Moin Urs-Peter, wenn du ein Stück vom Hut abbrichst, zeigt sich bei C. Varius an der Bruchstelle zum Stiel wo die Lamellen ansetzen eine violette Linie.
Beiträge von Wutzi
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Hallo Beorn-Pablo, auch von mir die besten Wünsche zu deinem Ehrentag. Ich schließe mich meinen Vorrednern an: deine Beiträge bleiben ein wertvoller Fundus in diesem Forum. Ich muss öfter mal daran denken, wie geduldig und nachvollziehbar du mir Teile des Pilz-ABC vermittelt hast. Danke dafür und vielleicht sendest du ja irgendwann mal ein Lebenszeichen. Schön wär’s.
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Servus Claudia,
einige Anmerkungen hab ich zu machen:
23: kontrollier mal die Schreibweise …
35: schaut mir aus als ob er stark nach Mehl riechen würde und dann vermutlich auf den Namen sericeum hören sollte
41: bist du dir sicher, dass der keine rosa Sporen hat und unangenehm nach verbranntem Gummi riecht? Ich musste da auf den ersten Blick gleich an Entoloma nausiosme denken
Liebe Grüße
Moin Florian,
danke fürs Korrekturlesen😉 und fürs Draufschubsen. Den Seidigen Rötling kenne ich tatsächlich ganz gut. Der Beitrag war eindeutig zu lang für den übervollen Pilztag.
Ich hatte mir die 41 eigentlich angesehen und war enttäuscht, dass die Sporen nicht eckig waren. Aber deinem Hinweis gehe ich unbedingt nach und seh mir das noch mal an und zeige dann Fotos vom Innenleben.
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Hallo Thomas,
beeindruckend, deine Kalkwaldpilze. Von den Schönheiten habe ich nur beim Schleierlingskurs ein paar zu Gesicht bekommen. Der hübsche gelbstielige Helmling hört auf den Namen Mycena renati. Die hab ich mal gemalt, weil sie mir so gut gefallen.
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Hallo zusammen,
nach einer anfänglichen Entolomaexplosion und einem verhaltenen Saftlingsstart - nachzulesen hier - pulverisieren die Saftinge seit einigen Tagen alle bisherigen Rekorde.
Nun sind alle wertgebende CHEGD-Arten (Clavaria, Hygrocybe, Entoloma, Geoglossum, Dermoloma) für einen aus naturschutzfachlicher Sicht wertvollen Magerrasenstandort vorhanden.
Der zweite Buchstabe von CHEGD ist H wie Hygrocybe. Weil es so viele davon gibt, will ich mit ihnen beginnen.
Den Vogel schießt dieses Jahr Hygrocybe aurantiosplendens - Glänzender Orangesaftling ab. 98 Exemplare dieses leuchtend orangefarbenen Pilzes konnte ich auf einer nur 400 Quadratmeter kleinen Wiese zählen. Wer mir nicht glaubt: Gestern hatte ich 2 Zeugen aus meiner Saalfelder Pilzgruppe dabei🥴.
1. Sie sprießen aus allen Knopflöchern
2. und erreichen im Alter kapitale Ausmaße.
3. Orange wohin das Auge blickt.
4. Eine häufige Art, unspektakulär aber hübsch anzusehen: Hygrocybe conica - einer der Schwärzenden Saftlinge.
5. Karl W meinte, es gäbe 7 Unterarten, zumindest gibts jetzt gerade eine in grün.
6. und in rot .
7. Hygrocybe ceracea - Zerbrechliche Saftlinge wie von Kinderhand hingestreute gelbe Schokolinsen
7b.
8. Hygrocybe mucronella - der bittere Safttling ist auch als Exikkat noch bitter.
9. Hygrocybe reidii - der Honigsaftling duftet tatsächlich beim Trocknen nach Honig.
10. Hygrocybe coccinea - der Kirschrote Saftling ist wohl eine der verbreitetsten Arten in meiner Region.
11. Sein Leuchten verrät oft die guten Magerwiesen.
12. Das hier ist eine andere Art. Ich habe keine Ahnung, welche. Sie hat größeren Sporen und dicken Basidien als H.coccinea.
13. Die Huthaut ist klebrig, der Stiel trocken.
14. Hier ein Blick aufs Innenleben.
15. Heute kamen die ersten meiner allerliebsten Saftlinge zum Vorschein, wie leicht an meinem Avatar erkennbar ist: Hygrocybe punicea - Der Größte bzw. Granatrote Saftling.
16. Dicht danach in meinem Rancing: Gliophorus psittacinus - dem Papageiensaftling.
17. Ein weiterer unklarer Saftling. Leider ein Einzelexemplar. Ich hab ihn getrocknet und guck ihn irgendwann genauer an.
18. Hygrocybe cantharellus - Pfifferlingssaftlinge, nur millimeterklein.
19. Eine respektable Größe für einen Saftling hat hingegen Hygrocybe chlorophana - der Stumpfe Saftling.
20. Hygrocybe nitrata - der Nitratsaftling steht schon einige Zeit und hat seinem Glanz verloren. Alt werden ist eben auch für Saftlinge kein Zuckerschlecken.
21. Eine weiteren weniger farbenfrohen Saftling konnte ich dank des Tipps von Karl als Cuphophyllus virgineus var. cereopallidus festnageln.
22. Und das hier ist Cuphophyllus virgineus. Da er so häufig ist, habe ich tatsächlich kein gescheites Foto.
23. Dieser Pilz hat mich ebenfalls ratlos gemacht. Irgendwie erschien er zwar saftlingsähnlich, aber zu so einem Weißen Riesen fiel mir gar nichts ein. Karl hat's gerichtet. Er meinte ich solle mal nach Anastomosen schauen und wenn der welche hätte, solle ich mit Hygropcybe (edit: Danke Florian) fornicata - Blassrandiger Saftling vergeichen.
24. Bingo, das ist er!
25. Ein weiterer unifarbener Saftling. Allerdings einfach zu bestimmen, weil vom Hut bis zur Stielbasis komplett glitschig. Gliophorus irrigigata - der Graue Saftling.
26. Nicht fehlen darf im Saftlings-Potpourri der Wiesenellerling - Cuphophyllus pratensis.
27. Wiesenkeulchen und Korallen ließen sich auch blicken. Clavaria - steht für das C bei den CHEGD-Arten. Allerdings haben die nachfolgenden Arten noch nicht alle einen Namen.
Das hier ist wahrscheinlich die Goldgelbe Wiesenkeule - Clavulinopsis helvola.
28. Hier muss noch mikroskopiert werden.
29. Hier auch, wobei ich skeptisch bin, dass das bei dem Winzling was bringt.
30. Das dürfte mikroskopisch leichter zu klären sein.
31. Endlich mal wieder eine alte Bekannte: Clavulina fumosa - Rauchgraue Keule
Weil Entoloma mit E nun mal auch zu den wertgebenden CHEGD-Arten für eine gute Magerwiese gehören, nun auch noch diese, wenn auch die allermeisten Arten namenlos.
32. Diese kleine Weiße Entoloma hört auf den Namen Entoloma sericellum - Mattweißer Glöckling
33. Entoloma spec.
34. dito
35. edit: Entoloma sericeum - Seidiger Rötling
36. dito
37. dito
38. dito
39. Hier das G der CHEGD-Arten GEoglossum umbratile - Schwarze Erdzunge.
40. Bei den CHEGD-Arten gehört natürlich auch das D dazu wie Dermoloma cuneiformis - Runzelohütiger Samtschneckling.
41. Für diesen markanten kleinen Weißsporer habe ich keinen Namen. Aber da er makroskopisch ziemlich einzigartig ist, hoffe ich, dass jemand von euch eine Idee hat.
42. von unten.
Das war's.
Ich hoffe, dass das Wetter gnädig ist und uns am Wochenende von Nachtfrösten verschont. Bitte!
Es könnte von mir aus wochenlang so weitergehen.
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Hallo Björn,
siehst du es geht doch! Wunderschöne richtige Pilze zeigst du uns
. Das Röhrenmuster von Suillus cavipes ist wirklich spektakulär. Gesehen habe ich den Pilz schon, aber nie genau auf die Details geachtet. Ein Fehler.Wenn ich deinen Beitrag früher gelesen hätte, wäre mir das Rätselraten um meinen weißen Wiesenrötling erspart geblieben.
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Moin, na toll. Habe diverse unklare Wiesenpilze und Karl ist haushäusig. Da werde ich wohl Bestimmungsanfragen stellen müssen.
Und ja, hier tobt der Pilz habe hunderte Fotos, aber ihr müsst nur einen. kleinen Teil davon aushalten.
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Hallo Axel,
.Die Gattung ist klar. Es handelt sich um einen Cortinarius, wie beli schon schrieb, also um einen Schleierling. Viel mehr kann man nicht sagen, auch weil die Fotos nicht sehr aussagekräftig sind. Ein Blick auf die Lamellen der jungen Exemplare wäre hilfreich. Es gibt mehrere hundert Arten in dieser Gattung und nur wenige Experten kennen sich gut damit aus.
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Hallo Kaede, damit liegst dir richtig.
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Danke für eure hilfreichen Informationen, auch wenn Karl und Wolfgang damit alle meine Hoffnungen auf eine einfache Bestimmung zunichte gemacht haben. Dann ist dieses hübsche blaue Pilzlein also ein wirklich guter Grund, mich auf die Socken zur Wiesenpilztagung zu machen. Wir sehen uns dann nächste Woche.
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Hallo Claudia,
ich bin ja kein Rötlingsexperte, aber soweit ich weiß, ist dieser Blauton in den Lamellen junger Exemplare tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal von E. chalybaeum. Aber Karl wird da sicher tiefere Einblicke liefern können.
Björn
Danke Björn, wenn du dich so weit aus dem Fenster lehnst , bin ich schon mal vorsichtig optimistisch. Aber auch wenn das eine andere Art seien sollte wäre ich hoch zufrieden. Der blaue Pilz ist einfach schön anzusehen.
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Hallo nochmal.
Die sind auch nicht mehr jung. Eher überständig!
Beim Kameraden auf dem zweiten Foto möchte ich dies mit "nicht mehr jung" bzw. "überständig" aber infrage stellen….

Gleichfalls einen schönen Abend.
Marcel
Hallo Marcel,
heute standen auf meiner Parasolwiese jede Menge überständige Exemplare, darunter auch scheinbar noch junge, unaufgeschirmte Exemplare. Das sie schon gammelig waren konnte man tatsächlich erst erkennen, wenn man sie in die Hand genommen hat. Sie waren weich und stanken. Vielleicht war es einfach zu viel Wasser, wer weiß.
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Liebe Tuppie,
ist schon fast verjährt, aber über unbestimmbare Entolomas freue ich mich immer. Hab Dank dafür! Du weißt ja, dass ich sie sammle. Wie lieb von dir, dass du dran gedacht hast.
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Hallo zusammen,
mein Plan war heute, ein paar Speisepilze zu sammeln. Die Steinpilze erwiesen sich dann erfreulicherweise sogar als Zeigerpilze für einen Pilz, den ich schon immer gern einmal sehen wollte. Eine Entolome und zwar nicht irgendeine, sondern eine wunderschöne blaue Art, den Blaublättrigen Zärtling - Entoloma chalybeum. Allerdings bin ich nicht sicher, ob es eine Art gibt, mit der dieser Pilz zu verwechseln ist. Daher meine Frage an die Freunde der kleinen Entolomas, ob ich mit meiner Vermutung ausnahmsweise einmal richtig liege.
Danke für Eure Anmerkungen.
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Ich bin ganz sicher, dass sich auch eure Tische in der nächsten Woche biegen werden, Ulla. Unser Ausstellungstisch nahm kein Ende. Wir hatten um die 200 Arten, ohne die zahlreichen unbestimmbaren Cortinarien, Inocybe, Lepiota, Clitocybe und wie sie alle heißen. Unglaublich, was der Wald die letzten zwei Tage hervorgebracht hat.
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Hallo Paulis, schöne Pilzstrecke! Als ich heute für losging habe ich das Wetter ein bisschen falsch eingeschätzt und auf Regenjacke und Gummistiefel verzichtet. Eine ganz blöde Entscheidung. Ich war nass bis auf die Knochen aber begeistert über die Artenvielfalt, die sich gerade entwickelt.
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Hallo Stefan, sie duften tatsächlich intensiv und für mich sehr angenehm. Ich habe damit weniger Bittermandel oder Anisgeruch, sondern eher den seltenen Geruch von "Westpaket" assoziiert. Damit werden hier viele wohl nichts anfangen können.

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Mit Tag 25 kann ich den Beitrag abschließen. Ich habe heute für die Pilzausstellung gesammelt, die morgen in Schwarza stattfindet.
Die Pilze explodieren. In meinem Giftpilzwald tummeln sich diverse Risspilze, Trichterlinge und anderes Kleinzeuch. Um keinen zu zertreten, brauchte man Flügel. Auch die Dickröhrlinge sind plötzlich da. Sonntag geht’s in die Speisepilze!
Heute ist keine Zeit dafür. So sieht die Ausbeute aus. Am besten finde ich den riesigen Leucopaxillus. Der ist ein Erstfund für mich.
83.
84
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Ich wäre aber ehrlich gesagt zurückhaltend mit dem Verspeisen der abgebildeten Reizker. Mir wären sie etwas zu gammelig. Und das ist morgen früh sicher nicht besser...
LG Andreas
Hallo Andreas,
der Zustand der Reizker lässt sich auf Fotos schwer einschätzen, da sie beim Transport zwangsläufig gedrückt werden und dann grün anlaufen bzw. einreißen und abblättern. Es sind halt Sprödblätter. Nach ein paar km Fußmarsch sind die ordentlich im Korb durchgerüttelt und entsprechend in Mitleidenschaft gezogen. Daher geben wir online ja auch keine Verzehrfreigabe. Weil es unsicher ist die Qualität von Pilzen anhand von Fotos zu beurteilen. Wenn ich mit Reizkern den Berg herunter bin, sehen die genauso aus.
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Der Fichtenreizker heißt auf schlau "deterrimus", auf Deutsch "der Schlechteste (Reizker)". Er schmeckt wirklich sehr schlecht.
Nee, nee, nee. Da muss ich doch glatt mein Veto einlegen. Ich liebe braun gebratene Fichtenreizkerhüte. Mir jedenfalls schmecken die ganz großartig.
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Hallo Roostermammi,
.Es gibt mehr als 60 Champignonarten, von denen viele nur mit dem Mikroskop sicher bestimmbar sind. So mit Innenlicht-Fotos eines einzelnen Exemplars ist da kaum was zu machen. Um Pilze einigermaßen bestimmen zu können ist es nützlich das hier zu lesen.
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"Hygrocybe monica"
Danke Wutzi, Du hast meinen Tag erhellt 
Ja Corne, danke, Ich hab mich auch köstlich amüsiert. Deshalb darf die Autokorrektur bei mir auch weiter ihr Unwesen treiben. Aus dir hat sie übrigens gerade "vorne" gemacht.

Jetzt will ich aber berichten, wie es weiter ging.
Ab Tag 15 rührten sich die ersten Röhrenpilze und auch erste Fichtenreizker waren am Start.
72. Goldröhrlinge, wenn man wollte, pfannenfüllend. Ich schau mir die lieber an. Auch Rotfüße zeigten sich.
73 Parasole beschirmten jetzt die ganze Wiese
74. Auf den Magerwiesen steppten die Entolomas. Hunderte. Mindestens 6 für mich unbestimmbare Arten. Stellvertretend für die hübschen kleinen Pilze hier Entoloma griseocyaneum
75. Entoloma porphyrogriseum
Tag 18 war es so weit.
76. Die schönen Röhrlinge, Boleten - Flockenhexen und Fichtensteinpilze
Tag 21
77. Auf den Magerwiesen lösen die Saftlinge die Entolomaschwemme ab. Aber ähnlich wie bei den Boleten ist das Wachstum eher verhalten. die Fruchtkörper scheinen es nicht eilig haben, ans Tageslicht zu kommen.
Hier Hygrocybe aurantiosplendenseiner meiner Lieblinge
78. Das Kontrastprogramm - Ein Saftlingswinzling mit dem treffenden Namen Hygrocybe cantharellus.
79. die ersten Wiesenkeulchen.
80. erste Erdzungen
81, nicht selten aber hübsch: Hygrocybe conica, der Schwärzende Saftling
82. Fröhlicher Wiesenpilzeintopf. Wer Wiesenpilze mag, kommt jetzt voll auf seine Kosten.
Ansonsten sind Pilzaufkommen und Artenfülle für Anfang Oktober immer noch recht überschaubar. Es reicht immer für eine Pilzmahlzeit und ein paar Pilze zum Trocknen. Ein Massenaufkommen ist nur bei den Parasolen zu beobachten.
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Moin Armin,
das Problem ist, dass zur Zeit die Profis jetzt selber draußen sind bzw. vor dem Mikroskop sitzen und hier nicht so oft ins Forum schauen. Ich probiere mal, ob Werner Edelmann eine Idee hat. Ansonsten kannst du den Beitrag in ein paar Wochen, wenn die Bestimmungsanfragen wieder auf ein überschaubares Maß geschrumpft sind, durch einen Kommentar wieder nach oben schieben.
