ich fange dann mal an, das dominante rasenbildende Moos, auf fast allen Bilder zu sehen, ist Rhytidiadelphus squarrosus.
Auf Bild 2 meine ich Blätter zu sehen, die zu einem Steinbrech gehören könnten.
Die Kleeblätter auf Bild 3 gehören wohl zu einer der gelbblühenden Arten.
Alles in allem schwieriges Unterfangen.
Danke Bernd, und ich gebe dir so was von Recht!
Hallo Claudia,
ist schwierig so auf deine Frage zu antworten. Das sind viele Bilder mit viel Grünzeug - was meinst Du denn da konkret? Wie soll ich Dir sagen welche Pflanze ich meine, bei so vielen Bildern? Es wäre glaube ich besser, wenn Du die Bilder einzeln benennen würdest und auf welche Pflanzen darin konkret deine Frage zielt.
Vielfach in den Bildern zu sehen ist Galium saxatile, eine der Kennarten des Borstgrasrasen (LRT 6230), der ja eines der primären Biotope für die CHEG-Gesellschaft ist. Die Art kommt aber auch in den Reitgras-dominierten Wäldern der Mittelgebirge und in den Waldrandsäumen mit Drahtschmiele vor, ebenso wie in den Bärwurz-Gesellschaften. Jeweils zwar nicht als Kennart, aber doch wichtig.
Klassischer Zeiger für Saftlingsbiotope ist die Bärwurz, Kennart vor allem der Bärwurz-Rotschwingelwiesen. Die sind allerdings oft ziemlich stark bewachsen und verfilzen recht schnell. Dann ist es schwierig noch was zu finden.
Der Sauerampfer, der in den Borstgrasrasen vorkommt, ist R. acetosella, nicht R. acetosa. Letzterer ist ein stickstoffliebender mit sehr großen Blättern, während das acetosella-Aggregat Zeiger für nährstoffarme Böden ist.
Weitere Zeiger für Nährstoffarmut, und damit Anzeiger für potenziell geeignete Saftlings-Biotope, wäre z.B. auch die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) und vor allem das Gemeine und das Niederliegende Kreuzblümchen (Polygala vulgaris und P. serpyllifolia).
Eine gute Seite für solche ökologischen Fragestellungen ist botanik-seite.de - Das Ökologie-Portal (botanik-seite.de)
beste Grüße,
Andreas
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Hallo Andreas,
sieh mir meine umprofessionelle Fragestellung bitte nach. Ich nähere mich diesem Thema erst und habe bis eben überhaupt keinen Plan gehabt.
Insofern sind deine Anmerkungen und der Link sehr hilfreich. Hab Dank für deine Mühe.
Ich glaube, nach deinem Beitrag sind die meisten Pflanzen schon ganz gut erfasst. Nur eine Frage habe ich noch. Auf Bild 7, hinter der vorderen Saftlingsgruppe ist ein rundes gegliedertes Blatt. Gehört das auch zu den Hahnenfüßen? Die Art ist auch auf anderen Bilder zu sehen.
Ich habe die Bilder im Thread jetzt benamst. In allererster Linie ging es mir tatsächlich um die noch nicht aufgeführten Arten, insbesondere das von Dir genannte Labkraut und um die Korrektur. Den Sauerampfer beispielsweise. Das Labkraut kannte ich nicht. Auch von artenreichen Borstengrasrasen habe ich noch nie gehört. Da lese ich mich mal ein bisschen ein.
Die Heide-Nelke gibts hier zwar, aber direkt bei den Saftlingen habe ich sie noch nicht entdeckt. Eher mitten auf Wegen und nach Süden exponierten steilen Wiesen, die hier allerdings sehr trocken sind. Ich habe eine paar Pflanzen für meinen Südhang adoptiert. Die sind ja wirklich beeindruckend in der Blüte. Vielleicht habe ich einfach nicht auf sie geachtet, weil die Nelken nicht mehr blühen, wenn die Saftlinge ihre Hauptsaison haben. In der Blütezeit der Pflanzen gehe ich nicht auf die Wiese, weil Kühe dort Landschaftspflege betreiben. Gibts eigentlich einen Größenbesatz von Tieren, ab dem das Biotop kippt? Die Kühe werden nicht zugefüttert und sind immer nur so lange vor Ort, bis die Wiese nichts mehr hergibt. Das ist in der Regel in regenarmen Jahren Hoch- oder Spätsommer.
Von den Kreuzblümchen kenne ich nur eine Art. Ich muss im Frühjahr danach Ausschau halten.
Mit den Schlagworten von dir habe ich erst einmal eine Weile zu tun. Es scheint so, als wenn schon die Pflanzengesellschaften auf den Saftlingswiesen nicht alltäglich sind. Das passt gut.
Wenn ich meine Hausaufgaben gemacht habe, werde ich hoffentlich schlauere Fragen stellen können
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