipflige Sterne unter Buche mit haarig-dorniger Exoperidie.




    Nach unseren Recherchen handelt es sich um den Falschen Buchen-Erdstern (Geastrum fagus-falsum).:D


    Dann gab es nach den falschen schließlich wieder richtige Pilze, welche mit Lamellen sogar!

    Tränender Saumpilz (Lacrymaria lacrymabunda).





    Einen winzigen Panther, Pantherpilz (Amanita pantherina), konnten wir auch noch fangen.



    Dann noch ein Zeigerpilz: Der Mehlräsling (Clitopilus prunulus).



    Der sollte u.a. auf einen Steinpilz verweisen, was er in diesem Fall auch tat.

    Sommersteinpilz (Boletus aestivalis). Leider dürfen die hier nicht alt werden, alles ab Teenageralter wird gnadenlos abgeschnippelt.:(



    Das ist doch bereits eine ganz ordentliche Ausbeute, oder? Zumal uns noch einige hier nicht gezeigte Pilze über den Weg liefen, wie z.B.

    Dünnschaliger Kartoffelbovist, Frauentäubling, Kahler Krempling, Nelkenschwindling, Perlpilz, Riesenbovist, Riesenporling und Stinkschirmling.

    Aber das ist selbstverständlich noch nicht alles.

    Das Beste gibt es schließlich immer zum Schluss!:)

    In dem Fall ist es die weißliche Kugel im unteren linken Quadranten. Nein, nein, kein verschlagener Golfball, sondern...



    Genau! Ein Satan, Satansröhrling (Rubroboletus satanas), ein wegen Kalkmangels in Sachsen extrem seltener Röhrling!

    Habt ihr gut erkannt!;) Insgesamt sind es sogar drei! Hier mit zwei daumennagelkleinen Babys.



    Und schließlich der Satan des Tages.




    Vielen Dank nochmals, Jörg, dass Du mich zu diesen Hotspots geführt hast!:thumbup:

    Spätestens im Spätherbst sehen wir uns dort wieder, wenn auf den Wiesen (hoffentlich) die Saftlinge, Keulen und Erdzungen "blühen".


    Liebe Grüße und vielen Dank euch allen fürs mitgehen.

    Nobi

    Klasse, Karl!:thumbup:


    Ich sollte Dich mal zur Röhrlingszeit besuchen, wo ich jetzt endlich Zeit habe.

    Scheinbar Zeit habe muss es korrekt heißen!:D

    Komm' gut über den Sommer und freue Dich schon mal auf einen hoffentlich heißen feuchten Herbst in Depot!


    Liebe Grüße vom Nobi

    Schöne Ausbeute, Mareblu!


    Ein Tipp. Wenn Du wie hier mehrere unbekannte Pilze anfragst, ist es besser diese zu numerieren. Das macht das beantworten einfacher.

    Zu Deinem gelben Pilz. In der Tat ein sehr schöner Pilz, der vor allem jung regelrecht golden strahlt. Da er gern an Mist, zumindest an stark eutrophierten Stellen wächst, hört er auf den Namen Goldmistpilz (Bolbitius titubans). Hier mal zum Vergleich ein junger vom Mai diesen Jahres.



    Der vermeintliche Düngerling ist sehr wahrscheinlich der Heuschnittpilz, Heudüngerling (Panaeolina foenisecii), kein Düngerling im eigentlichen Sinn, eber eng mit denen verwandt. Der Dunkelrandige Düngerling (Panaeolus cinctulus) sieht ihm ähnlich, ist aber kräftiger.


    Nummer drei könnte einer der schwer bestimmbaren weißlichen Trichterlinge (Clitocybe spec.) sein.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Unbekannte jung behaarte Kügelchen mit runden Sporen!

    Sporen: bis 32 µm mit dicht stehenden noppig abgerundeten Warzen, Asci keine gesehen!

    Nun, die "jung behaarten Kügelchen" haben mit den gezeigten Sporen nichts zu tun, lieber Hans.

    Was sich aus denen entwickelt, wird die Zeit zeigen. Melanospora oder Iodophanus - hier kann man nur raten. Vielleicht auch etwas ganz anderes.

    Du zeigst jedenfalls Sporen der Hirschtrüffel (Elaphomyces spec.), die oft in solch riesigen Mengen im Wildschweindung vorhanden sind,

    dass sie besser Wildschweintrüffel heißen sollte.

    mal eine ganz dumme Frage... kann es nicht sein, dass das Schweinderl Hirschtrüffeln gefressen hat und du hier die Elaphomycessporen siehst, während dein Dungpilz schlicht noch unreif ist?

    Zwei Seelen, ein Gedanke, Christoph!:)


    Liebe Grüße

    Nobi

    Nun, Cercophora-Arten tun sich da immer sehr schwer.

    Mit etwas Glück und bei optimalen Bedingungen (nicht zu feucht, nicht zu trocken) hast Du in ein paar Tagen einige reife Sporen.

    Es kann aber auch deutlich länger dauern - 1, 2, 3 Wochen. Mitunter reifen sie gar nicht weiter.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Da wir zur Zeit noch auf die Ferienzeiten für Urlaub angewiesen sind, wird Nici noch eine Weile warten müssen...

    Na, dann wartet Ihr eben noch ein paar Jährchen, liebe Tuppie!

    So schnell läuft Euch die Niki nicht davon.==18

    Übrigens ist ein ganzes Team dabei, den Garten in seinem Zustand zu erhalten, auf dass er auch in vielen Jahren noch leuchtet.


    Liebe Grüße

    Nobi