Findet man pilziges bei 38 Grad?

Es gibt 35 Antworten in diesem Thema, welches 3.440 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Corinne.

  • Liebe Interessierte


    (Gross)Pilz-Ausschau-Runde Mitte Juli bei seit länger anhaltenden Hitze-Temperaturen um die 30 bis 38 Grad begleitet einzig von äusserst zaghaften geizigen Regengüsschen?? 🤔🤔


    Das Ergebnis war ein unspektakuläres bescheidenes und komisch zusammengewürfeltes Potpourri, aber immerhin liess sich etwas finden.



    Nicht fehlen darf Phallus impudicus:



    Ein einsamer Tricholomosis rutilans (halt, sind ja zwei, wer sieht den zweiten?):



    Diese Glücklichen kamen als einzige in den Genuss eines frühmorgentlichen zweiminütigen lokalen Gusses welcher nach fünf Minuten komplett verdunstet war. Vermute hier Xerocomus. Da Habitat am Bord eines reinen dichten Fichtenbestandes, tendiere ich auf Xerocomus ferrugineus? Speziell, wie die FK ineinander verwachsen sind:




    Immerhin liessen sich trotz Hitze und Dürre erste Suillus grevillei blicken:



    Der mutmassliche betagte Russula virescens (Habitat: Ameisenhaufen) konnte nicht weiter bestimmt werden, da die Waldameisen ihre Beute vehement verteidigten😊:



    Bei Habitatwechsel am Wegrand in nährstoffreiche Laubwälder-Terrain an einem Schattenplätzchen ein weiterer mild schmeckender jedoch nicht genauer bestimmter Russula, somit enthalte ich mich einer Spekulation (keine SP/Guajak, Eisen ll Sulfat Entnahme):



    Die immer präsenten Amanita rubescens:




    gefolgt von Psathyrellas, vermute Psathyrella candolleana die sich an Schattenplätzen üppig ausgebreitet haben:



    dazu einen recht stattlichen Hymenopellis radicata:



    Phaelos spadiceus finde ich einfach immer schön und dieses Exemplar darf nun wohl langsam auch als „Grosspilz“ gelten😊:



    Zum Schluss noch eine weisse Lohblüte, diese sehe ich im Vergleich zur gelben relativ selten und freute mich:



    …und geschwitzt bei schlussendlich 38 Grad haben wohl alle:



    Danke allen für’s Durchhalten und für Korrekturen.


    Beste Grüsse und ich wünsche allen Leidensgenossen viel Regen💦
    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Hallo Corinne,

    Täubling Nr. 2 ist mit großer Wahrscheinlichkeit Russula aurea (Goldtäubling). Wenn man nach dem Abziehen der Huthaut gelbes Fleisch sieht, ist der Fall klar. Wäre das Fleisch dagegen weiß, käme auch noch Russula violeipes (Violettstieliger Pfirsichtäubling) in Betracht. Deine Fotos sind hier farblich nicht ganz eindeutig.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Diese Glücklichen kamen als einzige in den Genuss eines frühmorgentlichen zweiminütigen lokalen Gusses welcher nach fünf Minuten komplett verdunstet war. Vermute hier Xerocomus. Da Habitat am Bord eines reinen dichten Fichtenbestandes, tendiere ich auf Xerocomus ferrugineus? Speziell, wie die FK ineinander verwachsen sind:

    Hallo Corinne,

    mir sieht das weg dem dem büscheligen Wachstum und der welligen Huthautstruktur beim jungen Pilz nach dem Eichenfilzröhrling aus. Mir scheint es so als ob auf dem zweiten Bild auch ein Stück von einem Buchenast liegt,

    viele Grüsse

    Matthias

  • Hallo Corinne,


    toll was bei Dir noch so wächst. Ich getrau mich bei dieser Hitze ohne einen wichtigen Grund gar nicht aus dem Haus und Du gehst Pilze suchen. Da muß ich meinen Hut ziehen.


    VG Jörg

  • Hallo,


    trotz Hitze solche Funde – hier ist an so etwas nicht zu denken.

  • Hallo Corinne.

    Eine wunderschöne Bilderstrecke, die ein wenig neidisch macht! ;(

    Täubling Nr. 2 ist mit großer Wahrscheinlichkeit Russula aurea (Goldtäubling).

    Du bist zwar eher der Täublingsexperte, aber hier muss ich Dir widersprechen. ;)

    Russula aurea fand ich einst in Ligurien und dachte wegen der satt orangen Färbung und der gelben Lamellen spontan an einen Kaiserling.

    Der von Corinne vorgestellte Täubling ist meiner Meinung nach etwas anderes und ich bin bei Deinem zweiten Vorschlag Russula violeipes.

    Die Hutfarbe erscheint mir ganz typisch für letztere Art.

    Beste Grüsse und ich wünsche allen Leidensgenossen viel Regen💦

    Danke für den Regenwunsch :rain::rain::rain: . Die Hoffnung stirbt zuletzt! ^^

    LG, Nobi

    Hier geht es zu meinen Themen.

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    Chips: 72

  • Hallo Corinne,

    Täubling Nr. 2 ist mit großer Wahrscheinlichkeit Russula aurea (Goldtäubling). Wenn man nach dem Abziehen der Huthaut gelbes Fleisch sieht, ist der Fall klar. Wäre das Fleisch dagegen weiß, käme auch noch Russula violeipes (Violettstieliger Pfirsichtäubling) in Betracht. Deine Fotos sind hier farblich nicht ganz eindeutig.

    FG

    Oehrling

    Lieber Oehrling


    Danke herzlich für deine Begutachtung.

    Ich hatte Russula aurea auch in Erwägung gezogen und deshalb die Aufnahme mit der abgezogen Huthaut angefügt.

    Verzeihe die schlechte Qualität der Aufnahmen und in Anbetracht der dürftigen Daten bin ich davon ausgegangen, dass auch das Expertenauge diesen nicht bestätigen kann.

    Ich belasse ihn einfach unter Russula und bei nächsten Funden (wenn es kühler ist) werde ich profundere Daten unterbreiten.

    Beste Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Diese Glücklichen kamen als einzige in den Genuss eines frühmorgentlichen zweiminütigen lokalen Gusses welcher nach fünf Minuten komplett verdunstet war. Vermute hier Xerocomus. Da Habitat am Bord eines reinen dichten Fichtenbestandes, tendiere ich auf Xerocomus ferrugineus? Speziell, wie die FK ineinander verwachsen sind:

    Hallo Corinne,

    mir sieht das weg dem dem büscheligen Wachstum und der welligen Huthautstruktur beim jungen Pilz nach dem Eichenfilzröhrling aus. Mir scheint es so als ob auf dem zweiten Bild auch ein Stück von einem Buchenast liegt,

    viele Grüsse

    Matthias

    Lieber Matthias

    Danke herzlich für deine Begutachtung!

    Der Eichenfilzröhrling hatte ich auch in Erwägung gezogen, jedoch verunsicherte mich das Habitat.

    Eichen und Buchen waren schon auch zugegen, jedoch nicht in mittelbarer Nähe (auf der gegenüberliegenden Seite des Weges) und der Ast hätte durch den Wind hingetragen worden sein.

    Ich hätte ansonsten noch ein Schnittbild, falls von Interesse.

    Beste Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

    2 Mal editiert, zuletzt von Corinne ()

  • Hallo,


    trotz Hitze solche Funde – hier ist an so etwas nicht zu denken.

    Lieber Steffen

    Ich war auch überrasch, überhaupt etwas zu entdecken.

    Beste Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Lieber Nobi


    Danke auch dir für deine wertvollen Begutachtungen und Inputs.

    Entschuldigt, dass der nicht profund dokumentierte Fund soviel Verwirrung stiftet. Es war einfach zu heiss🫣


    Und ja, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt 💦👍😀

    Corinne

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  • Ich hätte ansonsten noch ein Schnittbild, falls von Interesse.

    Liebe Corinne,

    ein Schnittbild ist immer gut, kann hilfreich sein,

    viele Grüsse

    Matthias

    Lieber Matthias


    Hier somit zwei Schnittbilder.

    Beste Grüsse

    Corinne


    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • mir sieht das weg dem dem büscheligen Wachstum und der welligen Huthautstruktur beim jungen Pilz nach dem Eichenfilzröhrling aus.

    Hallo.


    Hätte der Brauen Filzröhrling nicht auch meist ein recht deutliches Stielnetz?

    Irgendwie meine ich an der Stielbasis des ersten Fotos, links unter dem Holzritterling, eine kleine stellenweise karottenfarbige Färbung zu erkennen.

    Das würde ja für den Eichenfilzröhrling sprechen.

    https://www.123pilzsuche.de/daten/details/efilz.jpg

    Auf dem rechten Bild von den Schnittbildern meine ich das karottenfarbene auch ganz minimal zu erkennen.


    LG

    Daniel

  • Lieber Daniel


    Ein Stielnetz muss an und für sich bei Xerocomus ferrugineus wohl nicht zwingend gegeben sein.

    Siehe auch der letzte Kommentar von Pablo am Schluss des Beitrages:



    Aber wie in Matthias’ Begutachtung erwähnt, scheint es sich ja um einen Eichenfilzröhrling zu handeln.


    Beste Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Liebe Corinne


    Vielen Dank für den schönen Beitrag. Bei uns gibt es leider nicht so viele verschiedene Röhrlinge und ich kenne mich daher auch nicht so gut aus, Xerocomus ferrugineus ist hier aber relativ häufig, daher kann ich dazu noch etwas sagen. Der Braune Filzröhrling X. ferrugineus hat typischerweise weissliches Fleisch und das Basalmyzel ist gelb. Wenn man diese Merkmale beachtet kann man ihn eigentlich gut bestimmen. Wie du bereits richtig geschrieben hast, erachte ich das Stielnetz (auch durch eigene Beobachtungen) als nicht so relevant, denn bei mir war es häufig kaum oder nicht vorhanden.


    Hier noch ein Schnittbild mit dem weisslichen Fleisch und ein Foto vom gelben Basalmyzel:




    Durch dein Schnittbild sieht man, dass das Fleisch für X. ferrugineus viel zu gelb ist und dieser somit ausscheidet. Was dein Pilz ist, kann ich dir leider nicht sagen, aber matthias0 kennt sich sehr gut aus und daher denke ich ist sein Vorschlag sicher sehr gut.


    LG

    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Was dein Pilz ist, kann ich dir leider nicht sagen, aber matthias0 kennt sich sehr gut aus und daher denke ich ist sein Vorschlag sicher sehr gut.

    Hallo Benjamin,

    bitte übertreibe nicht, ich kenne zwar ein paar Röhrlinge aber da gibt es noch genug andere die das auch können,

    viele Grüsse

    Matthias

  • Lieber Benjamin


    Danke auch herzlich für deine Fundbilder und zusätzliche Bestätigung.

    Ja ich bin auch sicher, dass Matthias‘ Begutachtung passt.

    Beste Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Hallo Corinne

    ich würde aufgrund der Rötung am Hutfleisch unterhalb der Huthaut Hortiboletus bubalinus auch nicht ganz ausschließen wollen auch wenn ein typisches Blauen fehlt. Einer von den beiden Hortiboleten wirds sein.


    Grüße Andre

  • Lieber Andre


    Danke auch dir herzlich für deinen Tipp.


    Xerocomus im Allgemeinen kommen in meiner Gegend (ausser den Massenpilzen, den verschiedenen Rotfussröhrlingen) nicht so häufig vor und mir fehlen dazu leider vermehrte Vergleichsdaten.


    Herzliche Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Das wäre doch eine Herausforderung für die kommende Pilzsaison: viele Filzröhrlinge finden, genau anschauen und danach bei Filzröhrlingen den Durchblick haben. Bei diesen geht fast alles makroskopisch.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Bei diesen geht fast alles makroskopisch.

    Hallo Oehrling,

    das geht bei anderen Röhrlingen auch wenn man sich der Variationsbreite bewusst ist. Manches sollte man doch genauer untersuchen lassen wenn man ein genaues Ergebnis haben möchte wie zum Beispiel bei den Kornblumenröhrlingen wo es bis jetzt 4 Stück gibt und man makroskopisch zwei mit Scheinring hat und zwei ohne erkennen kann. Der Rest scheint im Moment nur genetisch trennbar zu sein aber man ist ja schon nah dran,

    viele Grüsse

    Matthias

  • Das wird wohl noch eine Zeit dauern, bis die Corinne mal Pilze zum Untersuchen einschickt. Bis dahin tut es wohl die Makroskopie. Ich selber wäre auch schon froh, wenn ich mal überhaupt einen Korni finden würde, egal ob mit oder ohne Ring ^^ .

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Das wird wohl noch eine Zeit dauern, bis die Corinne mal Pilze zum Untersuchen einschickt. Bis dahin tut es wohl die Makroskopie. Ich selber wäre auch schon froh, wenn ich mal überhaupt einen Korni finden würde, egal ob mit oder ohne Ring ^^ .

    FG

    Oehrling

    Lieber Oehrling


    Somit haben wir beide wohl dieselben Wunschträume.

    Wünsche uns viel Erfolg beim Weitersuchen.

    Beste Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Das wird wohl noch eine Zeit dauern, bis die Corinne mal Pilze zum Untersuchen einschickt. Bis dahin tut es wohl die Makroskopie. Ich selber wäre auch schon froh, wenn ich mal überhaupt einen Korni finden würde, egal ob mit oder ohne Ring ^^ .

    FG

    Oehrling

    Hallo Oehrling,

    mir sind schon beide Spielarten über den Weg gelaufen, aber damals als Variationsbreite genommen. Mittlerweile denke ich das man sie auch an der Farbe erkennt, weisslich oder eher cremefarbenbei meinen wenigen Eigenfunden und nicht als wirklich sicher zu werten ist,

    viele Grüsse

    Matthias