Beiträge von Wutzi

    Hallo Rumpel, da sind dann Wurzeln im Boden, auf alle Fälle irgendwelches vergrabenes Holz, an dem er wächst.

    Nein, das muss nicht zwangsläufig sein. Die Rhizomorphen der Hallimasche sind sehr robust und gehen mitunter weite Wege, auf denen dann auch Fruchtkörper gebildet werden. Besonders auffällig ist das bei A. mellea, der häufig in Gärten und sonst außerhalb der Wälder vorkommt. Da wachsen die Fruchtkörper auch schon mal mitten auf der Wiese ohne direkten Holzbezug. Ausgangspunkt dürfte dabei allerdings ein Baum sein, der irgendwo in der Nähe steht.


    Beste Grüße

    Harald

    Danke Harald, das war mir neu. Ich dachte, dass die immer in der Nähe von Holz wachsen.

    Oh ja, André, das Sporenpulver ist in der Tat das A und O bei Pilzen. Bevor ich verstanden hatte, dass sich die Gattungen durch die Farbe des Sporenpulvers gut unterscheiden lassen, habe ich mich immer an irgendwelchen äußeren Merkmalen mit großem Zeitaufwand aber mäßigem Erfolg abgearbeitet. Jetzt geht das wesentlich leichter und wenn ich dann nicht weiterkomme, hab ich ja meine Joker hier im Pilzforum==Gnolm13.

    Aneignungsberechtigt ist nur der Jagdpächter.

    Hallo Anke, bist Du Dir sicher, dass ein abgeworfenes Geweih - das kann ja nicht mehr bejagt werden - in Deutschland dem Jagdrecht unterliegt? Es wird oft behauptet, aber eine plausible juristische Referenz dafür habe ich nicht gesehen. Abgesehen davon, wenn es denn tatsächlich so ist, wäre das antiqutiert und stammt wohl aus feudalen Verhältnissen, wo es dem Pöbel untersagt war, in Bannwälder (sozusagen die ältesten Naturschutzgebiete) auch nur den Fuß zu setzen. Wobei, den feudalen Verhältnissen nähert man sich ja wieder ... Dürfen eigentlich die Dungpilzjäger Hirschdung aus dem Wald entführen? Wenn es Geweihe betreffen sollte, wäre ja auch das eine Straftat und die Aneignung des Dungs durch den Waldbesitzer zur Düngung - schwere, weil gewerbliche und regelmäßige Straftat ... Man kommt hier leicht ins Absurde.

    LG, Bernd

    Leider ist das so, Bernd. Die Jagdgesetze sind Relikte aus der Bismarckzeit und sollten ebenso wie der Umgang mit dem Wald als "Wirtschaftsgut" einer Grund-Novellierung unterzogen werden. Geweihe gehören zu den Trophäen und darauf legen auch heute noch sehr viele Jäger größten Wert.

    Lieber Hans, ein kleines bisschen zu spät aber für 364 Tage reichts noch: Alles Gute für's nächste Lebensjahr. Bleib gesund und hab bald einen tiefenentspannten, erfüllten Ruhestand.


    Hallo Andreas-Roland, wenn Du einen Hut deiner Fundpilze aussporen lässt, kannst du sehen, dass er braunes Sporenpulver hat. Der Hallimasch hätte weißes. Manchmal siehst du das schon bei übereinander wachsenden alten Pilzen, wo der darunter wachsende Hut das Sporenpulver des oberen Hutes trägt.

    Hallo Nobi,

    mit so einem stimmungsvollen Naturbericht fängt meine Woche gut an. Danke fürs Mitnehmen! Ich genieße jede Stunde der warmen Herbstfarben und bedaure, dass die farbigen Blätter so bald herabfallen und die Farben allmählich übergehen ins Braune und Erdige. Aber die zahllosen Pilze, die allmählich den Winterpilzen Platz machen zeigt, dass es kein Ende sondern nur immer wieder auch ein Neubeginn ist. Tröstlich.

    Hallo Floksche,

    (welcome)und gleich einmal ein Lob. Die Fotos hast du gut aufgearbeitet und die Beschäftigung mit dem Pilzbuch hat auch schon Früchte getragen:daumen:. Um beurteilen zu können, welche Pilze du zeigst sind aber von Fall zu Fall noch weitere Angaben sinnvoll. Beispielsweise die Begleitbäume, Geruch, Farbe des Sporenpulvers etc.

    Der letzte ist eine Nebelkappe, die Nummer 4 mit Sicherheit kein Hasenröhrling sondern ein Raufuß, welcher kann ich aufgrund des Alters nicht beurteilen.

    Danke für die Rückmeldungen. Heute gab es Edelreizker und Mönchsköpfe, jeweils einzeln verkostet. Beide Arten sind schön bissfest, die Stiele der Mönchsköpfe grenzwertig. Morgen werde ich mir eine Portion Raslinge holen und verkosten. Bei der Menge an Fruchtkörpern kann ich mir genügend feine und junge Exemplare aussuchen.


    Grüße,


    Frank

    Hallo Frank, ich kann mir gut vorstellen, dass die sauer eingelegt sehr gut sind. Hab es aber noch nie probiert.

    Dafür hattest du ordentlich was in der Pfanne==Gnolm7-

    Hallo Huldi, ja, Risspilze können spermatisch riechen und der Seidige tut das sogar. Aber das Foto ist überstrahlt und ob das Sporenpulver graubraun ist, wissen wir auch nicht. Deshalb bleibt es beim „könnte sein“.

    ==Gnolm6 Hoffentlich siedeln sich auf meinem Rasen, ähhh, meiner Wiese irgendwann welche an. Seit ein paar Jahren arbeite ich dran, wir mähen nur zweimal im Jahr, die Bedingungen von den Pflanzen und vom Boden her würden ziemlich stimmen (armer Sandboden), denk ich, aber es fehlen noch die Saftlinge. Viele andere Pilzchen wachsen schon drauf, aber noch keine so bunten Tupfer.

    Hallo Heide, ja, das lan ich gut verstehen. Saftlinge sind etwas ganz besonderes, viele leuchten wie Edelsteine. In meiner Gegend wachsen Saftlinge augenscheinlich dort, wo sich auch Moose, Bärwurz und Habichtskraut wohlfühlen. Offenbar haben sie dieselben Ansprüche. Gemäht wird hier nur einmal im Jahr, Anfang August bzw. extensiv mit Kühen beweidet. Im Winter mach ich mich dran und kartiere, was ich bestimmen konnte. Ich verstehe zwar nicht warum das so ist, aber ich bin ganz froh, dass sich außer mir hier niemand für die prächtigen Pilze interessiert. Vermutlich weil sie nichts für den Topf sind.

    Der letzte Pilz möchte jedenfalls mal einen Sporenabwurf abgenommen haben. Ich denke auch, daß das ein Dunkelsporer ist.


    Erinnert mich an einen Flämmling. Da gibt's in Wiesen eine G. flavus, die ich aber nicht kenne. Die Lamellen erscheinen mir auch arg weiß.

    Hallo Werner und Pablo, da hat euch euer Instinkt nicht verlassen. Die Lamellenfarbe ist nicht weiß, sondern blassgelb. Die Pilze sind bitter und somit denke es Flämmlinge sind. Ich lasse die noch ein Weilchen wachsen, dann hole ich mir ein Exemplar und leg es unter die scharfen Augen. Vielleicht ist es ja wirklich ein Wiesenflämmling. Ich wusste gar nicht, dass es so was gibt. Auf alle Fälle stand da vor Jahren wohl einmal eine Fichte inder Nähe. Die Wurzeln sind noch vorhanden. Danke für eure Einschätzung.

    Uff, danke für die Warnung:D Wäre schon froh, wenn ich die Gattung zuordnen könnte!

    Ich bin nicht sicher, ob es eine Telefonie ist, halte das nur für wahrscheinlich. Die LBM's sind nichts, was ich zweifelsfrei bestimmen kann. Vielleicht kommt ja noch eine bessere Idee. Letztens hatte ich eine junge Telamonie, die sich als Risspilz verkleidet hatte. Ich habs erst unter dem Mikroskop gemerkt:(, sonst wäre die gleich im Wald geblieben.