Hallo, bitte lies doch mal diesen Beitrag hier. Sonst ist keine vernünftige Pilzbestimmung möglich und bleibt beim Rätselraten.
Beiträge von Wutzi
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p.s.
Die braunen Ritterlinge sind gar nicht so schwierig, wie alle meinen. Am Ende reichen da schon makroskopische Merkmale aus.
Ich muss mich nur mal zusammen raffen, um den dazu passenden Beitrag zu schreiben.
Moin Ingo, da bin ich sehr gespannt und hätte gar nichts dagegen, den bald zu lesen
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Hallo Yannk,
. Also Austernseitlinge sind das nicht. Das schrieben schon die Kollegen zuvor. Diese wären nicht zentral gestielt und hätten auch keinen so langen Stiel. Für eine Pilzbestimmung braucht man tatsächlich ein paar mehr Angaben. Details kannst du hier nachlesen. Geruch, Querschnitt wären z.B. hilfreich. Ich habe leider keine Idee zu deinem Pilz, bin aber auch keine wirkliche Expertin. -
Hallo Charlie,
. Um einen Pilz zu bestimmen brachen auch Menschen, die sich mit Pilzen auskennen, ein paar mehr Informationen, als deinen Fotos zu entnehmen sind. Lies mal das hier. Wenn du das beherzigst, bekommst du garantiert bessere Antworten auf deine Anfragen. -
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Hallo zusammen,
ich war schon länger nicht mehr hier, das Leben macht es einem nicht einfach. Egal.
Kürzlich bin ich über eine Widersprüchlichkeit bei Amanita citrina gestolpert. In diversen Quellen heißt es, dass das enthaltene Gift (Bufotenin) hitzeinstabil sei. Laut Wikipedia ist Bufotenin aber sehr hitzestabil! Was stimmt denn nun? Ich gehe davon aus, dass sich da irgendwo ein Fehler eingeschlichen haben muss, aber welcher? Ist Bufotenin etwa gar nicht das enthaltene Gift? Oder ist das nur in Teilen des Pilzes vorhanden, z. B. in der Huthaut, und wird durch Kochen ins Kochwasser extrahiert, anstatt zerstört?Vielleicht kann ja jemand Licht ins Dunkle bringen?

Beste Grüße
Oliver
Hallo Oliver, keine Ahnung. Aber die Frage ist durchaus berechtigt. Deshalb schiebe ich sie mit meiner Antwort wieder nach vorn. vielleicht liest ja doch noch ein Toxikologe mit.
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Hallo zusammen,
das Schwarzatal hat viele sehenswerte Ecken. Für mich eine der schönsten ist das Schwarzaknie bei Schwarzburg, auch wegen der Vielfalt an Pilzen, die dort zu jeder Jahreszeit zu finden sind. Wegen der Laubfärbung setzt der Herbst noch mal eins drauf, also musste ich mal wieder hin. Und es gab wie immer neben dem, was gerade überall wächst einige besonders schöne Pilze an Holz zu bewundern.
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Ich hatte zwar gehofft, welche zu finden, aber eigentlich nicht damit gerechnet. Ästige Stachelbärte - Hericium coralloides. An bekannter Stelle standen sie wieder in voller Pracht. Allerdings hatten die Pilze ihren Wirtsbaum mittlerweile vollständig zersetzt. Nun wird es Zeit, dass der Pilz einen neuen Baum findet.
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5. Imposante Laubholzharzporlinge - Ischnoderma resinosum
6. Ein Spitzennröckchen aus Krausen Adernzählingen - Plicatura crispa
7. Flache Lackporlinge - Ganoderma applanatum, umgangssprachlich Ganoppel
8. Namenlose Becherchen
9. Grünblättrige Schwefelköpfe - Hypholoma fasciculare einmal ganz anders
10. Ein Prachtexemplar von Erlen-Schillerporling - Inonotus radiatus
11. Links an diesem Baumstamm hing in 3 Meter Höhe eine helle Halbkugel. Beim näheren Hinsehen zeigte sich -
12. - Nachschub bei Hericium! Was für ein schöner Tag. Der Stachelbart hat schon ein neues Baumopfer gefunden.
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Einen (Schwarzen) hab' ich noch.....
VG
Wolfgang
Hallo Wolfgang, der ist ja gepanzert!
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Dass an der Bissstelle auch nach Tagen noch was passiert kann man am oft periodisch auftretenden Juckreiz und der Rötung deutlich sehen. Also warum nicht behandeln?
Moin. Das sehe ich genauso. Die Bissstelle sollte unbedingt so lange eingerieben werden, bis die Rötung vollständig weg, das Jucken aufgehört hat und der Stich verheilt ist. So lange wende ich das Rotöl an und wem es sympathischer ist, der sollte gern nur oder zusätzlich hochwirksame Desinfektionsmittel verwenden, oder umgekehrt. Entscheidend ist wohl, dass die Mittelchen, Ingredienzien oder wie auch immer wir sie bezeichnen wollen, stark antibakteriell wirken, die Hautbarriere überwinden können und natürlich, welche Mittel man erfolgreich verwendet hat.
Meine Anmerkung bezog sich nur da drauf, dass weder Alkohol (welcher?) noch Johannniskrautöl in puncto Desinfektion an ein modernen Wundantiseptikum ranreichen.
Da wird so viel dran geforscht, dass man hier dem Stand der Wissenschaft sicherlich glauben darf.
Nun ja, an modernen Wundantiseptika forscht die Pharma, an Rotöl nicht. Deshalb ist ein echter Vergleich nicht möglich.
Eine Zeckenkarte ist sicherlich nicht das schlechteste Instrument, aber eine wirklich präzise Pinzette ist sehr viel besser.
Jein. Eine spitze, präzise Pinzette, wie sie auch zum Mikroskopieren verwendet wird ist immer nützlich. Aber das Instrument Nummer 1 ist ein kleiner Kuhfuß aus Plastik. Die gibts im Doppelpack, ein Größerer, ein Kleiner. Der kleine ist in 90% aller Fälle besser als Zeckenkarte und Pinzette zusammen. Zecke einklemmen und herausdrehen. Entgegen der immer wieder zu hörenden Behauptung, Zecken hätten kein Gewinde, lassen die sich dennoch mit 2 Umdrehungen leicht lösen. Mit der Pinzette können die Zecken leicht gedrückt oder zerrissen werden. Pinzette verwende ich nur bei Nymphen, bzw. in Fällen wo das Gewebe um die Zecke bereits geschwollen ist, und sich der kleine Kuhfuß nicht ansetzen lässt.
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Moin, bin dabei und habe was zu zeigen, sogar ein Extrabild für Björn
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Sowas heisst anekdotische Evidenz. Also es hat bei Dir so funktioniert, aber die Kausalität ist völlig ungeklärt und als Handlungsempfehlung für andere Leute ist die Datenbasis unbrauchbar.
Stimmt genau. Ich habe daher keine Handlungsempfehlung gegeben, sondern nur geschildert, wie ich zu einem stressfreien Umgang mit Zecken gefunden habe.
Mit den von dir genannten Mitteln hatte ich in schöner Regelmäßigkeit ein bis zwei mal Borelliose im Jahr. Der Nutzen von Rotöl bei mir ist zwar auch anekdotisch, aber das sehe ich ganz locker.
Bei mir taugt der Johanniskraut-Auszug. Vielleicht ist das Rotöl ja sogar wirkungsvoller, als die von dir genannten Mittelchen. Nur gibt es für Naturheilmittel bekanntlich keine klinischen Studien Phase 3 und so weiß halt niemand so ganz genau ob, warum und wie sie wirken.
Und bevor wieder so eine wilde Debatte entspringt. Ich lasse mich impfen, wenn's sinnvoll ist und nehme ein Antibiotikum, wenn es nötig ist und ich würde bei ernstlichen Erkrankungen neben den bekannten Hausmitteln ärztlichen Rat hinzuziehen und nicht zum Wunderheiler gehen.
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Hi Claudia,
wir müssen wohl viel mehr sequenzieren, um die natürliche Variationsbreite der bekannten Arten (insipida?) zu verstehen, oder unbekannte Arten zu entdecken.
Ich dachte auch lange, der Boertmann wäre eine vollständige Monographie, aber es ist nur die Basis für umfangreichere Betrachtungen.
Gruß,
Wolfgang
Danke Wolfgang. Bislang hatte ich als Nichtnaturwissenschaftlerin immer so meine Probleme damit, dass aufgrund der Sequenzierungen Arten immer weiter aufgesplittet werden. Aber wenn es dazu dient, Variationsbreiten oder aber neue Arten zu identifizieren, kann ich mich gut damit anfreunden.
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Hallo Peter, Andreas Gminder hat in seinen Lehrgängen davon gesprochen. Dass schon kleinste Stücke. Die ein Kind in den Mund genommen hat, zu Blutveränderungen geführt hat. Die Quelle kenne ich nicht.
Aber die PSV sind z. B. gehalten, den gesamten Pilzkorb zu verwerfen, wenn sich Grüne bzw. andere amanitinhaltige Knollenblätterpilze im Sammelgut befunden haben, weil sich winzigste Stücke in die Speisepilze verirrt haben könnten
Ich geh mal davon aus, dass sich die DGfM etwas dabei gedacht hat, das so zu vermitteln. Wenn die Fachausschüsse der DGfM das Risiko so hoch bewerten, bin ich die letzte, die das in Frage stellt.
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Hallo zusammen,
heute habe ich wieder einmal erfolglos durch die scharfen Gläser meines Mikroskop geschaut, ohne dass ich nun klüger bin.
Aber von vorn. Seit einiger Zeit wachsen auf meiner zahlreiche Wunderwiese rot-orange-gelbe Hygrocybe, die ich nicht zuordnen kann. Der sonst hilfreiche Boertmann gibt nichts richtig Passendes her. Der Pilzmhat durch einen früheren Beitrag das Interesse von Wolfgang P. geweckt und heute nun habe ich versucht, den Pilz genauer zu untersuchen.
Hut 2,5 - 4,5 cm Durchmesser, klebrig-schleimig, radial gestreift, in der Mitte rot-orange, zum Rand hin gelb färbend.
Stiel 4-6 cm lang, 4-5 mm Durchmesser, feucht-klebrig
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Und nun der Blick aufs Innenleben:
8 HDS mit Schnallen
9 Stiel
10 Sporen
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Diese Art ähnelt Hygrocybe insipida. Aber so richtig scheint der Name nicht zu passen.
Vielleicht kennt jemand den Pilz und kann helfen ihm einen Namen zu geben.
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Stimmt Björn. So ein Mikroskop hilft mitunter sehr beim Scharfsehen.
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Hallo Jann,
dann achte auch einmal genau darauf, wie die Lamellen am Stiel angewachsen sind. Das ist für die Bestimmung aller Saftlingsarten wichtig.
Ansonsten ist hier aber tatsächlich entscheidend, ob sich der Stiel auch bei Trockenheit richtig schmierig-schleimig anfasst, oder nur feucht und ein bisschen schmierig. Deshalb heißt H. glutinipes auch Schleimfußsaftling.
Für den Hut gilt dasselbe. Bei H. ceracea ist der nie schleimig, höchstens klebrig. Richtig beurteilen kannst du das nur, wenn die Pilze nicht regennass sind.
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Hallo Björn, Entoloma verae ist eine wirklich hübsche Vertreterin ihrer Gattung. Der tät ich auch gern einmal über den Weg laufen.
Schade, dass dir Hygrocybe insipida nicht begegnet ist. Da könnte ich jetzt Referenzmaterial gebrauchen, so schön aufgearbeitet, wie du das immer zusammenträgst. Naja, frau kann nicht alles haben, schicke Saftlinge und gutes Vergleichsmaterial ist einfach zu viel verlangt.
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Moin, auf die Art kann ich mich nicht festlegen, weil ich keine Ahnung habe. Aber Schirmlinge sind das definitiv. Irgendwas in Richtung Lepiota cristata vielleicht. Es gibt mehrere recht ähnliche Arten. Unter diesen kleinen Schirmlingen sind amanitinhaltige, tödlich giftige Arten. Also generell nix für die Pfanne.
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Hallo Björn, das sind doch wunderschöne Pilze. Da können die Phytos nicht mithalten. Gibt zu🥴.
Du solltest übrigens öfter bei Karl wildern und mikroskopieren und deine Bilder in die von Pablo initiierten Artenportraits einstellen. Das ist ein völlig uneigennütziger Vorschlag. Nun ja, obwohl....ich hätte dann wohlsortiertes und zuverlässiges Referenzmaterial
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Hallo Gerd. die Schleimer machen das so. Wenn die Sporen reif werden werden farbenfrohe Fruchtkörpern dunkel - braun oder grau. Was das für ein Schleimpilz ist kann möglicherweise lamproderma wissen.
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Moin,
ich hab das alles auch probiert. Diverse Einreibemittelchen, Zeckenschutzhose. Das mag funktionieren, wenn man gelegentlich in den Wald geht. Nicht aber, wenn man quasi im Wald wohnt - wobei im Garten wahrscheinlich genauso viele Zecken unterwegs sind, wie im Wald. Auf die Dauer von April bis Oktober 7 Tage die Woche ist das nicht praktikabel. Die Zeckenschutzhose im Hochsommer bei 30 Grad geht gar nicht. Zumal Hund und Katze die Zecken trotz ihres Zeckenschutzes auch ins Haus tragen. Als irgendwann mal eine Zecke an Wand neben der Kaffeemaschine herumkroch ist mir klar geworden, dass ich ein anderes Leben führen müsste, um mich sicher vor Zecken zu schützen. Zu allererst wohl Hund und Katze abschaffen. Das geht gar nicht.
Inzwischen beschränke ich mich auf's Absammeln und Meucheln der Plagegeister. Wenn sich doch mal eine festgebissen hat - das passiert schon ein paar Mal im Jahr - wird sie entfernt und die Stelle mit Rotöl eingerieben, auch noch ein paar Tage nach dem Stich. Seit ich so verfahre, hatte ich keinen Ausbruch einer Borelliose mehr. Ansonsten tu ich nach einem Zeckenbiss ein bisschen was für mein Immunsystem und gegen FSME bin ich geimpft. So lebt es sich recht entspannt - trotz Zecken.
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