Ist das einer der Risspilze? Wohl nicht.

Es gibt 16 Antworten in diesem Thema, welches 721 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Oehrling.

  • Hallo zusammen,


    aufgenommen am 27. September während einer Wanderung im Pfälzerwald:


    Bild 1: Sehr faserig zerrissener rehbrauner Hut


    Bild 2: Blick unter den Hut in die frei stehenden Lamellen mit hellen Schneiden und m. E. braunem Sporenpulver


    Bild 3: Der Stiel mit einer evtl. etwas verdickten Basis


    Kann ein Risspilz (damit kenne ich mich noch gar nicht aus) bestätigt werden, evtl. der Ziegelrote Risspilz Insosperma erubescens?


    Vielen Dank für eure Hilfestellung.


    Viele Grüße

    Reinhard

  • Hallo Steffen,


    hab sie mir angesehen und kann nicht feststellen, dass ich etwas falsch beschrieben habe.

    Nur: In der Gattungsbeschreibung zu Risspilzen steht bei mir, wie ich jetzt feststelle: Lamellen angewachsen.

    Also lerne ich daraus: Das ist kein Risspilz!!!

    Was ist es dann? Grobe Richtung?

    Lieben Dank für deinen Hinweis, Steffen.


    Liebe Grüße

    Reinhard

  • Kücki

    Hat den Titel des Themas von „Ist das einer der Risspilze?“ zu „Ist das einer der Risspilze? Wohl nicht.“ geändert.
  • Genau, ich würde diesen FK auch für einen Pluteus halten. Die ausgeprägte aufgerissene Huthaut sieht etwas ungewöhnlich aus.

    Ich werfe mal P. diettrichii ins rennen.


    lg Rainer

  • Hallo Reinhard,


    richtig, es ist kein Risspilz. g:-)


    Konstantin Plum hat in Post #4 einen Hinweis gegeben.


    Viele Grüße,

    Steffen

  • Genau, ich würde diesen FK auch für einen Pluteus halten. Die ausgeprägte aufgerissene Huthaut sieht etwas ungewöhnlich aus.

    Ich werfe mal P. diettrichii ins rennen.


    lg Rainer

    Hallo Rainer,


    das es Pluteus ist, darauf sollte der Threadersteller selber kommen. Das war mein Ziel. g:(

    Schade das Du es verraten hast.


    Viele Grüße,

    Steffen

  • Hallo Steffen,



    das finde ich klasse von Dir. Denn auch ich möchte noch lernen. So kann ich es, wenn ich mal einen Pilz anfrage.

    Hilfst Du mir dann auch so toll? Ich würde mich sehr freuen. Danke Dir.

    Liebe Grüße vom


    Bläuling


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  • Hallo Steffen,


    immerhin, diesmal kam nicht gleich als erste Antwort ein "dahingerotzter" wissenschaftlicher Name ohne irgendeine Erklärung.


    Bei den "Ratgebern" steht ein wenig der pädagogische Gedanke im Vordergrund. Der Fragesteller soll in die Lage versetzt werden, aus den Antworten eigene Schlüsse ziehen, um den Pilz bestimmen zu können. Sicher eine effektivere Methode um zu lernen.

    Bei den "schnellen Antwortern" geht es wohl eher um die Geschwindigkeit; der erste zu sein, der sein Wissen dem Fragesteller zukommen lassen kann, vor den anderen. Eine gewisse Form der Selbstdarstellung mag manchmal treibende Kraft sein, wie so eine Art Wettbewerb.


    So ist das nun mal in einem Forum.... ==Gnolm13


    Gruß

    Peter

  • Hallo Rainer,


    das es Pluteus ist, darauf sollte der Threadersteller selber kommen. Das war mein Ziel. g:(

    Schade das Du es verraten hast.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo Steffen, sorry für meine unsensibel direkte Auflösung. Dies hätte ich deulich besser machen können.


    Ich schätze deine feinfühlige Art kritik zu äußern und immer den richtigen Ton zu treffen, sehr. Dies Eigenschaft hat leider nicht jedes Forummitglied.

    Wie schade, aber so ist das nun mal in einem Forum...


    lg Rainer

  • Hallo zusammen,


    vielen lieben Dank für eure Beiträge!

    Ich selbst finde es auch sehr gut, wenn ich durch die erhofften Hinweise zunächst erst eimal in die richtige Richtung gelenkt werde.

    Wie Steffen und Peter bereits geschrieben haben, erwächst daraus ein größerer Lerneffekt.

    Selbstverständlich bin ich aber auch für sofortige konkrete Namensnennungen dankbar.

    Gerade jetzt, wo es hier im Forum nicht mehr so unendlich viele Beiträge gibt, so dass man mit dem Lesen kaum noch hinterher kommt, hat man vielleicht auch wieder Zeit für eingehendere Recherchen dahingehend, was man bestimmen möchte. Mir geht es jedenfalls so und es haben sich in den letzten Wochen etliche noch nicht bestimmte Pilze angesammelt.

    So viel für den Augenblick. Nun werde ich mich erst mal bei den Dachpilzen (Pluteus) umsehen.

    Wenn ich zu einem Ergebnis gekommen bin, melde ich mich wieder um von euch bestätigt oder korrigiert zu werden.


    Liebe Grüße

    Reinhard

  • Hallo zusammen,


    inzwischen habe ich mich mal mit den Dachpilzen beschäftigt, eine Gruppe, für die ich bisher noch kein Auge hatte.

    Da meine beiden Pilzbücher nur eine kleine Auswahl an Dachpilzen bieten, habe ich mir bei 123pilzsuche.de (ich kenne eure teilweisen Bedenken hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit dieser Plattform) alle Pluteus-Arten angeschaut.

    Der von Rainer (magicman) ials Vorschlag gebrachte Pluteus diettrichii (Rissiger Dachpilz) scheint mir nach den makroskopischen Merkmalen nicht so recht zu passen. Dort wird der Hut als graubraun bis braunschuppig beschrieben. Graue Farbtöne oder braunschuppig kann ich bei meinen Fotos aber überhaupt nicht erkennen.

    Dann bleiben für mich noch zwei Kandidaten (immer makroskopisch betrachtet):

    1. der Rehbraune Dachpilz Pluteus cervinus, Hut hellbeige bis dunkelbraun, feucht etwas schimmernd, feinfaserig, Stiel weißlich mit bräunlichen Längsfasern, oft gedreht-längsrillig, Lamellen weiß, später rosa, Schneiden weißlich.

    2. der Voreilende Dachpilz Pluteus primus, Hut faserig dunkelbraun, orangebraun, Stiel weißlich mit bräunlich punktierten Längsfasern, oft gedreht längsrillig, Basis weißfilzig, zur Basis dunkler bräunlich, meist etwas verdickt, Lamellen weiß, später hellgelb, später rosa mit gleichfarbigen Schneiden.

    Diese Beschreibungen habe ich aus 123pilzsuche.de übernommen.

    Favorit für meinen Pilz ist die Nummer 2, P. primus.

    Was sagen die Dachpilz-Experten zu meinen Fotos und meiner Einschätzung?

    Da ich mit einem Risspilz ganz daneben lag stellt sich mir aber immer auch noch die Frage, ob außer einem Dachpilz auch noch etwas anderes in Frage kommen kann, denn ob der Pilz auf (vergrabenem) Holz gewachsen ist, kann ich nicht sagen.


    Viele Grüße

    Reinhard


  • Da ich mit einem Risspilz ganz daneben lag stellt sich mir aber immer auch noch die Frage, ob außer einem Dachpilz auch noch etwas anderes in Frage kommen kann, denn ob der Pilz auf (vergrabenem) Holz gewachsen ist, kann ich nicht sagen.

    Da kommt nichts anderes in Frage. Dass der nun einen Witterungsschaden hat, macht die genaue Artbestimmung nicht leichter. Aber mit dem Habitus und vor allem den Lamellenansatz, wird es nichts anderes als ein Dachpilz.

  • Hallo Reinhard,


    du machst alles richtig. Dachpilz passt gut.

    Die Entscheidung, welche Art das verunstaltete Exemplar nun wirklich exakt ist, lässt sich nicht rein makroskopisch treffen. Aber mit dem Rehbraunen liegst du gut. Mehr geht nicht.

    Pluteus primus würde ich nicht in Erwägung ziehen, das ist eine Art des Frühjahres.


    Gruß

    Peter

  • Hallo zusammen,


    wenn man keine Gelegenheit hat zu mikroskopieren, sollte man den Geruch erheben. Risspilze riechen im allgemeinen schon sehr anders als Dachpilze. Wäre eine Idee, wie man nächstes Mal an die Sache rangeht.


    Wie man bei der Bestimmung vorgeht, ist wichtiger, als welche Pilzart das nun letztlich ist. Der Pilz sieht zudem schon alt aus, da ist die Frage, ob die an diesem Exemplar gewonnenen Erkenntnisse überhaupt übertragbar sind.


    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!