Beiträge von magicman

    Hallo Christoph,

    Fun Fact: die Sporen bei Rhodocollybia reifen erst nach dem Abwurf richtig aus. Sie werden dann dickwandig und dextrinoid und sind dann kräftiger gefärbt (wegen der dickeren Sporenwand). Man findet solche Sporen gerne auf dem Hut, wenn einer auf den anderen absport. Man kann den Abwurf auch noch ein oder zwei Tage feucht halten, dann reifen die Sporen auch so nach. Das macht es nicht einfacher, eine Farbe anzugeben. Sind ausgereifte Sporen gemeint oder nicht?


    das wäre eine plausible Erklärung für den leichten creme Farbton. Der Spp-Abwurf wurde schon auf Objekt-Träger durchgeführt.

    Die Sporen hatten aber nur wenigen Stunden und waren somit sicher noch nicht richtig ausgreift.

    Kurz gesagt: bei Hellsporern braucht es auch Erfahrung, die genauen Farbnuancen zu erkennen.

    Die Farbnuancen sind nicht immer leicht zu bewerte, stimmt. z.B. haben die Schirmlinge aus den Tropenhäuser haben häufig nur leicht Farbnuancen.


    Zum Glück ist Pilzbestimmung und -beschreibung recht komplex, sonst wär's ja schnell langweilig ;)

    Deine Aussage könnte nicht zutreffender sein. Die Suche und Jagt nach dem Neuen und Unbekannten hat schon etwas. Ausserdem gibt

    es mehr als genug Raum für neue Erkennnisse.


    Liebe Grüße


    Rainer

    Nachtrag - Xerocomellus ripariellus - Zunahme der Rotstieligkeit am Stiel nach dem Pflücken. War bei meiner ersten Kollektion auch schon so.

    Hallo Schupfi, das nenne ich einen besonderen Fund.


    Gibt es auch noch mehr Bilder vom Fundort, dem Habitat und das Schnittbild zu sehen?


    lg Rainer

    Vielen Dank liebe Leute,


    der Sporenabwurf hat über nacht eindeutig cream bis leichter ockerlich ergeben. Rosa sehe ich jetzt nicht.

    Das ist zwar nicht richtig weiß, aber Meilen weit von Mykologen Braun-Rosa (Pluteus) weg.


    Meine Annahme, das diesen FK'er als Pluteus einzuschätzen ist, habe ich der Lamellenfärbung des Schnittbildes entnommen.

    Fast frei Lamellen und einen Stiel der sich gemeinerweise auch leicht vom Hut trennen lässt, hat mich fehl geleitet.


    Nun gut, und schon wieder etwas hinzugelernt.


    Damit bestätigt sich eure Bestimmunghilfe zu Rhodocollybia butyacea, einem Rosa-Spor-Rübling



    lg Rainer

    Hallo, ich konnte heute im Nadelstreu zwischen Picea einen aus meiner Sicht makroskopisch auffälligen Pluteus finden.

    Deshalb stelle ich Ihn als Anfänger auch ohne Mikrodetails vor, obwohl dies für Pluteus eine Pflicht wäre.


    Die Facts sind:


    Ein recht kleiner gedrungener FK (Hut 2,5 cm Stiel 3 cm) im Nadelstreu ohne erkennbares Totholz. Die Hutstruktur wirkt glatt und der Hutrand ist deutlich heller

    und der Huthaut steht deutlich über. Die Lamellen sind nicht wirklich richtig frei.

    Der Stiel finde ich ungewöhnlich braun bepudert und keulig. Der Stiel ist zudem aus meiner sicht auffällig wattig hohl.

    Zusätzlich zeigt das Schnittbild aus meiner sicht deutliches braunes Fleisch in der Stielrinde und Hutfleisch.


    Kann dieser FK mit diesen Eigenschaften noch Pluteus pouzarianus oder der weit verbreitet Pluteus cervinus sein?


    Ich bitte um eine Einschätzung von Pluteus-Kennern.



    Edit: Das Spp ist cream bis leicht ockerlich und damit ein evtl. Pluteus ausserhalb der möglichen Bestimmungsbreichs.

    Der Allgemeine Hinweis auf Rhodocollybia butyacea ist sehr gut nachvollziehbar, vielen Dank!










    lg Rainer

    Hallo zusammen, bezüglich Gomphidius maculatus.

    Dein rötender "Schneckling" wird Gomphidius maculatus sein.


    die erneute Besichtigung des Fundortes bestätigt Larix (Lärch). Siehe Bild Habitat: Die Lärche ist hinten links in zweiter Reihe zu finden.

    Vorne links Betula, links weiter hinten eine Picea-Ansammlung und auf der rechten Seite nur Fagus. Der Weg bis zur Lärche ist bestimmt 10 Meter. Alle anderen Arten sind deutlich näher dran!

    Ich frage mich, ob Gomphidius maculatus basische Verhältnisse braucht (Schotterweg)?



    lg Rainer

    ein schönes umfangreiches Buch, ist mir für schnelles Nachschlagen fast zu schwer.

    Hier sind aber keine Filzröhrlinge enthalten, die aufgeführten Gattungen siehst du z.B. hier auf der Abbildung bei Andreas im Shop

    Das Werk sollte nur makroskopisch umfassend sein und ein guten Vergleich und Beschreibung der Schnittbilder bieten. Das die Filzröhrlinge fehlen finde ich allerdings ärgerlich. Werden diese Arten dann mit in der Vol 2 sein?


    Bisher habe ich nur einen Kibby (Cortinarien). So ganz zu frieden bin ich nicht.


    lg Rainer

    zu den Brandstellenfunden kann ich leider nur Vermutungen anstellen: #1 evtl. Nostoc?, #2 was aus der Sclerotinia Ecke? #3 eine Arrhenia.

    Deine E. cf. Alboleptonia (Pilz #2) ist sicherlich Marasmiellus tricolor, und die omphaloide Entoloma sollte mit E. neglectum abgeglichen werden, allerdings kenne ich die aus dem (Spät)Sommer.

    Hallo Alex, vielen Dank für deine Hinweise.


    Deine Einschätzung für die kleine weisse Gruppe (5.)) teile ich nun auch. Für Marasmiellus tricolor spricht viel, Habitat. Habitus, größe. Lamellenfärbung und erklärt auch die basale Schwärzung am Stiel. Ich habe sie getrocknet, einer Nachuntersuchung ist ja möglich.

    E. neglectum als Arbeitstitel passt und mehr geht makroskopisch nicht.


    Interessant ist dein Vorschlag für das Bakterium (Nostoc), diese leben in Symbiose mit Flechten und Pilzen. Diese gallerartigen Klumpen kommen nur auf dem Brandholz/Fläche in Verbindung mit Moos vor. Vielleicht anbei noch ein bessers Bild, ich werde die Entwicklung weiter beobachten.



    Die gefunden Brandpilze sprengen hier den Rahmen. Gibt es gute Literatur oder Webseiten, die sich mit mögliche Arten beschäftigen?


    lg Rainer

    mich erinnert das eher an Xerocomellus cisalpinus oder pruinatus, wegen dem gelben Fleisch eher an den Zweiten.

    Die roten Flecken erinnern mich nicht an die karottenroten Punkte von Hortiboletus engelii,

    dein Filzröhrling ist aber sicherlich nicht H. engelli sondern ein Rotfuß - vermutlich einfach Xerocomellus pruinatus mit dem gelben Stielfleisch und blauen hauptsächlich im unteren Stiel.

    Hallo Matthias Hallo Schupfnudel, recht habt Ihr beiden. Vielen Dank für den Hinweis.


    Ich muss mir unbedingt eine gute Röhrlings-Literatur zulegen, um das Schnittbild besser vergleichen zu können.

    Wie seht ihr das Buch "European Bolets, von Miksik"? Oder gibt es eine bessers Werk?


    lg Rainer

    Liebe Pilzfreunde, in den letzten Wochen war nur wenig zu finden. Ein paar Neulinge gab es aber dennoch, die ich euch zeigen möchte.


    Wie immer, alle Funde wurden nur makroskopisch betrachtet und die Bestimmung reicht daher teilweise nun bis zur Art.


    Über Hinweise und Ergänzungen freue ich mich natürlich. Los geht´s



    Habitat 1: Eine sandige Magerwiese, die leider nur einen bruchteil der Üblichen Arten zeigt. Die Lage war einfach zu lange trocken. Es reicht aber immer noch für ein paar

    tolle Funde


    1.)

    01.09.26 Clitopilus scyphoides agg.: Ein kreideweisser nabelingsartig/trichterartig vertiefter Fk mit eingerolltem Rand mitten auf der Magerwiese

    Der Geruch ist mehr als deutlich mehlartig.. Ich bin im ersten Moment von Blüten ausgegangen. Es gibt wohl einige Variationen, daher das agg.





    2.)

    21.09.26 Entoloma / Subgenius Alboleptonia: Eine weisse Entoloma aus der Alboleptonia Bereich. Dieser sehr sehr kleine Rötling war im einer Magerwiesenumgebung

    im Sand zwischen hohem Gas zu finden. Ein absoluter Zufallstreffer, weil direkt in der Nachbarschaft klassische Wiesenrötlinge zu finden waren, sonst hätte ich ihn nie gefunden.

    Dieser ist mit einen Hutdurchmesser von nur 2 bis maximal 5 mm ausserorderntlich klein und aus meiner Sicht kommt E. sericellum alleine aufgrund der

    Größe nicht mehr in frage. Innerhalb von Alboleptonia sehe ich Ihn nur zu den kleinsten Arten zählen.

    Die Lamellen haben einen leichten gelben Schimmmer und wachsen auffällig in der Enticklungsphasen am Stiel herab. Die Kollektion erlaubt eine gute Beobachtung der Entwicklungsformen. Der Geruch war unauffällig und eine Geschacksprobe wurde nicht durchgeführt

    Sichtung aller sehr kleiner Arten aus der Alboleptonia Ecke (FE 5C), die eine Sandige Magerwiese bevorzugt und einen solch kleinen Habitus zeigt.


    Edit: Der von Alex vorgeschlagene Wiesen-Zwergschwindling Marasmiellus tricolor halte ich auch für eine gute Bestimmungswahl (Danke Alex


    Habitat:






    Hier ist die Entwicklung der Lamellen gut zu erkennen



    3.)

    21.09.26 Coprinopsis candidata: Aufgrund der gut erkennbaren Flocken auf dem Hut würde ich meine Fund Coprinopsis candidata - den flockigen Scheibchentintling

    bezeichen wollen. Die vergänglichen Schüppchen sind gut zu sehen. Die Gruppe war im besten Zustand zu finden und sahen richtig gut aus.




    4.)

    23.09.26 Hortiboletus engelii: Ein besonders hübsches Exemplar in der Heide unter Quercus. Das gelbes Fleisch und diese Punkte in Stielbasis führen schnell zu ihm.

    Im Abgang zeigt sich auch ein leichtes blauen.


    Edit: Der Röhrling ist wohl eher im Dunstkreis von Xerocomellus cisalpinus oder pruinatus zu suchen! (Danke Matthias und Schupfnudel)




    5.)

    23.09.26 Entoloma / Omphalioid Fk: Ein ausgesprochnen tief genabelter brauner Fk ohne Zonierung. Gedrungen mit kurzen spitz zulaufenden Stiel und bogigen Lamellen

    Ein sonnenexponiert Platz im Sand findet die Gruppe mit bis zu 2,5 cm Hutdurchmesser gut. Das Habitat ist ein sandiger Standort. Die Farbe ohne erkennbare

    Zonierung und Riefung, ein gedrungenen Wuchs, sehr tief genabelt mit bogigen Lamellen und kleiig beige braune Hutstruktur lassen an E. Neglectum

    denken. E. Undatum hat deutlich mehr graue Töne und neigt zur Zonierung. Da wären noch die mediterane Art E. cittoi, die neigt aber auch

    zur zonierung. Hier hilft nur das Mikroskop und die Sichtung von FE 5c.


    Arbeitsitel E. neglectum




    Ausgewachsen





    Habitat 2: Paralell habe war ich gelegentlich im Hochmoor und konnte schon einige interessante FK finden. Der blaue Entoloma Im Moos, z.B. Es gab auch noch andere interessante Funde


    6.)

    04.09.26 Ein Hygrophorus spec. Gomphidius maculatus: Ein Schneckling Schmierling der sehr stark auf Verletzung reagiert. Das Habitat hat auf der linken Seite, Betula und Nadelbäume

    und der rechten Seite des Weges Fagus und Betula. Basaltschotter war nicht weit entfernt. Obwohl ich dieses Merkmal für sehr auffällig halte,

    finde ich keine Art mit dieser Eigenschaft (Reaktion auf Verletzung). Ich hoffe auf eure Inspiration :)


    Edit: Der Bestimmungsvorschlag von Axel, das der FK Gomphidius maculatus sein könnte, halte ich für sehr wahrscheinlich.

    (Vielen Dank Axel/Cyathus)


    Edit 2: Die erneute Besichtigung des Fundortes bestätigt Larix (Lärch). Siehe Bild Habitat: Die Lärche ist hinten links in zweiter Reihe zu finden.

    Vorne links Betula, links weiter hinten eine Picea-Ansammlung und auf der rechten Seite nur Fagus. Der Weg bis zur Lärche ist bestimmt 10 Meter. Alle anderen Arten sind deutlich näher dran!


    Habitat:









    7.)

    09.09.26 Cordyceps farinosa?: Eine Anamorphe form von Cordyceps und diese wäre aus meiner sicht makroskopisch Cord. farinosa. Die Basis ist gut erkennbar gelblich.

    Der einzige Versuch das Insekt freizulegen war leider nicht erfolgreich. Das Gelände war stark abfallend zum Wasserlauf und es waren nur wenige

    Kernkeulen nur in diesem Bereich zu finden.




    8.)

    09.09.26 Flammulaster carpophiloides agg.: Ein junger Schüppling auf Buchecker. Ich finde da kommt nur Flammulaster carpophiloides agg in Frage.

    Wie ich sehe gibt es einige Variationen, daher das agg.




    9.)

    22.09.26 Coprinopsis auf Dung. Eine sehr kleine Cophrofile auffällige Art mit nur 3 mm Hutdurchmesser und Höhe und ist mit knappen 3cm recht langstielig.

    Das Substart halte ich für Reh-Losung oder doch Hase?. Das Habitat ist mitten im Hochmoor zwischen Betula und Aldus im Moos.

    Auf der Suche nach einem sehr kleinen coprohilen Art mit Coprinopsis lagopus Habitus. Vielleicht hat coprinusspezi (Hans) eine Idee?


    Kaum scharf zu bekommen, sorry






    10.)

    28.09.26 Agaricus spec.: Eine stark rötende Art. Diese finde ich normalerweise nicht. Sektion Sanguinolenti? Blutegeerlinge ohne Reaktion auf KOH!

    Diese Fk wurden unter Kiefern im Hochmoor gefunden. Die Momographie von Para lesen und die Ringeigenschaften und Velumbildung beim Jungen FK vergleichen.






    11.)

    15.10.26 Entoloma rhodocylix: Im Hochmoor unter Alnus im Moos in sauerer Umgebung stehend. Es hat etwas gedauert bis ich auf eine Entoloma gekommen bin. In diesem Fall erst

    nach einem Spp-Abwurf. Der Habitus sieht wie eine graue Ricknella im Moor aus. Sehr eindeutig Entoloma rhodocylix - der Erlennabelrötling (wie passend)

    oder unter Pilze Deutschland als Becherrötling geführt!?







    12.)

    16.10.26 Cortinarius betulinus: Wie im letzten Jahr ein sehr heller FK wieder ohne erkennbare blautöne, ausserordentlich schleimiger Schleierling unter Betula im Hochmoor, Huthaut nicht entfernbar Stiel schleimig und Keulig geformt. Er schmeckt mild und richt unauffällig. Das Schnittbild zeigt im Hutbereich immer eine graue Stelle. ich finde Ihn jedes Jahr unter Betula




    Habitat 3: Ein ehemaliges Basaltabbaugebiet (ausgesprochen basige Umgebung) mit einigen Brandstellen

    sollte jemand eine gute Basis für die Brandpilz bestimmung haben, bin ich für jeden Tip dankbar.


    13.)

    24.09.26 Lactarius citriolens - Fransenmilchling, die langen Fransen in verbindung mit einer citronengelbe Milch und im Schnittbild in der Stielbereich und

    gelbverfärbung über den Lamellen eine fehlende Zonierung, der stark basische Standort mit Laubmischbaumbestand finde ich sehr passend. Der Habitus ist recht groß.






    14.)

    24.09.26 Lactarius controversus: Ein besonders gedrungener, großer FK mit sehr scharfer weißer Milch.

    Die Lamellen sind sehr auffällig gegabelt am Stiel angewachsen die Lemellen stehen sehr dicht.





    Noch ein paar Impressionen von den Brandstellen, vielleicht kann Alex AlexanderK ein paar Hinweise geben?


    Gallertartige FK grünlich sehr häufig


    gestielte Becherlinge 3-4mm


    Nabelartige FK in groß und sehr klein



    sehr klein






    Ich hoffe es hat euch etwas gefallen. Nun gut, es war etwas viele Funde, ich sollte diese wahrscheinlich besser aufteilen.


    lg Rainer

    Auffällig waren die Unterschiede im Pilzwachstum. An sonnigen trockenen Standorten wuchs fast nichts

    Hallo Claudia, da hast du eine sehr schöne Bandbreite an Hygrocybe gefunden.

    Deine oben gemachte Einschätzung für die Ebene, kann ich nur bestätigen. Auf meiner Magerwiese, Kölner Bucht, sind so gut wie keine Saftlingen zu finden. Dies gilt auch für alle anderen klassischem Magerwiesengattugen ((Geoglossaceae, Clavariaceae... )sogar die allgegenwärtigen Entoloma sind deutlich weniger zu finden.


    Auf ein besseres Wiesenjahr 2027.


    LG Rainer

    Hallo,


    nach der Dürre war lange Zeit nicht viel zu finden, aber vor 1-2 Tagen haben sich die FK´er doch in einer enormen Vielfalt gebildet.

    Dieser Tage war ein blaues Outfit in...


    Alle Arten wurden nur makroskopisch bestimmt.



    1. Chlorociboria: Diese Grünspannbecherlinge habe ich schon eine Weile gesucht. Nun war es soweit, ob es nun Ch. aeruginascens oder Ch. aeruginosa ist, kann ohne Mikroskop nicht ermittelt werden.



    Die Florfliegeneier, bleiben zur Besichtung, weiter drin. Nun, noch 2 besser Bilder vom 4.10.2026





    2. Entoloma euchroum: Ich durfte Ihn schon einmal als Einzelfruchtkörper finden. Diesmal war es eine ganze Kollektion mit 10 FK, die ich dokumentieren durfte.



    3. Entoloma spec.: Der Fund des Tages. Dieser sehr kleine blaue/violette Rötlinge fruktuziert in Sphagnum cymbifolium (Sumpftorfmoos). Die FK sind sehr klein und haben eine schuppig/haarige Hutstruktur. Die Mitte ist etwas dunkler und der blaue Stiel ist leicht überfasert. Das Schnittbild zeigt im Stielfleisch mit einen violetten Ton! Das Habitat ist von Fichte u. Kiefer gesäumt und wird als ausgesprochen sauer eingeschätzt. Wenn man nur den Hut und Stiel des sehr jungen FK(3 mm Hut und 15mm Stiel) farblich betrachtet, so fält ein Farbunterschied auf. Die Lamellen laufen schon sehr jung am Stiel deutlich herab und wirken leicht bläulich. Alles in allem finde ich nur eine Art die diesen Habitus, den Farbverlauf, das saure Habitat auf Sphagnum zu finden ist Entoloma kruticianum. Der neutrale Geruch und die sehr kleine Größe, Hut von 4 - 15mm, treffen auch zu.


    Es gibt aber auch noch eine ähnliche mycenoide und genetisch sehr nahestende Art E. lepidissimum. Diese mag auch eine saure Fichten-Umgebung ist aber auf Nadeln/Nadelholzreste zu finden. Zeigt keinen farblichen unterschied zwischen Hut und Stiel und ist etwas größer. Die Bilder in der Beschreibung von Morozova, Dyakov, Popov sind sehr spärlich. Es fehlt ein Schnittbild und die Hutstruktur eines älteren FK.


    Alles in allem muss mikroskopisch zuerst einmal nachgewiesen werden, dass an den Basidien Schnallen zu finden sind, um eine nicht magerrasen Leptonia nachzuweisen.

    Die Sporengröße unterscheidet sich und im Schlüssel wird auf Sphagnum hingewiesen (Entoloma kruticianum). Vielleicht muss man auch ein sp. anhängen.

    Das Mikroskop wird immer dringender. Arbeitstitel: Entoloma kruticianum/lepidissimum







    Hier gibt es noch Klärungsbedarf.


    4. Zum Schluss noch ein nicht so häufig zu findendes Kraut für dieses Habitat mit wunderbarer blauer Blüte der Kleinblütige Natterkopf - Echium parviflorum des Lungen-Enzian - Gentiana pneumonanthe





    Edit 2: Text überarbeitet und weitere Bessere Bilder für Chlorociboria ergänzt


    Ich hoffe, dass blaue Konzert hat euch etwas gefallen.


    lg Rainer

    Hallo Bernd,

    schon wieder ein toller Rötling. Hast Du die Fungi Europaei 5,5a und 5B von Noordeloos?


    Als Anfänger, kann ich dir leider nicht helfen und wieder müssen die bekannten Spezialisten ran.


    lg Rainer