Pilzsaison im Eimer?

Es gibt 19 Antworten in diesem Thema, welches 959 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Daniel224.

  • Hallo ihr Lieben,


    gute Frage, nicht? Pilze im Korb oder Pilzsaison im Eimer. Interessant finde ich in diesem Jahr, ob die extreme Trockenheit und die ebenso extreme Hitze sich irgendwie auf die heimische Funga ausgewirkt haben. Ich hatte zum Thema sogar Diskussionen im www. Ich glaube nicht, dass solche Extremsommer den Mycelien direkt schaden. Die können über Jahre hinweg im Boden abwarten, bis die Bedingungen wieder passen. Entscheidend ist vielmehr, ob die Wirtsbäume das mitmachen. Bei den Birken hierzulande sehe ich schwarz. Zum Thema Fichten gab es ja einiges zu lesen. Das kann ich aber mangels Fichten hier bei uns nicht so recht einschätzen. Die Kiefern jedenfalls halten ganz gut durch.


    Auf jeden Fall gab es zum Zeitpunkt 20. September in meinem Revier (Helenesee) mit ca. 300 Liter/m² die geringste Jahres-Niederschlagssumme seit Langem zu verzeichnen. Allerdings - Mitte August waren es noch 200 Liter! Man muss aber auch anerkennen, dass bereits 10 km weiter nördlich bzw. auch südlich mittlerweile 380 Liter Wasser im Messebecher landeten. Das Ergebnis kann man unmittelbar sehen. Während auf dem Gelände des Campingplatzes am vergangenen WE nicht ein einziger Pilz zu sehen war, schaute es am Südufer unseres Sees schon ganz anders aus.

    Nördlich von Berlin (Wandlitz - Liepnitzsee) fielen allein an dem einen Event vor knapp zwei Wochen 120 Liter zu Boden.


    Zwei Wochen seit dem Wasserfall langen aber nur für Schnellschützen wie diese Camembert-Rüblinge hier:



    Es gibt aber deutliche Anzeichen, dass es mit den anderen Arten auch losgeht.

    Riesenporling:


    Zumal Jahreszeit-bedingt noch gar keine Herbstarten auftauchten. Das wird auch hier sicher mit jedem Tag besser.


    Als Speisepilze kommt für mich nicht all zu viel in Frage. Außer, wenn die stattlichen Buchenwald-Perlpilze auftauchen:


    Die sind vom Aroma her unschlagbar. Man muss sich aber auskennen, denn im gleichen Areal wachsen auch die Panther. Zum Glück sammelt das kaum noch Jemand, so dass ich dort sogar am Sonntag- Nachmittag noch zum Zuge komme.


    Warum die große alte Hexe da stand, weiß ich nicht so recht. Die muss ja schon mitten in der Dürre gewachsen sein.


    Insgesamt war das Artenaufkommen noch sehr dürftig. Allerdings hatte mich ein Fund an Buchen-Totholz ein wenig entschädigt. Alldieweil ich diese (Löwengelber Dachpilz) Art bis dahin noch nie gefunden hatte, bekam der Tag doch noch drei von fünf Sternen.


    Es sei denn, Jemand redet mir das noch aus. Dann gibt es nur einen Stern.



    Zurück nochmal an den Helenesee:


    Am Südufer gab es vereinzelte rote Täublinge, die ich mir nicht näher angesehen habe, die aber Hoffnung auf mehr machten. Dazu gab es einige verdächtige Stielschnitte, vor allem an den Waldwegen, zu beobachten. Ohne die üblichen (vermadeten) Pilzreste drum herum. Einen von denen konnte ich sogar noch im Ganzen erwischen.


    Den Riesen hier muss ich nicht weiter kommentieren. das wird in den nächsten Wochen wohl noch viral gehen.


    Zum guten Ende noch einen Tusch und einen Trommelwirbel - ähm.


    Naja.


    Grüßlis Ingo

  • Hallo Ingo!


    Bei mir in Mittelhessen gibt es (noch?) nicht so viel. In allererster Linie Holzbewohner und ein paar Saprophyten, Glucken hatte ich schon mehrere. Davon waren aber etwa die Hälfte verwurmt! Das kenne ich in diesem Ausmaß nicht, dass der Strunk und die Seitenäste regelrechte Madenwohnblöcke sind. Vielleicht auch der langen Trockenheit und Hitze geschuldet, wer weiß.


    In den nächsten Tagen soll es BODENFROST geben!


    Dann könnte sich deine Überschrift bewahrheiten und die Saison wäre beendet, bevor sie - zumindest hier - richtig gestartet ist. Rohrkrepierer sozusagen. Ich zehre noch von meinen Erinnerungen an den letzten herrlich verregneten Sommer, als es schon im Juli und August eine überwältigende Artenvielfalt zu entdecken gab ...


    Beste Grüße,


    Frank

  • Morgen!


    Zwei, drei Nächte leichter Bodenfrost werden die Fruchtkörperbildung der meisten Arten allenfalls etwas verlangsamen, aber nicht beenden. Solange es tagsüber warm bleibt, dabei nach Möglichkeit etwas feucht, läuft das noch.


    Zu beobachten sind allerdings teilweise große regionale Unterschiede erstens hinsichtlich des Fruchtkörperwachstums und zweitens hinsichtlich der erkennbaren Dürreschäden an Wald und Bäumen. Das liegt einerseits daran, ob man durch einen Wald (hohe Dürreresistenz) oder durch einen Forst (geringe Dürreresistenz) läuft. Da spielen die Baumarten auch keine besondere Rolle - mal abgesehen von Fichten, die halt in Mitteleuropa verschwinden werden, bis auf ein paar Flecken in einigen Hochlagen.

    Ebenso auffällig ist das unterschiedliche Verhalten von Waldgebieten, je nach dem, ob dort schon im August gelegentliche Gewitter reichlich Regen gebracht haben, oder ob es monatelang konstant trocken geblieben ist. Aber noch ist erst September, mal abwarten, was im Oktober so passiert.



    LG; Pablo.

  • Bei Hexenröhrlingen ist es mir schon ein paar Jahre aufgefallen daß sie sich von Trockenheit wenig beeindrucken lassen und auch ohne Regenfälle Fruchtkörper ausbilden. Wohl nicht so intensiv wie bei guten Bedingungen aber sie tun es hier und da. Bedeutet in meinen Augen daß sie ihre nötige Energie und Stoffe dafür angespart haben oder es sich vielleicht ungefragt nehmen.

    In schwächerer Ausprägung beobachte ich das bei Steinpilzen. Da fühlt es sich für mich an als würden diese noch vor dem kommenden Regen/Wetter von diesem wissen. Vielleicht durch die Pflanzen, das Mikroklima oder chemische/physikalische Bedingungen im Umfeld? Irgendwas macht jedenfalls ihrer Art Lust zu wachsen ohne daß das Wetter dies vermuten ließe. So gelingt es mir auch immer wieder mal, konkurenz- und oft madenlos Steinpilze zu ernten wenn der erhoffte Regen endlich kommt. Denn angefangen zu wachsen haben sie schon kurz zuvor!

    Aber wie gesagt, nur punktuell. Ob ich das richtig deute, sei dahingestellt. Aber funktionieren tut es bei mir immer wieder mal. g:D

  • Heute war ich vier Stunden im Wald in Mittelhessen unterwegs, davon drei Stunden zwischen Herborn und Dillenburg sowie eine Stunde in der Nähe von Wetzlar.


    Kein einziger Mykorrhiza-Pilz, kein gelber Knolli, kein Perlpilz, kein Röhrling, kein Sprödblättler. Einen derartig leeren Wald habe ich zum Herbstbeginn noch nie gesehen.


    Es gab saitenstielige Knoblauchschwindlinge, ein paar Helmlinge, Sklerotien-Porlinge, LBM´s und einen dicken Buchenstamm mit Austern im Bestzustand. Ein schwacher Trost für mich, ich möchte lieber Artenvielfalt von Nichtspeisepilzen sehen. Die Handvoll Holzbewohner sind kein Ersatz dafür :(


    Dass eine Buche im September quietschgrüne Blätter abwirft, habe ich so auch noch nicht gesehen. Trockenstress? Sowas kenne ich nur von Hagelschlag, es gab aber keinen Hagel in den letzten Wochen.


    Die Nadelbäume haben schon kapituliert ...


    Mykologische Wüste :(


  • Hallo Frank,


    ich sehe da im Bild kahle Birken. Die dürften wohl hinüber sein - leider. Das meinte ich auch in meinem Beitrag. Wenn die Wirtsbäume sterben, haben die Symbionten auch keine Überlebenschance. Um die Buchen an sich würde ich mir keine Sorgen machen, vor allem, wenn sie in einem natürlichen Forst stehen. Buchenforste waren ja hierzulande die eigentlichen Urwälder. Die Birken passen besser in die kontinentalen bzw. subpolaren Gebiete.


    Dass die LBM' s da sind, ist aber auch ein Zeichen, dass sich etwas tut. Auf unserem Campingplatz stand nicht einer herum. Mit dem Frost hat Pablo natürlich recht. Der wird erst dann gefährlich, wenn er in den Boden eindringt. Aktuell ist sogar das Gegenteil der Fall. Erst durch solch kühle Temperaturen wird das Wachstum der eigentlichen Herbstarten (Cortinarien, Ritterlinge etc.) initialisiert.



    Grüßlis Ingo

  • Hallo Ingo!


    Dein Wort in Gottes Ohr ...

    Wir haben die dritte Septemberdekade und neben den genannten Arten habe ich noch das hier (vermutlich) auf Eiche gefunden:




    Auf den ersten Blick von oben dachte ich an einen Gift-Häubling, aber es fehlt der Mehlgeruch und das dunkle Stielfleisch.


    Also LBM, ich kann die kleinen braunen Dinger einfach nicht unterscheiden :(


    Das war´s dann aber auch an Pilzfunden. Vier Stunden unterwegs und mehrere Kilometer Fußweg ohne einen einzigen Mykorrhiza-Pilz.


    Gruß,


    Frank

  • ich sehe da im Bild kahle Birken. Die dürften wohl hinüber sein - leider

    Hallo,

    na dann kannst auf denen ja bald vielleicht Birkenporlinge finden :)


    Noch ist gar nichts vorbei, vorbei ist es grundsätzlich nie, irgendwas gibts immer, auch wenns nur irgendwelche alten Porlinge sind und außerdem kommen dann die Winterpilze. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß bei uns in den bergigen Regionen, also Mittelgebirge bis etwa 450m wirklich fast nichts zu finden ist, erst zu trocken, jetzt zu kalt. Nadelwälder bei uns auch fast gar nichts momentan. Aber Coröhrling hat mir geraten, es eher in Laubwäldern mit viel älteren Buchen zu versuchen, ein sehr guter Rat, da gabs die letzten zwei Tage trotz niedriger Temperaturen reichlich, viele verschiedene Arten. Wenn man natürlich in einer Region lebt, wo jetzt doch etwas Bodenfrost war, abwarten, wie sichs entwickelt, kann ja wieder wärmer werden und doch noch was kommen, man weiß nie. Und wenn nicht, auf die Austern ist meist immer Verlass, hat man ja auf einigen Bildern jetzt bereits gesehen. Was solls, es ist so wie es ist. Hauptsache man geht raus in die Natur und bewegt sich an der frischen Luft und irgendwas gibts immer zu sehen.

  • Servus,

    den Birken in "unseren" Wirtschaftsforsten schaue ich beim Absterben zu.

    :(


    Das zweite Jahr in Folge lassen sich auch die Boleten nicht blicken, nicht einmal Gallenröhrlinge.


    Meine Boletenfunde bisher:

    zwei Lärchenröhrlinge und eine (!) Marone.


    Traurige Grüße

    Marion

    liebe Grüße


    Marion und Marcus


    Pilze sind für uns wie Hunde: Sie treiben uns bei jedem Wetter raus in die Natur und bescheren uns das ein- oder andere Ungeziefer :worm: im Haus. Nur dass wir sie nicht füttern - sondern futtern!
    100 Pilz-Chips (die vom Anfang) warten auf's Setzen

  • Moin, Leute, das sind doch keine Birken, die frank zeigt. Nadelbäume (Fichten), deren Rinde schon abgefallen ist. Die sind nicht wegen dem Wetter in diesem Jahr hops gegangen - so schnell geht das nicht, dann wäre die Rinde jetzt noch dran. Und tote Fichten habe ich hier auch im Großpack, obwohl die hier der normale Bewuchs sind. Passiert halt, da wächst wieder was anderes, bis dann irgendwann mal eine Krankheit zum Beispiel dem Ahorn zu schaffen macht und die Fichten oder Birken oder oder ... wieder überhand nehmen. Wandel ist ein Kennzeichen der lebenden Natur. Konservierung ist das Gegenteil.


    LG, Bernd

  • In manchen Gegenden ist es nachts ziemlich frostig gewesen, sicher, aber die Bodenfeuchtekarte ist in vielen Regionen sehr vielversprechend.

    Coröhrling hat es mir geraten eher in Wälder mit älterem Buchenbestand zu gehen, also eher Laubwald, direkt bei mir vor Ort gibts einige davon, der Boden ist eher kalkhaltig, da finden sich dann entsprechende Arten, die aber sehr zahlreich. Angesichts dieser Hitze und Dürre vorher schon erstaunlich, wie schnell das geht. Ich hatte die Tage ja u.a. Hemileccinum depilatum gezeigt, ich war noch einmal in dem Wald und was soll ich sagen, sowas hab ich noch nie gesehen, mindestens 30 Stück nah beieinander, einer größer als der andere, alle natürlich nix mehr zum Essen, aber egal, reichlich Sporen für den Nachwuchs. Dazu hab ich nochmal nach den Anhöngselröhrlingen geschaut, da waren ebenfalls gut 10 Stück, ähnlich große Dinger, dazu noch nah dabei Wurzelnde Bitteröhrlinge und mehrere ebenfalls riesengroße alte Netzhexen. Nicht wenige Perlpilze, allerdings eher dünnfleischige, lohnt nicht. Pantherpilze gabs auch, gelbe Knollis, viele so ganz kleine. Verschiedene Täublinge. Irgendwelche Champignons am Feldrand vorm Wald, Parasole, Rotfüße und andere kleine Arten, also das war schon reichlich.

    In höheren Lagen, und in Monokulturen mit Fichten und Kiefern war allerdings echt kaum was, einige kleine Arten, die ich nicht kenne. In der Heide nördlich von Hannover auch eher mau, aber was solls, erkunden wir die Laubwälder, die haben wir genug. Müssen ja nicht zwingend Maronen sein, Steinpilze gibts in Buchenwäldern auch mehr als genug, die sieht man da nur etwas schwerer manchmal. Also ich finds angesichts dieser Extreme in diesem Jahr erst Recht interessant, wie schnell das geht und was innerhalb kurzer Zeit so passiert. Ist was ganz Neues für mich und ziemlich interessant. Ich war auch gefrustet, klar, viele, aber es ist so wie es ist, also beobachten wir, wie es weiter geht.

    Und die Saison ist nicht vorbei, die ist nie vorbei, die beginnt am 01.01. und endet am 31.12. :giggle:

  • Im Eimer ist nicht nur nichts, sondern genau im Gegenteil. Und wieder in von Coröhrling empfohlenen Gefilden, ok die Stelle kannte ich schon. Da leben so riesige prähistorische Hühner, die legen so leckere große Eier :giggle:

    Sind die nicht hübsch? Hatte bloß ne kurze Hose an und wollt da nicht weiter stöbern, das Gestrüpp war sehr hoch, morgen früh geh ich nochmal in die Freilandhaltung Eier suchen.

    1. Calvatia gigantea, etwa gut 20cm Druchmesser, etwas oval, schon älter

    2. der gleiche noch einmal

    3. zwei weitere, noch sehr gut

    4. und noch einer, auch noch gut

  • Daniel: Es freut mich sehr, dass es in deiner Region/Revier ganz gut aussieht. In einigen anderen Regionen von Deutschland (siehe Beitrag von Hukos/Marion) herrscht "mykologische Wüste", um das einmal ganz anschaulich zu umschreiben.


    Natürlich gibt es immer regionale Unterschiede, was das Pilzwachstum angeht. So extrem wie in diesem Jahr habe ich das aber noch nicht erlebt/wahrgenommen. Höchst bemerkenswert finde ich die Tatsache, dass ich praktisch keinen Mykorrhiza-Pilz finden konnte. Es gibt zwar eine Handvoll Pilze, aber das sind Saprophyten bzw. Holzbewohner.


    Gruß,


    Frank

  • Hallo Frank,

    ja leider ist es in manchen Regionen wohl immer noch zu trocken, vor allem Sachsen Anhalt, große Teile Brandenburgs, Teile Mecklenburgs und das östliche Schleswig Holstein und ein paar wenige Gebiete Badens und Württembergs. Dazu noch teils Bodenfrost, der aber wie viele ja gesagt hatten im Waldinneren nicht zwingend so streng sein muß.

    Hier war bis vor kurzem rein gar nichts los und nun kommt vieles auf einen Schlag.

    In was für Wälder gehst du denn meistens bzw. liegt ihr schon höher und ists kälter bei euch? Bei uns ist es bei um null geblieben, nur in den Hochlagen der südlich Hannovers beginnenden Mittelgebirge hats Bodenfrost gegeben. Aber auch das muß gar nichts heißen, ein zwei Tage ein bische Frost und dann längere Zeit nix und am tage recht warm, da kann noch einiges kommen. Hier ists teils immer noch Wüste, vor allem im Nadelwald, da ists etwas besser in Gewässernähe, an Seen und Bächen, aber allgemein besser im Laubwald zur Zeit.

    Tut mir leid, daß es bei dir so mau aussieht zur Zeit.


    LG

    Daniel

  • Moin, Leute, das sind doch keine Birken, die frank zeigt. Nadelbäume (Fichten), deren Rinde schon abgefallen ist.

    LG, Bernd

    Hallo Bernd,


    ich hätte niemals gedacht, dass abgestorbene Fichten so aussehen. Woher soll ich das auch wissen. Die sind natürlich auch hin.


    GR Ingo

  • Also hier findet man dieses Jahr auffällig viele Krause Glucken, sonst meist massenhaft den Anhängselröhrling.


    Ich denke das Jahr war halt für die Flora ziemlich sportlich. Der Boden sowie Luftfrost vielerorts wird die Saison wahrscheinlich beenden zumindest da das ganze zu früh gekommen ist. Damit noch Mal ordentlich was in den leeren Regionen kommt müsste man nachts 10+ Grad haben

  • Kommt drauf an, was man finden möchte. Herbstarten brauchen Nachttemperaturen unter 10°C. Für Königsröhrlinge könnte es allerdings knapp werden.


    GRI


  • Also bei mir (Blauer Punkt) gab es in den letzten 2 Wochen ordentlich regen, allerdings gab es 8 Wochen zuvor nicht einen tropfen Niederschlag. Dem entsprechend Trocken ist es bei uns. Leider..

    Letztes Jahr um diese Zeit konnte ich mich vor Steinpilzen und andere Röhrlingen kaum retten. Dieses Jahr (gestern) gab es dann den aller ersten Steinpilz im Buchenwald. Ansonsten hier und da mal eine Krause Glucke, ein Kuhmaul oder ein Goldröhrling... alles in allem sehr mau. In anderen Gegenden scheint es ja komplett anders zu sein. Zudem gibt es bei uns Nachts nun immer wieder Bodenfröste. Ich denke nicht das es dieses Jahr bei uns nennenswert viel Pilze geben wird. Mal sehen was die nächsten zwei bis drei Wochen so bringen.

  • Hallo Grand0815,

    ja leider ist Sachsen Anhalt bisweilen eine recht rockene Gegend momentan. Aber so wie ich den Punkt in etwa einschätze, müßte das bei dir eta die Region Gardelegen/Stendal sein.

    Wenn es möglich ist und du den Sprit ausgeben möchtest, wenn du ein Auto hast, dann würd ich dir empfehlen es etwas weiter nordwestlich zu versuchen, eventuell mal als Ausflug. Laut Karte würde Richtung Arendsee und dann die Wälder nördlich davon Sinn machen um es zu versuchen, Arendsee Richtung Gartow. An kleineren und größeren Gewässern ist das nicht selten noch besser, auch wegen oft vielfältigerem Bewuchs, mehr Feuchtigkeit, durchaus mehr Artenvielfalt, als in den Monokulturen aus Kiefern und Fichten, die da oft anzutreffen sind. So ein kleiner abgelegener Moorsee oder ein paar feuchte Tümpel mitten in der hintersten Ecke im Moor, das ist oft sehr interessant.


    LG

    Daniel