Beiträge von magicman

    Hallo zusammen, ich konnte heute diesen Spaltkohlenpilz auf Fagus finden. Diese Gattung ist ja durch ihre makroskopische Erscheinung sehr auffällig.


    Nur leider musste ich erkennen, das es doch einige Arten gibt. Vielleicht lässt sie sich doch noch etwas eingrenzen (Substrat)


    Das Habitat ist Fagus dominiert Hang mit angrenzendem Birkenbruch. Das Substrat färbt sich deutlich dunkel.


    Die auf Esche vorkomende Art Hysterographium Fraxini würde ich daher eher auschliessen wollen. Ob die Färbung diese Art eingrenzt kann ich leider nicht beurteilen.








    lg Rainer

    Hallo Christoph,


    vielen Dank für deinen Hinweis, meine Kommetar hat natürlich deine Sichtweise falsch wiedergegeben, sorry. Dies wurde natürlich korrigiert!


    Ob Galerina autumnalis und Galerina unicolor abtrennbar sind oder nicht, ist somit noch nicht geklärt. Der Galerina marginata-Komplex bedarf immer noch einer ausführlichen Revision, die sich dann zumindest über die Nordhalbkugel spannen sollte (und das ist mühsam). Galerina badipes ist jedenfalls eine eigenständige Art (u.a. zweisporige Basidien, Sporen fast glatt, enthält nach Landry et al. 2021 keine Amatoxine), die innerhalb der Untergattung Naucoriopsis aus dem Galerina marginata-Komplex rausfällt und eine Schwestergruppe bildet, aber eben auch wie Galerina marginata aussieht (mit dunklem Stielfleisch wie bei deiner Kollektion und später dann auch außen mit dunkler Stielbasis). Ein Problem ist auch, dass Galerina marginata s.str. noch typisiert werden muss.

    Solltest du ein Exikkat für eine eigene mikroskopische und genetische Untersuchung brauchen, könnte ich sie für dich trocken.

    Dies müsste dann noch heute geschehen -> (PM).


    Ohne genaue Mikroskopie, nur makroskopisch und ökologisch ist hier momentan wohl nichts genau bestimmbar.

    Da hat sich Raphael ja auch schon geäußert :). Vielen Dank für deine ausführliche Bewertung der aktuellen Sachlage und die Angaben der Quellen!


    lg Rainer

    Hallo, ich komme aus der Heide und habe diese Gruppe Galerinas im Moos ohne erkennbares Totholz gefunden.


    Die sehr vielen gerieften kleinen Galerina Funde aus der Heide lasse ich immer links liegen. Makroskopisch unbestimmtbar.


    Aber so früh im Jahr mit sehr schwacher Riefung im Moos.Da wurde ich etwas neugierig. Der Habitus sieht wie eine gewöhnliche Galerina marginata aus.

    Geruch muffig, gute erkennbare Ringstruktur und mit ausgesprochen silbrig überfaserten Stiel. Der Stiel wird hohl und ist ausgeprägt dunkelbraun und schon fast schwarz.

    Der Hut zeigt keine erkennbare hygrophanität. Nach etwas Suche komme ich auf G. unicolor und der wurde hier im Forum als Galerina marginata var unicolor beschrieben.


    Edit:

    Abschliessend gibt Christoph, Tricholomopsis, eine ausführliche Erklärung das die betreffenden Arten von Gulden nach einem unzureichenden Verfahren analysiert wurden und eine Artentrennung weiter diskutiert werden muss/sollte.


    Nun meine Frage, sind diese Erkenntnisse immer noch state of the art?


    So sieht mein Fund von Heute aus.


    Fundort



    Habitus









    Vielen Dank und lg Rainer

    Hallo liebe Pilzfreunde,

    ohne Mikroskop muss ich mich mit dieser Unsicherheit leider zufrieden geben. Ich schaue mich schon um, aber mit Familie

    ist meine Zeit stark begrenzt.


    lg Rainer

    Makroskopisch erinnert mich das an Bertia moriformis, die aber auf Buche und nicht auf Nadelholz vorkommt

    Hallo Björn,

    Bertia moriformis sieht schon so aus und in div Quellen ist auch in seltenen Fällen von Nadelholzsubstrat die Rede.


    Makroskopische alternativen mit einer solchen Himbeerenartigen Oberfläche auf Nadelholz-Substrat finde ich nicht.


    Vielen Dank.


    LG Rainer

    Hallo, am morgen wurde ich auf eine Kohlenbeerengruppe aufmerksam. Diese war auf Nadelholz zu finden. In diesem Komplex ist ja viel möglich.


    Wenn ich mir das so anschau gibt es aber nicht viele Kohlenbeere-Arten auf Nadelholz zu finden. Vielleicht verfügt ja einer von euch über die Expertise

    diesen Fund besser zu bewerten.


    Das Substrat, entrindetes Nadelholz, kugelartige FK mit einem Durchmesser von 1 bis kleiner 1 mm, gesellig und verfärbt das Substrat bräunlich. Die Oberfläche ist warzig verkrustet bis

    verklebt. Die Perithezienmündung ist nicht zu erkennen.







    vielen Dank, lg Rainer

    Hallo Felli, Hallo Werner, mit der Gattung und den alternativen Artne werden ich mich noch etwas beschäftigen (Makroskopisch)


    Die Eingrenzung des Substrates auf Rosacea finde ich interessant. An dieser Stelle gab es nur Kiefer und Birke zu sehen. Und Sorbus, Eberesche,

    ist dort keine häufige Art und mir noch nie aufgefallen. Die anderen Rosengewächse fallen wohl aufgrund der Größe des Substartes eher aus dem Rahmen. Ich werde wohl noch eine paar Bilder machen und hier ergänzen.


    Ich lasse das Fragezeichen mal so stehen!


    lg und vielen Dank

    Hallo, mal wieder etwas neues. Diesmal sehe ich einen schwarzen auffälligen Rinden-Kugelpilz, der Becherförmige kreisrunde FK auf entrindete Betula bildet.


    Das Schwarz und die Runde Form führt mich schnell zu der Gattung Biscognauxia. Die FK lassen sich ganz leicht von dem Substart entnehmen und sind 4-5 mm im Durchmesser


    Ich finde die Art könnte gut zu Biscognauxia maginata passen. Das Schittbild habe ich auch mal gemacht.







    Vielen Dank für die Unterstützung


    lg Rainer

    Hallo Ingo,

    vielen Dank für deine Unterstützung.


    Ich kann mir gut vorstellen dir Frischmaterial zu senden. Ob sich dies lohnt und von Erfolg gekrönt ist kann ich nicht bewerten. Bisher habe ich fast ausschließlich getrocknete Exikkate versendet.


    Zum Austausch wäre auch PM möglich!?


    Die Haarbecherlinge sind nicht selten.

    Unter jedem dritten entrindeten, mindestens armdicken Fagus Totholz

    im Laubstreu liegend, etwas hohl und seitlich auf andern Totholz aufliegend war dieser zu finden.


    Dies hatte ich besser mal gelassen, weil ich jetzt noch viel mehr zu bestimmen habe.... ^^


    LG Rainer

    Hallo, neben dem Parasiten habe ich

    noch eine Haarbecherchen, Lachnum, gefunden.


    Mir ist bewusst, das es ohne Mikroskop keine Art geben wird, aber vielleicht lässt er sich aufgrund der makroskopischen Eigenschaften etwas eingrenzen.

    Diese Gattung hat ja recht viele Arten.

    Daher besuche ich nun immer die tolle Seite von Ingo. Ingo W


    Asco-sonneberg Gattung Lachnum


    Parameter:

    Ein bis zu 1mm grosser ordentlich behaarter Becherförmiger Fk der kurz

    bestielt ist. Der Stiel ist ebenfalls behaart. Das Hymenium ist anfangs weiss und später cream. Das Substrat ist immer Laubholz mit Wassernähe.





    Danke für das Sichten.


    LG Rainer

    Hallo, ich durfte heute schon wieder einen Phytoparasiten finden.


    Das Habitat ist der Bachlauf im Siebengebirge. Zwischen dem vielen Totholz habe ich befallenes Kraut gesehen. Die Bestimmung ist Adoxa moschatellina. Dann kann der Befall nur Puccinia adoxae sein.





    Wie seht ihr dies?


    LG Rainer

    Hallo hat keiner von euch eine Meinung zu der äußeren Merkmalen?


    Nach ein wenig Recherche zu den bisherigen Hydropus Freilandfunden in Deutschland bin ich recht schnell zu dem Hydroplus Fund von Lothar Kriegelsteiner gekommen. Dieser stellt den Fund als Pilz des Monats März 2012 Hydropus pseudotenax vor. Ich finde es passt makroskopisch sehr viel.


    Hydropus pseudotenax


    Ein weiterer Fund wurde in der Schweiz gemacht und ein Portrait erstellt. Warum diese Art wieder in Mycena gestellt ist erschließt sich mir nicht.


    Der Fundort unter Pinus würde ebenfalls zutreffen.


    Mycena pseudotenax


    Nun gut, beim nächsten Fund werde ich ihn trocknen.


    Wie seht ihr meine Einschätzung?


    LG Rainer

    Hallo, schon wieder ein Becherling auf Nadelholz. Dieser ist orange und sehr klein < 1 mm. Eigentlich sind mir die

    Fk aufgefallen weil sie an einer verfärbten Stelle zu finden waren.

    Bei näherer Betrachtung ist die Rindenstelle mit Harz bedeckt.


    Diese Konstellation führt mich zu

    Sarea resinae


    Nach meiner Recherche ist diese Art die einzige orange Becherling auf Harz



    Wie seht ihr meine Einschätzung?


    Die Bilder nicht so berauschend, aber der Becherling ist auch sehr klein.








    Danke für das Sichten


    LG Rainer

    Hallo zusammen, dies ist eine nicht ganz so ernst gemeinte Bestimmung, weil das abgestorbenen Blattwerk von Austrocynoglossum latifolium, aus der Sicht eines Laien, von einem Photoparasiten befallen ist und die Pflanze aus Australien kommt :)


    Die Frage ist, sind das Strukturen eines Phytopatasiten? Und wenn ja, lässt sich über den bekannten Wirt eine Art ermitteln? Gibt es weltweite Datenbanken für solche Funde?


    Wie sieht Björn dies? boccaccio








    Der Fund wurde in Bonn gemacht und

    ansonsten ist es halt nur zum anschauen.


    Ein paar weitere Impressionen




    LG Rainer

    Hallo Felli,

    eine Befütterung mit Mais kann ich mir kaum vorstellen. Ich kenne das Gebiet sehr gut, eine solche Stelle habe ich auch nicht nie gesehen.

    Des Weiteren werden die Schweine auf der Fläche konsequenz bejagt. Ob diese Strukturen dennoch für die Reste einer Maismalzeit sprechen

    kann ich nicht einschätzen.


    lg Rainer

    Hallo, gelegentlich schaue ich schon mal auf Dung, wenn es besondere Strukturen zu finden gibt.


    Ohne Erfahrung im Coprophilen Bereich und ohne Mikro durchforste ich anschliessend Hans Bender tolle Auflistung seiner Funde, um im besten Fall die Gattung ermitteln zu können, damit bin ich mehr als zufrieden.


    Beim Heutigen Fund werde ich leider nicht fündig und stelle daher diese Bild ein. Evtl. erkennt ja jemand diese Gattung/Art



    Viele Grüße

    Hallo Felli, Hallo Christoph, in der Gattung Merismodes gibt es neben M. anomala und M. granulosa mit M. fasciculata noch einen weiteren potenziellen Mitspieler. Tricholomopsis vielen Dank für das pdf.


    Ohne nochmal explizit die Sporeform und Größe aufzulisten belassen wir es bei Merismodes agg.

    Bei diesen sehr kleinen Unbekannten bin ich ohne Glas mit einem Gattungsteffer sehr zufrieden :)


    Vielen Dank, lg Rainer

    Hallo, der tägliche Becherling.


    Diesmal sollte es ein Basidiomycet sein!


    Ohne Mikroskop bleibt nur eine grobe Einschätzung.


    Diese FK Gruppen konnte ich heute auf Laubholz an der Unterseite finden.


    Diese sind auffallend gruppiert, kelchförmig und mit < 0,5 mm recht klein.


    Ich gehe aufgrund der Gestalt von Hängebecherchen, Merismodes, aus.


    Ich finde zwei Arten, eine großflächig ausbreitende Art M. anomala und mit Merismodes confusa eine Art mit nestartigem Wuchs.


    Ich könnte mir also gut Merismodes confusa vorstellen.


    Substrat links






    Vielen Dank für das Sichten


    LG Rainer

    Hallo, in den letzten Tagen habe ich recht viele Becherlinge auf Laubholz gefunden. Nun die erste Vorstellung.


    Die makroskopische Bestimmung ist recht schwierig und ohne Mikroskop bleibt es nur eine wage Einschätzung.


    Das Habitat ist auschliesslich Laubholz in einem einem mit Rotbuche dominaten Bereich auf Kalk. Die besten Funde habe ich erst durch eine Betrachtung der Unterseite

    gemacht. Die Becherlinge sind meist um die 1 mm und die Scheibe ist gelb. Der Rand zeigt ebenfalls eine deutliche gelbe Behaarung. Nun gut ein gelber Haarbecherling.

    Mit diesen Parametern lässt sich vielleicht etwas bestimmen.


    Meine Einschätzung geht richtung Neodasyscypha cerina dem wachsgelben Haarbecherchen.


    Gruppe ohne Vergrösserung






    Vielen Dank für das Sichten und einen Schönen Abend


    lg Rainer

    Hallo, eine Bestimmung mit Spätlese (Fundzeitpunkt 8.10.2025). Ich stelle Ihn euch vor, weil ich mir bei der Gattung nicht sicher bin und der FK makroskopisch sehr auffällig ist.


    Diese FKer waren in einem eher sauren Umfeld unter Pinus zu finden. Die ausgeprägte Hutriefung finde ich sehr aussergewöhnlich. Die Art ist sehr dünnfleischig und fürt daher zu dieser ausgeprägten Hutriefung.

    Bei der Betrachtung der Lamellenseite fällt mir sofort der grauweisse Farbton der angewachsen Lamellen und die vielen Anastomosen auf. Der Stiel ist apikal hell und basal schnell deutlich dunkler.


    Könnten diese FK Wasserfüsse sein? Oder sind das doch Mycena's ?







    Vielen Dank für das Sichten


    lg Rainer