Beiträge von Wutzi

    Lieber Benjamin,

    ein großartiger Bericht und eine offenbar großartig gemeisterte Prüfung. Ganz herzliche Glückwünsche!

    Schön, dass du diesen Bericht für uns geschrieben hast. Das gibt Gelegenheit, sich zu erinnern und zu vergleichen. Auch mir hat das
    Pilzforum sehr geholfen, die komplexe Welt der Pilze zu zu verstehen. Ich grinse gerade so vor mich hin, weil ich mich erinnere, was für ein gutes Gefühl die bestandene Prüfung in mir ausgelöst hat.


    Die Inhalte meiner Prüfung waren ähnlich. Der Aufwand der Prüfung, die bei dir über mehrere Tage geht, ist deutlich größer, auch für die Prüfenden. Auch euer Bewertungssytem ist komplizierter als das unsrige. Aber am Ende zählt, dass die Prüflinge bestehen können, weil sie das Pilzwissen verinnerlicht haben.

    Toll finde ich übrigens das Prinzip der Patenschaft durch Pilzprofis. Mit ch-Andy an deiner Seite konnte ja gar nichts schief gehen ==Gnolm7 .

    Mir ging es ganz ähnlich wie dir. Ich habe noch vor keiner Prüfung in meinem Leben so viel Respekt gehabt und war noch nie derart von der Rolle wie bei der PSV-Prüfung.


    Genieße das gute Gefühl der bestandenen Prüfung und korrigiere deinen Avatar ==Gnolm7 .


    edit: Was macht ihr Schweizer eigentlich, wenn es nicht so viele Arten gibt. Fallen dann die Prüfungen aus?

    Hallo Claudia,


    die hochgezogenen Zellen sind irgendein ananmorpher Ascomycet, der den Entoloma langsam aber sicher auffrißt.


    Björn


    Hallo Björn, das bestätigt meine allerersten Befürchtungen - die bäumchenähnliche Struktur hat mich entfernt an einen Falschen Mehltau erinnert, dessen Name nicht genannt werden darf. Aber da das ein Pilz ist hielt ich das denn doch für unwahrscheinlich.


    Hallo Claudia,

    deine Wiesen sind entschieden artenreicher als bei uns. Zu den Rötlingen (Leptonien) hat Björn ja schon alles gesagt und bei dem speckigen lassen sich wahrscheinlich nicht mehr alle notwendigen Merkmale ermitteln. Nr. 10 würde ich mal mit Entoloma prunoloides vergleichen.

    LG Karl

    Hallo Karl, danke, du hast wie immer Recht. Auf meinen Fotos vom letzten Jahr ist der auch als E. prunuloides ausgewiesen. Wer lesen kann, ist eindeutig im Vorteil. :gkopfwand:


    Hallo Björn,

    das muss ich heute noch loswerden. H. acutoconica habe ich mikroskopiert die Sporen sind 12 - 13 µ lang, besonders breit im Verhältnis dazu oder rund sind sie nicht. Demnach müssten die beiden ähnlichen Arten wohl rausfallen, denke ich. Noch einmal danke für den Hinweis.

    Hallo Claudia,


    für die Leptonien brauchst du unbedingt die Funi Europaei 5B. Da hat sich durch DNA-Untersuchungen doch einiges getan (und zwar in beide Richtungen, es wurden auch Arten einkassiert).


    Björn

    Ja Björn,

    deshalb werde ich es leider bei den namenlosen Fotos belassen müssen. Das ist mir zu aufwendig. Ich werde ein paar Exikkate anfertigen, falls jemand Interesse an den kleinen braunen Pilzen haben sollte. Das muss reichen.


    Jedenfalls sind das die Mikroaufnahmen von der Entoloma mit der glatten, glänzenden und speckig wirkenden Huthaut.


    Die finde ich interessant. Ich hatte ein Stück abgezogen. Vermutlich haben sich ein paar Zellen dann hochgestellt.


    1. Entoloma mit fettig glänzender Hutoberfläche


    2. Sporen rundlich mit den Entoloma-Ecken


    3. Sporen


    4. glatte Stielhaut


    5. HDS


    6. HDS, vermutlich beim Abziehen hochgezogene Zellen


    Eine tolle Fotostrecke Claudia, das macht Lust auf mehr. LG Sebastian

    So geht’s mir auch Sebastian! Da geht noch was.


    Hallo Björn,

    das werde ich tun. Zumal ich bei der Recherche nach dem XXL-Mutanten erst durch den Vergleich der Sporengröße von meiner Hoffnung auf einen seltenen nordischen Saftling abgekommen bin.


    Sporenabwürfe habe ich übrigens von allen Entoloma-Kollektionen, ausführliche mikroskopische Untersuchungen nur von der speckigen Art gemacht.


    Nach ein bisschen blättern im Pilzkompendium hat mich aber der Mut verlassen.

    Moin zusammen.

    Auf den Saftlingswiesen toben seit einer Woche die Entolomas. Es sind so viele, dass man sich kaum bewegen kann, ohne einige platt zu treten.

    Vielleicht hat jemand von euch eine Idee für die Benamsung. Ich hab mein bestes gegeben. Aber auch mit dem Mikroskop gelingt es mir nicht, den Pudding an die Wand zu nageln, obwohl manche recht spezielle Merkmale aufweisen.

    Aber auch wenn die meisten wohl namenlos bleiben müssen, ich bin begeistert wie viele Arten und Exemplare in diesem Jahr gewachsen sind.


    1. Entoloma griseocyanea ist jedes Jahr zu finden, aber nie in solchen Massen.


    2. hunderte Exemplare von E. griseocyanea!


    3. Hier bleibt es bei E. spec.


    4. Diese hübsche blaustichige Art ist neu für mich auf der Wiese. Entoloma lividocyanulum könnte zumindest makroskopisch passen.


    5. Noch einmal mit einem jüngeren Fruchtkörper


    6. Eine weitere unbestimmbare Entoloma, diese allerdings ohne hervorstechende Merkmale.


    7. Helmlingswinzlinge gab es auch


    8. Lepiota oreadiformis in vielen Exemplaren


    9. Hier eine weitere Entoloma-Schönheit mit radialstreifigem Hut und anthrazitfarbenem Stiel.


    10. Entoloma sepium ist auch eine zuverlässige Art auf dieser Wiese.


    11. Vermutlich kleine Trichterlinge. Auch sie sind jedes Jahr an denselben Stellen der Wiese zu finden.


    12. Eine Entoloma mit einer speckig anmutenden Hutoberfläche.


    13. Dieselbe Art bei anderem Licht. Ich habe mir die Huthaut und die Sporen angesehen. Beide finde ich auffällig



    14. Eine Entoloma-Art von der es ausnahmsweise nur wenige Exemplare gab. Ich glaube, Björn schlug hier E. majusculum vor.


    15. Links unterhalb von Entoloma prophyrogriseum eine weitere Entoloma, die man fast verwechseln könnte, hätte sie nicht Radialstreifen und diesen gewellten Rand.


    16. Entoloma porphyrogriseum ganz jung


    17. Möglicherweise dieselbe Art mit gewelltem Rand und hellerem Stiel vom vorletzten Foto in alt.



    18. Diese Saftlinge haben mich wie jedes Jahr verwirrt. Ich war so im Entoloma-Modus, dass ich Hygrocybe nitrata zunächst für eine Entoloma hielt. Der nitröse Geruch und die partout nicht rosa färben wollenden Sporen haben mich dann in die richtige Spur gebracht.


    19. Dieser große Saftling mit den herablaufenden Lamellen hat mich einen halben Tag gekostet. Ich nahm an, ich wäre einer Seltenheit auf der Spur. Denkste, mit der Sporengröße um 10µ kam nur Hygrocybe cantharellus, vermutlich eine XXL-Mutation infrage.


    20. Die vermeintliche Hygrocybe conica wollte auch nach 5 Tagen nicht schwärzen und bestätigte somit die Vermutung von boccaccio, dass es sich um H. acutoconica handelt. Danke Björn. Den hatte ich noch nicht in meiner Raupensammlung. Rechts im Bild sind zahlreiche E. infula zu sehen.


    21. Hier noch einmal schöne Exemplare von H. cantharellus.


    22. Kleine Keulchen werfen ihre Schatten voraus



    23. Vielleicht Heftelnabelinge?


    24. Von den besonderen Saftlingsschätzen zeigte sich Hygrocybe aurantiosplendes mit 14 Exemplaren. Sie kommen oft in Schüben, also bin ich optimistisch, dass mich noch weitere Glänzende Orangesaftlinge begeistern werden.


    25. Ein weiteres Foto, einfach, weil sie so schön sind.


    26. Wiesenellerlinge durften nicht fehlen und auch Jungfernellerlinge nicht. Davon gibts kein Foto.


    27. Heute entdeckte ich die ersten Exemplare von Hygrocybe chlorophana


    28. Abschließen will ich heute mit Zwergchampignons, die auch unbestimmt bleiben müssen.


    Danke für's Mitkommen.

    Hallo Claudia,

    das ist kein Befall, junge Steinpilze wie hier der Rothütige Steinpilz sind bereift was wohl rudimentäre Reste einer früher mal existierenden Gesamthülle sind,

    viele Grüsse

    Matthias

    Danke für deine Einschätzung Matthias. Da die Röhren auch so seltsam aussehen, nahm ich an, dass das ein Pilzbefall wäre.

    Kommen wir zu Tag 13.


    Eigentlich hatte ich gehofft, dass die Röhrlinge nun langsam wachsen würden. Aber denkste. Es war sehr warm und schon wieder einige Tage trocken und sehr windig, sodass die Kälte der Nacht und der Morgennebel nicht ausreichten das Pilzwachstum anzukurbeln.


    Hier einmal der Vergleich. Am Tag 10 sahen die Goldröhrlinge so aus.


    59.


    60. Tag 12 waren die Goldröhrlinge nicht weiter gewachsen, eher geschrumpft. Das Sphagnum war auch welk. Zudem hatten sich die Schnecken über einen Fruchtkörper hergemacht.



    Nach insgesamt 11 Stunden Suchens war das Ergebnis von nur ca. 40 Arten für die Pilzausstellung an Tag 13 etwas ernüchternd. Hier eine Auswahl. Nur zwei Cortinarienarten, Immerhin ein paar Wulstlingsarten, über den Porphyrgrauen habe ich mich gefreut, der ist hier nicht sehr häufig.


    61.



    Am Tag 13 war unsere Pilzausstellung in Saalfeld. Wir haben es zusammen auf 160 Arten gebracht. Wer mehr darüber erfahren will, kann hier nachlesen: Pilzausstellung bei den Saalfelder Feengrotten.


    Interessant ist, dass es im Landkreis punktuell schon viele Speisepilze zu finden gibt. Von Steinpilzen, Krausen Glucken und Pappelraufüßen haben mir Leute berichtet und Fotos gezeigt.

    Das legt übrigens sehr nahe, dass Pilzwachstum nicht von Mondphasen sondern vielmehr von der Lage, dem Boden und vor allen den Niederschlägen beeinflusst wird. Es gab tatsächlich eine sehr unterschiedliche Verteilung des Regens den letzten zwei Wochen🥴.



    Tag 15


    Es hatte in der Nacht und vormittags geregnet. Salamanderwetter. Zahlreiche Goldröhrlinge, vereinzelt Rotfußröhrlinge, eine einzelne Maronen, aber sonst immer noch keine Röhrenpilze.


    Dafür aber hunderte Parasole. So vielen bin ich noch nie begegnet.


    Auf den Magerwiesen waren die Entolomas buchstäblich explodiert. Das gibt wieder ordentlich Bestimmungsarbeit, wenn's ein bisschen trockner wird.


    62. Der Regen brachte die Boviste zum Platzen.


    63. größere Goldröhrlingsvorkommen


    64. Goldröhrlinge sogar vertikal und dann übereinander am Felsen


    65. Riesenschirmpilze -


    66. - so weit das Auge reicht. Hunderte, knackfrisch.


    67. stellvertretend Entoloma porphyrogriseum auf der Magerwiese, mehr als hundert Exemplare.


    68. Magerwiese mit zahlreichen Lepiota oreadoides


    69. Hygrocybe nitrata, die ersten Saftlinge in größerer Zahl


    70. Zipfelmützen von Hygrocybe Monica und zahlreiche Entoloma infula.


    71 wundersames Salamanderwetter


    Jetzt bin ich selbst gespannt, wie das mit den Röhrenpilzen weitergeht.

    Moin, zusammen, meine Mitbewohner und Nachbarn lieben den wunderbaren Regen zum Herbstanfang genauso wie ich.

    7 Feuersalamander mit recht unterschiedlichen Farbtupfern traf ich heute in unmittelbarer Nähe des Hauses. edit: also nicht, dass ich nicht bis sieben zählen könnte. Ich habe nicht alle Exemplare fotografiert, daher nur 5 Bilder.


    1


    2.


    3.


    4. Ein so dunkles Exemplar hatte ich tatsächlich noch nie dabei.


    5. Kater Manfred findet die Salamanderei jedenfalls ziemlich komisch.

    Servus beinand',

    ich seh auch eine Laccaria.

    Bei einer Tubaria sollten doch wenigstens feinste Velumspuren zu sehen sein.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Danke Werner,

    das ist eine interessante Diskussion. Auf alle Fälle werde ich mir die Verwechlsungsparner nun noch einmal ganz genau ansehen, damit ich sie irgendwann sicher unterscheiden kann. die sind wirklich verdammt ähnlich.

    Ich finde, dass die Lamellen sehr hell sind. Warum soll das keine Tubaria sein?


    Grüße Harald

    Moin Harald, Trompetenschnitzlinge kamen mir auch in den Sinn. Aber weil hier gerade die Lacktrichterlinge explodieren, war ich eher bei denen. Aber wenn du denkst, dass es Tubarien sind, trifft dass sicher eher zu, als meine Idee. Du bist der Experte.🥴

    Hallo Micha, die Linie sollte er immer haben, habe ich mal gelernt. Vielleicht färbt sie bei sehr alten Exemplaren um. Danach sieht dein Pilz aber nicht aus. Vielleicht hast du einen der 699 anderen Arten. Von NaOH- Reaktionen weiß ich nichts.

    Moin ihr Gratulatinnen und Gratulanten,


    Geburtstag? Wer? Ich? Niemals, und gestern sowieso nicht!


    Ich versuche doch, solche Termine streng vertraulich zu behandeln :gkopfkratz:, aber irgendeiner verpfeift mich immer.


    Jedenfalls hast du da eine wunderschöne Karte gebastelt, lieber Brummel. Da kann mir mit dem Glück gar nix mehr schiefgehen :daumen: .


    Hallo Claudia,


    auch von mir die besten Wünsche mit einem Bild, das auf dich zugeschnitten ist.


    LG Michael

    Lieber Michael, was für eine bezaubernde kleine Pilzwutz! Die ist mir wie aus dem Gesicht geschnitten, nur weniger zerknittert ==Gnolm7 . Genial. Hab vielen Dank.


    Alles gute zum Geburtstag 💐 🥳 💐

    Beste Gesundheit und weiterhin viel Freude an den 🍄 🍄 🍄

    BG Andy

    Danke Andy, das kann ich beides gut gebrauchen. Wobei das mit den Pilzen viel einfacher zu bewerkstelligen ist.

    Liebe Claudia

    Ich möchte mich allen Gratulanten anschliessen und wünsche dir auch alles Liebe, Freude und viel Gesundheit und weiterhin viele frohe Stunden in der Natur 🌸🦋☀️🌹

    Beste Grüsse

    Corinne


    Danke, liebe Corinne. Die Basis für die frohen Stunden habe ich mit meinem Umzug an den Waldrand vor ein paar Jahren schon gelegt. Und wenn ich davon noch ein paar genießen darf, ist das eine feine Sache. Ab jetzt sind alles Bonusjahre🥴.


    Hallo Claudia,


    ich wünsche Dir alles erdenklich Gute im neuen Lebensjahr. Bleib vor allem gesund.


    VG Jörg


    Danke Jörg, an der Gesundheit werde ich mal win bisschen arbeiten🥴!


    Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag!

    Mögen die Pilze mit Dir sein.


    VG Oskar


    Hallo Oskar, danke für die pilzigen Wünsche. Ich bin ganz sicher, dass die maßgeblichen Einfluss auf mein Wohlbefinden haben.


    Hallo Claudia,

    auch von uns alles Gute, viel Gesundheit und auch weiterhin viel Freude mit unserem schönen Hobby!


    Liebe Grüße

    Ulla und Gunnar


    Hallo Ulla und Gunnar.

    lieben Dank für eure guten Wünsche und vor allem für meine Lieblings-Juniblume. Genau, wir haben nicht nur ein schönes Hobby, sondern eigentlich das beste der Welt! Langweilig wird es nie. Zeit, dass wir uns mal wieder life begegnen.


    Liebe Claudia,

    ich gratuliere dir auch ganz herzlich zum Geburtstag und wünsche dir alles Gute für das neue Lebensjahr!

    Statt Blumen gibt es einen hübschen Doppelpilz vom letzten Wochenende.

    Liebe Grüße von Irmtraud


    Liebe Irmi,

    danke für deine guten Wünsche und den Doppel-Whopper. Den hatte ich ewig nicht. Vielleicht wird's ja die nächsten Wochen noch was, denn nun ist ja die wunderbare Herbstzeit eingeläutet. Wir hören uns zum APR, stimmts!



    Lieber Malone-Peter,

    was für eine schicke Raupe. Die sollte dringend unverpuppt bleiben. Der Falter kann die nicht toppen. Und danke für die guten Wünsche aus der neuen Heimat. Grüße an deine Liebste!


    Hallo Claudia !

    Spät aber nicht zu spät : Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag !


    Lieben Gruß

    Norbert

    Hallo Norbert,

    vielen Dank für die Glückwünsche und die üppig blühenden Kaktüsse auf der Grußbotschaft. Ich vermute Rebutien oder so was. Du hast wirklich einen stachelgrünen Daumen.


    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag :)

    Danke für den Glückwunsch, Daniel.

    Hallo Thomas, da muss ich dir leider zustimmen. Mir ist es nur ausnahmsweise möglich - und auch nur dann, wenn ich wirklich alle Merkmale beschreibe incl. Mikromerkmale und mir die Schleierlingsexperten hier im Forum auf die Sprünge helfen - einem Schleierling einen Namen zu geben. Telamonien lasse ich grundsätzlich stehen.

    Moin zusammen,


    heute nun kommt der Bericht von der diesjährigen Pilzausstellung in Saalfeld, die von unserer

    Saalfeld/Rudolstädter Pilzlergruppe organisiert wurde. Am Sonntag haben wir erstmals vor den Saalfelder Feengrotten ausgestellt. Das Wetter war perfekt, die Location erforderte Improvisation, die Besucher waren interessiert und gut drauf, es hätten vielleicht ein paar mehr sein dürfen. Herausforderung, eine Ausstellung frühmorgens auf- und nachmittags wieder abbauen zu müssen. Ein bisschen systematisch soll es schon sein. Nie ist klar, welche Pilze gezeigt werden können und worauf der Fokus gesetzt werden kann. Deshalb sind solche Ausstellungen nie perfekt, aber sie werden jedes Mal besser. Den Mangel an Exponaten kompensieren wir mit Informationsmaterial zur Pilzbestimmung, zu Pilzvergiftungen, Tafeln zu Verwechslungspartnern und pilzlichen Inhaltsstoffen.


    Wir haben es auf 160 Pilzarten gebracht, ziemlich wenig für den Monat September


    Wer Lust hat nachzulesen, wann sich welche Pilze nach dem großen Regen gezeigt haben, der der Trockenheit und Hitze vor 14 Tagen ein Ende gesetzt hat, kann das hier nachlesen.


    Für uns interessant war der Austausch mit Pilzfreunden aus den verschiedenen Regionen des Landkreises, die die Ausstellung besucht und von ihren Funden zu Hause berichtet hatten. Da reichte das Spektrum von - so gut wie gar nichts bis zu - reichen Steinpilz, Krause Glucken- und Raufußröhrlingsfunden. Wohl eine Folge der sehr ungleichmäßigen Niederschlagsverteilung in den letzten Wochen.


    Hier ein paar Impressionen


    1. Ein bisschen beengt war es schon auf der Terrasse.


    2.


    3. Mit etwas Fantasie erkennt man hier auf den Stühlen im Hintergrund die Baumpilze.


    4.


    5. Die Stimmung war gut, wie unschwer zu sehen ist. Die Art der Ausstellung war schon wegen der Outfits nicht zu übersehen. Mehr Pilz war nie!


    6. Die Biertische reichten nicht für alle Exponate.


    7. Auch hier gute Laune.


    8. Für Kinder ein kleines Quiz


    9.


    10.


    11.


    12. Zu kurz gekommen sind Fotos von unseren frischen Baumpilzen. Hingucker war ein riesiger frischer Schwefelporling, leider gibts kein gutes Foto.


    13.


    14.


    15. Der Schuppige Porling wuchs unmittelbar neben unserer Ausstellung.


    16. Ein interessanter Fund war dieser Schwarzblauende Röhrling, der direkt an einem Felsspalt in den Feengrotten wuchs. Der Cyanoboletus ist in Thüringen nur 12 mal kartiert. Umso mehr haben wir uns gefreut, ihn life und unter so ungewöhnlichen Fundumständen zu sehen.


    Danke für's mitkommen!

    Moin, danke für eure Kommentare Schrumz und hilmgridd. Ich denke, dass ist der Laubholzknäueling. Und habe zweierlei gelernt. Erstens dürfte der Stamm einem Laubbaum gehört haben und zweitens besitzen die Laubholzknäuelinge, die ich bislang immer nur in alt und grau gesehen habe, schicke violette Fruchtkörper.


    Und nun zu


    Tag 11 nach dem großen Regen


    Ein guter Pilztag war das heute. Jetzt ist mir nicht mehr bange, dass wir übermorgen bei der Pilzausstellung in den Saalfelder Feengrotten nur Baumpilze zum Zeigen haben. Der Pilzbann ist gebrochen, nun macht das Pilze suchen Spaß. Es gab einiges zu finden, fünf Arten davon zeige ich euch.


    Auf den Wiesen tut sich jetzt was.


    53. Der erste Wiesenchampignon


    54. Die Parasole drängt es mit Macht ans Licht.


    55. Nächste Woche gibts dann wohl eine Parasolparade.


    56. Helmlinge in verschiedenen Altersstufen


    57. Und ganz zaghaft - noch erbsenklein - wagt sich die nächste Goldröhrlingsgeneration hervor.


    58. In der Abenddämmerung gab es dann noch reichlich Baumhuhn. Um ein Stück zu ergattern, musste ich mit schwerer Technik anrücken.

    Weiter gehts mit


    Tag 8


    Eine andere Strecke nur kurz den Wald gestreift, dann parallel zur Schwarza auf der Hangnordseite.

    Viel war es nicht. Ein paar Knoblauchschwindlinge und Tigelteuerlinge.


    41. üppig sprießende Baumpilze, hier Zunderschwamm und Rotrandiger Baumschwamm einträchtig an Birke


    42. Schopftintlinge - bislang noch Eintagsfliegen


    43. Eine einsame Hundsrute




    Tag 10


    44. Auf 75 km Radtour gab es nur wenige Pilze zu sehen. Nelkenschwindlinge, 4 Fliegenpilze, diese alten Anisegerlinge,


    45. und beeindruckende Schwefelporlinge



    Tag 11


    Weil das Pilzwachstum so mühsam vorangeht und ich für die Pilzausstellung am Sonntag in Saalfeld Exponate suche, habe ich heute meinen Wundertüten-Pilzwald aufgesucht. Da ist oft auch dann etwas zu finden, wenn andernorts Pilzflaute ist.


    Auf dem Weg dorthin gab es auch ein paar Funde:


    46 hunderte Psathyrellen


    47 massenhaft Lacktrichterlinge


    48 einige Speiseäublinge


    49 zwei von einer Schnecke abgebissene Schafporlinge - ein schwerer Verstoß gegen den Artenschutz. Ich hab die gleich mal für die Ausstellung eingesammelt.


    50 Boviste, drei Arten konnte ich heute finden.


    51 Und ich fand diesen Pilz, den ich mangels bekannter Alternativen für ein Schweinsohr halten würde, wäre er nicht auf einem Fichtenstumpf in saurem Milieu gewachsen. Der Pilz wuchs unter einer Bromberranke und ist leider beim Entfernen der Ranke zerbrochen.


    52 eine einzelne überständige Herbstlorchel


    53 irgendwelche Stinktäublinge, Wieseltäublinge, Ockertäublinge sowie einen einzelnen Leder-, einen Spei- und einen Frauentäubling, hier stellvertretend nur der Stinker.


    44 ganz frische Hexenbutter


    45 die ersten Schmetterlingstrameten in diesem Jahr


    46 Ein einzelner Fliegenpilz


    47 Ein einzelner Speitäubling


    48 Gefleckte Rüblinge


    49 ganz kleine Kammkorallen


    50 Auf dem Heimweg dann Trichterlinge


    51 Die Zeigerpilze sind auch schon da - jede Menge Mehlräslinge. Doch von den zu zeigenden oder anderen Röhrlingen keine Spur.


    52 Dunkle Kokosmilchlinge, viele knackfrische Exemplare


    Das Fazit von Tag 11: An ausgewählten Standorten gar nicht schlecht. Pfifferlinge und Falsche Pfifferlinge gibt es auch.