Vergiftungswelle mit Grünen Knollenblätterpilzen in Kalifornien

Es gibt 22 Antworten in diesem Thema, welches 860 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Thorwulf.

  • Hallo,


    Anscheinend erlebt Kalifornien aufgrund eines feuchten Dezembers ein ungewöhnlich starkes Wachstum von A. phalloides, was auch prompt zu einigen Vergiftungen geführt hat.


    Siehe auch: ‘Largest outbreak that we’ve seen in California.’ Death cap mushrooms linked to deaths, hospitalizations (Los Angeles Times)

    Zitat

    The California Department of Public Health reported 35 death cap-related illnesses, including three fatalities and three liver transplants, between Nov. 18 and Jan. 6. Affected people were between the ages of 19 months and 67 years old.

    Offenbar tritt der Pilz dort hauptsächlich mit Virginia-Eiche und Korkeiche auf:

    Zitat

    Death cap mushrooms are known to sprout across California and thrive in shady, humid or moist environments under live oak and cultivated cork oak trees

    Die haben da sogar ein "Poisonous Wild Mushroom Outbreak" Dashboard: https://www.arcgis.com/apps/da…054d647b3b5e789b75839dd1c  ^^


    LG Suillus

  • Das ist ja spannend! Vielen Dank für die Information.


    Das hier (von der verlinkten Dashboard-Webseite bzw. der zugehörigen Homepage) finde ich aber ganz schön traurig - Hervorhebung von denen:

    How to stay safe

    • The best way to stay safe is to not eat wild mushrooms.
    • Avoid eating mushrooms picked by friends or family.
    • Watch children closely when they play outside where mushrooms grow. Most poisonings happen to children under 6 years old.
    • Keep pets away from wild mushrooms - animals can be poisoned too.
    • Buy mushrooms from trusted grocery stores and retailers. Take care when buying mushrooms from street vendors.
    • Cooking, boiling, freezing or drying poisonous mushrooms does not make them safe to eat.


    Beste Grüße

    Sabine

    100 Startguthaben minus APR-Gebühr 2024 = 90 + 3 (drittschnellstes Jokerverballern 2024) = 93 + 10 (dritter Platz APR 2024) = 103 minus 15 für APR 2025 = 88 + 2 (Nannettes Zwischenrätsel als 11. gelöst) = 90 + 6 (6. Platz Platzierungswette APR 2025) = 96

  • Das hier (von der verlinkten Dashboard-Webseite bzw. der zugehörigen Homepage) finde ich aber ganz schön traurig - Hervorhebung von denen:

    How to stay safe

    The best way to stay safe is to not eat wild mushrooms.

    Ja, das hatte ich auch gesehen. Soweit ich weiß haben die Amis zu dem Thema einen nicht annähernd so großen Bezug wie die Europäer. In Nordamerika und Kanada leben fast 400 Millionen Menschen, aber auf den englischsprachigen Kanälen (z.B. Subreddits zu den Themen Mykologie, Pilze sammeln etc.) ist für diese Bevölkerungsanzahl teilweise bemerkenswert wenig los. Da fühlt sich unser Forum deutlich lebendiger an ^^.


    LG Suillus

  • Irgendwie klingt das wie:

    The best way to stay safe (from dying horribly in a cave) is not entering a cave.

    The best way to stay safe (from being eaten by a shark) is not entering the sea.

    The best way to stay safe (from food poisoning) is not to eat anything at all.

    Technisch korrekt - aber irgendwie auch ein bisschen… unerquicklich 😅

    VG, Moosfreundin :)


    Meine Pilzbestimmungen sind wie Wettervorhersagen: manchmal richtig, manchmal nicht. Wer seinen Fund essen möchte geht zum PSV.

  • Auch noch spannend, gerade erst in dem Los Angeles Times-Artikel gelesen:


    "Many cases, officials say, involved people from Mexico and elsewhere for whom the death cap resembles an edible mushroom in their home countries."


    Ob es für diese Behauptung dort eine Grundlage gibt? Ich zweifle ja dran.


    Beste Grüße

    Sabine

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  • Hallo Sabine,

    Auch noch spannend, gerade erst in dem Los Angeles Times-Artikel gelesen:


    "Many cases, officials say, involved people from Mexico and elsewhere for whom the death cap resembles an edible mushroom in their home countries."


    Ob es für diese Behauptung dort eine Grundlage gibt? Ich zweifle ja dran.


    Beste Grüße

    Sabine

    es könnte aber schon sein, dass es - wie es in deinem Zitat aus dem Zeitungsartikel steht - in Mexiko und sonstwo dort essbare Pilze gibt, die eine Ähnlichkeit zum Grünen Knolli haben, und somit diese Personen den Grünen Mörder mit diesen fatalerweise verwechseln.


    Ich erinnere nur an den Pantherpilz, der in Brandenburg unter anderem als 'Sachsentod' bekannt ist, weil dieser in manchen Gegenden Sachsens nicht vorkommt. Und wenn die Sachsen auf ihre Urlaubsreise zur Ostsee einen Zwischenstop in Brandenburg einlegten und bei einem kurzen Spaziergang durch die dortigen Wälder dem Pantherpilz begegneten und ihn für einen in Sachsen begehrten u. häufig gesammelten Perlpilz hielten, gab es leider viele Vergiftungen, die nicht immer gut endeten.


    Beste Grüße

    -Marcel.

  • Hallo Marcel,


    die Möglichkeit besteht natürlich schon.


    Auch wenn ich dann im Nachgang noch ein bisschen auf Spanisch gegoogelt habe und versucht habe rauszukitzeln, ob es in Mexico einen essbaren Verwechslungspartner des Grünen Knollis gibt, den es anderswo nicht gibt, oder ob es den Grünen Knolli in Mexico nicht gibt.


    Meine Ergebnisse waren, dass die Verwechslungspartner wohl eher die üblichen Verdächtigen sind: Grüne Täublinge und (vermutlich sehr junge, sonst ist das ja eher abwegig) Kaiserlinge, und dass der Grüne Knolli auch in Mexico vorkommt (vermutlich nicht in allen Regionen).


    Aber ich lasse mich gerne von Leuten, die sich mit der mexikanischen Pilzwelt auskennen, eines Besseren belehren.


    Mich hatte diese Behauptung jedenfalls sehr an den seltsamen Reflex erinnert, der bei der Vergiftungswelle vor einigen Jahren in Deutschland, als auch ein paar Flüchtlinge aus Syrien betroffen waren, bei den deutschen Medien oder dem medizinischen Personal Einzug hielt (ließ sich wohl nicht immer ergründen, wer die Behauptung in die Welt gesetzt hatte): Müssen sie wohl mit einem Pilz aus der Heimat verwechselt haben.


    Was für ein heikler Speisepilz das sein soll, konnte jedenfalls wohl auch die DGfM mit ihren beträchtlichen Wissensressourcen nicht ergründen und hatte damals einen Artikel herausgebracht mit dem Titel: "Die Legende vom essbaren Doppelgänger" (oder so ähnlich).


    Der Artikel scheint seit der Überarbeitung der Webseite verschwunden zu sein, und auf der Wayback Machine kriege ich aktuell nur "No server is availabe to handle this request" - keine Ahnung, ob es zu anderen Zeiten einen Server dafür gibt. Der Link scheint möglicherweise dann dieser zu sein: Grüner Knollenblätterpilz – die Legende vom Doppelgänger / DGfM


    Beste Grüße

    Sabine


    edit: Link editiert - als es wieder einen Server gab, habe ich gesehen, dass der alte Link nur zu einer Kalenderübersicht der archivierten Updates führte, nicht zum Artikel selber. Jetzt müsste es gehen.

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    Einmal editiert, zuletzt von huehnchen69 ()

  • Wer verfüttert denn einem 19 Monate alten Kind Pilze ? :gomg: :gkopfwand:

    Ich. Aber natürlich keine Knollis. Die aßen damals auch begeistert Muscheln mit Speck und Matjes.


    Mit 19 Monaten konnten alle meine Kinder Steinpilze und Braunkappen absolut sicher aufspüren und dann melden. Beim Pflücken brach anfangs ab und zu der Hut ab, aber dann hatten sie das mit dem Herausdrehen schnell kapiert.

  • Wer verfüttert denn einem 19 Monate alten Kind Pilze ? :gomg: :gkopfwand:

    Nu wenn man sie selber nicht genau kennt - würd ich meinen, Jemand der dieselbigen nicht leiden kann :cursing:

    *duckundweg*

    Liebe Grüße aus dem Vogtland

    die Schwarzhex

    :gwinken: Sandra

    (PC 100 - 10 (fürs APR 2020) = 90 - 15 (APR 21) = 75-10 (APR22) = 65 + 7 (APR 22 Auflösung) - 5 (Rätsel-Gedicht)= 67 - 10 (APR 23) = 57 + 5 Gnanzierung = 62 - 10 (Ast-Wette gegen Björn) = 52 - 10 (APR 24)- 1 (legaler Bestechungsversuch im Vorfeld des APR zugunsten GI)= 41 + 21 (Thorwulf Spende)= 62 + 38 (Hannes2 Spende) = 100 PC :gbravo: + 3 Gnolmengastfreundlich = 103-15 (APR 25) = 88+ 1 Nannettenrätsel=89 + 3 Jammerei auf hohem SchwarzhexxNiveau = 92+ 3 (Platz 20 APR25)=95

  • Hallo Sabine,

    Meine Ergebnisse waren, dass die Verwechslungspartner wohl eher die üblichen Verdächtigen sind: Grüne Täublinge und (vermutlich sehr junge, sonst ist das ja eher abwegig) Kaiserlinge, und dass der Grüne Knolli auch in Mexico vorkommt (vermutlich nicht in allen Regionen).

    der Erstfund von A. phalloides wurde in Mexico erst 1982, also gerade mal vor etwas über 40 Jahren, gemacht, der Artikel dazu (por supuesto, en español ;) ) findet sich im Download.


    Der Pilz ist dort mithin also noch mehr oder weniger ungeläufig in der Bevölkerung und keineswegs häufig in dieser Region anzutreffen. Dass die Mexikaner dann den Grünen Knolli heutzutage in einer Region, wo er häufiger als in ihrer Heimat vorkommt, für einen recht ähnlich daherkommenden Speisepilz halten, wäre für mich in Anbetracht dieser Ausgangslage mehr als plausibel.


    Deine Verlinkung führt übrigens leider immer noch ins Nirwana. Hier der Link zu dem Beitrag, den du erwähntest:


    Grüner Knollenblätterpilz – die Legende vom Doppelgänger

    Beste Grüße

    -Marcel.

  • Hallo Marcel,

    Deine Verlinkung führt übrigens leider immer noch ins Nirwana. Hier der Link zu dem Beitrag, den du erwähntest:


    Grüner Knollenblätterpilz – die Legende vom Doppelgänger

    Ah, super, da ist er ja doch noch auf der aktuellen Seite - super, dass du den gefunden hast!


    Und danke auch für den mexikanischen Artikel!


    Beste Grüße

    Sabine

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  • Servus Sabine,


    der essbare „Doppelgänger“ ist Amanita citrina. Der Gelbe Knolli wird tatsächlich in Osteuropa und Russland sehr gern zu Speisezwecken gesammelt, wohingegen A. phalloides als eher wärmeliebende Art in weiten Teilen Russlands nicht vorkommt. Das ist durchaus eine plausible Erklärung dafür, dass hierzulande häufig osteuropäische Einwanderer von Knollenblätterpilz-Vergiftungen betroffen sind.


    Herzliche Grüße

    Andreas

  • der essbare „Doppelgänger“ ist Amanita citrina.

    Hallo,

    also nur, weil das Gift des A.citrina hitzelabil ist, würde ich ihn jetzt nicht von der Giftpilzliste nehmen wollen.

    Nicht alles was in Osteuropa gegessen wird, ist ungiftig.

    LG Hilmi

    Liebe Grüße aus dem Vogtland

    die Schwarzhex

    :gwinken: Sandra

    (PC 100 - 10 (fürs APR 2020) = 90 - 15 (APR 21) = 75-10 (APR22) = 65 + 7 (APR 22 Auflösung) - 5 (Rätsel-Gedicht)= 67 - 10 (APR 23) = 57 + 5 Gnanzierung = 62 - 10 (Ast-Wette gegen Björn) = 52 - 10 (APR 24)- 1 (legaler Bestechungsversuch im Vorfeld des APR zugunsten GI)= 41 + 21 (Thorwulf Spende)= 62 + 38 (Hannes2 Spende) = 100 PC :gbravo: + 3 Gnolmengastfreundlich = 103-15 (APR 25) = 88+ 1 Nannettenrätsel=89 + 3 Jammerei auf hohem SchwarzhexxNiveau = 92+ 3 (Platz 20 APR25)=95

  • Nicht alles was in Osteuropa gegessen wird, ist ungiftig.

    Hallo Hilmgridd,

    das kommt mir bekannt vor, in den letzten Jahren hatte ich drei Vergiftungsfälle mit dem Kahlen Krempling und es waren immer Russische Mitbürger die es getroffen hat,

    viele Grüsse

    Matthias

  • der essbare „Doppelgänger“ ist Amanita citrina.

    Hallo,

    also nur, weil das Gift des A.citrina hitzelabil ist, würde ich ihn jetzt nicht von der Giftpilzliste nehmen wollen.

    Nicht alles was in Osteuropa gegessen wird, ist ungiftig.

    LG Hilmi

    Servus Hilmi,


    das verlangt ja auch niemand. Tatsache ist, das er anderswo gegessen wird.

    Ich persönlich sehe ihn genauso wenig als Giftpilz, wie Hexenröhrlinge, Rotkappen oder Perlpilze beispielsweise. All diese Arten sind bei Rohverzehr giftig. Ich hab ihn auch selbst schon probiert… na ja, er schmeckt, wie er riecht: erdig.


    Herzliche Grüße

    Andreas

  • Lieber Andreas,

    der essbare „Doppelgänger“ ist Amanita citrina. Der Gelbe Knolli wird tatsächlich in Osteuropa und Russland sehr gern zu Speisezwecken gesammelt, wohingegen A. phalloides als eher wärmeliebende Art in weiten Teilen Russlands nicht vorkommt. Das ist durchaus eine plausible Erklärung dafür, dass hierzulande häufig osteuropäische Einwanderer von Knollenblätterpilz-Vergiftungen betroffen sind.

    Sind das Erfahrungen aus erster Hand?


    Gerüchtemäßig kenne ich das auch, dass der Gelbe Knollenblätterpilz in Osteuropa/Russland gegessen werden soll.


    Meine sehr beschränkten persönlichen Erfahrungen bestätigen das bisher nicht (bin aber daran interessiert, wenn jemand das weiß, vielleicht du): Ich war mit einer russischen Bekannten häufiger Pilze sammeln, die zwar die Gerüchte um die silierten scharfen Milchlinge bestätigt hat, nicht aber das vom Gelben Knollenblätterpilz. Den fand auch sie vom Geruch her unappetitlich und hatte wohl auch niemanden im Verwandten- und Bekanntenkreis, der/die den aß. Aber das ist natürlich nur eine Stichprobe von einer Person (aus dem Raum Moskau).


    Ich habe Pilzbestimmungsbücher aus Lettland und Polen (leider keines aus Russland - obwohl ich dachte, ich hätte eines, muss vielleicht noch mal suchen). Im Buch aus Polen sind sowohl der Grüne als auch der Gelbe Knolli als Giftpilze bewertet (der Grüne mit Totenschädel, der Gelbe mit Krankenhaus). Im lettischen der Grüne Knolli als tödlich giftig, der (als Verwechslungspartner benannte) Gelbe Knolli als "kein Speisepilz".


    Aber selbst wenn dort der Gelbe Knolli tatsächlich gegessen würde, wäre immer noch die Frage, ob die Personen, die sich vergiftet haben, denn tatsächlich diese Pilze hatten sammeln wollen und die wirklich aus der Heimat kennen. Denn so ähnlich, dass man die verwechseln muss, wenn man nicht beide kennt, sind sie sich ja nun auch wieder nicht.


    Aus meiner Erfahrung mit Vergiftungsfällen bei in Deutschland aufgewachsenen Personen würde ich sagen: Eher nicht. Die Fälle, in denen Leute giftige Pilze gegessen haben, obwohl sie dachten, sie essen einen Speisepilz, den sie gut kennen, beschränken sich auf Karbolegerlinge, wo die Unterhaltung dann immer nach dem Schema abläuft: "Ich dachte, es ist ein Champignon - habe auch ganz genau drauf geachtet, dass die Lamellen rosa sind und nicht weiß. Und jetzt habe ich Brechdurchfall." - "Das dürfte ein giftiger Champignon gewesen sein." - "Ach, es gibt giftige Champignons? Wusste ich nicht".


    Alle anderen Vergiftungs-(Verdachts-)Fälle, die mir untergekommen sind, waren eher auf Ignoranz zurückzuführen (Fliegenpilz gegessen, weil er keine weißen Punkte hatte - nein, er wollte keinen roten Täubling oder ähnliches; Spitzgebuckelter Raukopf als Pfifferling (den er sonst nie sammelt, offensichtlich nicht gut kennt, und nur mitgenommen hat, weil er gerade drüber gestolpert ist); Nebelkappe als Ziegenlippe (mein absolutes Highlight); Mischpfanne von allem, was im Wald rumstand; in Öl eingelegter roher Kahler Krempling, ohne eine Idee, was das für ein Pilz sein könnte; und noch einiges mehr).


    Ich halte es deshalb eher für plausibel, dass auch Menschen aus anderen Gegenden der Welt sehr vielfältige Gründe dafür haben, hier Giftpilze zu sammeln und zu essen, und es höchstens gelegentlich mal ein: "Ich dachte, das sei einer, den ich aus der Heimat kenne" ist.


    Beste Grüße

    Sabine

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  • Mischpfanne von allem, was im Wald rumstand;

    Oh, das kann ich bestätigen. Meine ehemalige Chefin (osteuropäische Wurzeln) hat mal ein Bild von einer Pilzsammelaktion geteilt, das sah aus als hätte sie wahllos alles gesammelt, was sie finden konnte. Manche der FK konnte man gar nicht mehr erkennen, weil die schon halb zerlaufen waren. Das ist schon einige Jahre her und sie lebt noch, also offenbar alles gut gegangen.

    Ich glaube, man will gar nicht wissen, wie oft so was vorkommt...


    LG Suillus

  • Suillus, das Spannende bei dem "alles eingesammelt"-Fall war: Da war tatsächlich in den Putzresten nichts dabei, das (gegart) giftig gewesen wäre. Eine wilde Mischung einschließlich Gallenröhrlingen und einem Haufen Perlpilze (das fand ich ja echt sportlich für jemanden ohne Ahnung...) und noch einiges mehr, nicht nur Röhrlinge. Aber die neurologischen Symptome hatten auch nicht wirklich zu einer Pilzvergiftung gepasst.


    Halb zerlaufene Pilze ist natürlich <X


    Beste Grüße

    Sabine

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  • Servus Sabine,

    Nebelkappe als Ziegenlippe ist wirklich ganz weit vorn 🙈

    Meine Info stammt von Christoph, daher geh ich mal davon aus, dass das schon stimmt.

    Ich glaub auch, dass viele russische Pilzsammler keine Pilzbücher besitzen bzw. lesen (können). Und da A. phalloides in Russland weithin unbekannt ist, und es folglich auch kein Gefahrbewusstsein diesbezüglich gibt, kann ich mir schon vorstellen, dass es diese Verwechslungen tatsächlich gibt.

    Ich finde A. citrina im übrigen geschmacklich gar nicht so schlecht. Er schmeckt halt anders, als man das von einem Pilz vielleicht erwarten würde, aber in einem deftigen Eintopf, zu dem auch Kartoffeln passen würden, kann ich ihn mir durchaus vorstellen.


    Herzliche Grüße

    Andreas

  • Ich halte es deshalb eher für plausibel, dass auch Menschen aus anderen Gegenden der Welt sehr vielfältige Gründe dafür haben, hier Giftpilze zu sammeln und zu essen, und es höchstens gelegentlich mal ein: "Ich dachte, das sei einer, den ich aus der Heimat kenne" ist.


    Das kann und muss ich aus meiner Erfahrung genau so bestätigen.

    Eine große Portion Sorglosigkeit (mir ist bisher auch nichts passiert) gepaart mit Ahnungslosigkeit (bei uns gibt es doch keine giftigen Pilze) und zusätzlich eine Portion Selbstüberschätzung (ich kenne doch die Pilze) - das sind für mich eher die Gründe für Vergiftungen.

    Da braucht es keine "Mär" vom verwechselten Speisepilz aus egal welcher Heimat.


    Gruß

    Peter

  • Hallo Peter,

    Eine große Portion Sorglosigkeit (mir ist bisher auch nichts passiert) gepaart mit Ahnungslosigkeit (bei uns gibt es doch keine giftigen Pilze) und zusätzlich eine Portion Selbstüberschätzung (ich kenne doch die Pilze) - das sind für mich eher die Gründe für Vergiftungen.

    dies klingt für mich so als gäbe es unter den Pilzsammlern eine ganze Menge von Donald Trumps. g:D


    Grüße

    -Marcel.