Beiträge von huehnchen69

    Hallo zusammen,


    so langsam beginne ich mich zu wundern, wieso es in meiner Gegend anders zu sein scheint als bei euch und anderen. Gerade gestern erzählte mir ein Pilzkurs-Leiter, dass er auf 08/15-Pilzwanderungen gar keinen Bock mehr hat, weil die Teilnehmenden immer nur darauf aus sind, richtig viele Speisepilze einzuheimsen.


    Das kenne ich so gar nicht. Ob das daran liegt, dass ich das gleich ins VHS-Programm reinschreibe, dass es um das Kennenlernen von Pilzen geht, und nicht ums Körbe Füllen, oder daran, dass ich noch keine "Kann man den essen?"-Allergie entwickelt habe, oder ob die Leute bei uns aus unbekannten Gründen anders drauf sind? Für mich ist es ein durchaus legitimes Anliegen, Pilze essen zu wollen. Das war auch für mich das erste, was mich an Pilzen interessiert hat.


    Leute mit relativ vollen Plastiktüten habe ich erst ein einziges Mal im Wald gesehen, das ist schon viele Jahre her, und Menschen, die ihre Körbe zudecken, wenn sie mich sehen, sind mir auch noch nicht begegnet.


    Aktiv ansprechen tu' ich Leute nicht. Würde ich wohl machen, wenn ich sähe, da heimst jemand einen Knolli oder einen Spitzgebuckelten Raukopf ein, aber das ist noch nicht vorgekommen. Da ich die gesetzliche Regelung mit den Pilzmengen sowieso fragwürdig finde, würde ich auch das nicht bei Fremden thematisieren. Steil gehen würde ich wohl, wenn ich sähe, da schmeißt jemand Müll in den Wald. Habe ich aber auch noch nie live erlebt. Wehe, ich erwische mal diejenigen, die ihre Hundekacke-Beutel in den Wald schmeißen :cursing:


    Wenn ich anderen Pilzsuchenden begegne (was nicht so arg häufig passiert), schauen wir oft gegenseitig in die Körbchen, und wenn sie dann meine bunte Mischung sehen, kommt oft ein: "Ach, Sie scheinen sich auszukennen - könnten Sie bei uns mal kurz schauen, wir sind uns bei diesem Pilz nicht so ganz sicher". Bei solchen Gelegenheiten habe ich dann schon Gallenröhrlinge, Kahle Kremplinge und Nebelkappen aus den Körben gefischt (und einmal die Leute auf die Idee gebracht, die zuvor ausgekippten Pfifferlinge wieder einzusammeln - verdammt! ;)), und das war jedes Mal sehr nett.


    Beste Grüße

    Sabine

    Lieber Peter,


    meine sehen ähnlich aus. Lorcheln werden auch klasse, einige Porlinge (Schwefelporling beispielsweise), und auch Stachelbärte usw. Ich habe einen tollen Nordischen Stachelseitling, den ich vor ein paar Jahren nach dem Ende der Münchener Pilzausstellung geschnorrt habe (einen kleinen Gelbstich hat er, aber er lag da ja auch schon 4 Tage in der Ausstellung rum).


    Beste Grüße

    Sabine

    Wiesenchampignons gilben jedenfalls nicht.

    Ich hatte heuer Wiesenchampignons, die gegilbt haben.


    Zumindest habe ich sie nach ewigem Rumtun dafür gehalten.


    Ich habe, in den über 30 Jahren, seit ich mich mit Pilzen beschäftige, noch nie Wiesenchampignons gefunden. Und dann, dieses Jahr, stehen plötzlich überall Champignons auf den Wiesen - teilweise in Hexenringen mit 7 Meter Durchmesser.



    Hier sieht man das Gilben so ein bisschen. Am nächsten Tag war es noch stärker, aber da scheine ich kein Foto gemacht zu haben.


    Das Gilben (ohne Geruch) hat mich voll aus der Bahn geworfen schlüsseltechnisch. Ich war bei irgendeinem Zwergchampignon, bis ich den Sporenabwurf mikroskopiert habe. Und zumindest in meinem FoTE-Schlüssel gab es nur den Wiesenchampignon, der diese dünne Stelle in der Wand gegenüber dem Apiculus hat (wenn jemand noch eine andere Idee hat, gerne her damit).



    Aber das mit den schwer zu bestimmenden Champignons sehe ich schon auch so - eines der Rätsel bei der diesjährigen Münchener Pilzausstellung war ein Körbchen "Wiesenchampignons", das ein Besucher mitgebracht hatte und für das er keine Verzehrfreigabe bekam: Gilbend, die Sporen sahen nicht aus wie die vom Wiesenchampignon. Und seeeeehr langsam röteten die noch ein bisschen. Aber was es war - keine Ahnung. Die schaut sich wohl jemand mit Champignon-Ahnung an.


    Weshalb es aber in diesem Jahr überhaupt so viele Champignons gab/gibt, und weshalb die so gilben - mysteriös.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo zusammen,


    schaut mal, was für ein hübsches Kleinod ich am Sonntag auf Rinderdung fand:


    Angesichts des Standorts, des klebrigen Huts, der Schleierreste, des fast schwarzen Sporenpulvers (auch wenn das in Summe nicht sonderlich ergiebig war, aber sehr dunkel) und der Sporenform (teilweise leicht sechseckig) und -maße (siehe Screenshot, dafür habe ich Marios neues wundervolles Programm benutzt) lande ich mit dem FoTE-Schlüssel bei Deconica coprophila. Gibt es Einwände? Muss ich noch was anderes prüfen?



    Beste Grüße

    Sabine

    Ich hätte noch einen Wunsch - keine Ahnung, ob das nur bei mir so ist: Windows zickt beim Herunterladen schon immer rum, und ich muss ein paarmal "ja, trotzdem!" anklicken, bis ich die Datei habe.


    Bei den letzten Malen konnte ich die Datei dann wenigstens problemlos ausführen.


    Nach dem letzten Download verhindert die "Smart App Control" das Ausführen der Datei, das kann ich nur umgehen, indem ich die Smart App Control ausstelle. Für mal nutzen kann ich das machen, und dann wieder anstellen, ist aber schon irgendwie unpraktisch.


    Die Infoseite zur Smart App Control spuckt Folgendes aus:

    Wie kann ich Smart App Control anweisen, diese eine bestimmte App durchzulassen?

    Es gibt derzeit keine Möglichkeit, den Smart App Control-Schutz für einzelne Apps zu umgehen. Sie können Smart App Control deaktivieren oder (noch besser) den Entwickler der App kontaktieren und ihn bitten, seine App mit einer gültigen Signatur zu signieren.


    Vielleicht kannst/möchtest du das mit dem Signieren ja machen.


    Beste Grüße

    Sabine

    Eine Frage an diejenigen, die schon gestochen wurden (und einheitlich von so schlimmen Bissen berichten =O :(


    Hattet ihr den Stich mit einem Stichheiler behandelt? Bei mir ist das ja ein Allheilmittel gegen schlimmes Jucken und sogar dagegen, dass meine Unterschenkel nach einem Kriebelmücken-Biss dick, rot und heiß werden (nicht allerdings gegen Borreliose).


    Deshalb hätte ich für den Fall der Fälle meine Hoffnung da rein gesetzt (nehmt mir die nicht auch noch ... - ich weiß, stell keine Frage, deren Antwort du nicht verträgst ;) ).


    Beste Grüße

    Sabine

    Ich kenne sie an meinem Körper auch gar nicht.....hatte noch nie solch ein Exemplar.

    Kann das auch mit Körpergeruch zu tun haben, ich meine, das die Viecher manch einen anfliegen und manche Menschen eben nicht.

    Ich habe auch mit den Zecken nicht so das große Problem....ab und zu mal eine. Die erwischen mich nur wenn ich die kleinen Sneekersöckchen anhabe in den Turnschuhen. Das Problem habe ich gelöst, nur noch Kniestrümpfe unter den langen Hosen.

    Vielleicht gibt es im Barnim auch nicht so viele von den Hirschlausfliegen.....ich weiß es nicht.

    Da bin ich mir nicht so sicher - als ich Schweden war, mutmaßte ja jemand etwas mit Optik, und das hat bei mir ja tatsächlich gewirkt, die Haare zu verstecken - gerochen habe ich noch genauso wie vorher.


    Ob das auch noch passt, wenn sie nicht die Haare anfliegen, sondern den Arm oder ähnliches - keine Ahnung. Ich fürchte, da werde ich in Zukunft noch mehr Erfahrung sammeln, als mir lieb ist...


    Beste Grüße

    Sabine

    Haben mich übel erwischt, die Bisse im Nacken haben Wochen gebraucht um auszuheilen.

    =O :gschock: Das wollte ich jetzt nicht hören. Mein Mitgefühl.


    Beste Grüße

    Sabine


    Wieder in Thüringen um Jena, noch im Thüringer Wald oder Harz.

    Meine erste Begegnung in Deutschland war in der Gegend von Oberhof.


    Aber vielleicht ist es wie mit den Zecken, dass du für die Tiere einfach nicht ansprechend bist. Es soll ja auch Leute geben, die sagen: "Hä? Zecken? Was ist das denn? Noch nie eine gehabt".


    Beste Grüße

    Sabine

    Die meisten Hirschlausfliegen verschwinden ganz von alleine wieder, da Ihnen der Mensch nicht der liebste Wirt ist. Ich habe dieses Jahr beobachtet, dass sie oft schon kurz nach der Landung direkt wieder abheben. Aber in seltenen Fällen können Sie sich auch am Menschen vergehen.

    Bei mir fühlen sie sich anscheinend schon so schnell heimisch - sogar auf dem Arm hatten die zum Teil die Flügel schneller abgeworfen, als ich gucken konnte. Da musste ich schon sehr schnell sein, um die wegzupusten, solange sie noch Flügel haben.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo zusammen,


    mich würden mal eure Erfahrungen mit Hirschlausfliegen interessieren.


    Vor einigen Jahren hatte ich die in Thüringen kennengelernt (nur eine), dann in Schweden (so viele, dass es genervt hat, und ich im (Nachbar-)Forum nachgefragt habe, was man da machen kann (mit der tatsächlich hilfreichen Antwort, dass es nützlich ist, weniger nach Hirsch-Hintern auszusehen - ich habe anstelle eines Pferdeschwanzes dann ein Kopftuch getragen und wurde fast gar nicht mehr angeflogen).


    Und seit diesem Jahr sind sie gefühlt überall. Sogar in meinem Hauswald :gschock:


    Gestern war absolut krass. Ich war im Schongau in einem Wald, wo ich pausenlos von den Tieren angeflogen wurde. Nicht nur im Haar (das hatte ich früher immer gar nicht bemerkt, sondern erst, wenn sie am Hals runtergekrabbelt sind), sondern auch an den Armen und auf dem T-Shirt. Vor dem Einsteigen ins Auto habe ich meine Haare durchgefühlt und ausgeschüttelt, die Klamotten mit den Händen abgewischt - und trotzdem habe ich dann während der Fahrt noch 8-10 Exemplare aus meinen Haaren gefischt.


    Gibt es bei euch auch seit Kurzem mehr davon als früher? Werdet ihr auch so oft angeflogen?


    Gestochen wurde ich zum Glück noch nicht.


    Beste Grüße

    Sabine

    Boha bin da überfragt, irgendwie finde ich auch nicht das es wirklich mein verdient ist da ja die KI die ganze Arbeit macht und die ganzen änderengen eigentlich fast alles ideen von forums Mitglieder sind. Ich weiß nicht.

    Ich glaube nicht, dass du wegen der KI Scheu haben musst. Mein Sohn studiert Informatik, und meinem Empfinden nach programmiert bei ihm nur noch Claude.


    Aber die KI muss man ja erstmal mit der Idee füttern - und das mit den Rechtecken so einfach bedienbar zu machen, war ja deine super Idee und in meinen Augen der schickste Hauptaspekt.


    Beste Grüße

    Sabine

    Vielen vielen Dank, lieber Björn!


    Jetzt steht dank deiner wunderbaren Anleitung hoffentlich meinen eigenen Tapeten-Sporen-Aufnahmen nichts mehr im Wege :gfreuen:


    Beste Grüße

    Sabine


    edit: Matthias, genau so hatte ich mir das eigentlich vorgestellt.

    Lieber Björn,


    toll mal wieder, aber jetzt muss ich doch mal was fragen, was mir schon ewig unter den Nägeln brennt:


    Wie kriegst du immer die wunderschönen Sporenverteilungen hin? Bei mir liegen die nie so, auch nicht die Abwurfpräparate. Da klumpen immer ein paar zusammen, dazwischen freie Stellen, immer liegen irgendwelche teilweise übereinander. Bei dir sehen die, egal welche Sporenart, immer aus wie eine perfekte Tapete.


    Neugierige Grüße

    Sabine

    Bernd, du kannst doch zoomen. Mit dem Mausrad (das ich nicht habe) oder über die +/--Tasten oben, wo der Vergrößerungsfaktor angezeigt ist.


    Beste Grüße

    Sabine

    Wir reden also echt jetzt von einem 75+ cm hohen Hallimasch?

    Ja, das war echt bizarr. Da hat das Myzel wohl alle Energie darein gesteckt, diesen einen Fruchtkörper zu produzieren.


    Ich ärgere mich, dass ich kein Foto gemacht habe. Das war eine Pilzwanderung für die VHS, da mache ich normalerweise keine Fotos - aber da hätte ich mal eine Ausnahme machen müssen....


    In den Jahren danach war ich noch ein paarmal an der Stelle, aber so einen Fruchtkörper gab es da nie wieder.


    Beste Grüße

    Sabine