Beiträge von Wutzi

    Hallo Nobi, ist das ein goldiges Käferchen! Selten hin oder her, es ist wunderschön, die Antennen, der Glanz, die Zeichnung, die Struktur. Tolle Fotos hast du gemacht und schön, dass du ihn wieder nach Hause (zu seinem eigenen) bringst.
    Und die Schwefelporlinge - da kommt bei mir wieder einmal der pure Neid auf, obwohl ich gerade satt auf dem Sofa sitze. Ich hab sie nur einmal bei einer Vorbeibeifahrt mit dem Fahrrad gesehen. Ich möchte sie so gern noch einmal finden.


    Lieben Gruß


    Claudia

    Hallo Forianer,
    die Bilanz von gestern und heute: zu trocken, erster (madiger) Perlpilz, (madige) Graue Wulstige, ein (madiger) milder Täubling, ein tadelloser 1A Schönfuß, Krabbeltiertragödien und das alles unter Pilz-(Gnolm?) Beobachtung. ==Gnolm5


    Zu Täublingen habe ich eine grundsätzliche Frage. Ich bin bislang immer der Täublingsregel gefolgt, dass milde und nichtbittere essbar sind. Ist daran etwas auszusetzen, sofern man nicht unter absoluter Geschmacksverirrung leidet und Täublinge makroskopisch bestimmen kann? Ich gestehe aber, dass ich eigentlich nur Frauentäublinge und Wieseltäublinge mitnehme, weil ich keine Lust habe meine Geschmacksnerven auf längere Zeit außer Betrieb zu setzen, weil ich wieder einmal einen ganz schlimm scharfen probiert habe.


    Der erste Perli- außen hui, innen pfui==Gnolm2



    P1040278.jpg


    Dann zwei kleine Amanitas - Ich tippe auf Graue Wulstige - oder?




    Dann ein unbekannter seltsamer grünlicher Monsterpilz
    von hier ab fühlte ich mich irgendwie beobachtet
    ==Gnolm5




    Dieser riesige Schönfuß war bislang der hübscheste Pilz des Jahres und hat seinem Namen alle Ehre gemacht.




    Auf Bärwurz ein paar hübsche Krabbelkäfer mit langen Antennen - könnten das Bockkäfer sein?



    Hier ein Täubling. Welche kämen infrage? Lamellen hellocker/cremefarben. Mild im Geschmack ansonsten schon so gut wie gegessen - von Maden und Schnecken.





    Dann kam diese dicke Hummel ins Spiel:



    Weiter ging es mit einem Melodram, da ist ja einer immer irgendwie eine/r überflüssig. Der Eine wandte sich folgerichtig dann auch frustriert ab.




    Und etwas später dann der dramaturgische Höhepunkt. Es ging es um Leben und Tod. Mord oder Selbstmord von einer/m der Überflüssigen? Wir werden es nie erfahren.



    Am Ende fiel mir dann ein, warum ich mich die ganze Zeit beobachtet gefühlt hab. Logisch, ein kopfstehender Gnolm-Pilz.==Gnolm9




    Das war's. Danke für's Durchhalten, für Täublingsvorschläge und dafür, dass es dieses wunderbare Forum gibt. Erfolgreiche Pilzausflüge am Wochenende, viele Grüße von den gerade hyperaktiven Glühwürmchen und liebe Grüße


    von Claudia

    Hallo Andreas, meinst Du? Ich glaube, die sind sich sehr ähnlich.
    Dort wo Uli die Orchidee fotografiert hat stand ein Schild, das auf zwei Arten Knabenkraut verwies. Die Mückenhändelwurz war darauf zumindest nicht beschrieben. Schau mal, der Fundort war dort neben dem Foto und die Bilder auf der Tafel sehen Ulis Orchideen sehr ähnlich.


    Lieben Gruß Claudia


    Hallo Ralf,
    Du schreibst: "Fleisch und Getreide werden längst nicht mehr mit dem Ziel die heimische Bevölkerung zu versorgen produziert und der Überschuß exportiert. Beides wird für den Weltmarkt produziert, zudem natürlich auch Deutschland gehört. Sinkender verbrauch in Deutschland führt nur zu einer Verlagerung in andere Länder. Es gibt ergo keinen Überschuß, im Gegenteil. Die weltweite Nachfrage ist unstillbar. Eine Steuer würde das Problem nur verlagern, weil die Betriebe dann ins Ausland ziehen."
    Richtig, aber, die weltweite Nachfrage hat nicht viel mit dem tatsächlichen Bedarf zu tun. Da wo Lebensmittel am nötigsten gebraucht werden, kommen sie nicht an. Dafür werden sie gern mal ins Meer gekippt oder sonstwie entsorgt. Der Hauptfehler liegt wohl darin, dass Lebensmittel an der Börse gehandelt werden und die ist nunmal hoch spekulativ. Ein "No go", das sofort verboten gehört.
    Das Argument des Abwanderns der Märkte ist sicher nicht falsch, aber die Märkte verändern sich mit solchen Entscheidungen auch. Die öffentliche Diskussion und Aufklärung beeinflusst das Verbraucherverhalten und es entstehen andere Nachfragen, z.B. nach gesund erzeugten Lebensmitteln. Denk mal an die Bio-Eier. Das Gezeter, als die Käfighaltung verboten werden sollte! Und? Die Verbraucher kaufen kaum noch Käfigeier, obwohl sie noch angeboten werden. Das christliche Abendland ist nicht untergegangen. Die Agrarindustrie bietet im übrigen so wenig Arbeitsplätze, dass das Abwandern aus dieser Sicht das geringste Problem wäre, zumal der Zugewinn an Lebensqualität, Natur- und Umweltverbesserung immens wäre. Irgendwo muss man doch anfangen, die Welt zu verbessern und da macht es Sinn das bei sich zu tun.

    Du schreibst weiter: " Wenn was für die heimische Natur getan werden soll, so ist das in erster Linie die Wiederaufnahme der Atomkraft und eine Pflicht zu extensiven Bewirtschaftung von Ausgleichsflächen die in hohem prozentualen Verhältnis zu den intensiv genutzten Flächen stehen."


    Dem letzten Satz stimme ich voll und ganz zu, denn es wird weiter intensiv genutzte Flächen geben. Den ersten halte ich für einen Trugschluss. Die Büchse der Pandorra zu öffnen, um dem Klimawandel Paroli zu bieten, ist gefährlich. Kernkraft erzeugt zwar keine CO2-Emissionen aber jede Menge Abfall, dessen Entsorgung völlig ungeklärt ist. Sicher ist diese Technologie auch nicht, zumal in Zeiten terroristischer Bedrohung. Ich meine damit keine Angriffe von durchgeknallten Kamikaze-Piloten sondern eher jene am Computer. Ein Angriff auf unsere Energieversorgung, ein länger anhaltender Blackout, ich glaube man muss gar nicht so viel Phantasie haben, um sich vorzustellen, welche Szenarien eine Kernschmelze verursachen könnten. Wenn das geschieht, ist die Gülle wohl eher ein nachrangiges Problem.
    Ich bin der Auffassung dass die Zukunft in den regenerativen Energien liegt. Die hässlichen Windräder sind sicher nur ein Übergangsszenario, wenn auch ein nötiges. Es wird an einer Vielzahl von dezentralen Lösungen zur Erzeugung gearbeitet und natürlich auch an Speichermedien. Das Glas ist halbvoll.


    Lieben Gruß Claudia

    Lieber Peter,
    Mann, die arme Maja! Gott sei Dank hat sie's noch mal geschafft.
    Danke für den Beitrag, so konnte ich Deine Funde in der pilzarmen Zeit 2015 nachvollziehen. Das ist wirklich ein sehr interessanter aber auch ein illustrer Thread gewesen==Gnolm7. Ich hab gestern auch noch ein paar Spezies gefunden, für die mir noch der rechte Wums fehlt. Mal sehen, was der Spaziergang heute Nachmittag bietet. Es hat gewittert heut nacht, vielleicht ist doch noch mal was pilziges gewachsen.


    Lieben Gruß


    Claudia


    Hallo zusammen,
    ich hatte überlegt, das heute Abend zu ergänzen. Jetzt hat Reinhard das Problem ausführlich dargestellt. Danke dafür. Ergänzen könnte man noch, dass der/die Durchschnittsdeutsche jährlich 4,7 kg Fleisch wegwirft und in seinem/ihren Leben ca. 660 Tiere konsumiert.
    Fleisch ist billiger als manche Gemüsesorten, dabei ist übermäßiger Fleischkonsum gesundheitsschädlich. Den Profit machen Wenige zum Schaden der Tiere, der Natur und des Klimas, des Wassers, der Landschaftsqualität und nicht zuletzt der Gesundheit. Die Zeche zahlen wir alle.


    Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt nur wenige hundert Gramm Fleisch pro Woche zu essen. Seit einem Jahr gilt rotes Fleisch als krebserregend. Das haben hierzulande viele verinnerlicht und ernähren sich bewußter und fleischärmer mit dem Ergebnis, dass der Fleischüberschuss exportiert wird. Ich kann Ralf nur zustimmen. Das Problem muss politisch gelöst werden. Einfachste Lösung wäre eine Steuer auf Fleisch aus der Massentierhaltung, damit sich sich diese Schweinerei nicht mehr lohnt. Die Einnahmen sollten in den Umbau zu einer nachhaltigen Landwirtschaft gesteckt werden. Allerdings dürfte der Bauernverband not amused sein. Das sollte alle, die die Handlungsnotwendigkeit erkannt haben aber nicht davon abhalten, diesen überlebensnotwendigen Umbau von den jeweiligen Regierungen einzufordern.


    LG


    Hallo abeja, Du überraschst mich immer wieder mit Deinem umfangreichen Wissen über alles was so kreucht, fleucht und wächst. Vielen Dank für die Bestimmungshilfe. Ich wüßte gar nicht, wo ich anfangen sollte zu suchen.
    Also was Säure Böden betrifft, sehe ich das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ja, es gedeihen Pflanzen und Pflanzengesellschaften, die woanders nicht existieren können. Andererseits beißt du dir die Zähne aus, wenn du im Garten kalkliebende Stauden ansiedeln willst. Helleborus zum Beispiel. Ich mag sie sehr, muss aber immer Mörtel und anderes kalkhaltiges Zeug drum herumstreuen. Kuhschellen gehen gar nicht :(


    Lieben Gruß Claudia


    Hallo Stefan,
    auf den Verpackungen von Schweinefleisch steht dasselbe. Und ich kenne die Argumente der Lebensmittelindustrie. Diese Warnhinweise hast du auch nur bei industriell hergestelltem Fleisch.


    LG Claudia

    Hallo Rotfüßchen, hallo Juliane,


    schön, dass es Euch auch so viel Spaß gemacht hat wie mir. Das motiviert doch gleich für die nächste Wanderung, auch wenn es für Pilze viel zu trocken ist.


    Lieben Gruß


    Claudia
    [hr]



    Lieber Eberhard,
    vielen Dank für das Lob und deine Bestimmungshilfe für meine tierischen Begegnungen. Ich wusste bis gerade noch nicht eimal, dass ich da eine Krabbenspinne vor die Linse bekommen habe. Und die Zypressenwolfsmilch hatte ich immer eher in der Gärtnerei verortet. Aber Recht hast du. Irgendwo müssen die das Pflänzchen auch mal herbekommen haben.


    Lieben Gruß Claudia
    [hr]


    Lieber Peter,
    Du hast also den verwordackelten Baum entdeckt.==11 Da hast Du aber ganz genau geguckt. Das Monster ist wieder ins Bild gelaufen. Ich seh das immer erst zu Hause auf dem Foto. Und Du weißt sogar noch den Nachnamen der Krabbenspinne. So kann mich intensiver mit dem kleinen Raubtier beschäftigen. Zur Belohnung schick ich dir noch den Höhepunkt des heutigen Abends - nicht im Wald sondern hier in meinem Bad. Eine ziemlich große grüne Spinne. Das ist, wie mir Google verraten hat, eine Huschspinne. Da stand, die könne beißen, aber es wäre nicht so schlimm. Ich hab sie trotzdem eingefangen und vor die Tür gesetzt.
    Und natürlich ist es immer so: erfolgreich ist, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Ein blindes Huhn findet auch mal ein Körnchen.



    Lieben Gruß Claudia

    Hallo Stefan,
    du bist ja noch ein eher jüngeres Semester. Meine Erinnerung ist, dass meine Mutter beim Fleischer Rinder- oder Schweine-Hack gekauft hat und dass daraus Hackepeter zubereitet wurde. Den muss man nicht mögen, aber das Fleisch durfte damals roh gegessen werden und dass vor Kontakt zu anderen Lebensmitteln gewarnt bzw. auf die gründliche Reinigung aller mit dem Fleisch in Berührung gekommener Gegenstände inclusive. der Hände gedrungen wurde, war fern jeder Vorstellung. Ähnliche Aufschriften stehen übrigens auch auf Schweineverpackungen u.a. aber immer nur beim Fleisch. Nie bei Käse. Butter oder Gemüse wie z.B.auch bei Champignons oder Austernseitlingen. Ok, manche Pilze sind roh giftig. Die muss ich abkochen, wenn ich sie essen will. Aber darum geht es beim Fleisch doch gar nicht.


    Es sollte uns allen zu denken geben, dass bei Eiweiß auf Pflanzenbasis weniger strenge Hygienerichtlinien gelten, als bei fleischlichem aus der Massentierhaltung. Warum wohl? Ein Schwein braucht ca. 5 Monate um sein Schlachtgewicht von 100 kg zu erreichen. Die Bedingungen dieses kurzen Schweinelebens sind so abartig, dass es es die überwiegende Zahl de Schweine nur unter Antibiotikagaben schafft zu überleben. In vielen Mastanstalten funktionieren die "normalen" Antibiotika nicht mehr, weil die Keime Resistenzen entwickelt haben. Schon heute werden Reserveantibiotika gegeben, die eigentlich verboten sind, weil sie schwer heilbaren menschlichen Erkrankungen vorbehalten sind. Multiresistente Keime überleben hin und wieder diese Antibiotikagaben. Wer solches Fleisch isst, konsumiert nicht nur Antibiotika sondern riskiert eine Infektion mit multiresistenten Keimen, wenn er das Fleisch nicht ausreichend erhitzt, es nicht isoliert verarbeitet und die Küchenwerkzeuge nicht gut genug reinigt. Inzwischen wird die Zahl der Todesfälle durch multiresistente Keime auf mehrere zehntausende pro Jahr geschätzt. Wenn die Entwicklung der multiresistenten Keime wie bisher fortschreitet, werden unsere Antibiotika wirkungslos, d.h. wir Menschen werden bald keine wirkungsvollen Mittel gegen bakterielle Entzündungen mehr haben. Das Mittelalter mit seinen Seuchen lässt grüßen.

    Es mag sein, dass meine These falsch ist und sich Glyphosat nicht in tierischem Gewebe akkumuliert. Dann habe ich das falsch verstanden. Jedoch ist die Kontamination des industriell und billig produzierten Fleisches mit Keimen leider ebenso abgesichert wie die Tatsache, dass die Gülle aus der Massentierhaltung die Natur in immer stärkerem Ausmaß zerstört.


    Ich bin keine Bio-Fetischistin aber ich denke, dass das Bio-Siegel eine Richtschur darstellen könnte für Produkte, die umweltfreundlich erzeugt sind. Könnte, weil immer wenn's um Profit geht, auch schnell mal die Regeln nicht eingehalten werden. Vor kurzem gab es einen Marktcheck, nach dem auch Bio-Eier-Hühner unter inakzeptablen und dem Bio-Versperechen gänzlich widersprechenden Bedingungen gehalten wurden. Wenn es den kleinen Laden des Vertrauens um die Ecke gibt, der das Vertrauen wirklich wert ist, dann ist das toll. Ich versuche nur, mich mit einem einigermaßen guten Gewissen gut zu ernähren. Für mich gehört das Billigfleisch aus dem Supermarkt nicht dazu - definitiv zu viele Risiken und Nebenwirkungen für Tier, Mensch und Umwelt.


    Lieben Gruß


    Claudia


    Hihi, alias Peterthomas, wenn Du garantierst, dass ich dann nix mehr verschussele und der Korb immer voll wird, strick ich mir auch nen Deckel-Pilzkorb😜


    Lieben Gruß Claudia

    Hallo Nobi, tolle Fotos. Afrika hat ein gewaltiges Spektrum an Motiven und Tierarten, die schon Generationen vor uns begeistert haben. Aber Du zeigst uns, dass die heimische Vogelwelt durchaus etwas zu bieten hat. Der Reiher scheint zudem nicht nur Intelligenz sondern auch Humor zu haben. ==Gnolm13


    Lieben Gruß Claudia


    na gut, dann bleibt es bei den hundert möglichen Kandidaten==Gnolm9


    LG Claudia


    Hallo Claudia,
    Danke für den schönen Bericht mit tollen Bildern. Eine idyllische Gegend hast du uns gezeigt!
    Weißt du, was das für Euphorbien auf Bild 21 sind?
    Grüße von Irmtraud


    Hallo Irmtraud, Danke für das Lob. Und leider nein. Mehr als Euphorbia/Wolfsmilch, Bärwurz und Sandthymian kann ich zu dem Foto nicht sagen.


    Liebe Grüße Claudia
    [hr]


    Hi Claudia,
    Toller bericht, da passt von vorne bis hinten alles! Das "dramatische" beim festmahl am letzten bild liegt halt im auge des betrachters ;)
    Lg joe


    Hallo Joe, danke für die Blumen==Gnolm13. Naja, ich stehe zwar auch auf der Seite der Spinne, dramatisch finde ich den Überfall aber doch.


    Lieben Gruß


    Claudia
    [hr]


    Hi,


    das ist definitiv ein Cortinarius, den du da gefunden hast; standen am Fundort Birken? Eine gute Option wäre Cortinarius vernus; ist aber alles andere als sicher...


    l.g.
    Stefan


    Hallo Stefan, Fichten, Lärchen und Birken waren in der Nähe. Hilft die Sporenfarbe bei der Bestimmung weiter oder braucht es ein Mikroskop?


    Liebe Grüße Claudia


    Hallo Norbert, Jan-Arne und Pablo,
    so weiß ich jetzt dass der kbBP der Gattung Cortinarius zugehörigen Untergattung Telamonia angehört und lächerliche 100 Arten infrage kommen. Wenn das nichts ist==Gnolm7
    Ich danke Euch für Eure Mühe. Jetzt weiß ich schon eine ganze Menge über den kleinen Düsterling.


    Lieben Gruß


    Claudia

    Liebe Forianer,
    heute bin ich endlich wieder einmal in mein Lieblingstal gewandert. Ich war zwei Jahre nicht dort. Eigentlich wollte ich die schönen Blumenwiesen genießen. Ich war etwas spät dran, die beste Zeit ist zur Mai-Juni-Wende, aber es gab trotzdem noch ganz hübsche Sachen zu sehen. Auch einige Pilze - Bekannte und Unbekannte. Für Tipps/Bestätigungen bin ich wie immer dankbar .


    Erst mal Fitnessprogramm - den Berg hoch:


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    Zur Belohnung wartete oben am Fuß eines alten Stammes (Lärche?) ein Pilz. Ich hab ein Stück abgeschnitten. Das ist rasch braun angelaufen. Vielleicht ein Nadelholz-Braunporling?



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    Dann die erste Wiese. Trollblumen verblüht, dafür das erste Wollgras. Auch nett und die Reste vom Breitblättrigen Knabenkraut und ein paar Bestände Arnika.


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    Anschließend habe ich die Abkürzung quer durch meinen Pfifferlingswald genommen. Ein paar Winzlinge in der Warteschleife und einer für die Pfanne. Das wird ein Gaumenschmaus==Pilz27


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    Kurz darauf fand ich diese kleinen mir unbekannten Gesellen. Sie rochen undefinierbar. Könnten das Frühlings-Rötlinge sein, oder ganz etwas anderes?


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    Nach so vielen finsteren Pilzen dann eine helle Schönheit.


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    Und gleich darauf habe ich mich wieder einmal über einen Jäger geärgert. Der ist offenbar, wie viele seiner Zunft, der Meinung dass Dachpappe, wenn sie nur lange genug im Wald liegen bleibt, wieder zu Erdöl wird.


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    Vom Kamm an abwärts habe ich mehrfach an Kagi denken müssen. So oft, dass sie wahrscheinlich Schluckauf bekommen hat.... "Die Schnecken waren schon dran" an den Restflockis und auch sonst an den meisten Pilzen.


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    Meine Lieblingswiesen waren leider ziemlich heruntergekommen und verfilzt. Wahrscheinlich die letzten Jahre nicht gemäht. Immerhin 2 Knabenkraut-Blüten gab es. Streckenweise musste der Hund durch das Brennnessel und Brombeer-Dickicht getragen werden ==Gnolm2


    Aber meinen Lieblingsort gibt es noch - Der Baum war vor vielen Jahren gekippt und hat inzwischen einen Bogen über dem Teich gespannt. Das ist pure Lebenskraft.


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    Auf der Wiese gab es dann immerhin noch ein paar Krabbeltiere zu bestaunen.


    15 vermutlich zwei Fichtenrüsselkäfer auf Abwegen


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    das sieht ziemlich unbequem aus


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    Und ganz am Ende meiner ehemaligen Lieblingswiese gab es immerhin noch ein paar Storchschnabel-Pflanzen, Sumpf-Vergißmeinnicht und ein paar andere Bekannte. Vielleicht erbarmt sich ja irgendwann ein Landschaftspfleger und kümmert sich um diese ehemals so wunderschöne artenreiche Wiese. Noch hat sie das Potenzial, wieder zu einem Kleinod zu werden.


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    Die Pflanzengesellschaften am Südhang sind besser mit der mangelnden Mahd ausgekommen.


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    Und jetzt kommen wir zum pilztechnischen Höhepunkt. Der Rückwegpilz. Ich traf ihn an mindestens sechs Fundorten in verschiedenen Altersstadien. Mit apartem Designerdekor auf dem Dach und ohne. Davon hätte ich einen Korb voll ernten können. Ich befürchte nur, dass es sich um den Breitblattrübling handeln könnte und der wäre leider zum Verzehr ungeeignet. Es wäre schön, wenn ich mich irre.


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    Dann noch ein paar schöne Schönfüße.


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    und dann wieder Kagi-Pilze


    Uraltstockies und ebensolcher Porling


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    So, das wars und für alle, die durchgehalten haben noch was Dramatisches.


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    Danke fürs Mitkommen und liebe Grüße Claudia


    Hua ==Gnolm11 Angst, Jan- Arne aus welchem Horrorstreifen hast Du den denn ausgegraben?


    LG Claudia